7. Juni 2021 | Gothaer Fahrzeugtechnik

Corona-Prämie und Beschäftigungssicherung

In der Gothaer Fahrzeugtechnik GmbH werden mit etwa 300 Beschäftigten hochkomplexe Rohr- und Blechkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen für Mobilkransysteme produziert. Zu Ende Mai wurden von IG Metall und Arbeitgeber die bestehenden Haustarifverträge zu Entgelten, Sonderzahlung und Leistungsbeurteilung fristgerecht gekündigt.

Jetzt im Juni erhalten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer eine Corona-Prämie von jeweils 375 Euro. Die Jahressonderzahlung bleibt für 2021 bei 50 Prozent einer Monatsvergütung. Das System der betrieblichen Leistungsbeurteilung wird vereinheitlicht und vereinfacht in der Anwendung. Und für die produzierenden Bereiche wird eine neue Produktivitätsprämie eingeführt, die mit einer Überprüfung der betrieblichen Normzeiten einher geht. Die Laufzeit der Tarifverträge ist neu bis 31. Mai 2022. Betriebsbedingte Kündigungen sind für diesen Zeitraum ausgeschlossen.

31. Mai 2021 | Galvanotechnik Jens Holzapfel Georgenthal

Corona-Prämie und Arbeitszeitverkürzung

Ende Mai fand bei der Galvanotechnik Jens Holzapfel GmbH in Georgenthal die letzte Verhandlungsrunde zu den diesjährigen Tarifgesprächen statt. Ein Ergebnis konnte erreicht werden. Vereinbart wurde, dass im Juli 2021 und im November 2021 eine Corona-Prämie in Höhe von jeweils 250 Euro für die Beschäftigten zur Auszahlung kommt.

Außerdem wurde vereinbart, dass die wöchentliche Arbeitszeit um 1,25 Stunden pro Woche mit vollem Lohnausgleich verkürzt wird. Damit gilt ab Juli 2021 eine Arbeitszeit von 38,75 Stunden pro Woche.

In der Galvanotechnik Holzapfel veredeln etwa 130 Beschäftigte Metalle. Durch Verzinken, Vernickeln, Verkupfern oder Verchromen werden Werkstoffe erreicht, die größten Belastungen widerstehen. Die Produkte sind für Kunden aus dem Maschinen- und Werkzeugbau, der Automobilbranche sowie der Elektro- und Beleuchtungsindustrie. 

23. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland

Angleichung der Arbeitsbedingungen jetzt !

Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren arbeiten die Kolleginnen und Kollegen in den ostdeutschen Tarifgebieten der Metall- und Elektroindustrie drei Stunden pro Woche länger als im Westen, für das gleiche Geld wie in den westdeutschen Tarifgebieten! Das muss sich endlich ändern. In Berlin, Brandenburg und Sachsen laufen dazu gerade Tarifverhandlungen.

Wir stellen uns hinter die Forderung der IG Metall Berlin-Brandenburg und Sachsen und erklären uns ausdrücklich solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen. Die Lösung dieses jahrzehntelangen Konflikts ist längst überfällig.

Bitte unterstütze den Aufruf:

https://www.igmetall-bbs.de/angleichung/

23. April 2021 | IG Metall-Vertrauensleute bei Opel Eisenach

Unterwegs für die Angleichung der Arbeitsbedingungen

"Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland sitzen alle im gleichen Boot. Es ist eine Schande, dass im Osten nach über 30 Jahren Einheit immer noch deutlich weniger verdient und gleichzeitig ca. einen Monat im Jahr länger dafür gearbeitet wird als in Westdeutschland. 

Wer kann das ändern? Erfahrungsgemäß nur wir selber. Wir müssen uns bewegen, sonst werden wir bewegt! Deshalb sind wir am 23. April nach Mosel in Zwickau zu den streikenden VW-Beschäftigten gefahren, um unseren gemeinsamen Forderungen nach mehr Gerechtigkeit Nachdruck zu verleihen. Es war toll, die Gemeinschaft und die Herzlichkeit der VW-Beschäftigten uns Opelanern gegenüber zu erfahren.

Den Arbeitgebern haben wir damit eine klare Ansage erteilt. Wir sind bereit uns gemeinsam für eine gerechte Sache zu solidarisieren und zu kämpfen. Auch über Marken und Ländergrenzen hinweg!", so Jens Möncher, Sprecher der IG Metall-Vertrauensleute bei Opel Eisenach.

22. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifergebnis für Thüringen übernommen

IG Metall Mitte und der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen übernahmen am 22. April in der vierten digitalen Verhandlungsrunde den nordrhein-westfälischen Pilotabschluss.

Dieser sieht eine Entgelterhöhung vor, die aus einer Corona-Prämie von 500 Euro bis Juni 2021, für Auszubildende 300 Euro, und einem Transformationsbeitrag von 2,3 Prozent monatlich ab Juli 2021 besteht. Der Transformationsbeitrag kann in Form einer Einmalzahlung im Februar 2022 in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts, ab 2023 in Höhe von 27,6 Prozent eines Monatseinkommens jährlich zur Auszahlung kommen. Dieses „Transformationsgeld“ kann wahlweise ausgezahlt oder zum Teilentgeltausgleich bei Arbeitszeitabsenkung, etwa der Einführung einer Vier-Tage-Woche, verwendet werden.

Ungelöst bleibt für Thüringen auch weiterhin die Angleichung der Tarifbestimmungen bei Arbeitszeit und Stundenentgelten. Deshalb hat die IG Metall in den Tarifgebieten Berlin-Brandenburg und Sachsen ein tarifliches Angleichungsgeld gefordert. Die IG Metall Mitte erklärt sich solidarisch und erwartet ein ernstzunehmendes Angebot der Arbeitgeberverbände, um die Angleichung der Arbeitsbedingungen zu realisieren.

16. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedete Resolution

Nach den ersten drei Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die vierte Verhandlung findet am 22. April digital statt.

Es geht um die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen für Thüringen unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Parallel dazu versuchen die sächsischen Arbeitgeber, Aktivitäten der IG Metall gerichtlich beschränken zu lassen. Die Tarifkommission Thüringen verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

14. April 2021 | Kfz-Handwerk Thüringen

IG Metall fordert 4 Prozent mehr Geld

Die IG Metall fordert 4 Prozent mehr Geld für 12 Monate für die Beschäftigten und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen im Kfz-Handwerk Thüringen.

Die wirtschaftliche Lage im Kfz-Handwerk hat sich trotz der Pandemie positiv entwickelt. Die Werkstätten sind gut ausgelastet und haben im vergangenen Jahr eine deutlich positive Rendite erzielt. Davon wollen die Beschäftigten einen fairen Anteil durch Einkommensverbesserungen. Zudem erwartet die IG Metall von den Arbeitgebern Perspektiven der Angleichung der Arbeitszeit.

1. April 2021 | Tarife in der Arbeitnehmerüberlassung

Ost-West-Angleichung endlich vollzogen.

Ab 1. April gelten bundesweit einheitliche Tariftabellen in der Arbeitnehmerüberlassung. Damit endet die jahrelange Unterscheidung zwischen Tariftabellen für Ost- und Westdeutschland.

Die Tariftabellen (West) erhöhen sich ab 1. April um 3,0 Prozent. Die Angleichung der Tariftabellen (Ost alt) an die neue bundesweit einheitliche Tariftabelle führt zu einer letzten Anpassungsstufe um bis zu 7,3 Prozent je nach Entgeltgruppe. Das neue Mindestentgelt in der Arbeitnehmerüberlassung (Entgeltgruppe 1) beträgt dann 10,45 Euro brutto pro Stunde.

Ab April 2022 erhöhen sich die Entgelte dann um weitere 4,1 Prozent auf 10,88 Euro brutto pro Stunde in der Entgeltgruppe 1.

31. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Dein Gesicht für die Tarifforderung

Metallerinnen und Metaller von Opel Eisenach waren am 31. März aufgerufen, sich an der Aktion „Dein Gesicht für die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie“ zu beteiligen. Angesichts der überaus problematischen Situation in der Automobilindustrie in diesem Jahr waren kreative Aktionen gefragt. Wegen Lieferengpässen von Halbleitern gibt es massive Produktionsausfälle und damit unplanbare Arbeitszeitveränderungen.

Neben dem Kampf für einen guten Tarifabschluss 2021 sind den Kolleginnen und Kollegen auch betriebliche Themen wichtig. Sie kämpfen gemeinsam für gerechte Bezahlung in ihrem Werk.

Aber auch die letzten Schritte der Angleichung der Tarifbedingungen in der Metall- und Elektroindustrie sind präsentes Thema. Das betrifft vor allem die Reduzierung der tariflichen Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden mit vollem Lohnausgleich und die Erhöhung der Sonderzahlung.

9. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks bei EJOT in Tambach-Dietharz

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 9. März 2021 rief die IG Metall die Beschäftigten in Früh- und Spätschicht bei EJOT in Tambach-Dietharz dazu auf, die Arbeit für zwei Stunden nieder zu legen. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

5. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks in Eisenach, Gotha und Waltershausen

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 5. März 2021 folgten die Beschäftigten bei Benteler Automobiltechnik und BMW Fahrzeugelektrik in Eisenach sowie ZF Friedrichshafen in Gotha und Hako Waltershausen dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

4. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks bei Bosch Eisenach

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 4. März 2021 folgten die Beschäftigten in Früh- und Spätschicht bei Robert Bosch Fahrzeugelektrik in Eisenach dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

19. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Völlig unzureichendes Angebot

Es bleibt dabei: Unser Ziel ist ein Paket für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung. Die IG Metall fordert, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, ein Volumen von vier Prozent.

Die Thüringer Arbeitgeber legten in der dritten Verhandlung am 19. Februar ein völlig unzureichendes Angebot vor. Während die Bundesbank mit einer Inflationsrate von 3 Prozent für 2021 rechnet, sollen die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie nach dem Willen der Arbeitgeber in diesem Jahr leer ausgehen und erst 2022 einen Mix aus Einmalzahlung und Tariferhöhung erhalten.

18. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedet Resolution

Nach den ersten beiden Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die dritte Verhandlung findet am 19. Februar digital statt.

Am Vorabend der dritten Verhandlung tagte die Tarifkommission der IG Metall. In einer Bewertung der bisherigen Entwicklungen sowie der Entwicklungen parallel in andere Tarifgebieten besteht wenig Verständnis für das (bisherige) Agieren der Arbeitgeber und ihrer Verbände. Die Tarifkommission verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

28. Januar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber legen kein Angebot vor.

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 28. Januar virtuell stattgefunden. IG Metall und Arbeitgeber konnten kein Ergebnis erzielen und werden in den nächsten Tagen einen weiteren Verhandlungstermin vereinbaren.

Die IG Metall hat in der zweiten Tarifverhandlung gegenüber den Arbeitgebern ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Erneut forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeberfunktionäre auf, ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung in Thüringen mit der IG Metall zu führen.

30. Dezember 2020 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

Weitere 1,8 Prozent mehr Geld

Die IG Metall und der Verband der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V. vereinbarten für die Beschäftigten in den Betrieben der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringen eine Steigerung der Löhne und Gehälter in zwei Schritten: Ab 1. Januar 2020 um 2,6 Prozent und ab 1. Januar 2021 um weitere 1,8 Prozent. Die Vergütungen der Auszubildenden stiegen je nach Ausbildungsjahr überproportional zwischen 7,6 und 11 Prozent ab Januar 2020.

Die Tarifverträge sind erstmals zum 31. August 2021 kündbar.

18. Dezember 2020 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifverhandlungen begonnen.

Die erste Tarifverhandlung für rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 18. Dezember virtuell stattgefunden. Die IG Metall Mitte hat ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent mehr Geld für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Zudem forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeber auf, endlich ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung hin zur 35-Stunden-Woche in Thüringen mit der IG Metall aufzunehmen.

Die IG Metall will die bestehenden tariflichen Instrumente im Hinblick auf die Transformation weiterentwickeln. Dazu zählen die Möglichkeit der 4-Tage-Woche und Entgeltsicherung; dazu gehören Zukunftstarifverträge, die Innovations- und Standortzusagen umfassen. Die von den Arbeitgebern geforderte Nullrunde lehnt die IG Metall ab. So kann die Transformation nicht gestaltet werden; das geht nur mit den Beschäftigten zusammen.

24. November 2020 | Opel-Aktionstag

Zukunft nur mit uns - Hände weg vom Kündigungsschutz

Unklar ist die Situation bei Opel an allen Standorten, vor allem auch in Eisenach. Darauf machten Beschäftigte, Betriebsrat und IG Metall mit Unterstützung aus der Politik am 24. November aufmerksam. Nach der Frühschicht versammelten sich die Opel-Beschäftigten vor dem Werk in Eisenach zunächst zu einer Kundgebung und anschließend zu einem Autokorso. Auch Beschäftigte der Werke Rüsselsheim und Kaiserslautern demonstrierten zeitgleich.

In Eisenach fehlt Personal, um eine zweite komplette Schicht aufbauen und das Hybrid-Modell produzieren zu können. Wegen Personalüberhängen an den andere deutschen Standorten verweigert das PSA-Management die erforderlichen Einstellungen in Eisenach. Hingegen kündigte der Arbeitgeber an, entgegen der tarifvertraglichen Beschäftigungssicherung keine betriebsbedingten Kündigungen an anderen Standorten mehr auszuschließen.

Prominente Unterstützung erhielten die Opel-Beschäftigten durch den Thüringer Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow (Die Linke) und Eisenachs Oberbürgermeisterin, Katja Wolf (Die Linke) die beide vor Ort waren.

17. November 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beschließen Forderung

Am 17. November 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen digitalen Sitzung die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde beschlossen Gefordert wird ein Volumen von 4 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Die IG Metall hat die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Betriebe in ihrer Forderung berücksichtigt. Für die Absicherung und Entwicklung von Einkommen sowie die Sicherung von Beschäftigung will die IG Metall Mitte ein Gesamtvolumen von 4 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten durchsetzen.
Die anstehende Transformation ist eine Herausforderung, der mit einer 4-Tage-Woche vorausschauend begegnet werden soll. Sie bietet notwendige Qualifikationszeit. Zudem erwartet die IG Metall deutliche Signale in Richtung einer 35-Stunden-Woche in Thüringen. Nach 30 Jahren ist es längst überfällig die Ungleichheit zwischen Ost und West zu beseitigen. 

6. November 2020 | 35 Kündigungen bei Gothaer Fahrzeugtechnik

Tarifvertrag schützt vielen Gewerkschaftern den Job

In der Gothaer Fahrzeugtechnik werden mit etwa 350 Beschäftigten hochkomplexe Rohr- und Blechkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen für Mobilkransysteme produziert. Nach dauerhaftem Umsatzrückgang in diesem Jahr beabsichtigte der Arbeitgeber 57 Kündigungen. Dem begegnete die IG Metall mit dem Abschluss einer tarifvertraglichen Beschäftigungssicherung im August 2020 durch einen Sozialtarifvertrag.

In der ersten Überlegung des Arbeitgebers hätten 34 IG Metall-Mitglieder ihren Arbeitsplatz verloren. Nach acht Verhandlungsrunden zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat konnte die Anzahl der erforderlichen Kündigungen statt 57 Beschäftigte auf 35 Kündigungen reduziert werden. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung zwang beide Parteien, für von Kündigung bedrohte Gewerkschaftsmitglieder andere zumutbare Arbeitsplätze im Betrieb zu finden. Der Arbeitgeber war gezwungen, Arbeitsplätze von gewerkschaftlich unorganisierten Beschäftigten frei zu kündigen, um den tarifvertraglichen Kündigungsschutz weitestgehend zu erfüllen. Für letztlich nur drei der ursprünglich 34 von Kündigung bedrohten Gewerkschaftsmitglieder war kein Ersatzarbeitsplatz möglich. Allerdings sieht der Sozialtarifvertrag für den Fall der nicht abwendbaren Kündigung eines Gewerkschaftsmitglieds die nahezu Verdoppelung der dann fälligen Abfindung vor.

Ab 1. Dezember bieten Geschäftsleitung und Betriebsrat im Rahmen des geschlossenen Sozialplans den 35 Gekündigten den Eintritt in eine Transfergesellschaft an, in welcher je nach Betriebszugehörigkeit eine Verweildauer bis zu zwölf Monaten ermöglicht wird. Während dieser Zeit tritt noch keine Arbeitslosigkeit ein, sondern wird Qualifizierung und Vermittlung aktiv begleitet und unterstützt durch die MYPEGASUS Transfer GmbH.

16. Oktober 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beraten über Forderung

Am 15. Oktober 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen Sitzung mit den Beratungen über mögliche Forderungen begonnen. Herausforderungen der Transformation, Beschäftigungssicherung sowie Einkommenssteigerungen standen im Mittelpunkt der Debatte.

Am 17. November beschließen die Tarifkommissionen die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde. Zum Jahresende sind die Tarifverträge kündbar.

15. Oktober 2020 | Gemeinsamer Appell an Bundesregierung

Ausbildungsförderung verbessern.

Die beiden Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie auf Bundesebene, die IG Metall und Gesamtmetall, wenden sich an die Bundesregierung zur Ausweitung des Bundesprogramms zur Förderung der Ausbildung.

Angesichts massiver Inanspruchnahme von Kurzarbeit und Unterauslastung von Betrieben soll die Ausbildungsbereitschaft stimuliert und erhalten werden und bleiben. Dafür ist das neue Förderprogramm der Bundesregierung auf Unternehmen bis zu 249 Beschäftigte beschränkt. Das zu ändern, ist Ansatz des aktuellen gemeinsamen Appells, der anbei nachgelesen werden kann:

1. Oktober 2020 | Tariferhöhung in der Leiharbeit

2,2 Prozent mehr Angleichung ab Oktober 2020

Das Tarifergebnis vom 18. Dezember 2019 beinhaltet vier Entgeltsteigerungen in Ostdeutschland mit einer zweiten Stufe ab Oktober 2020:

  • Plus 3,0 Prozent mehr (West: plus 1,9 Prozent) ab April 2020.
  • Plus 2,2 Prozent mehr (West keine Erhöhung) am Oktober 2020.
  • Plus bis zu 7,2 Prozent mehr (West: plus 3,0 Prozent) ab April 2021.
  • Plus 4,1 Prozent mehr (bundesweit einheitlich) ab April 2022.

Diese Erhöhung gilt nur in Ostdeutschland und ist der letzte Zwischenschritt zu bundesweit einheitlichen Tariftabellen. Ab 1. April 2021 ist dann die Angleichung der Tarifbedingungen an Westdeutschland als wichtiger Erfolg für die Beschäftigten der Branche vollzogen. Zusätzlich kommen noch sogenannte Branchenzuschläge dazu. Ziel ist und bleibt es, für die gleiche Arbeit das gleiche Entgelt zu erhalten, unabhängig davon, mit wem der individuelle Arbeitsvertrag besteht.

23. Juni 2020 | Gothaer Fahrzeugtechnik

Plus 2,0 Prozent mehr Entgelt ab Juni 2020

In der dritten Tarifverhandlung am 19. Januar 2019 gelang eine Tarifeinigung in mehreren Umsetzungsschritten. Nach der ersten Tariferhöhung ab Juni 2019 um 2,0 Prozent, folgt nun die zweite Stufe der Tariferhöhung um weitere 2,0 Prozent ab Juni 2020. Parallel dazu reduzierte sich die tarifvertragliche Wochenarbeitszeit ab September 2019 von 40 auf 39 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Ab September 2020 steht eine weitere Verkürzung auf 38 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich an. Die Laufzeit dauert bis 31. Mai 2021. Immer dann, wenn sich Beschäftigte in der IG Metall organisieren und gemeinsam für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen eintreten, gelingen auch Verbesserungen.

In der Gothaer Fahrzeugtechnik werden mit etwa 400 Beschäftigten hochkomplexe Rohr- und Blechkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen für Mobilkransysteme produziert.

26. März 2020 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss für Thüringen übernommen

Die IG Metall Mitte und der Arbeitgeberverband VMET einigen sich auf die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen. Damit gelten auch für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen Erleichterungen bei der Kinderbetreuung und bei Kurzarbeit.

Finanzielle Einbußen bei Kurzarbeit können durch eine anteilige Auszahlung der jährlichen Sonderzahlung und des zusätzlichen Urlaubsgeldes reduziert werden. Darüber hinaus wird zur Verminderung sozialer Härten insbesondere bei Kurzarbeit in jedem Betrieb ein Solidartopf eingerichtet. Der Betrag, der in diesen Topf eingezahlt wird, errechnet sich aus der Anzahl der Beschäftigten im Betrieb, multipliziert mit 350 Euro. Die konkreten Auszahlungsmodalitäten sollen in den Betrieben zwischen Betriebsräten und Arbeitgebern im Wege einer Betriebsvereinbarung geregelt werden. Nicht verwendete Mittel des Solidartopfes werden an die zum Stichtag 1. Dezember 2020 im Betrieb Beschäftigten zu gleichen Teilen ausgezahlt. Die Tarifverträge können zum 31.12.2020 gekündigt werden.

19. Dezember 2019 | Tarifabschluss in der Leiharbeit

12,3 Prozent mehr Geld plus mehr Urlaub plus Gewerkschaftsbonus

In der Leiharbeit verhandelt die IG Metall auf Bundesebene in der DGB-Tarifgemeinschaft gemeinsam mit den Arbeitgeberverbänden iGZ und BZA die Tarifbedingungen. Nach 24 Stunden Verhandlung wurde am 18. Dezember 2019 ein Tarifergebnis in der vierten Verhandlung erreicht. Vom Tarifabschluss profitieren viele Beschäftigte in unserer Region. Ende März 2019, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Leiharbeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Suhl auf etwa 6.700 Beschäftigte, was einem Rückgang um 606 Beschäftigte oder minus 8,3 Prozent zum Vorjahr entsprach. Bundesweit gelten die Tarifverträge für etwa 750.000 Beschäftigte in verschiedenen Branchen.

Die Einzelheiten des Tarifabschlusses können der Tarifinfo entnommen werden, die hier aufgerufen oder abgespeichert werden kann.

11. Dezember 2019 | Tarifgespräche für die ostdeutschen Tarifgebiete ohne Ergebnis

Keine Weiterführung der Gespräche mit den Arbeitgebern

Nach einem Verhandlungsprozess seit eineinhalb Jahren und insgesamt elf Verhandlungstagen im Jahr 2019 haben die Tarif- und Verhandlungskommissionen der Metall- und Elektroindustrie der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen beschlossen, den Verhandlungsprozess über die Einführung einer 35-Stundenwoche im Osten nicht weiterzuführen.

Die Arbeitgeber wollen die Schutzfunktion des Tarifvertrages deregulieren und die Verantwortung den Betriebsräten aufbürden, bis hin zum Eingriff in bestehende Entgelttabellen. Der Vorschlag der Arbeitgeber beinhaltet den Angriff auf bestehende Erholungspausen, im Schichtbereich bis hin zur völligen Abschaffung.

Das ist keinerlei Basis für einen anzustrebenden Kompromiss.

4. Dezember 2019 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

4,4 Prozent mehr Geld in zwei Stufen

Die IG Metall und der Verband der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V. haben für die Beschäftigten in den Betrieben der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringen die Steigerung der Löhne und Gehälter ab 1. Januar 2020 um 2,6 Prozent und ab 1. Januar 2021 um weitere 1,8 Prozent vereinbart. Für die Monate Oktober bis Dezember 2019 erhalten die Beschäftigten pauschal 150 Euro, Auszubildende 75 Euro, zahlbar mit der Entgeltabrechnung für Januar 2020. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen je nach Ausbildungsjahr überproportional zwischen 7,6 und 11 Prozent.

Die neuen Tarifverträge sind erstmals wieder zum 31. August 2021 kündbar.

25. November 2019 | Sozialtarifvertrag bei Autotest Eisenach abgeschlossen

Dreimal JA durch die IG Metall-Mitglieder

Nach Ankündigung der Betriebsschließung der Autotest Eisenach verhandelte die IG Metall Eisenach seit August mit dem Arbeitgeber um Abfindungen. Von Beginn an forderte die IG Metall eine Garantie der Eigentümerin von Autotest Eisenach für die Abfindungen.

Erst am 25. November legte die Eigentümerin von Autotest Eisenach die erforderliche Zusage vor. Damit kam der Abschluss des Sozialtarifvertrages zustande. Die IG Metall-Mitglieder stimmten dreimal mit JA dazu: Ja, für den Sozialtarifvertrag. Ja, für die Einstellung von Arbetskampfmaßnahmen. Ja, für die Beendigung der arbeitsgerichtlichen Verfahren.

Gemäß Sozialtarifvertrag erhalten die Mitglieder der IG Metall eine Abfindung von 0,5 Bruttomonatsverdiensten pro Beschäftigungsjahr, wenn das Arbeitsverhältnis je nach Beschäftigungsdauer zwischen Januar und April 2020 beendet wird. Die 42 Beschäftigten, die mit Hilfe der IG Metall gerichtlich gegen die Kündigungen vorgegangen waren, erhalten jeweils 1.000 Euro extra zur Abfindung hinzu. Zudem verschiebt sich ihr individuelles Ausscheiden um einen Monat nach hinten unter Fortzahlung der Bezüge.

23. Oktober 2019 | Mindestentgelt in den Elektrohandwerken

Allgemeinverbindlichkeit ab 1. Januar 2020

Den Tarifvertrag über ein Mindestentgelt in den Elektrohandwerken vom 17. Januar 2019 zwischen dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke und der IG Metall wurde am 23. Oktober vom Tarifausschuss des zuständigen Bundesministeriums für allgmeinverbindlich erklärt.

Damit finden die Tarifbestimmungen zwingend auf alle Beschäftigten in tarifgebundenen, aber auch nicht tarifgebundenen Betrieben Anwendung. Demnach beträgt bundeseinheitlich ab 1. Januar 2020 der Bruttostundenlohn mindestens 11,90 Euro. Dieser Mindestlohn steigt danach jährlich auf 12,40 Euro ab Januar 2021, auf 12,90 Euro ab Januar 2022, auf 13,40 Euro ab Januar 2023 und auf 13,95 Euro ab Januar 2024.

5. Juli 2019 | Tarifabschluss im Kfz-Gewerbe Thüringen

+5,3 Prozent mehr Geld plus Einmalzahlungen

Die Entgelte im Kfz-Gewerbe in Thüringen werden ab 1. Juli 2019 um 2,7 Prozent erhöht, sowie ab 1. Juli 2020 um weitere 2,6 Prozent. Für die Monate Mai und Juni 2019 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von insgesamt 150 Euro sowie eine weitere Einmalzahlung von 120 Euro in 2020. Die Auszahlung erfolgt mit den Oktoberabrechnungen des jeweiligen Jahres. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab 1. August 2019 um 50 Euro in allen Ausbildungsjahren und ab 1. August 2020 um weitere 50 Euro.

Die neuen Tarifverträge sind erstmals zum 31. Mai 2021 kündbar.

29. Mai 2019 | IG Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger resümiert

Tarifbindung in Thüringen steigt weiter

In der Thüringer Metall- und Elektroindustrie steigt die Zahl der Beschäftigten mit Tarifentgelten. Die Entwicklung in der stärksten Industriebranche in Thüringen verläuft gegen den Trend. Die Zahl der Unternehmen, die an Flächen- sowie Anerkennungs- oder Firmentarifverträge gebunden sind, stieg von 98 im Jahr 2011 auf jetzt etwa 130.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht in anderen Branchen ein wachsendes Problem durch die Flucht von Unternehmen aus den tarifgebundenen Arbeitgeberverbänden. Untersuchungen ergaben, dass branchenübergreifend nur noch 18 Prozent der Thüringer Betriebe tarifgebunden sind.

10. Mai 2019 | Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Im Rahmen der Aktionswoche der IG Metall begleitend zu den zentralen Gesprächen für alle ostdeutschen Tarifgebiete mit den Arbeitgeberverbänden der neuen Bundesländer informierte die IG Metall bei einer Schichtwechselaktion die Beschäftigten der Bosch Fahrzeugelektrik in Eisenach am 10. Mai über den Stand der Dinge.

Drei Jahrzehnte nach der Deutschen Einheit ist es längst überfällig, den Tarifstandard zur Wochenarbeitszeit bundesweit einheitlich zu regeln. Die Arbeitgeber tragen hierfür auch in Thüringen Mit-Verantwortung. Dafür unterschrieben viele Beschäftigte auf den Transparenten für die Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich. Unterstützt wurde die Aktion durch Vertrauensleute von Opel Eisenach.

9. Mai 2019 | BMW Fahrzeugtechnik Eisenach

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Im Rahmen der Aktionswoche der IG Metall begleitend zu den zentralen Gesprächen für alle ostdeutschen Tarifgebiete mit den Arbeitgeberverbänden der neuen Bundesländer informierte die IG Metall bei einer Schichtwechselaktion die Beschäftigten der BMW Fahrzeugtechnik in Eisenach am 9. Mai über den Stand der Dinge.

Viele Beschäftigte bekräftigten die Forderung für die Einführung der 35-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich durch ihre Unterschrift auf großen Transparenten. Wenig Verständnis haben auch hier die Beschäftigten für die Position der Arbeitgeber bisher.

8. Mai 2019 | ZF Friedrichshafen AG Werk Gotha

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Für Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte die IG Metall bereits die gleichen Entgelte wie für Beschäftigte beispielsweise in Hessen tarifvertraglich in den letzten Jahren durchsetzen. Allerdings gibt es einen deutlichen Unterschied in der Dauer der dafür erforderlichen Arbeitszeit. Während die Beschäftigten in Thüringen 38 Stunden pro Woche arbeiten müssen, erhalten die hessischen Metallerinnen und Metaller das gleiche Entgelt für lediglich 35 Stunden Arbeitszeit pro Woche.

Dazu findet begleitend zu den zentralen Gesprächen für alle ostdeutschen Tarifgebiete mit den Arbeitgeberverbänden der neuen Bundesländer eine Aktionswoche statt. Hier informiert die IG Metall die Beschäftigten über den Stand der Dinge. Zugleich rufen wir die Beschäftigten zur Unterschrift auf großen Transparenten auf. Zur Betriebsversammlung bei ZF in Gotha war das am 8. Mai präsentes Thema.