12. Januar 2023 | Tariferhöhung bis zu 17 Prozent im Tischlerhandwerk

Plus 5,22 Prozent mehr ab Januar 2023

Im Tischlerhandwerk Thüringen steigen die Einkommen für Altgesellen in drei Schritten um insgesamt 376 Euro im Monat, was insgesamt 16,62 Prozent bis zum 1. Januar 2024 entspricht. Ab Januar 2022 gab es 2.395 Euro brutto im Monat und damit 14,30 Euro pro Stunde. Das waren 133 Euro im Monat mehr oder ein Plus von 5,6 Prozent. Eine weitere Erhöhung erfolgt nun zum 1. Januar 2023 um weitere 125 Euro auf dann 2.520 Euro brutto im Monat (15,04 Euro pro Stunde), das entspricht weiteren 5,22 Prozent mehr Geld. Mit dem dritten Schritt steigt das sogenannte Eckentgelt ab 1. Januar 2024 um weitere 118 Euro im Monat (plus 4,68 Prozent) auf dann 2.638 Euro brutto monatlich oder 15,75 Euro pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen steigen schrittweise analog und erhöhen sich dadurch zwischen 94 und 142 Euro. Das entspricht ebenfalls knapp 17 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Bereits zuvor hatten die Tarifvertragsparteien langfristige Stufenpläne zur Urlaubsdauer, zum Weihnachtsgeld sowie zu einem zusätzlichen Urlaubsgeld und zur Arbeitszeit vereinbart. Diese beträgt 38,5 Stunden pro Woche.

23. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

IG Metall und Arbeitgeber unterzeichnen Tarifvertrag

Die IG Metall Mitte und die Arbeitgeber in Thüringen haben sich auf die Übernahme des Baden-Württembergischen Pilotabschlusses für die Metall- und Elektroindustrie geeinigt. Beide Seiten unterzeichneten am 23. November den Tarifvertrag. Damit werden auch in Thüringen die Entgelte in zwei Schritten erhöht: Zunächst um 5,2 Prozent im Juni 2023 und in einem weiteren Schritt um 3,3 Prozent ab Mai 2024. Die steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von insgesamt 3.000 Euro wird in zwei Schritten ausgezahlt. Davon profitieren rund 20.000 Beschäftigte. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2024.  

An den Warnstreikaktionen in Mitte hatten seit Ende Oktober über 140.000 Beschäftigte teilgenommen. Allein in Thüringen engagierten sich mehr als 8.000 Beschäftigte für eine Entgelterhöhung. Bundesweit nahmen an den Warnstreiks rund 900.000 Beschäftigte teil.

18. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Pilotabschluss in Baden-Württemberg vereinbart

Die Tarifvertragsparteien in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie haben sich nach einem 11-stündigen Verhandlungsmarathon in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf einen Pilotabschluss geeinigt. Demnach steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen für die rund 1 Million Beschäftigten ab 1. Juni 2023 um 5,2 Prozent, ab dem 1. Mai 2024 um weitere 3,3 Prozent. Zudem erhalten die Beschäftigten eine steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von 3.000 Euro. Diese wird in zwei Schritten ausbezahlt, 1.500 Euro spätestens im Februar 2023, weitere 1.500 Euro spätestens im Februar 2024, für Auszubildende jeweils 550 Euro. Weitere Anpassungen gibt es auch beim Tariflichen Zusatzgeld und beim Transformationsgeld. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2024.

Machtvolle Warnstreikaktionen bundesweit, aber auch in Thüringen, trugen zur Tariflösung bei. Jetzt geht es um die Übernahme des Pilotabschlusses auch für Thüringen.

11. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik Opel in Eisenach

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 11. November die Beschäftigten von Opel in Eisenach zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Etwa 750 Beschäftigte folgten dem Aufruf der IG Metall und legten die Arbeit für insgesamt zwei Stunden nieder zur Teilnahme an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

10. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik bei Hako in Waltershausen

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 10. November die Beschäftigten von Hako in Waltershausen zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Etwa 110 Beschäftigte folgten dem Aufruf der IG Metall und legten die Arbeit für zwei Stunden nieder zur Teilnahme an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

9. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik bei EJOT in Tambach-Dietharz

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 9. November die Beschäftigten von EJOT in Tambach-Dietharz zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Am Vormittag folgten die Beschäftigten der Frühschicht für eine Stunde dem Aufruf der IG Metall und legten die Arbeit nieder zur Teilnahme an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb. Und auch Nachmittag folgten die Beschäftigten der Spätschicht dem Aufruf zum Warnstreik für eine Stunde vor dem Betrieb.

4. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik bei ZF in Gotha

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 4. November die Beschäftigten von ZF in Gotha zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Am Vormittag folgten die Beschäftigten der Frühschicht für eine Stunde dem Aufruf der IG Metall und legten die Arbeit nieder zur Teilnahme an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb. Und auch Nachmittag folgten die Beschäftigten der Spätschicht dem Aufruf zum Warnstreik für eine Stunde vor dem Betrieb.

4. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik bei Benteler in Eisenach

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 4. November die Beschäftigten von Benteler in Eisenach zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Etwa 70 Beschäftigte der Frühschicht legten für eine Stunde die Arbeit nieder und beteiligten sich an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

3. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Zweiter Warnstreik bei Bosch in Eisenach

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 3. November die Beschäftigten von Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Etwa 250 Beschäftigte der Spätschicht legten für eine Stunde die Arbeit nieder und beteiligten sich an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

3. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erster Warnstreik bei Bosch in Eisenach

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 3. November die Beschäftigten von Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Über 300 Beschäftigte der Frühschicht legten für 90 Minuten die Arbeit nieder und beteiligten sich an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

2. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik bei BMW in Krauthausen

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 2. November die Beschäftigten von BMW in Krauthausen zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Etwa 100 Beschäftigte der Frühschicht legten für eine Stunde die Arbeit nieder und beteiligten sich an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

28. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erneut kein Angebot der Arbeitgeber zu unserer Forderung

Auch in der dritten Tarifverhandlung am 28. Oktober 2022 in Jena legten die Arbeitgeber kein Angebot zur Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung vor. Begleitend zur Tarifverhandlung fanden in zahlreichen Betrieben in Thüringen Aktionen statt. So beispielsweise auch bei Bosch und Opel in Eisenach und bei Hako in Waltershausen.

Damit stehen die Zeichen auf Warnstreiks. Offensichtlich unterschätzen die Arbeitgeber die Ernsthaftigkeit unserer Forderung und die Entschlossenheit der IG Metall, also der Beschäftigten in den Betrieben. Der noch reichlich unkonkrete "Vorschlag" der Arbeitgeber, eine Einmalzahlung von 3.000 Euro bei einer Laufzeit von 30 Monaten anzubieten, geht an unserer Forderung komplett vorbei.

28. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

3. Verhandlung in Thüringen: Aktion bei Opel in Eisenach

Kurz vor Ende der bundesweiten Friedenspflicht findet am 28. Oktober die dritte Verhandlungsrunde für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen statt. In den zurückliegenden beiden Verhandlungen kam es zu keiner Einigung.

Beschäftigte von Opel Eisenach demonstrieren am 28. Oktober im Betrieb ihre Bereitschaft, die Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen nach Ende der Friedenspflicht auch mit Arbeitskampfaktivitäten zu unterstützen.

Bundesweit und auch in Westthüringen ist plakatiert: Tariferhöhung jetzt!

28. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

3. Verhandlung in Thüringen: Aktion bei Bosch in Eisenach

Kurz vor Ende der bundesweiten Friedenspflicht findet am 28. Oktober die dritte Verhandlungsrunde für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen statt. In den zurückliegenden beiden Verhandlungen kam es zu keiner Einigung.

Beschäftigte der Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach demonstrieren am 28. Oktober im Betrieb ihre Bereitschaft, die Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen nach Ende der Friedenspflicht auch mit Arbeitskampfaktivitäten zu unterstützen.

Bundesweit und auch in Westthüringen ist plakatiert: Tariferhöhung jetzt!

28. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

3. Verhandlung in Thüringen: Aktion bei Hako Waltershausen

Kurz vor Ende der bundesweiten Friedenspflicht findet am 28. Oktober die dritte Verhandlungsrunde für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen statt. In den zurückliegenden beiden Verhandlungen kam es zu keiner Einigung.

Beschäftigte bei Halo in Waltershausen demonstrieren am 28. Oktober im Betrieb ihre Bereitschaft, die Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen nach Ende der Friedenspflicht auch mit Arbeitskampfaktivitäten zu unterstützen.

Bundesweit und auch in Westthüringen ist plakatiert: Tariferhöhung jetzt!

4. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Kein Angebot der Arbeitgeber

Rund 200 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie Thüringens haben unmittelbar vor der zweiten Tarifverhandlung ihrer Forderung nach mehr Geld Nachdruck verliehen. Es beteiligten sich beispielsweise Beschäftigte von Opel Eisenach, Schuler Pressen, Siemens Energy sowie BorgWarner, Bosch, Hydrema, Thales Transportation, Musashi, Kaeser und Zeiss Jena.

Der Appell an die Arbeitgeber blieb ungehört. Die Verbandsvertreter Thüringens versteckten sich in der Verhandlung erneut hinter nichtssagenden Textbausteinen von Gesamtmetall und machten kein Angebot.

1. Oktober 2022 | Textilindustrie Ost

4,1 Prozent mehr Entgelt ab Oktober 2022

Nach Einmalzahlungen von 200 Euro brutto im Mai 2022 plus weitere 120 Euro brutto im August 2022 erhöhen sich ab 1. Oktober 2022 die Entgelte um 4,1 Prozent, gefolgt von einer zweiten Stufe ab 1. Oktober 2023 um weitere 1,5 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich jeweils zum 1. August eines Jahres. Die Jahressonderzahlung von bisher 60 Prozent einer Monatsvergütung steigt ab 2023 auf 75 Prozent einer Monatsvergütung. Weiter erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld von bisher 675 Euro brutto auf 690 Euro brutto in 2022 und auf 720 Euro brutto ab 2023. Unverändert werden die Bestimmungen zur Altersteilzeit fortgeführt. Die Laufzeit beträgt bis zum 30. April 2022.

27. September 2022 | Hydro Building Systems Coating GmbH Gerstungen

Erstmals Tarifbindung der IG Metall im Betrieb durchgesetzt

Die Hydro Building Systems Coating GmbH, vormals MBG Metallbeschichtung, ist mit etwa 100 Beschäftigten ein Betrieb der Metallbeschichtung und Lagerhaltung von Metallerzeugnissen .

Vereinbart wurden in fünf Tarifverträgen zunächst die Einführung eines neuen Entgeltsystems ab 1. Oktober 2022. Die bisherige Vergütung mit Lohn und Gehalt wird jetzt in ein einheitliches Entgeltssystem mit zehn Entgeltgruppen überführt. Mit dem ersten Einführungsschritt am 1. Oktober 2022 erhöhen sich die Entgelte einschließlich des Einstieges in eine neue Leistungsbeurteilung um bis zu 10,7 Prozent im Vergleich zu September 2022. Auszubildende werden an die Entgelttabelle angebunden und erhalten damit ebenso eine deutliche Steigerung um bis zu 29 Prozent der Ausbildungsvergütungen. Für alle Beschäftigten, die bisher deutlich unter der neuen betrieblichen Tariftabelle liegen, werden die Entgelte um maximal 140 Euro brutto im Monat im ersten Schritt erhöht. Sofern der Rückstand der Ist-Vergütung zur neuen betrieblichen Entgelttabelle dann noch nicht ausgeglichen ist, erfolgt eine weitere Anpassung ab 1. September 2023 um weitere 100 Euro brutto. Beschäftigte, deren bisheriges Entgelt über der betrieblichen Entgelttabelle liegt, erhalten keine Erhöhung der monatlichen Grundentgelte ab Oktober 2022. Zugleich ist vereinbart, dass ab 1. April 2024 eine Erhöhung der betrieblichen Tariftabelle um weitere 2,8 Prozent erfolgt. Beschäftigte, deren bisheriges Entgelt weiter oberhalb der betrieblichen Entgelttabelle ist, werden an der Tariferhöhung zur Hälfte beteiligt. Ab 2023 wird jeweils ab April eine zusätzliche Leistungszulage und mit der Abrechnung für Juli des Jahres eine neue Sonderzahlung als Erholungsbonus in Höhe von 240 Euro brutto fällig. Ab Januar 2024 reduziert sich dich Wochenarbeitszeit von 40 auf 39 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Als Ausgleich dafür, dass die Reduzierung nicht jetzt gleich erfolgen kann, erhalten Vollzeitbeschäftigte im Dezember 2023 noch einmal 600 Euro brutto Einmalzahlung. Die Laufzeit der Tarifvereinbarung gilt bis Ende Dezember 2024.

19. September 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber blockieren Fahrradleasing

Die Details zum Tarifvertrag waren bereits besprochen, ein abgestimmter Text lag vor und unsere Tarifkommission hatte dem Plan zugestimmt.

Jetzt hat der Arbeitgeberverband für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie
einen Rückzieher gemacht! Nach ihrem Willen soll es keinen Flächentarifvertrag zum Fahrradleasing in Thüringen geben.

14. September 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erste Verhandlung ohne Ergebnis

Die IG Metall Mitte und der Arbeitgeberverband für die Metall- und Elektroindustrie Thüringens haben die Tarifverhandlungen für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen aufgenommen. Die erste Tarifverhandlung fand am 14. September in Eisenach statt. Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Mitte, beschrieb die Verhandlungssituation als ein erstes Abtasten. „Wir haben die Forderung von 8 Prozent mehr Geld für 12 Monate ausführlich begründet und mussten leider feststellen, dass die Arbeitgeber den Verzicht predigen anstatt zügig konstruktiv verhandeln zu wollen.“

Ein Ergebnis konnte nicht erzielt werden. Nach der etwa zweistündigen Verhandlung wurde auf den 4. Oktober 2022 zur zweiten Verhandlung vertagt.

1. August 2022 | Textile Dienste Ost

Mindestens 60 Euro brutto mehr im Monat

Mit dem aktuellen Tarifwerk von IG Metall und Industrieverband Textil Service intex e.V. reduzierte sich die tarifvertraglich geschuldete Arbeitszeit von 39 Wochenstunden bis Ende 2021 ab Januar 2022 auf zunächst 37,5 Stunden für das gleiche Einkommen. Das sind 2.165,94 Euro brutto für Bediener von Waschmaschinen und Waschanlagen. Zugleich erhöht sich das Urlaubsgeld von 410 Euro brutto in 2021 auf 470 Euro brutto in 2022. Ab August 2022 erhöhen sich Löhne und Gehälter um mindestens 2,0 Prozent, denn mindestens um 60 Euro brutto für Vollzeitbeschäftigte und damit auf 2.225,94 Euro brutto für Maschinenbediener. Schließlich gilt dann ab 1. Januar 2023 die 37-Stunden-Woche zu unverändertem Einkommen.

14. Juli 2022 | Gothaer Fahrzeugtechnik

600 Euro Einmalzahlung

In der Gothaer Fahrzeugtechnik GmbH werden mit etwa 330 Beschäftigten hochkomplexe Rohr- und Blechkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen für Mobilkransysteme produziert. Zu Ende Mai kündigte die IG Metall die bestehenden Haustarifverträge zu Entgelten und Prämien.

Mit der am 14. Juli neu unterzeichneten Vereinbarung verlängern wir den tarifvertraglichen Status quo bis Jahresende, um ausreichend Zeit für den Abschluss eines neuen Entgeltsystems zu haben. Als Ausgleich für bis dahin unveränderte Löhne und Gehälter wird mit der Abrechnung für Oktober 2022 eine Einmalzahlung in Höhe von 600 Euro brutto für Vollzeitbeschäftigte und von 300 Euro brutto für Auszubildende ausgezahlt.

30. Juni 2022 | Metall- und Elektroindustrie

8 Prozent mehr für 12 Monate

Die IG Metall Mitte will mit einer Forderung von 8 Prozent für 12 Monate in die anstehende Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie gehen. Dafür sprachen sich am 30. Juni im hessischen Friedberg die Mitglieder der Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in Hessen, dem Saarland, Thüringen und Rheinland-Pfalz einstimmig aus.

Der Vorstand der IG Metall wird am 11. Juli die Debatten der regionalen Tarifkommissionen bündeln und endgültig beschließen. Die erste Tarifverhandlung mit der Mittelgruppe sowie dem Arbeitgeberverband in Thüringen soll im September stattfinden. Die Entgelttarifverträge laufen zum 30. September aus, die Friedenspflicht endet am 28. Oktober 2022.

Die IG Metall fordert Zukunftsperspektiven für den Ford-Standort in Saarlouis. Die rund 130 Mitglieder der Tarifkommissionen verabschiedeten eine Resolution zur Unterstützung der Ford-Beschäftigten, die beigefügt ist.

22. Juni 2022 | Neuer Tarifabschluss Leiharbeit

Bis zu 24,1 Prozent mehr Geld !

Die Tarifpartner der Leiharbeit haben sich auf die Anpassung der Entgelttarifverträge verständigt. Dabei ging es um die Anpassung der unteren drei Lohngruppenwegen der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro ab 1. Oktober dieses Jahres.

Entgeltgruppe 1 etwa wird von jetzt 10,88 Euro auf 13,50 Euro ab Januar 2024 angehoben. Über die gesamte Laufzeit des Tarifvertrages bedeutet das für die unterste Lohngruppe eine Lohnsteigerung von insgesamt 24,1 Prozent.

Zudem steigt der Mitgliedervorteil ab November 2023 in allen Stufen um 150 Euro. Beim Weihnachtsgeld sind das dann statt bisher 100 bis 350 Euro (je nach Betriebsangehörigkeit) 250 bis 500 Euro obendrauf. Zusammen mit der Extra-Zahlung zum Urlaubsgeld summiert sich der Mitgliedervorteil dann auf bis zu 1000 Euro pro Jahr.

23. Mai 2022 | Leadec BV Thüringen

7,3 Prozent mehr Entgelt

Nach zweimonatigem Stillstand in den Verhandlungen konnte am 23. Mai endlich ein Tarifergebnis erzielt werden. 7,3 Prozent mehr Entgelt. Die tabellenwirksamen Entgelte erhöhen sich in zwei Stufen, zunächst rückwirkend zum 1. Mai 2022 um 3,3 Prozent und dann um weitere 4,0 Prozent ab Januar 2023. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich um 50 Euro ab September 2022 und um weitere 50 Euro ab September 2023. Das gilt auch für Studierende in praxisintegrierten Studiengängen. Die Laufzeit des Tarifabschlusses reicht bis Dezember 2023.

Davon profitieren die etwa 150 Beschäftigten der Niederlassung Eisenach mit mehreren Standorten. Leadec BV ist Dienstleister in verschiedenen Industriebetrieben in der Wartburgregion. Konkret werden Instandhaltung, Elektroinstallation oder kleinere Fertigungsaufträge abgesichert.

6. Mai 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Die 35 steht bei BMW

Anfang 2022 schlossen die IG Metall und der Arbeitgeberverband eine Tarifvereinbarung zur betrieblichen Ausgestaltung der Einführung der 35-Stunden-Woche. Bei BMW in Krauthausen ist jetzt eine solche Betriebsvereinbarung gelungen. Rückwirkend ab 1. Januar 2022 wird die Arbeitszeit auf 37 Wochenstunden abgesenkt. Ab 1. Januar 2024 gelten dann 36 Wochenstunden und schließlich ab 1. Januar 2026 nur noch 35 Wochenstunden.

Für die Dauer der Einführung beziehungsweise Absenkung der Arbeitszeit bringen die Beschäftigten ihren Anspruch auf die Sonderzahlung Transformationsgeld ein. Mit Erreichen der 35-Stunden- Woche lebt dieser Anspruch aber für die Zukunft wieder auf.
Bei BMW in Krauthausen konstruieren und produzieren seit 30 Jahren etwa 300 Beschäftigte Werkzeugmaschinen für die gesamte BMW Group.

31. März 2022 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

2,7 Prozent mehr Geld ab April 2022

Für die Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie in Thüringen steigen die Entgelte um 2,7 Prozent ab April 2022 und ab Mai 2023 um weitere 2,2 Prozent. Das durchschnittliche Bruttoentgelt je Stunde eines Facharbeiters in der Branche erhöht sich damit bis 2023 auf 15,38 Euro. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen je nach Ausbildungsjahr überproportional um 30 bis 50 Euro an. Dem entsprechend erhält ein Auszubildender ab Juli 2023 im 3. Ausbildungsjahr 1.010 Euro.

Die Branche ist stark vom demografischen Wandel betroffen. Vor diesem Hintergrund konnte die IG Metall durchsetzen, dass der Demografie-Tarifvertrag in verbesserter Form fortgeführt wird. Der zur Finanzierung von Altersteilzeit bestehende Fonds wird bis 2024 schrittweise auf 600 Euro je Beschäftigten aufgestockt, um den Übergang von älteren Beschäftigten in den Ruhestand abzusichern. Der Tarifvertrag über Entgelte und Ausbildungsvergütungen läuft bis November 2023. Der Demografie-Tarifvertrag ist erstmals zum 31. Dezember 2028 kündbar.

Februar 2022 | Metall- und Elektroindustrie

T-Geld ... Jetzt wird ausgezahlt !

In der letzten Tarifbewegung 2021 haben wir es gemeinsam erkämpft, jetzt wird es jährlich im Februar ausgezahlt: Das T-Geld beträgt in diesem Jahr 18,4 Prozent des regelmäßigen Monatsentgelts, ab 2023 sind es dann jährlich 27,6 Prozent. Das T-Geld bringt mehr Einkommen.

In Form der Sonderzahlung bringt es auch mehr Sicherheit. Denn das Transformationsgeld kann im Betrieb bei einer Arbeitszeitabsenkung zur Beschäftigungssicherung auf z. B. eine Vier-Tage-Woche als Teilentgeltausgleich genutzt

31. Januar 2022 | Kfz-Handwerk Thüringen

Plus 2,2 Prozent ab Februar 2022

Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen erhalten mehr Geld: Ab Februar 2022 steigen die Entgelte um 2,2 Prozent nachhaltig. Das sogenannte Eckentgelt, welches eine Fachkraft in Werkstatt oder Büro mindestens erhält, beträgt jetzt 2.685 Euro brutto im Monat. Mit der tarifvertraglichen 37,5-Stunden-Woche entspricht das 16,46 Euro brutto pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen steigen überdurchschnittlich um jeweils 30 Euro in allen Ausbildungsjahren ab Februar 2022. Das bedeutet im 1. Ausbildungsjahr dann 810 Euro brutto, im 2. Ausbildungsjahr 840 Euro brutto, im 3. Ausbildungsjahr 910 Euro brutto und im 4. Ausbildungsjahr 955 Euro brutto monatlich. Die Laufzeit ist bis 31. März 2023 vereinbart.

14. Januar 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Rahmen für tarifliche Angleichung der Arbeitszeit vereinbart

Die IG Metall und der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen haben sich auf einen tariflichen Rahmen zur Angleichung der Arbeitszeit geeinigt. Damit kann nun auch in Thüringen der Weg in Richtung 35-Stunden-Woche beschritten werden. Es sei ein gutes Signal an die Beschäftigten, dass die Arbeitgeber in Thüringen ihre Blockadehaltung gegenüber der Angleichung der Arbeitszeit zwischen Thüringen und den anderen Bundesländern aufgeben. „Dem vielfach beklagten Fachkräftemangel kann nur mit guten Arbeits- und Leistungsbedingungen begegnet werden. Das hat sich offensichtlich auch bei den Unternehmern in Thüringen rumgesprochen und die dogmatische Haltung der Arbeitgeber ins Wanken gebracht,“ betont Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte.

10. Januar 2022 | Hydro Building Systems Germany GmbH Gerstungen

Erstmals Tarifbindung der IG Metall im Betrieb durchgesetzt

Die Hydro Building Systems GmbH produziert und vertreibt mit etwa 120 Beschäftigten unter dem Markennamen Wicona Fassaden, Fenster, Türen und Schiebesysteme.

Vereinbart wurden in fünf Tarifverträgen zunächst die Einführung des neuen Entgeltsystems ab 1. Januar 2022. Die bisherige Vergütung mit Lohn und Gehalt wird jetzt in ein einheitliches Entgeltssystem mit zehn Entgeltgruppen überführt. Mit dem ersten Einführungsschritt am 1. Januar 2022 erhöhen sich die Entgelte einschließlich des Einstieges in eine neue Leistungsbeurteilung um bis zu 8,1 Prozent im Vergleich zu Frühjahr 2020 zu Beginn der Verhandlungen. Auszubildende werden an die Entgelttabelle angebunden und erhalten damit ebenso eine deutliche Steigerung der Ausbildungsvergütungen. Für alle Beschäftigten, die bisher deutlich unter der neuen betrieblichen Tariftabelle liegen, werden die Entgelte um maximal 200 Euro brutto im Monat erhöht. Sofern der Rückstand der Ist-Vergütung zur neuen betrieblichen Entgelttabelle dann noch nicht ausgeglichen ist, erfolgt die finale Anpassung ab 1. Oktober 2022. Beschäftigte, deren bisheriges Entgelt über der betrieblichen Entgelttabelle liegt, erhalten keine Erhöhung der monatlichen Grundentgelte ab Januar 2022. Zugleich ist vereinbart, dass ab 1. Januar 2024 eine Erhöhung der betrieblichen Tariftabelle um weitere 2,8 Prozent erfolgt. Beschäftigte, deren bisheriges Entgelt weiter oberhalb der betrieblichen Entgelttabelle ist, werden an der Tariferhöhung zur Hälfte beteiligt. Im Februar 2022 erhalten alle Vollzeitbeschäftigten und Auszubildenden eine Coronabeihilfe von 200 Euro. Ab 2023 wird jeweils mit der Abrechnung für Juli des Jahres eine neue Sonderzahlung als Erholungsbonus in Höhe von 240 Euro brutto fällig. Die Laufzeit der Tarifvereinbarung gilt bis Ende Dezember 2024.

7. Dezember 2021 | Kohl Automotive Eisenach

Neues Verhandlungsergebnis erreicht

Bei der Kohl Automotive GmbH in Eisenach konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein erneutes Verhandlungsergebnis erzielt werden. IG Metall und Geschäftsleitung einigten sich auf die Zahlung einer Corona-Prämie von 500 Euro netto im November 2021 sowie weiterer 150 Euro netto im Februar 2022.

Ab April 2022 werden die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 4 Prozent erhöht mit einer Laufzeit von 12 Monaten bis 31. März 2023.

22. November 2021 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

4,9 Prozent mehr Geld plus Corona-Beihilfe

Die Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie in Thüringen erhalten aufgrund der zusätzlichen Belastungen am Arbeitsplatz durch die Pandemie eine Corona-Beihilfe von 595 Euro, Auszubildende erhalten 200 Euro. Die steuerfreie Beihilfe wird spätestens im Februar 2022 ausgezahlt.

Danach steigen die Entgelte in zwei Schritten: Ab April 2022 um 2,7 Prozent und ab Mai 2023 um weitere 2,2 Prozent. Das durchschnittliche Entgelt eines Facharbeiters in der Branche erhöht sich damit bis 2023 auf 15,38 Euro. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen je nach Ausbildungsjahr überproportional um 30 bis 50 Euro an. Dem entsprechend erhält ein Auszubildender ab Juli 2023 im 3. Ausbildungsjahr 1.010 Euro.

Die Tarifverträge sind erstmals zum 30. November 2023 kündbar.

1. September 2021 | Ostdeutsche Textilindustrie

Mehr Entgelt und weitere Arbeitszeitverkürzung

Entgeltsteigerungen um insgesamt 6,2 Prozent in drei Schritten parallel zum Einstieg in die Absenkung der Wochenarbeitszeit um insgesamt drei Stunden mit vollem Lohnausgleich ist ein toller Erfolg. Das gilt nicht nur für die Textilindustrie Ost, sondern zeigt auch auf, dass Entgeltsteigerungen plus Arbeitszeitverkürzung gelingen kann, wenn nicht nur die IG Metall, sondern auch die Arbeitgeber einen Willen zur Regelung aufbringen. Angesichts der Fachkräftesituation in Thüringen und den neuen Ländern müssen auch Arbeitgeber und ihre Verbände einsehen, dass dauerhaft geringere Tarifbedingungen in Ostdeutschland keine Anziehungskraft auf Fachkräfte auslöst.

In der dritten Stufe folgt nun eine weitere Erhöhung um 2,0 Prozent ab 1. September 2021. Parallel zu den Entgeltbestimmungen wurde die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 40 Stunden in sechs Teilschritten auf 37 Wochenstunden mit vollem Lohnausgleich vereinbart. Ab Januar 2020 galt die 39,5-Stundenwoche und ab 1 Januar 2021 gilt inzwischen die 39-Stundenwoche. Um jeweils eine weitere halbe Stunde sinkt die tarifvertraglich geschuldete Wochenarbeitszeit ab 1. Januar 2023 auf 38,5 Wochenstunden, ab 1. Januar 2024 auf 38 Wochenstunden, ab 1. Januar 2026 auf 37,5 Wochenstunden und ab 1. Januar 2027 dauerhaft auf final 37 Wochenstunden.

23. Juli 2021 | AE Group AG Gerstungen

Mehr Entgelt, Corona-Beihilfe und Einmalzahlung

Bild: ae group

Bei den Tarifverhandlungen bei ae in Gerstungen sind wir unserem Ziel, mittelfristig die Entgelte auf das Niveau der Entgelttabelle des Flächentarifvertrages anzugleichen, ein weiteres Stück näher -gekommen.

Der Betrieb ist ein Zulieferer der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, bei welchem derzeit rund 550 Beschäftigte arbeiten. In mehreren Verhandlungsrunden zwischen Arbeitgeber und IG Metall wurden folgende Eckpunkte vereinbart:

Zum 1. Juli 2021 steigen die Grundentgelte um 3,0 Prozent. Zum 1. Januar 2022 steigen die Grundentgelte um weitere 3,0 Prozent.

Im Juni 2021 und Dezember 2021 werden Corona-Beihilfen von 400 Euro beziehungsweise 500 Euro vereinbart. Für Auszubildende anteilig.

Mit der Entgeltabrechnung für November 2021 erhalten die Beschäftigten eine zusätzliche Einmalzahlung von 800 Euro brutto. Für Auszubildende anteilig.

Das Verhandlungsergebnis hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2022.

31. Mai 2021 | Galvanotechnik Jens Holzapfel Georgenthal

Corona-Prämie und Arbeitszeitverkürzung

Ende Mai fand bei der Galvanotechnik Jens Holzapfel GmbH in Georgenthal die letzte Verhandlungsrunde zu den diesjährigen Tarifgesprächen statt. Ein Ergebnis konnte erreicht werden. Vereinbart wurde, dass im Juli 2021 und im November 2021 eine Corona-Prämie in Höhe von jeweils 250 Euro für die Beschäftigten zur Auszahlung kommt.

Außerdem wurde vereinbart, dass die wöchentliche Arbeitszeit um 1,25 Stunden pro Woche mit vollem Lohnausgleich verkürzt wird. Damit gilt ab Juli 2021 eine Arbeitszeit von 38,75 Stunden pro Woche.

In der Galvanotechnik Holzapfel veredeln etwa 130 Beschäftigte Metalle. Durch Verzinken, Vernickeln, Verkupfern oder Verchromen werden Werkstoffe erreicht, die größten Belastungen widerstehen. Die Produkte sind für Kunden aus dem Maschinen- und Werkzeugbau, der Automobilbranche sowie der Elektro- und Beleuchtungsindustrie. 

23. April 2021 | IG Metall-Vertrauensleute bei Opel Eisenach

Unterwegs für die Angleichung der Arbeitsbedingungen

"Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland sitzen alle im gleichen Boot. Es ist eine Schande, dass im Osten nach über 30 Jahren Einheit immer noch deutlich weniger verdient und gleichzeitig ca. einen Monat im Jahr länger dafür gearbeitet wird als in Westdeutschland. 

Wer kann das ändern? Erfahrungsgemäß nur wir selber. Wir müssen uns bewegen, sonst werden wir bewegt! Deshalb sind wir am 23. April nach Mosel in Zwickau zu den streikenden VW-Beschäftigten gefahren, um unseren gemeinsamen Forderungen nach mehr Gerechtigkeit Nachdruck zu verleihen. Es war toll, die Gemeinschaft und die Herzlichkeit der VW-Beschäftigten uns Opelanern gegenüber zu erfahren.

Den Arbeitgebern haben wir damit eine klare Ansage erteilt. Wir sind bereit uns gemeinsam für eine gerechte Sache zu solidarisieren und zu kämpfen. Auch über Marken und Ländergrenzen hinweg!", so Jens Möncher, Sprecher der IG Metall-Vertrauensleute bei Opel Eisenach.

24. November 2020 | Opel-Aktionstag

Zukunft nur mit uns - Hände weg vom Kündigungsschutz

Unklar ist die Situation bei Opel an allen Standorten, vor allem auch in Eisenach. Darauf machten Beschäftigte, Betriebsrat und IG Metall mit Unterstützung aus der Politik am 24. November aufmerksam. Nach der Frühschicht versammelten sich die Opel-Beschäftigten vor dem Werk in Eisenach zunächst zu einer Kundgebung und anschließend zu einem Autokorso. Auch Beschäftigte der Werke Rüsselsheim und Kaiserslautern demonstrierten zeitgleich.

In Eisenach fehlt Personal, um eine zweite komplette Schicht aufbauen und das Hybrid-Modell produzieren zu können. Wegen Personalüberhängen an den andere deutschen Standorten verweigert das PSA-Management die erforderlichen Einstellungen in Eisenach. Hingegen kündigte der Arbeitgeber an, entgegen der tarifvertraglichen Beschäftigungssicherung keine betriebsbedingten Kündigungen an anderen Standorten mehr auszuschließen.

Prominente Unterstützung erhielten die Opel-Beschäftigten durch den Thüringer Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow (Die Linke) und Eisenachs Oberbürgermeisterin, Katja Wolf (Die Linke) die beide vor Ort waren.

15. Oktober 2020 | Gemeinsamer Appell an Bundesregierung

Ausbildungsförderung verbessern.

Die beiden Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie auf Bundesebene, die IG Metall und Gesamtmetall, wenden sich an die Bundesregierung zur Ausweitung des Bundesprogramms zur Förderung der Ausbildung.

Angesichts massiver Inanspruchnahme von Kurzarbeit und Unterauslastung von Betrieben soll die Ausbildungsbereitschaft stimuliert und erhalten werden und bleiben. Dafür ist das neue Förderprogramm der Bundesregierung auf Unternehmen bis zu 249 Beschäftigte beschränkt. Das zu ändern, ist Ansatz des aktuellen gemeinsamen Appells, der anbei nachgelesen werden kann:

25. November 2019 | Sozialtarifvertrag bei Autotest Eisenach abgeschlossen

Dreimal JA durch die IG Metall-Mitglieder

Nach Ankündigung der Betriebsschließung der Autotest Eisenach verhandelte die IG Metall Eisenach seit August mit dem Arbeitgeber um Abfindungen. Von Beginn an forderte die IG Metall eine Garantie der Eigentümerin von Autotest Eisenach für die Abfindungen.

Erst am 25. November legte die Eigentümerin von Autotest Eisenach die erforderliche Zusage vor. Damit kam der Abschluss des Sozialtarifvertrages zustande. Die IG Metall-Mitglieder stimmten dreimal mit JA dazu: Ja, für den Sozialtarifvertrag. Ja, für die Einstellung von Arbetskampfmaßnahmen. Ja, für die Beendigung der arbeitsgerichtlichen Verfahren.

Gemäß Sozialtarifvertrag erhalten die Mitglieder der IG Metall eine Abfindung von 0,5 Bruttomonatsverdiensten pro Beschäftigungsjahr, wenn das Arbeitsverhältnis je nach Beschäftigungsdauer zwischen Januar und April 2020 beendet wird. Die 42 Beschäftigten, die mit Hilfe der IG Metall gerichtlich gegen die Kündigungen vorgegangen waren, erhalten jeweils 1.000 Euro extra zur Abfindung hinzu. Zudem verschiebt sich ihr individuelles Ausscheiden um einen Monat nach hinten unter Fortzahlung der Bezüge.

23. Oktober 2019 | Mindestentgelt in den Elektrohandwerken

Allgemeinverbindlichkeit ab 1. Januar 2020

Den Tarifvertrag über ein Mindestentgelt in den Elektrohandwerken vom 17. Januar 2019 zwischen dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke und der IG Metall wurde am 23. Oktober vom Tarifausschuss des zuständigen Bundesministeriums für allgmeinverbindlich erklärt.

Damit finden die Tarifbestimmungen zwingend auf alle Beschäftigten in tarifgebundenen, aber auch nicht tarifgebundenen Betrieben Anwendung. Demnach beträgt bundeseinheitlich ab 1. Januar 2020 der Bruttostundenlohn mindestens 11,90 Euro. Dieser Mindestlohn steigt danach jährlich auf 12,40 Euro ab Januar 2021, auf 12,90 Euro ab Januar 2022, auf 13,40 Euro ab Januar 2023 und auf 13,95 Euro ab Januar 2024.

29. Mai 2019 | IG Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger resümiert

Tarifbindung in Thüringen steigt weiter

In der Thüringer Metall- und Elektroindustrie steigt die Zahl der Beschäftigten mit Tarifentgelten. Die Entwicklung in der stärksten Industriebranche in Thüringen verläuft gegen den Trend. Die Zahl der Unternehmen, die an Flächen- sowie Anerkennungs- oder Firmentarifverträge gebunden sind, stieg von 98 im Jahr 2011 auf jetzt etwa 130.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht in anderen Branchen ein wachsendes Problem durch die Flucht von Unternehmen aus den tarifgebundenen Arbeitgeberverbänden. Untersuchungen ergaben, dass branchenübergreifend nur noch 18 Prozent der Thüringer Betriebe tarifgebunden sind.