1. April | Nächste Stufe aus Tarifabschluss 2016 wird wirksam

Plus 4,0 Prozent ab 1. April in der Arbeitnehmerüberlassung

Zum 1. April erfolgt die nächste Erhöhung um 2,8 Prozent in West und um 4,0 Prozent in Ost. Damit erreicht das Grundentgelt (Entgeltgruppe 1) nun 9,27 Euro brutto je Stunde in Ostdeutschland. Im Jahr 2019 erfolgen zum 1. Januar, zum 1. April und zum 1. Oktober drei weitere Erhöhungen der Ost-Tabellen. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 Ost erreicht.

Hinzu kommen in Metallbetrieben die Branchenzuschläge ab der sechsten Woche im Einsatz. Diese Branchenzuschläge gelten in allen Metallbetrieben, so auch in denen, in denen für die Stammbeschäftigten kein Tarifvertrag Anwendung findet. Allerdings wurden viele Beschäftigte der Arbeitnehmerüberlassung in den Einsatzbetrieben inzwischen auch fest übernommen. Und durch die Erhöhungen der Metalltarife auch ab 1. April um 4,3 Prozent schaffen wir deutlich mehr Kaufkraft in der Region. Zugleich erhöhen steigende Bruttoeinkommen auch die Einnahmen der Sozialversicherungen. Das schafft finanziellen Spielraum für zukünftige Rentensteigerungen oder Leistungsverbesserungen.

1. März | Tariferhöhung Textile Dienste Ost

Weitere 1,8 Prozent mehr Entgelt

Neben den Metallbranchen sowie im Bereich Holz und Kunststoff ist die IG Metall auch die Tarifvertragspartei in den textilen Bereichen. Dazu zählen auch die Textilen Dienste. Hierbei handelt es sich um Dienstleistungsunternehmen einschließlich verbundener Unternehmen und Betriebe, die kundeneigene und/oder Leasing-Textilien zur Verfügung stellen und wieder aufbereiten. Vor allem sind das Wäschereien im Objektkundengeschäft, was das Beschaffen, Liefern, Reinigen oder Austauschen von insbesondere Hotel-, Klinik- oder Gastronomiewäsche oder Berufsbekleidung betrifft. Tarifverträge werden in diesem Bereich entweder für die alten oder die neuen Bundesländer abgeschlossen. Thüringen zählt zum Tarifgebiet der neuen Bundesländer.

Nach vier Einmalzahlung in Höhe von zusammen 216 Euro brutto, für Auszubildende 92 Euro brutto, plus eine Steigerung der Monatsentgelte um 2,4 Prozent ab März 2017 erfolgt nun die letzte Stufe der Tarifanpassung aus dem Tarifergebnis für die Textilen Dienste in den neuen Bundesländern vom 1. Juli 2016. Ab 1. März 2018 steigen die Tariflöhne und –gehälter um 1,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab März 2018 um jeweils 18 Euro brutto je Ausbildungsjahr. Weiter erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld im Jahr 2018 auf 288 Euro brutto. Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt 38 Stunden. Es besteht Anspruch auf 30 Arbeitstage Urlaub im Jahr ab dem zweiten Beschäftigungsjahr.

14. Februar | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss in 4. Verhandlung gelungen

In der vierten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen wurde heute Übernahme des aus Baden-Württemberg vorgelegten Tarifergebnisses intensiv verhandelt und schließlich vereinbart. Das bedeutet eine Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto im März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen.

6. Februar | Tarifabschluss für Baden-Württemberg

Tarifangleichung in Thüringen angehen

In der sechsten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg wurde heute die Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent vereinbart. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto für Januar bis März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen. Zwei dieser Tage würden dann als Arbeitgeberzuschuss gewährt.

Die Beschäftigten der Branche haben doppelt für den starken Tarifabschluss gesorgt: Einmal durch ihre tägliche qualifizierte und motivierte Arbeit, die den Spielraum für angemessene Tarifverbesserungen schafft. Und dann auch durch die selbstbewusste Beteiligung an den Aktionen und Warnstreiks der IG Metall. Diese beiden Begründungen gelten uneingeschränkt auch für die Beschäftigten in Thüringen. Wir erwarten die Übernahme des Tarifergebnisses aus Baden-Württemberg. Zusätzlich braucht es endlich eine belastbare Vereinbarung zur weiteren Angleichung der Tarifbedingungen in Thüringen an die Standards in den westlichen Tarifgebieten.

31. Januar | Gesipa Thal

1. Warnstreik in Betriebsgeschichte

Bisher gibt es bei Gesipa in Thal (Wartburgkreis) keine Tarifbindung und keine transparenten Entgeltstrukturen. Das wollen die Beschäftigten eines der größten Nietenherstellers in Europa zusammen mit der IG Metall ändern. Nachdem es bereits im letzten Jahr mehre Gespräche und Verhandlungen gegeben hat, teilte die Geschäftsführung der Gesipa der IG Metall Eisenach mit, keine weiteren Verhandlungen führen zu wollen. Ein Tarifvertrag wurde abgelehnt. Er passe nicht in die Unternehmenskultur des Betriebes mit Hauptsitz in der Schweiz.

Die Beschäftigten bei Gesipa folgten einem Aufruf zu einem ersten Warnstreik am 31. Januar 2018 fast vollständig und zeigten dem Arbeitgeber, was sie von dieser Verweigerungshaltung halten. Die IG Metall wird die Geschäftsführung in Kürze zu weiteren Verhandlungen auffordern. Kommt es nicht zum Abschluss einer Tarifvereinbarung, werden die Arbeitskampfmaßnahmen ausgeweitet.

31. Januar | Tarifabschluss in der Holz-und kunststoffverarbeitenden Industrie

4 Prozent mehr Entgelt

Mit Druck und Warnstreiks zum Tariferfolg: In der zweiten Verhandlungsrunde konnte die IG Metall in Thüringen ein Ergebnis für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie erzielen. Die Löhne und Gehälter steigen ab 1. Mai 2018 um 4 Prozent. Für Januar bis Mai gibt es zweimal eine Einmalzahlung von 150 Euro.

Vor allem die Auszubildenden können sich auf ein dickes Plus freuen. Ihre Vergütungen erhöhen sich um monatlich 50 Euro in allen vier Ausbildungsjahren. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. September 2019.

24. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Zentrale Kundgebung in Eisenach

Mehrere hunderte Beschäftigte von Bosch Eisenach, Benteler Eisenach und ZF in Gotha folgten dem erneuten Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Mit Bussen kamen die Beschäftigten in das Eisenacher Bürgerhaus zur zentralen Kundgebung. Nach aktuellen Informationen zum Stand der Tarifverhandlungen in Thüringen durch den 1. Bevollmächtigten, Uwe Laubach, gab es Live-Musik von "Kalter Kaffee" aus Erfurt.

19. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

3. Tarifverhandlung in Erfurt

Etwa 70 Beschäftigte der Frühschicht von Hako in Waltershausen folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Nach einer kurzen Kundgebung ging es dann mit dem Bus nach Erfurt zur Unterstützung der Tarifaktion der IG Metall zur 3. Verhandlung. An der Kundgebung in Erfurt nahmen auch der Erfurter Oberbürgermeister, Andreas Bausewein (SPD), der Thüringer Wirtschaftsminister, Wolfgang Tiefensee (SPD), die Fraktionsvorsitzende von Die Linke im Thüringer Landtag, Susanne Henning-Wellsow, sowie der DGB-Landesvorsitzende für Thüringen, Sandro Witt, teil.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

ZF Achsgetriebe Gotha

Etwa 135 Beschäftigte der Spätschicht von ZF in Gotha folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 20 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

ZF Achsgetriebe Gotha

Etwa 180 Beschäftigte der Frühschicht von ZF in Gotha folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 12 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

11. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Benteler Automobiltechnik Eisenach

Etwa 90 Beschäftigte der Frühschicht von Benteler in Eisenach folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 12 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

10. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

BMW Fahrzeugtechnik Eisenach

Etwa 85 Beschäftigte der Frühschicht von BMW in Eisenach folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 13 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

8. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach

Etwa 260 Beschäftigte der Spätschicht von Bosch in Eisenach folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 20 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

8. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach

In den Tarifverhandlungen für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie konnte bisher kein Ergebnis erreicht werden. Daher ruft die IG Metall zu Warnstreiks in den Betrieben zur Unterstützung der Tarifforderungen auf. Den Auftakt in unserer Region machten heute die Beschäftigten bei Bosch in Eisenach.

Die IG Metall fordert 6 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung für 12 Monate sowie den Anspruch auf individuelle Verringerung der Wochenarbeitszeit mit Teilentgeltausgleich bei belasteten Arbeitszeiten oder für Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen.

15. Dezember | 2. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber riskieren "Getriebe-Schaden" in Tarifverhandlungen

In der zweiten Tarifverhandlung für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie am 15. Dezember in Eisenach wollten die Arbeitgeber den tarifvertraglichen "Rückwärtsgang" einlegen. Sie wollen die Regelarbeitszeit ausweiten, dafür keine Zuschläge für Mehrarbeit mehr vergüten, eine vollumfängliche Verfügbarkeit der Beschäftigten erwarten und nehmen damit Mehrbelastungen und zunehmende Erkrankungen leichtfertig in Kauf.

Da die IG Metall mit der Reduzierung der Arbeitszeit und mehr Einfluss der Beschäftigten auf die individuelle Arbeitszeit im kompletten "Vorwärtsgang" für die Tarifbedingungen in Thüringen ist, riskieren die Arbeitgeber einen "Getriebe-Schaden" in den Tarifverhandlungen.

200 Euro pauschal für drei Monate plus 2 Prozent mehr Entgelt für weitere 12 Monate steht im totalen Widerspruch zu Konjunktur und Gewinnen. Auch den Arbeitgebern muss klar sein, dass das als "Angebot" völlig unzureichend ist.

2. Dezember | Blockade der Arbeitgeber entrüstet unsere Vertrauensleute

2. Tarifverhandlung am 15. Dezember in Eisenach

Im Rahmen der Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie 2017/2018 luden die IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg die Vertrauensleute der tarifgebundenen Betriebe zur Vertrauensleutekonferenz am 2. Dezember nach Bad Tabarz ein. Nach der Berichterstattung aus der ersten Verhandlungsrunde am 22. November 2017 in Arnstadt waren die Metallerinnen und Metaller überaus entrüstet.

Die nächste Tarifverhandlung wird am 15. Dezember, 11 Uhr, in Eisenach stattfinden. Dazu rufen wir die Beschäftigten aus den Metallbetrieben in Thüringen zur Unterstützung einer verhandlungsbegleitenden Aktion auf. Zwar können wegen der bis 31. Dezember geltenden Friedenspflicht noch keine Streikmaßnahmen für diesen Tag aufgerufen werden, doch erwarten wir eine gute Beteiligung unserer Kolleginnen und Kollegen.

22. November | 1. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Komplette Blockade der Arbeitgeberseite

"...lehnen wir grundsätzlich ab ..." oder "... lehnen wir absolut ab ..." oder "... unterschreiben wir auf keinen Fall ..." waren Erwiderungen der Arbeitgeber auf die Forderungen der IG Metall in der ersten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen in Arnstadt.

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für 12 Monate sowie individuelle Rechtsansprüche für die Arbeitnehmer, die Wochenarbeitszeiten temporär auf bis 28 Stunden verkürzen zu können. Dafür fordert sie auch einen Teilentgeltausgleich für Beschäftigte in besonders belastenden Arbeitszeitsystemen sowie bei Kindererziehung und Pflege in der Familie. Daneben will die IG Metall in diesem Jahr auch die Frage der Angleichung der Tarifverträge an die westlichen Tarife angehen, sie will dafür eine »belastbare Verhandlungsverpflichtung« mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen abschließen.

4. November | Metall- und Elektroindustrie

Tarifauftaktveranstaltung in Zwickau

Der IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen eröffnete die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie mit einem Auftakt am 4. November in Zwickau. Nach einer Demonstration vom Hauptbahnhof zur Stadthalle fand dann eine Kundgebung in der Stadthalle statt. Es sprachen unter anderen der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Zwickau, Stefan Kademann, der 1. Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, und der zuständige Bezirksleiter, Olivier Höbel.

Auch Kolleginnen und Kollegen aus der Region Eisenach waren mit dem Bus nach Zwickau angereist und nahmen an der Veranstaltung teil.

24. Oktober | Tarifkommission Metall-/Elektroindustrie

6 Prozent mehr Geld und Arbeitszeiten, die zum Leben passen

Am 24. Oktober stellten die Tarifkommissionen des Bezirks Mitte der IG Metall (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) die Weichen für die kommende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Das Forderungspaket, dem die Tarifkommissionen zugestimmt haben, umfasst im Einzelnen folgende Punkte:

• eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für zwölf Monate,

• einen Rechtsanspruch für jeden Beschäftigten auf Reduzierung der individuellen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für eine Zeitdauer von bis zu 24 Monaten,

• für Beschäftigte in belastenden Arbeitszeitmodellen einen tarifdynamischen Zuschuss in Form eines Festbetrags von 750,- Euro pro Jahr, soweit die Arbeitszeit um 10 Tage pro Jahr oder mehr verkürzt wird,

• für Beschäftigte, in deren Haushalt Kinder unter 14 Jahren leben oder die pflegebedürftige Familienangehörige haben, einen tarifdynamischen Zuschuss in Form eines Festbetrags von 200,- Euro pro Monat, soweit die wöchentliche Arbeitszeit um 3,5 Stunden oder mehr reduziert wird.

Darüber hinaus strebt die IG Metall Regelungen zum Personalausgleich für die Umsetzung der individuellen Wahloption auf Arbeitszeitreduzierung an. Dazu fordern die Tarifkommissionen für Auszubildende einen vergüteten freien Tag je Prüfungstag zur Prüfungsvorbereitung. Für das Tarifgebiet Thüringen verlangt die IG Metall zudem eine belastbare Verhandlungsverpflichtung für einen Prozess zur Angleichung der Entgelte, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen.

14. September | Tarifkommission Metall-/Elektroindustrie

Mehr Entgelt, mehr Ausbildungsvergütung und „kurze Vollzeit“

Rund 6 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie eine „verkürzte Vollzeit" - diese Forderungsvorschläge haben die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und für Thüringen in einer gemeinsamen Sitzung am 14. September in Frankenthal diskutiert.

Ausführlich beschäftigten sich die beiden Tarifkommissionen dabei mit der wirtschaftlichen Lage, die einen wichtigen Hintergrund für die Tarifverhandlung bildet. Die Metall- und Elektroindustrie befindet sich seit Jahren in einer robusten Konjunkturlage. Das prognostizieren die Wirtschaftsforscher auch für 2018. 

Die 35-Stundenwoche sei die Wunscharbeitszeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, allerdings müsse es Entlastung geben. Mit der "verkürzten Vollzeit" will die IG Metall einen tarifvertraglichen Anspruch auf kürzere Wochenarbeitszeit in Ost und West schaffen. Das steht einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit in den neuen Bundesländern nicht entgegen.

Preh Car Connect Dippach

Bis zu plus 13,4 Prozent bis Ende 2018

Erstmals führte die IG Metall Entgeltverhandlungen mit Preh in Dippach, vormals TechniSat. Mit dem Verhandlungsergebnis wurde vereinbart, dass es eine überproportionale Erhöhung der unteren Entgeltgruppen gibt. Für die unterste Entgeltgruppe steigen die Entgelte zum 01. September 2017 um 4,4 Prozent, zum 01. November 2017 um weitere 5,1 Prozent und zum 01. November 2018 um 3,9 Prozent. Die anderen Entgelte erhöhen sich zum 01. November 2017 und 01. November 2018 jeweils um 3 Prozent. Für 2019 wurde die Flächentarifvertragserhöhung puls ein Prozent definiert. Des weiteren wurde eine Festschreibung des Urlaubsgeldes und Weihnachtsgeldes in Höhe von jeweils 50 Prozent eines Monatsentgeltes vereinbart.

1. September | TVS Supply Chain Solutions Eisenach

Plus 6 Prozent in zwei Stufen

Am 24. Juli 2016 übernahm TVS die Logistikaufgaben bei Opel Eisenach von der Firma Schnellecke. Dadurch verlor der bis dahin geltende Haustarifvertrag seine kollektive Bindung. Im August konnte ein neuer Tarifvertrag vereinbart werden. Zum 01. August 2017 erhöhen sich die Entgelte um 2,55 Prozent, zum 01. April 2018 um weitere 3,45 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018.

1. September | Tariferhöhung in Thüringen

Mehr Geld für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe

Zum 1. September 2017 erfolgt eine Tariferhöhung um 2,9 Prozent. In einer zweiten Stufe zum 1. Oktober 2018 steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um weitere 2,9 Prozent. Damit steigen die Entgelttabellen um insgesamt 5,8 Prozent.

Leider gilt der Tarifvertrag in vielen Autohäusern in Südthüringen noch nicht. Das können wir nur gemeinsam ändern.

1. September | Gothaer Fahrzeugtechnik

2. Stufe der Tariferhöhung

Erst in der fünften Verhandlung am 20. Februar 2017 gelang der Durchbruch. Zuvor folgten die Beschäftigten allen drei Aufrufen der IG Metall zu massiven Warnstreiks. Nach der ersten Tariferhöhung ab Februar diesen Jahres um 2,7 Prozent, folgt nun die zweite Stufe der Tariferhöhung um weitere 2,4 Prozent ab September 2017. 

1. September | IZOBLOK Ohrdruf

2. Stufe der Tariferhöhung

Zum 1. September 2016 wurde nach Einigung zwischen der IG Metall Eisenach und der Geschäftsleitung von IZOBLOK Ohrdruf (vormals SSW Pearlfoam) erstmals für die Beschäftigten ein Haustarifvertrag eingeführt. Der Betrieb ist ein Automobilzulieferer, bei welchem rund 220 Mitarbeitende beschäftigt werden.

Mit dem Haustarifvertrag wurde eine Eingruppierung der Tätigkeiten nach transparenten Merkmalen vorgenommen. Weiter wird sichergestellt, dass das Entgelt funktionsübergreifend steigt. Zugleich wurden die Ausbildungsvergütungen spürbar angehoben. In einer zweiten Stufe steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. September 2017 um 2,5 Prozent. Das ist ein tolles Ergebnis.

20. Juli | TVS Supply Chain Solutions GmbH

"Alle Räder stehen still ...

... wenn dein starker Arm es will." (Georg Herwegh im Bundeslied für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein)

Und auch die Produktionsbänder des automobilen Endproduzenten stehen still, wenn sich die Beschäftigten des Zulieferers TVS in Eisenach mit einem Warnstreik um ihre Entgelte kümmern. So geschehen heute am 20. Juli.

Nach drei Stunden Warnstreik wurden die parallelen Tarifverhandlungen ohne Ergebnis erneut vertagt. Obwohl zu den heutigen Verhandlungen extra ein Vertreter der britischen Muttergesellschaft aus England angereist war, gelang kein Durchbruch.

1. Juli | Schmitz Cargobull Gotha

Arbeitszeitverkürzung plus Lohnerhöhung

Für die Beschäftigten der Schmitz Cargobull in Gotha erhöhen sich nach der ersten Steigerung um zwei Prozent ab April diesen Jahres die Einkommen ab Juli um weitere 1,5 Prozent. Zugleich wird die Wochenarbeitszeit ab Juli um eine Stunde von 40 auf 39 bei vollem Lohnausgleich reduziert. Damit wird die weitere Angleichung der betrieblichen Bedingungen an den Flächentarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen erreicht.

Im aktuell erreichten Tarifvertrag sind bereits weitere Angleichungsschritte vereinbart. Zuzüglich zu den Tarifsteigerungen des Flächentarifvertrages erhöhen sich die Entgelte um 0,5 Prozent ab Oktober 2018, um weitere 0,5 Prozent ab Oktober 2019 sowie um weitere 1,0 Prozent ab Oktober 2020. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 30. September 2020.

16. Mai | Tarifkommissionen Metall- / Elektroindustrie

Den Konflikt um die Arbeitszeit müssen wir führen.

In der Diskussion: Tim Reichert (Bosch Eisenach - oben) und Michael Lemm (Bosch Eisenach - unten)

Am 16. Mai 2017 tagten die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gemeinsam im hessischen Rosbach vor der Höhe.

Vorgestellt wurden erste Ergebnisse aus der Beschäftigtenbefragung 2017 insbesondere zum Thema Arbeitszeit. Auch Thüringer Beschäftigte brachten sich aktiv in die Diskussion ein. Die IG Metall im Bezirk Mitte wird auf Grundlage der Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung in den Sommermonaten den weiteren Fahrplan für ihre Tarifforderungen diskutieren und festlegen. Spätestens im Oktober wird dazu die Forderung der IG Metall für die Tarifbewegung 2018 verbindlich beschlossen.

Anbei die Pressemitteilung der IG Metall-Bezirksleitung.

1. April | Metall- und Elektroindustrie

Plus 2 Prozent mehr Entgelt + Ausbildungsvergütungen

In der Metall- und Elektroindustrie Thüringens erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um zwei Prozent in der zweiten Stufe des Tarifabschlusses aus 2016.

Das Eckentgelt in der Entgeltgruppe 5 steigt auf 2.757 Euro monatlich brutto. Die Ausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr erreicht 965 Euro monatlich.

1. März | Mehr Geld nach Tarifvertrag

Plus 13,6 Prozent bis Ende 2019

Am 29. und 30. November 2016 einigten sich die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit mit den Arbeitgeberverbänden iGZ und BAP in der dritten Verhandlungsrunde zu einem Tarifergebnis bis Ende 2019. Insgesamt werden die Grundentgelte Ost in drei Stufen plus zwei Anpassungsstufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) erhöht. Von 8,50 Euro je Stunde Ende 2016 wurde bereits zum 1. Januar 2017 die erste Anpassungsstufe nur in den beiden unteren Entgeltgruppen 1 und 2 wirksam. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 erreicht.

Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden. Damit konnte eine lange Forderung der Gewerkschaften jetzt endlich tarifvertraglich normiert werden.

20. Februar | Tarifabschluss bei Gothaer Fahrzeugtechnik

Tariferhöhung um 5,1 Prozent für 2017 erkämpft

Viele der knapp 400 Beschäftigten der Gothaer Fahrzeugtechnik GmbH (GFT) in Gotha sind Mitglied in der IG Metall. Die erste Verhandlung war am 26. November 2016. Nachdem sich die Beschäftigten zahlreich an drei Warnstreiks beteiligt hatten, konnte in der fünften Verhandlung am 20. Februar ein Ergebnis erzielt werden. Die Verhandlung wurde von einem dritten, diesmal dreistündigen Warnstreik begleitet. Das Ergebnis im Detail:

  • Einmalzahlung von 75 Euro für Januar 2017 mit der Abrechnung für Februar 2017 für Vollzeitbeschäftigte,
  • Einmalzahlung von 35 Euro für Januar 2017 mit der Abrechnung für Februar 2017 für Auszubildende,
  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,7 Prozent ab 1. Februar 2017,
  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um weitere 2,4 Prozent ab 1. September 2017,
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 35 Euro brutto ab 1. Februar 2017 plus weitere 30 Euro brutto ab September 2017,
  • Übernahme des absoluten Betrages der Entgeltsteigerung der Entgeltgruppe 5 in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen 2018, wirksam ab 1. Juni 2018
  • Laufzeit bis 31. Dezember 2018.

13. Februar | 2. Warnstreik bei Gothaer Fahrzeugtechnik Gotha

Überzeugendes Selbstbewusstsein der Beschäftigten

Am 8. Februar 2017 rief die IG Metall die Frühschicht in beiden Betriebsteilen in Gotha zum ersten Warnstreik auf. Da die Geschäftsleitung die für den 13. Februar 2017 angestrebte nächste Tarifverhandlung absagte, rief die IG Metall für diesen Tag zum zweiten Warnstreik auf. Ab 5:30 Uhr beteiligten sich mit 120 Beschäftigten fast alle Aufgerufenen, diesmal der Gegenschicht aus der vergangenen Woche, sowie einzelne Beschäftigte der Spät- und Nachtschicht.

Wegen der kalten Witterung unterhalb des Gefrierpunktes beendeten wir den Warnstreik nach zweieinhalb Stunden. Immerhin liegt uns auch die Gesundheit unserer Mitglieder am Herzen. Ob diese dem Arbeitgeber auch wichtig ist, kann ich bei der bisherigen Verhandlungsposition nur mutmaßen. Unsere Botschaft ist eindeutig: In der jetzt für den 20. Februar abgestimmten fünften Verhandlungsrunde muss ein neues Angebot des Arbeitgebers auf den Tisch. Wir streben endlich ein Verhandlungsergebnis an.

8. Februar | Gothaer Fahrzeugtechnik Gotha

1. Warnstreik mit guter Beteiligung

Am 8. Februar 2017 rief die IG Metall die Frühschicht der Gothaer Fahrzeugtechnik zum Warnstreik auf. Ab 5:30 Uhr beteiligten sich mit 120 Beschäftigten fast alle Aufgerufenen sowie einzelne Beschäftigte der Spät- und Nachtschicht. Bei minus drei Grad Celsius beendete die IG Metall den Warnstreik nach zwei Stunden.

Die sehr gute Beteiligung am Warnstreik lässt den Arbeitgeber hoffentlich einlenken. Für den 13. Februar 2017 fordert die IG Metall den Arbeitgeber zur dann bereits fünften Verhandlung auf. Das Angebot des Arbeitgebers bisher in Höhe von 2,1 Prozent mehr Lohn erreicht nicht annähernd die Minimalforderung der IG Metall von einer Steigerung um mindestens 5,1 Prozent, um allein den Lohnabstand zum Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie nicht weiter anwachsen lassen zu müssen.

25. November | Tarifabschluss AE Group Gerstungen

Plus 4 Prozent ab Januar 2017

In der ersten Tarifverhandlung haben sich IG Metall und Geschäftsführung am 25. November 2016 für die Standorte Gerstungen und Nentershausen auf ein Ergebnis verständigt:  Zum 1. Januar 2017 werden die Grundentgelte um vier Prozent erhöht. Die betriebliche Sonderzahlung wird auf 50 Prozent eines regelmäßigen Bruttomonatsentgeltes angehoben.

Weiter wird eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro gezahlt für Mitarbeiter, die vor dem 1. Januar 2016 im Unternehmen beschäftigt waren. Hingegen erhalten Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis bis zum 31. August 2016 begründet wurde, 125 Euro. Auszubildende und dual Studierende erhalten ebenfalls 125 Euro. Es wurde eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 vereinbart. Das ist ein toller Erfolg der IG Metall-Mitglieder im Betrieb.

30. November | Tarifabschluss Arbeitnehmerüberlassung

Plus 13,6 Prozent bis Ende 2019

Am 29. und 30. November 2016 einigten sich die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit mit den Arbeitgeberverbänden iGZ und BAP in der dritten Verhandlungsrunde zu einem Tarifergebnis bis Ende 2019.

Insgesamt werden die Grundentgelte Ost in vier Stufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) plus zwei Anpassungsstufen erhöht. Von heute 8,50 Euro je Stunde werden dann 9,66 Euro je Stunde ab Oktober 2019 erreicht.

Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden.

Attraktiv für die Zukunft gerüstet.

Erstmals Haustarifvertrag bei SSW Ohrdruf

Zum 1. September 2016 ergänzen IG Metall und SSW Pearlfoam für die Beschäftigten in Ohrdruf die Arbeitsbedingungen um den Abschluss eines Haustarifvertrages. Der Betrieb ist ein Automobilzulieferer, bei welchem derzeit rund 220 Mitarbeitende beschäftigt werden.

Mit dem Haustarifvertrag wird eine Eingruppierung der Tätigkeiten nach transparenten Merkmalen vorgenommen. Weiter wird sichergestellt, dass das Entgelt funktionsübergreifend steigt. Zugleich werden die Ausbildungsvergütungen spürbar angehoben. Dieses tolle Ergebnis war nur möglich, da die überwiegende Anzahl der Beschäftigten als Mitglieder der IG Metall aktiv an der Tarifentwicklung mitgewirkt haben und die Gespräche mit dem Arbeitgeber zu jedem Zeitpunkt konstruktiv verliefen.

Tarifabschluss bei Feintool Ohrdruf

Plus 2,8 Prozent ab Juli 2016

In der Verhandlung zwischen der IG Metall und der Geschäftsführung der Feintool System Parts in Ohrdruf wurde am 8. Juli 2016 ein Verhandlungsergebnis erzielt. Ab Juli 2016 erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,8 Prozent. Ab April 2017 erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um weitere 2,0 Prozent. 

Weiter werden sowohl das zusätzliche Urlaubsgeld als auch das Weihnachtsgeld um jeweils 300 Euro pro Jahr für die Beschäftigten, nicht jedoch Auszubildende, erhöht.

Die Tarifvereinbarung hat eine Laufzeit bis 31. Januar 2018.

25. Mai: Metall- und Elektroindustrie

Tarifergebnis für Thüringen übernommen

In der vierten Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen wurde am 25. Mai 2016 in Eisenach ein Verhandlungsergebnis zwischen der IG Metall und dem Arbeitgeberverband VMET e.V. unterzeichnet. Damit ist das Tarifergebnis bundesweit übertragen, weil Thüringen das letzte Tarifgebiet war. Es wurden die Eckpunkte des Pilotergebnisses vom 13. Mai 2016 aus Köln übernommen:

  • 150 Euro Einmalzahlung (Azubis 65 Euro) im Juni 2016
  • plus 2,8 Prozent ab Juli 2016
  • plus weitere 2,0 Prozent ab April 2017
  • Laufzeit bis 31. Dezember 2017.

13. Mai: Metall- und Elektroindustrie

Durchbruch bei Verhandlung für NRW in Köln

Nach einer langen Verhandlungsnacht in Köln haben sich die Arbeitgeber und die IG Metall auf ein Tarifergebnis für die Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen verständigt. Nach einer Einmalzahlung von 150 Euro werden die Tariftabellen in zwei Schritten um insgesamt 4,8 Prozent angehoben. Die Laufzeit ist bis Ende 2017.

Dieser Abschluss hat Pilotcharakter und ist zur Übernahme auch für Thüringen empfohlen.

12. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

BMW Eisenach

Etwa 85 Beschäftigte von BMW in Eisenach folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 9:30 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

12. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Benteler Eisenach

Etwa 160 Beschäftigte von Benteler in Eisenach folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 6 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

11. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Opel Eisenach

Etwa 700 Beschäftigte von Opel in Eisenach folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 13 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

10. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Bosch Eisenach

Etwa 400 Beschäftigte von Bosch in Eisenach folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 13 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte eine Stunde.

9. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Hako Waltershausen

Etwa 100 Beschäftigte von Multicar in Waltershausen wurden zum Warnstreik aufgerufen. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 9 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte eine Stunde.

4. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Bosch Eisenach

Etwa 300 Beschäftigte der Nachtschicht wurden zum Warnstreik aufgerufen. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 4 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Dann schickte die IG Metall sie nach Hause, um den Warnstreik individuell fortzusetzen. Dieser endete dann zum Ende der Schicht.

3. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

EJOT Tambach-Dietharz

Zur Teilnahme am Warnstreik am 3. Mai 2016 legten 250 Beschäftigte die Arbeit nieder. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 12 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Die Aktion dauerte etwa 1,5 Stunden.

2. Mai: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

ZF Friedrichshafen AG Gotha

Zur Teilnahme am Warnstreik waren am 2. Mai 2016 die Beschäftigten der Frühschicht aufgerufen. Diese folgten dem Aufruf fast komplett. Bei einer knackigen Ansprache vor dem Werkstor ab 12 Uhr wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen informiert. Dann schickte die IG Metall sie nach Hause, um den Warnstreik individuell fortzusetzen. Dieser endete dann zum Ende der Frühschicht 14 Uhr.

29. April: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Bosch Eisenach

Zur Teilnahme am Warnstreik waren am 29. April 2016 die Beschäftigten der Spätschicht aufgerufen. Diese folgten dem Aufruf in großer Zahl. Ab 20 Uhr wurden die Warnstreikenden vor dem Werk zum Stand der Verhandlungen informiert. Dann schickte die IG Metall sie nach Hause, um den Warnstreik individuell fortzusetzen. Dieser endete dann zum Ende der Schicht nach 2 Stunden.

29. April: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

ZF Friedrichshafen AG Gotha

Zur Teilnahme am Warnstreik waren am 29. April 2016 die Beschäftigten der Frühschicht aufgerufen. 220 Beschäftigte folgten dem Aufruf. Ab 12 Uhr wurden die Warnstreikenden vor dem Werkstor zum Stand der Verhandlungen informiert. Dann schickte die IG Metall sie nach Hause, um den Warnstreik individuell fortzusetzen. Dieser endete dann zum Ende der Frühschicht nach 2 Stunden.

29. April: Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie

Opel Eisenach

Der diesjährige Auftakt der Warnstreiks in der Region fand bei Opel Eisenach statt. Etwa 320 Beschäftigte der Nachtschicht folgten dem Aufruf der IG Metall. In einer Ansprache vor dem Werkstor wurden die Warnstreikenden zum Stand der Verhandlungen durch Uwe Laubach informiert.

28. April 2016: 3. Tarifverhandlung Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber provozieren weiter.

In der dritten Verhandlung am 28. April 2016 in Erfurt legten die Arbeitgeber ein geändertes Angebot vor. Auch das kommt einer Verhandlungslösung nicht näher. Das bleibt das niedrigste Angebot seit Langem. Nunmehr sollen sich die Beschäftigten mit 2,1 Prozent Erhöhung für 24 Monate abspeisen lassen. Hinzu könnte eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent kommen. Das ist kein Angebot, sondern bleibt eine Provokation. Deswegen sind wir nun gezwungen, zu Warnstreiks aufzurufen.

18. April 2016 in Jena

Arbeitgeber provozieren

Über 250 Metallerinnen und Metaller aus ganz Thüringen umrahmten die zweite Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen am 18. April 2016 in Jena.

Die Arbeitgeber legten ein sogenanntes Angebot vor. Plus 0,9 Prozent für 12 Monate plus eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent. Das ist eine Provokation. Es ist zudem das niedrigste Angebot, welche die IG Metall je erhielt. Das ist nicht verhandelbar und damit keine Grundlage für einen Tarifabschluss.

Die Zeichen stehen auf eine handfeste Auseinandersetzung.

22. März 2016: 1. Tarifverhandlung Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Ohne Ergebnis vertagt.

Etwa 200 Metallerinnen und Metaller aus ganz Thüringen waren am 22. März 2016 in Erfurt auf die Straße gegangen. Anlass war der Start der Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen.

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5 Prozent. Nach knapp zwei Stunden wurde die Verhandlung ohne Annährung vertagt.

Die zweite Verhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie Thüringen ist am Montag, 18. April in Jena. Die Entgelt-Tarifverträge sind zum 31. März 2016 gekündigt. Dann endet in Thüringen auch die Friedenspflicht.

Wir für mehr - Tarifrunde 2016

Jugendseminar in Weimar

Am 11. bis 13. März 2016 trafen sich junge Metallerinnen und Metaller aus verschiedenen Regionen Thüringens in Weimar zur Vorbereitung der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie 2016. Neben theoretischen historischen und aktuellen Tarifthemen wurden auch erste Aktionsideen zur Unterstützung der ansehenden Verhandlungen erarbeitet.

Die erste Verhandlung findet am 22. März 2016 in Erfurt statt. In Jena ist dann am 18. April 2016 die zweite Verhandlung vereinbart.

Textilindustrie Ost

Ergebnis am 30. März 2015 erreicht

In der 2. Verhandlung am 30. März 2015 in Zwickau gelang der Durchbruch mit Abschluss eines Ergebnisses. Erreicht sind 5,3 Prozent mehr Entgelt in zwei Stufen, eine überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie eine deutliche Steigerung des Urlaubsgeldes in zwei Schritten. Konkret ist das Ergebnis im Flugblatt dargestellt.

Rückwirkend ab 01. Dezember 2013

Neuer Mindestlohn in Wäschereien

Am 31. Januar 2014 wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Bundesanzeiger die zweite Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für Wäschereidienstleistungen im Objektkundengeschäft veröffentlicht. Der Mindestlohn ist somit allgemeinverbindlich.


Der Mindestlohn beträgt für die neuen Bundesländer rückwirkend zum 1. Dezember 2013 pro Stunde 7,50 Euro. Ab 1. Oktober 2014 gilt ein Mindestlohn von 8,00 Euro und ab 01. Juli 2016 sind 8,75 Euro je Stunde zu zahlen.

Dieser Mindestlohn gilt für Betriebe, die überwiegend Textilien für gewerbliche Kunden sowie öffentlich-rechtliche Einrichtungen waschen (Objektkundengeschäft). Dabei spielt keine Rolle, ob die Wäsche im Eigentum der Wäscherei oder des Kunden ist.

Tarifpolitische Blockadehaltung der Tischlerbetriebe in Thüringen bröckelt

Erstmals IG Metall-Tarif für Tischler in Thüringen

Ab 01. Januar 2014 gelten für Tischler in Innungsbetrieben in den Landkreisen Hildburghausen, Gotha, Obereichsfeld, Altkreis Meiningen, im nördlichen Teil des Wartburgkreises sowie der kreisfreien Stadt Eisenach Tarifverträge der IG Metall.

Das neue Tarifpaket beinhaltet für Gesellen ein Eckentgelt von 1.958 Euro im Monat (11,25 Euro je Stunde). Gleichzeitig beträgt das Mindestentgelt für Helfer 8,50 Euro pro Stunde. Auszubildende erhalten ab Januar 2014 rund 100 Euro mehr, somit zwischen 490 Euro pro Monat im ersten Ausbildungsjahr und 744 Euro pro Monat im 3. Ausbildungsjahr. Die Laufzeit der Einkommensregelung endet im September 2014. In einem zeitgemäßen Rahmentarifvertrag wird die wöchentliche Arbeitszeit von derzeit 40 Stunden auf 38,5 Stunden bis zum Jahr 2019 bei vollem Lohnausgleich abgesenkt. Im gleichen Zeitraum erhöht sich der Urlaubsanspruch in mehreren Schritten von 25 Arbeitstagen auf 30 Arbeitstage. Innerhalb der Laufzeit wird erstmalig ein zusätzliches Urlaubsgeld bis zur Höhe von 47 Prozent sowie ein anteiliges 13. Monatseinkommen bis zur Höhe von 70 Prozent eines Monatseinkommens, beginnend mit  25 Prozent beziehungsweise 30 Prozent, eingeführt. Außerdem wurde ein Tarifvertrag zur Altersvorsorge abgeschlossen.

Vier aus dem Landesinnungsverband (LIV) des holz- und kunststoffverarbeitenden Handwerks HKH Thüringen vor Jahren ausgetretene Innungen haben jetzt die Zeichen der Zeit erkannt und die Tarifbindung mit der IG Metall angestrebt. Das sind die Tischlerinnung Hildburghausen-Meiningen (Schmalkalden), die Innung Holzhandwerk des Kreises Gotha (Gotha), die Tischlerinnung Eisenach (Eisenach) sowie die Tischlerinnung Obereichsfeld (Leinefelde). Bedauerlich bleibt, dass die 16 im LIV HKH Thüringen verbliebenen Innungen weiterhin einen tarifpolitischen Isolationskurs beibehalten.