Bildungsfreistellung nutzen

5 Tage bezahlt freistellen lassen.

Das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz ermöglicht eine Freistellung von bis zu fünf Tagen im Jahr, für Auszubildende bis zu drei Tagen im Jahr, ohne Minderung von Entgelt oder Urlaub. Weitere Infos ergeben ich aus anhängendem Flugblatt. Bei Fragen gern an das Büro der IG Metall wenden.

5. August 2020 | Die IG Metall informiert:

Ehrenamt im Betrieb während Kurzarbeit

Vermehrt erreichen uns Nachfragen, wie mit dem Wahlamt im Betrieb während Kurzarbeit umzugehen ist. Anbei erläutern wir die aktuelle Rechtslage dazu. Aktuell gibt es dazu eine geänderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes, welche in unserer Wahrnehmung vielen Arbeitgebern und deren Beraten noch unbekannt zu sein scheint. Zudem konnte diese Entscheidung auch noch nicht Eingang in die Kommentarliteratur zum Betriebsverfassungsgesetz finden. Das wird sicher in den Neuauflagen spätestens erfolgen.

14. Juli 2020 | Bezirksleiter Jörg Köhlinger zu Gast in der Region

Sorge um die Industrieregion Westthüringen

Am 14. Juli war Jörg Köhlinger, Bezirksleiter des IG Metall Bezirks Mitte für die Bundesländer Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, auf Arbeitsbesuch in Westthüringen. In einem Pressegespräch in der IG Metall Eisenach ging es um die aktuelle wirtschaftliche Situation in den Betrieben unserer Branchen in der Region. Ebenso wurde konkret über die Lage der Westthüringer Automobil- und Zulieferer-Industrie informiert. In den letzten drei Jahren gingen in der Region über 3.000 Stammarbeitsplätze und die Beschäftigung von 800 Leiharbeitnehmer/innen verloren. Da zu befürchten ist, dass auch nach einer wirtschaftlichen Erholung, weitere Arbeitsplätze und Betriebe aufgrund der Transformation gefährdet sind, fordert die IG Metall den Aufbau eines weiteren zweiten industriellen Standbeines für die Region Westthüringen.

Nach dem Pressegespräch standen zwei Betriebsbesuche in Gotha an. Sowohl bei Schmitz Cargobull wie auch bei ZF in Gotha wurden in Gesprächen mit den Betriebsratsvorsitzenden und deren Stellvertretern die aktuelle wirtschaftliche Situation unter Corona-Bedingungen sowie der weitere Ausblick besprochen. Betriebsbesichtigungen rundeten beide Betriebsbesuche ab.

25. Juni | 650 Arbeitsplätze gehen dauerhaft verloren

JD Norman Germany schließt zum 30. September

In Belegschaftsversammlungen an beiden Standorten, in Eisenach und im hessischen Witzenhausen, wurden die Beschäftigten am 25. Juni informiert, dass die JD Norman Germany zum 30. September schließt und alle Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.

Seit 1. Dezember 2019 produziert der Betrieb im eröffneten Insolvenzverfahren. Ziel war der Verkauf an einen neuen Investor. Anfang 2020 gab es erste Gespräche und Verhandlungen mit möglichen Investoren. Dann kam es zu Betriebsschließungen wegen Corona sowohl bei JD Norman als aber auch bei vielen Kunden. Seitens der möglichen Investoren besteht aktuell keinerlei Klarheit zur Ermittlung einer zukünftigen Wirtschaftlichkeit. Vor diesem Hintergrund ist momentan kein Verkauf möglich. Angesichts defizitärer Ergebnisse der laufenden Produktion, kann diese nicht länger fortgeführt werden. Alle Beschäftigten erhalten betriebsbedingte Kündigungen. Der Geschäftsbetrieb wird zum 30. September endgültig eingestellt. Für die Wartburgregion gehen damit weitere fast 500 Arbeitsplätze dauerhaft verloren.

9. Juni | Fagerdala Automotive AG in Insolvenz

Insolvenzverfahren können sich hinziehen ...

Der Arbeitgeber stellte am 29. Juni 2012 Insolvenzantrag am Amtsgericht Erfurt. Am 1. September 2012 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Trotz Verkauf des Betriebes zum 1. April 2013 an neue Eigentümer, setzt sich das Insolvenzverfahren bis heute weiter fort und wir vertreten weiter unsere Mitglieder. Der neue Betrieb in Ohrdruf heißt heute IZOBLOK.

Jetzt erfolgt an die (einstigen) Beschäftigten der Fagerdala Automotive AG eine Abschlagszahlung von acht Prozent auf Ihre Forderungen. Vor zwei Jahren gab es bereits 15 Prozent Abschlag. Ein Ende des Insolvenzverfahrens ist noch nicht in Sicht.

14. Mai | Aufzahlung zum Kurzarbeitergeld kommt

Bundestag beschließt Sozialschutz-Paket II

Bei Enthaltung der Opposition hat der Bundestag am 14. Mai 2020 den Gesetzentwurf von CDU/CSU und SPD zu sozialen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gemäß der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Arbeit und Soziales angenommen. Keine Mehrheit fanden hingegen sechs Anträge der Opposition, die ebenfalls abschließend beraten wurden. 

Das vorgesehene Paket enthält unter anderem eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes: Es soll für diejenigen, die Kurzarbeitergeld für ihre um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges auf 80 Prozent (87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden. Berücksichtigungsfähig sind Monate mit Kurzarbeit ab März 2020.

Ferner soll das Arbeitslosengeld für diejenigen um drei Monate verlängert werden, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai 2020 und dem 31. Dezember 2020 enden würde.

22. April | Wie kommen Beschäftigte durch die Corona-Krise?

Besser mit Betriebsrat !

Solange kein Betriebsrat besteht, kann der Arbeitgeber das sogenannte Direktionsrecht allein ausüben. Erst einem gewählten Betriebsrat räumt der Gesetzgeber umfangreiche Mitbestimmung ein. Das betrifft aktuell vielfach die Inanspruchnahme und Ausgestaltung von Kurzarbeit. Kurzarbeit dient der Vermeidung von Kündigungen. Sollten jedoch einzelne Betriebe allein mit Kurzarbeit nicht durch die Krise kommen, wären Personalabbau bis hin zu Verkauf oder Schließung des Betriebes für eine Belegschaft ohne Betriebsrat ein unkalkulierbares Risiko. Und dabei spielt es keine Rolle, ob solche Themen Corona-bedingt oder aus anderen Gründen anstehen. Der weit verbreitete Irrglaube, dass es einen Rechtsanspruch auf Abfindung immer geben würde, könnte dann zu Enttäuschungen führen. Nur ein Betriebsrat kann einen sogenannten Sozialplan verhandeln und abschließen. Gibt es keinen Betriebsrat, ist ein Sozialplan unmöglich.

Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch erstmals einen solchen! Wir helfen gern dabei. In allen Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten, von denen drei 18 Jahre oder älter sind und seit sechs Monaten dem Betrieb angehören, finden nach § 1 Betriebsverfassungsgesetz Betriebsratswahlen statt. Das kommt einer gesetzlichen Pflicht für Belegschaften gleich.

8. April | Enorme Zunahme von Kurzarbeit in Thüringen

Beschäftigte brauchen Aufzahlung aufs Kurzarbeitergeld

Nach einer Erhebung der IG Metall arbeiten in Thüringer die Beschäftigten in 108 von 147 befragten Unternehmen im Zuständigkeitsbereich der IG Metall ganz der teilweise kurz oder sind von Kurzarbeit bedroht. Das entspricht fast drei Viertel der befragten Unternehmen. Während bis Januar 2020 nur erst 15 Betriebe (13,9 Prozent) Kurzarbeit nutzten, wurde Kurzarbeit bis April 2020 in weiteren 79 Betrieben (73,1 Prozent) eingeführt. In weiteren 14 Betrieben (13,0 Prozent) ist Kurzarbeit ab Mai 2020 oder später vorgesehen.

Besonders alarmierend ist, dass in zahlreichen Betrieben bisher eine betriebliche Aufzahlung auf das Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit von den Arbeitgebern abgelehnt wird. Angesichts selbst der Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge an die Arbeitgeber führt deren kompletter Einbehalt zu einer sozialen Schieflage für die Beschäftigten in Kurzarbeit.

In Westthüringen sind die Beschäftigten in 34 von 36 befragten Unternehmen von Kurzarbeit betroffen. Das ist höher als thüringenweit (94,4 Prozent). Vor März 2020 war in keinem Betrieb Kurzarbeit. In 30 Betrieben (88,2 Prozent) wurde Kurzarbeit bis einschließlich April 2020 eingeführt. Und in vier Betrieben (11,8 Prozent) ist Kurzarbeit ab Mai 2020 oder später vorgesehen.

1. Dezember | JD Norman Germany GmbH

Insolvenzverfahren ist eröffnet

Die JD Norman Germany GmbH ist ein Systemanbieter im Bereich der mechanischen Bearbeitung und Montage von komplexen Bauteilen. 1987 gegründet gibt es heute zwei Standorte in Eisenach und Witzenhausen. Zur Produktpalette gehören Zylinderköpfe, Kurbelgehäuse, Pleuel, Getriebegehäuse, Common Rail Verteilersysteme und Pumpengehäuse. Beschäftigt werden etwa 700 Beschäftigte in beiden Werken.

Am 2. Oktober 2019 bestellte das Insolvenzgericht Meiningen einen vorläufigen Insolvenzverwalter für die JD Norman Germany in Hörselberg-Hainich (Az.: IN 152/19). Beauftragt wurde Rechtsanwalt Dr. Holger Leichtle. Das Insolvenzverfahren wurde durch Beschluss des Insolvenzgerichtes Meiningen am 1. Dezember 2019 eröffnet.

Intensiv werden aktuell Investoren gesucht, welche die Rege Motorenteile übernehmen. Dabei sollen beide Standorte im laufenden Geschäftsbetrieb übernommen und fortgeführt werden. Erste Interessenbekundungen gingen ein.

14. November | Wieder ein Betriebsrat mehr in Thüringen

Erstmals Betriebsratswahl bei Hydro Building Systems Gerstungen

Die Hydro Building Systems GmbH produziert unter dem Markennamen Wicona Fassaden, Fenster, Türen und Schiebesysteme. Bis Ende Oktober 2019 bestand kein Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Eisenach um Unterstützung. Mit Hilfe der IG Metall Eisenach wurde die Betriebsratswahl eingeleitet. Am 22. Oktober 2019 waren die 101 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 7-köpfigen Betriebsrat zu wählen. An der hohen Wahlbeteiligung von 86 Prozent ist das Interesse der Belegschaft deutlich erkennbar. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. Patrick Schein wurde zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt, Steven Schein zum stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden.

Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Eisenach durch Schulungen und Begleitung. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht. Diesen Umstand wollen wir gemeinsam mit den Belegschaften ändern.

Im Bild v.l.n.r.: Ronald Hamann, Raymond Haße (IG Metall), Ronny Hanke, Patrick Schein, Steven Schein, David Tümper, Jessica Hartung, Markus Schütz

7. November | Verkauf der Mitec Eisenach

IG Metall begrüßt den Erhalt des Betriebes

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens von Mitec Eisenach am 1. Februar war die Zukunft des Betriebes noch völlig offen. Fieberhaft kämpften seitdem die Insolvenzverwaltung, IG Metall, Betriebsrat und Belegschaft um den Erhalt des Betriebes. Angesichts der Flaute in der Automobil- und Zulieferindustrie stehen mögliche Investoren nicht gerade Schlange bei Unternehmensverkäufen in dieser Branche.

Die Übernahme von Mitec durch die US-amerikanische AAM-Gruppe erhält den Betrieb, wenn auch erneut verkleinert. Etwa 260 Beschäftigte erhalten eine neue Perspektive. Jedoch scheiden weitere 180 Beschäftigte in eine Transfergesellschaft aus.

2. Oktober | JD Norman Germany GmbH

Arbeitgeber stellte Antrag an das Insolvenzgericht

Am 2. Oktober 2019 bestellte das Insolvenzgericht Meiningen nach Eigenantrag durch den Arbeitgeber auf Insolvenz über das Vermögen des Betriebes einen vorläufigen Insolvenzverwalter. Beauftragt wurde Rechtsanwalt Dr. Holger Leichtle. Betroffen sind etwa 490 Beschäftigte im Werk Eisenach und knapp 200 Beschäftigte im Werk Witzenhausen.

In Belegschaftsversammlungen wurden die Beschäftigten über die neue Situation informiert und der vorläufige Insolvenzverwalter stellte sich vor. Es geht jetzt vor allem um den Erhalt der Arbeitsplätze sowie die Neuausrichtung des Betriebes.

23. September | Delegiertenversammlung der IG Metall Eisenach

Transformation sozial gerecht und ökologisch gestalten.

Viermal jährlich tagt die Delegiertenversammlung der IG Metall Eisenach. An der turnusmäßigen Beratung am 23. September2019 in Wutha-Farnroda nahm auch der Leiter des IG Metall-Bezirkes Mitte für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen, Jörg Köhlinger, teil.

Nach dem Geschäfts- und Kassenbericht durch die beiden Bevollmächtigten trug der Bezirksleiter zu gewerkschaftlichen Herausforderungen durch Transformation, Digitalisierung und Klimawandel vor. In der anschließenden intensiven Debatte wurde erneut deutlich, dass die industriegeprägte Wirtschaftsregion Westthüringen massiv von Auswirkungen betroffen sein kann. Schon jetzt sind in der Automobil- und Zulieferindustrie seit 2015 etwa 2.500 Arbeitsplätz in Westthüringen verloren gegangen.

Klar ist: Allein die Analyse der Schwierigkeiten reicht nicht aus. Es geht nun darum, zusammen mit Wirtschaft und Politik Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

12. August | Sommertour des DGB-Bezirksvorsitzenden Michael Rudolph

Moderne Tarifpolitik ist auch in Thüringen möglich, wie EJOT zeigt.

Foto: Andreas Wolf (EJOT)

Vom 12. bis 16. August 2019 besucht der Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, verschiedene Betriebe in Thüringen im Rahmen seiner Sommertour. Unter dem Motto „Besser mit Tarifvertrag“ informiert er sich über Positivbeispiele für Tarifbindung und auch zu den Schwierigkeiten, weshalb es in Thüringen eine im bundesweiten Vergleich bisher eher geringe Tarifbindung gibt. Am 12. August war Michael Rudolph (4.v.l. im Bild) bei EJOT in Tambach-Dietharz.

Der geschäftsführende Gesellschafter, Christian F. Kocherscheidt (2.v.r. im Bild), empfing den Gewerkschaftschef gemeinsam mit weiteren Vertreter/innen aus dem Management sowie dem Betriebsratsvorsitzenden, Stephan Hofmann (1.v.l. im Bild). Eine beeindruckende Firmengeschichte seit 1922 und ab 1993 in Tambach-Dietharz wurde vorgestellt. Besonders bemerkenswert ist der in Ostdeutschland bisher einzigartige Haustarifvertrag zur schrittweisen Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38 Stunden auf 35 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Das beschert EJOT Bewerbungen von wertvollen Fachleuten, während andere Betriebe der Region über Fachkräftemangel klagen.

10. Juli | Autotest Eisenach

Arbeitgeber gibt Betriebsschließung zum Jahresende bekannt

Beim Automobilzulieferer habe es nach eigenen Angaben in den letzten beiden Jahres deutliche Umsatzrückgänge und kaum Neuprojekte gegeben. Daher solle die Unternehmensgruppe nun umstrukturiert werden, was die Schließung von Autotest auf dem Kindel bei Eisenach zu Ende 2019 beinhalten solle mit dem Verlust von über 120 Arbeitsplätzen.

Diese Ankündigung überrascht uns und auch die Belegschaft. Noch vor kurzer Zeit suchte das Unternehmen händeringend nach neuen Beschäftigten, um die vollen Auftragsbücher abarbeiten zu können, so das Management noch vor einiger Zeit.

Da ist es eher ein Glücksfall, dass sich die Beschäftigten gerade entschieden haben, mit Unterstützung der IG Metall erstmals einen Betriebsrat aus ihrer Mitte zu wählen.

11. Juni | Wieder ein Betriebsrat mehr in Thüringen

Erstmals Betriebsratswahl bei Fenstertechnik brand abgeschlossen

Die Fenstertechnik brand in Ifta produziert Fenster, Schiebetüren und Systeme zur Beschattung. Bis Ende Mai 2019 bestand kein Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Eisenach um Unterstützung. Mit Hilfe der IG Metall Eisenach wurde die Betriebsratswahl eingeleitet. Am 24. Mai 2019 waren die 196 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 7-köpfigen Betriebsrat zu wählen. An der hohen Wahlbeteiligung von 81,6 Prozent ist das Interesse der Belegschaft deutlich erkennbar. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. Roy Freiberg wurde zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt.

Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Eisenach durch Schulungen und Begleitung. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht. Diesen Umstand wollen wir gemeinsam mit den Belegschaften ändern.

27. Mai | Wer sich für "morgen" wappnen will, muss damit schon "heute" anfangen!

Transformation: Was heißt das für die Region ?

Auf Einladung des IG Metall-Bezirkes Mitte  tauschten sich Vertreter/innen aus Wissenschaft und Politik mit Kolleginnen und Kollegen aus Betrieben aus, welche Auswirkungen auf die Automobil- und Zuliefererbetriebe in Thüringen durch die Veränderungen hin zu mehr Elektromobilität entstehen könnten.  Im Impulsvortrag des Bezirksleiters, Jörg Köhlinger,  ging er auf die ganz konkreten Gefahren für die Produktion in der Region ein. Dann stellte Professor Klaus Dörre von der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Forschungsergebnisse der Studie zu Konversionsmöglichkeiten aus Arbeitnehmersicht in der Automobilindustrie vor. In der Studie wurde untersucht, welche Möglichkeiten der Produktveränderung in der Zukunft aus Sicht der Arbeitnehmer sinnvoll erscheinen und welchen Einfluss Arbeitnehmervertreter darauf in der Praxis ausüben können. Leider war in vielen befragten Unternehmen festzustellen,  das noch keine ausgeprägte Strategie zur zukünftigen Veränderung vorzufinden ist.

Um die industriellen Strukturen in Thüringen auch künftig erhalten zu können, braucht es enorme Anstrengungen aller Beteiligten um in den kommenden Jahren nicht abgehängt zu werden. In einer abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Professor Dörre, Uwe Laubach von der IG Metall Eisenach und Valentina Kerst, Staatssekretärin aus dem Thüringer Wirtschaftsministerium die möglichen Auswirkungen und versuchten Handlungsmöglichkeiten zu skizzieren.

28. September | Gotha

Betriebsratswahl bei IWB Industrietechnik abgeschlossen

v.l.n.r.: Raymond Hasse (IG Metall), Viktor Zukanov, Katrin Böttcher, Patrick Theilig, Jaqueline Seyfarth, Robin Kunert

Die IWB Industrietechnik GmbH in Gotha produziert Förderbänder und Sonderanlagen und fräst CNC–Teile. Bis Anfang 2018 bestand kein Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Eisenach um Unterstützung. Mit Hilfe der IG Metall Eisenach wurde die Betriebsratswahl eingeleitet. Am 18. September 2018 waren die 62 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 5-köpfigen Betriebsrat zu wählen. An der hohen Wahlbeteiligung von fast 89 Prozent ist das Interesse der Belegschaft deutlich erkennbar. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. Patrick Theilig wurde zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt, Jaqueline Seyfarth zur stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden.

Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Eisenach durch Schulungen und Begleitung. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht. Diesen Umstand wollen wir gemeinsam mit den Belegschaften ändern.