31. Mai | Rege Motorenteile Hörselberg-Hainich

Mit Volldampf für den Erhalt der Arbeitsplätze

Die Rege Motorenteile GmbH ist ein Metallbetrieb mit etwa 1.000 Beschäftigte in Eisenach und im hessischen Witzenhausen.

Das Insolvenzverfahren wurde durch Beschluss des Insolvenzgerichtes Meiningen am 1. April 2017 eröffnet (Az.: IN 14/17). Gemäß Gesetz (Insolvenzordnung) obliegen wichtige Entscheidungen in einem Insolvenzverfahren der Gläubigerversammlung. Alle Personen und Firmen, die offene Ansprüche gegen die Schuldnerin (hier Rege Motorenteile) haben, sind Gläubiger im Verfahren und teilnahme- und abstimmungsberechtigt in der Gläubigerversammlung. Abgestimmt wird in Höhe der offenen Forderungen. In der Gläubigerversammlung am 31. Mai 2017 wurde dem bisherigen Insolvenzverwalter, Rüdiger Weiß, das Vertrauen ausgesprochen. Zugleich wurden die Beschlüsse des vorläufigen Gläubigerausschusses zur Fortführung des Geschäftsbetriebes und zur Suche von Investoren bestätigt.

Intensiv werden aktuell Investoren gesucht, welche die Rege Motorenteile übernehmen. Dabei sollen beide Standorte im laufenden Geschäftsbetrieb übernommen und fortgeführt werden. Erste Interessenbekundungen gingen ein.

5. Mai | Hörselberg-Hainich

Betriebsratswahl trotz Betriebsübergang bei der ADE mbH

v.l.n.r.: Raymond Haße (IG Metall), Daniel Fischer, Christiane Barsuhn, Tobias Ehmer, Andreas Waitz, Mike Braungardt

Am 27. April 2017 führten die Mitarbeiter der ADE Automotive Dienstleistungsgesellschaft Eisenach mbH in Hörselberg-Hainich (vormals Söllner Logistic GmbH & Co. KG und SCE GmbH, Hörselberg-Hainich) ihre erstmalige Betriebsratswahl durch.

Die rund 70 Beschäftigten wählten sich ihren fünfköpfigen Betriebsrat mit Hilfe der IG Metall. In der konstituierenden Sitzung am 5. Mai 2017 wurde zum Vorsitzenden des Betriebsrates Daniel Fischer und zum stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Andreas Waitz gewählt.

Die ADE Eisenach mbH ging aus einem Betriebsübergang hervor. Die Beschäftigten der Söllner Logistic GmbH & Co. KG sowie SCE GmbH wurden in die neue Gesellschaft überführt, die weiterhin die gleichen Tätigkeiten, logistische Dienstleistungen für Opel Eisenach, erbringt.

Die Betriebsratswahl wurde noch in den alten Gesellschaften eingeleitet und, wie es das Gesetz vorsieht, auch nach dem Betriebsübergang fort- und zu Ende geführt.

Wir wünschen den Betriebsräten gutes Gelingen bei den anstehenden Aufgaben.

1. April | Rege Motorenteile Hörselberg-Hainich

Insolvenzverfahren eröffnet - Produktion wird fortgesetzt

Am 1. April 2017 eröffnet das Insolvenzgericht Meiningen das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Rege Motorenteile in Hörselberg-Hainich. Bestellt als Insolvenzverwalter wurde der bisherige vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Rüdiger Weiß. Betroffen sind etwa 1.100 Beschäftigte in Eisenach und im hessischen Witzenhausen.

Zunächst wird die Produktion an beiden Standorten fortgeführt. Parallel dazu wird ein Investor gesucht.

Rege Motorenteile Hörselberg-Hainich

Insolvenzgericht bestellte vorläufigen Verwalter

Am 26. Januar 2017 bestellte das Insolvenzgericht Meiningen einen vorläufigen Insolvenzverwalter für die Rege Motorenteile in Hörselberg-Hainich. Beauftragt wurde Rechtsanwalt Rüdiger Weiß. Betroffen sind etwa 1.100 Beschäftigte in Eisenach und im hessischen Witzenhausen.

Es geht jetzt vor allem um den Erhalt der Arbeitsplätze sowie die Neuausrichtung des Betriebes.

21. Oktober | Deutscher Bundestag

Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes

In 2. und 3. Lesung verabschiedete der Deutsche Bundestag am 21. Oktober 2016 das Gesetz zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und anderer Gesetzes (18/9232). Nach Behandlung im Bundesrat sollen die neuen gesetzlichen Regelungen 2017 in Kraft treten. Das führt zu verschiedenen Auswirkungen auf betrieblicher Ebene. Einige Punkte aus gewerkschaftlicher Sicht wurden vom Gesetzgeber aufgegriffen. Insgesamt bleibt das vorgelegte Gesetz jedoch hinter unseren Erwartungen, insbesondere aus Sicht der Beschäftigten dieser Branche, zurück.

Wir bieten dazu eine Tagesschulung für Betriebsratsmitglieder und Vertrauensleute der Schwerbehinderten am 16. November 2016 in Ohrdruf an, um sich auf die neuen Bestimmungen vorzubereiten.

JAV-Wahlen 2016

Deine Stimme für deine Rechte und Interessen!

Alle zwei Jahre finden die turnusmäßigen Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) in Betrieben mit mehr als fünf Auszubildenden statt. Im Oktober und November 2016 ist es wieder soweit.

Die IG Metall bot Schulungen für Mitglieder der betrieblichen Wahlvorstände an, die gut besucht wurden. Jetzt gilt es im Betrieb zu schauen, wer sich für eine Kandidatur zur JAV interessiert. Und schließlich rufen wir dazu auf, durch eine hohe Wahlbeteiligung bei der Abstimmung den dann neu Gewählten ein starkes Mandat zu ermöglichen.

Erstmals gewählt bei Thüringer Präzisionsfedern Ruhla

Wieder ein Betriebsrat mehr.

von links nach rechts: Raymond Hasse (IG Metall), Karsten Brell, Heike Brell, Kay Keiderling

Die Thüringer Präzisionsfedern GmbH in Ruhla wurde 1990 gegründet. Der Betrieb produziert unterschiedlichste Federn, Drahtbiegeteile sowie Montagebaugruppen, überwiegend für die Automobilindustrie, Feinmechanik oder Elektrotechnik. Bis Anfang 2016 bestand kein Betriebsrat. Über 70 Prozent der 41 Wahlberechtigten wählten erstmals einen dreiköpfigen Betriebsrat am 21. März 2016.

Unterstützung erfuhren sie dabei von der IG Metall im Rahmen unseres Projektes BoB (Betriebe ohne Betriebsrat). Im Projekt werden Kollegen und Kolleginnen bei der Erstgründung von Betriebsräten unterstützt.

Solltet bei euch noch kein Betriebsrat bestehen, so helfen wir gern mit, das zu ändern. Ansprechpartner ist Raymond Haße, der unter Nummer 0160–5330337 oder über die Email raymond.hasse(at)igmetall.de zu erreichen ist.

Wieder ein Betriebsrat mehr

Erstmals gewählt bei Bell Equipment

von links nach rechts: Stefan Richardt, Jörg-Dieter Bonn (Betriebsratsvorsitzender), Heiko Kaiser (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender), Matthias Wunder, Andy Daue, Rayond Haße (IG Metall)

Zum ersten Mal haben die Beschäftigten der Bell Equipment Deutschland GmbH im Industriegebiet Eisenach-Kindel einen Betriebsrat gewählt. Die 77 Beschäftigten inklusive der bei der Bell Equipment Deutschland GmbH beschäftigten Leiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen wählten den fünfköpfigen Betriebsrat am 10. Dezember 2015.

Unterstützung erfuhren sie dabei von der IG Metall im Rahmen unseres Projektes BoB (Betriebe ohne Betriebsrat). Im Projekt werden Kollegen und Kolleginnen bei der Erstgründung von Betriebsräten unterstützt.

Die Bell Equipment Deutschland GmbH in Hörselberg-Hainich produziert knickgelenkte Muldenkipper, die weltweit in der Rohstoffgewinnung, im schweren Erdbau und in industriellen Anwendungen eingesetzt werden.

Bundesweiter Automobil-Aktionstag gegen den Missbrauch von Werkverträgen

24. September 2015: Auch in Eisenach

Mehrere zehntausend Beschäftigte von Automobilherstellern und Zulieferern setzen beim bundesweiten Automobil-Aktionstag der IG Metall gegen den Missbrauch von Werkverträgen ein deutliches Zeichen an Arbeitgeber und Politik.

Vor dem Werktor von Opel Eisenach wurden die Beschäftigten der Früh- und Spätschicht auf dieses Problem aufmerksam gemacht. In der Praxis werden teilweise ganze Abteilungen ausgegliedert.

Insbesondere vom Gesetzgeber erwartet die IG Metall hier klarere Regeln. Beispielsweise haben Betriebsräte bisher bei solchen Entscheidungen keine Möglichkeit der Mitbestimmung oder Ausgestaltung.

3. Juli 2014: Betriebsräte-Empfang in Eisenach

Betriebsratswahlperiode erfolgreich abgeschlossen

Die IG Metall hat beginnend im letzten Herbst bei der Vorbereitung und Durchführung der Wahlen in zahlreichen Betrieben unterstützt. Die Anzahl der Betriebe, in denen jetzt eine Betriebsratswahl stattfand, ist seit der letzten Wahlperiode im Jahr 2010 weiter angestiegen. Das ist insbesondere auch Erfolg der inzwischen mehrjährigen Aktivitäten der IG Metall, Belegschaften ohne Betriebsrat bei der Durchführung erstmaliger Betriebsratswahlen zu unterstützen.

Die IG Metall Eisenach führte als Abschluss der Wahlaktivitäten einen Betriebsräte-Empfang am 3. Juli 2014 in Eisenach durch. Unserer Einladung war auch der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie Thüringens, Uwe Höhn (SPD), gefolgt.

Für die Zukunft der Wirtschaft in Westthüringen sind der Ausbau von Mitbestimmung und Tarifbindung von enormer Bedeutung, um Fachkräfte zu halten und sogar hinzu zu gewinnen. Das ist keine Frage von Luxus für die Beschäftigten. Das muss Standard sein! Die Wahl eines Betriebsrates ist gemäß Betriebsverfassungsgesetz ein zwingendes Recht aller Belegschaften mit mehr als fünf ständig Beschäftigten. Es bedarf dazu keiner Zustimmung des Betriebseigentümers oder der Geschäftsführung. In immer noch zahlreichen Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten besteht bisher kein Betriebsrat. Hier setzt die IG Metall Eisenach die erfolgreichen Aktivitäten zur Initiierung und Durchführung von erstmaligen Betriebsratswahlen fort.