#niewiederkrieg!

Vorstandsverwaltung der IG Metall, Frankfurt, Foto: Frank Rumpenhorst

Die IG Metall verurteilt den russischen Einmarsch in die Ukraine auf das Schärfste. Beteuerungen, dass damit ein Genozid verhindert und ukrainischen Aggressionen entgegnet werden soll, sind absurd. Russland bricht unverhohlen mit Grundsätzen der UN-Charta und entfacht einen Krieg auf europäischem Boden. Unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine. Wir sind in Gedanken bei den Opfern und Betroffenen.

23. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

IG Metall und Arbeitgeber unterzeichnen Tarifvertrag

Die IG Metall Mitte und die Arbeitgeber in Thüringen haben sich auf die Übernahme des Baden-Württembergischen Pilotabschlusses für die Metall- und Elektroindustrie geeinigt. Beide Seiten unterzeichneten am 23. November den Tarifvertrag. Damit werden auch in Thüringen die Entgelte in zwei Schritten erhöht: Zunächst um 5,2 Prozent im Juni 2023 und in einem weiteren Schritt um 3,3 Prozent ab Mai 2024. Die steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von insgesamt 3.000 Euro wird in zwei Schritten ausgezahlt. Davon profitieren rund 20.000 Beschäftigte. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2024.  

An den Warnstreikaktionen in Mitte hatten seit Ende Oktober über 140.000 Beschäftigte teilgenommen. Allein in Thüringen engagierten sich mehr als 8.000 Beschäftigte für eine Entgelterhöhung. Bundesweit nahmen an den Warnstreiks rund 900.000 Beschäftigte teil.

18. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Pilotabschluss in Baden-Württemberg vereinbart

Die Tarifvertragsparteien in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie haben sich nach einem 11-stündigen Verhandlungsmarathon in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf einen Pilotabschluss geeinigt. Demnach steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen für die rund 1 Million Beschäftigten ab 1. Juni 2023 um 5,2 Prozent, ab dem 1. Mai 2024 um weitere 3,3 Prozent. Zudem erhalten die Beschäftigten eine steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von 3.000 Euro. Diese wird in zwei Schritten ausbezahlt, 1.500 Euro spätestens im Februar 2023, weitere 1.500 Euro spätestens im Februar 2024, für Auszubildende jeweils 550 Euro. Weitere Anpassungen gibt es auch beim Tariflichen Zusatzgeld und beim Transformationsgeld. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2024.

Machtvolle Warnstreikaktionen bundesweit, aber auch in Thüringen, trugen zur Tariflösung bei. Jetzt geht es um die Übernahme des Pilotabschlusses auch für Thüringen.

16. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Zentrale Warnstreikkundgebung in Eisenach

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie 8,0 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate. Der Entgelttarifvertrag wurde zum 30. September 2022 fristgerecht gekündigt. In den ersten drei Verhandlungen mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen gab es kein Ergebnis.

Beschäftigte von Bosch Eisenach, BMW Krauthausen, Benteler Eisenach, Opel Eisenach, Marelli Automotive Lighting Brotterode und Fahrzeugbau Geisa rief die IG Metall am 16. November 2022 zum zentralen Warnstreik auf. Mit Bussen kamen die Warnstreikenden zur zentralen Kundgebung auf dem Theaterplatz in Eisenach. Die Stimmung war selbstbewusst und kämpferisch.

Jetzt müssen sich die Arbeitgeber endlich bewegen.

11. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik Opel in Eisenach

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 11. November die Beschäftigten von Opel in Eisenach zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Etwa 750 Beschäftigte folgten dem Aufruf der IG Metall und legten die Arbeit für insgesamt zwei Stunden nieder zur Teilnahme an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

10. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik bei Hako in Waltershausen

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 10. November die Beschäftigten von Hako in Waltershausen zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Etwa 110 Beschäftigte folgten dem Aufruf der IG Metall und legten die Arbeit für zwei Stunden nieder zur Teilnahme an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

9. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik bei EJOT in Tambach-Dietharz

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 9. November die Beschäftigten von EJOT in Tambach-Dietharz zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Am Vormittag folgten die Beschäftigten der Frühschicht für eine Stunde dem Aufruf der IG Metall und legten die Arbeit nieder zur Teilnahme an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb. Und auch Nachmittag folgten die Beschäftigten der Spätschicht dem Aufruf zum Warnstreik für eine Stunde vor dem Betrieb.

4. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik bei ZF in Gotha

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 4. November die Beschäftigten von ZF in Gotha zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Am Vormittag folgten die Beschäftigten der Frühschicht für eine Stunde dem Aufruf der IG Metall und legten die Arbeit nieder zur Teilnahme an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb. Und auch Nachmittag folgten die Beschäftigten der Spätschicht dem Aufruf zum Warnstreik für eine Stunde vor dem Betrieb.

4. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik bei Benteler in Eisenach

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 4. November die Beschäftigten von Benteler in Eisenach zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Etwa 70 Beschäftigte der Frühschicht legten für eine Stunde die Arbeit nieder und beteiligten sich an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

3. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Zweiter Warnstreik bei Bosch in Eisenach

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 3. November die Beschäftigten von Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Etwa 250 Beschäftigte der Spätschicht legten für eine Stunde die Arbeit nieder und beteiligten sich an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

3. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erster Warnstreik bei Bosch in Eisenach

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 3. November die Beschäftigten von Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Über 300 Beschäftigte der Frühschicht legten für 90 Minuten die Arbeit nieder und beteiligten sich an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

2. November 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreik bei BMW in Krauthausen

Nach Ablauf der Friedenspflicht rief die IG Metall am 2. November die Beschäftigten von BMW in Krauthausen zum Warnstreik für 8 Prozent mehr Entgelt für 12 Monate auf. In den bisherigen drei Verhandlungen mit den Arbeitgebern konnte kein Ergebnis erzielt werden. Auch liegt kein Angebot zu unserer Forderung vor.

Etwa 100 Beschäftigte der Frühschicht legten für eine Stunde die Arbeit nieder und beteiligten sich an der Warnstreikkundgebung vor dem Betrieb.

28. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erneut kein Angebot der Arbeitgeber zu unserer Forderung

Auch in der dritten Tarifverhandlung am 28. Oktober 2022 in Jena legten die Arbeitgeber kein Angebot zur Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung vor. Begleitend zur Tarifverhandlung fanden in zahlreichen Betrieben in Thüringen Aktionen statt. So beispielsweise auch bei Bosch und Opel in Eisenach und bei Hako in Waltershausen.

Damit stehen die Zeichen auf Warnstreiks. Offensichtlich unterschätzen die Arbeitgeber die Ernsthaftigkeit unserer Forderung und die Entschlossenheit der IG Metall, also der Beschäftigten in den Betrieben. Der noch reichlich unkonkrete "Vorschlag" der Arbeitgeber, eine Einmalzahlung von 3.000 Euro bei einer Laufzeit von 30 Monaten anzubieten, geht an unserer Forderung komplett vorbei.

28. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

3. Verhandlung in Thüringen: Aktion bei Opel in Eisenach

Kurz vor Ende der bundesweiten Friedenspflicht findet am 28. Oktober die dritte Verhandlungsrunde für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen statt. In den zurückliegenden beiden Verhandlungen kam es zu keiner Einigung.

Beschäftigte von Opel Eisenach demonstrieren am 28. Oktober im Betrieb ihre Bereitschaft, die Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen nach Ende der Friedenspflicht auch mit Arbeitskampfaktivitäten zu unterstützen.

Bundesweit und auch in Westthüringen ist plakatiert: Tariferhöhung jetzt!

28. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

3. Verhandlung in Thüringen: Aktion bei Bosch in Eisenach

Kurz vor Ende der bundesweiten Friedenspflicht findet am 28. Oktober die dritte Verhandlungsrunde für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen statt. In den zurückliegenden beiden Verhandlungen kam es zu keiner Einigung.

Beschäftigte der Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach demonstrieren am 28. Oktober im Betrieb ihre Bereitschaft, die Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen nach Ende der Friedenspflicht auch mit Arbeitskampfaktivitäten zu unterstützen.

Bundesweit und auch in Westthüringen ist plakatiert: Tariferhöhung jetzt!

28. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

3. Verhandlung in Thüringen: Aktion bei Hako Waltershausen

Kurz vor Ende der bundesweiten Friedenspflicht findet am 28. Oktober die dritte Verhandlungsrunde für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen statt. In den zurückliegenden beiden Verhandlungen kam es zu keiner Einigung.

Beschäftigte bei Halo in Waltershausen demonstrieren am 28. Oktober im Betrieb ihre Bereitschaft, die Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen nach Ende der Friedenspflicht auch mit Arbeitskampfaktivitäten zu unterstützen.

Bundesweit und auch in Westthüringen ist plakatiert: Tariferhöhung jetzt!

4. Oktober 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Kein Angebot der Arbeitgeber

Rund 200 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie Thüringens haben unmittelbar vor der zweiten Tarifverhandlung ihrer Forderung nach mehr Geld Nachdruck verliehen. Es beteiligten sich beispielsweise Beschäftigte von Opel Eisenach, Schuler Pressen, Siemens Energy sowie BorgWarner, Bosch, Hydrema, Thales Transportation, Musashi, Kaeser und Zeiss Jena.

Der Appell an die Arbeitgeber blieb ungehört. Die Verbandsvertreter Thüringens versteckten sich in der Verhandlung erneut hinter nichtssagenden Textbausteinen von Gesamtmetall und machten kein Angebot.

1. Oktober 2022 | Textilindustrie Ost

4,1 Prozent mehr Entgelt ab Oktober 2022

Nach Einmalzahlungen von 200 Euro brutto im Mai 2022 plus weitere 120 Euro brutto im August 2022 erhöhen sich ab 1. Oktober 2022 die Entgelte um 4,1 Prozent, gefolgt von einer zweiten Stufe ab 1. Oktober 2023 um weitere 1,5 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich jeweils zum 1. August eines Jahres. Die Jahressonderzahlung von bisher 60 Prozent einer Monatsvergütung steigt ab 2023 auf 75 Prozent einer Monatsvergütung. Weiter erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld von bisher 675 Euro brutto auf 690 Euro brutto in 2022 und auf 720 Euro brutto ab 2023. Unverändert werden die Bestimmungen zur Altersteilzeit fortgeführt. Die Laufzeit beträgt bis zum 30. April 2022.

27. September 2022 | Hydro Building Systems Coating GmbH Gerstungen

Erstmals Tarifbindung der IG Metall im Betrieb durchgesetzt

Die Hydro Building Systems Coating GmbH, vormals MBG Metallbeschichtung, ist mit etwa 100 Beschäftigten ein Betrieb der Metallbeschichtung und Lagerhaltung von Metallerzeugnissen .

Vereinbart wurden in fünf Tarifverträgen zunächst die Einführung eines neuen Entgeltsystems ab 1. Oktober 2022. Die bisherige Vergütung mit Lohn und Gehalt wird jetzt in ein einheitliches Entgeltssystem mit zehn Entgeltgruppen überführt. Mit dem ersten Einführungsschritt am 1. Oktober 2022 erhöhen sich die Entgelte einschließlich des Einstieges in eine neue Leistungsbeurteilung um bis zu 10,7 Prozent im Vergleich zu September 2022. Auszubildende werden an die Entgelttabelle angebunden und erhalten damit ebenso eine deutliche Steigerung um bis zu 29 Prozent der Ausbildungsvergütungen. Für alle Beschäftigten, die bisher deutlich unter der neuen betrieblichen Tariftabelle liegen, werden die Entgelte um maximal 140 Euro brutto im Monat im ersten Schritt erhöht. Sofern der Rückstand der Ist-Vergütung zur neuen betrieblichen Entgelttabelle dann noch nicht ausgeglichen ist, erfolgt eine weitere Anpassung ab 1. September 2023 um weitere 100 Euro brutto. Beschäftigte, deren bisheriges Entgelt über der betrieblichen Entgelttabelle liegt, erhalten keine Erhöhung der monatlichen Grundentgelte ab Oktober 2022. Zugleich ist vereinbart, dass ab 1. April 2024 eine Erhöhung der betrieblichen Tariftabelle um weitere 2,8 Prozent erfolgt. Beschäftigte, deren bisheriges Entgelt weiter oberhalb der betrieblichen Entgelttabelle ist, werden an der Tariferhöhung zur Hälfte beteiligt. Ab 2023 wird jeweils ab April eine zusätzliche Leistungszulage und mit der Abrechnung für Juli des Jahres eine neue Sonderzahlung als Erholungsbonus in Höhe von 240 Euro brutto fällig. Ab Januar 2024 reduziert sich dich Wochenarbeitszeit von 40 auf 39 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Als Ausgleich dafür, dass die Reduzierung nicht jetzt gleich erfolgen kann, erhalten Vollzeitbeschäftigte im Dezember 2023 noch einmal 600 Euro brutto Einmalzahlung. Die Laufzeit der Tarifvereinbarung gilt bis Ende Dezember 2024.

19. September 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber blockieren Fahrradleasing

Die Details zum Tarifvertrag waren bereits besprochen, ein abgestimmter Text lag vor und unsere Tarifkommission hatte dem Plan zugestimmt.

Jetzt hat der Arbeitgeberverband für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie
einen Rückzieher gemacht! Nach ihrem Willen soll es keinen Flächentarifvertrag zum Fahrradleasing in Thüringen geben.

17. September 2022 | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 17. September über den Rhäden Rundwanderweg bei Dankmarshausen im Grenzgebiet zwischen Hessen und Thüringen. Das Wetter war wechselhaft bis stürmisch, regnerisch unterwegs.

Auf den etwa fünf Kilometern Wanderung ist unberührte Natur mit vielen Tierarten zu bestaunen. Unterwegs wurden Aussichtsplätze, teils erhöht, angelegt, um die reiche Fauna und Flora gut beobachten zu kommen.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September. 

14. September 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Erste Verhandlung ohne Ergebnis

Die IG Metall Mitte und der Arbeitgeberverband für die Metall- und Elektroindustrie Thüringens haben die Tarifverhandlungen für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen aufgenommen. Die erste Tarifverhandlung fand am 14. September in Eisenach statt. Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Mitte, beschrieb die Verhandlungssituation als ein erstes Abtasten. „Wir haben die Forderung von 8 Prozent mehr Geld für 12 Monate ausführlich begründet und mussten leider feststellen, dass die Arbeitgeber den Verzicht predigen anstatt zügig konstruktiv verhandeln zu wollen.“

Ein Ergebnis konnte nicht erzielt werden. Nach der etwa zweistündigen Verhandlung wurde auf den 4. Oktober 2022 zur zweiten Verhandlung vertagt.

11. September 2022 | Protestaktion in Erfurt

Nicht mit uns! - Wir frieren nicht für Profite!

Mit einem breiten, außerparlamentarischen Bündnis des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB Hessen-Thüringen und seinen Mitgliedsgewerkschaften zusammen mit Akteuren der Zivilgesellschaft, Sozial- und Umweltverbänden waren Menschen am 11. September zum gemeinsamen Protest nach Erfurt aufgerufen. Angesichts der hohen Inflation vor allem auch durch die gestiegenen Energie- und Gaspreise wurden Forderungen an die Politik zur Unterstützung und Entlastung der Bürgerinnen und Bürger formuliert.

Vom Bahnhofsvorplatz in Erfurt führte eine eindrucksvolle Demonstration über den Anger zum Haus der Sozialen Dienste am Juri-Gagarin-Ring. Zur Auftaktkundgebung am Erfurter Hauptbahnhof sprach sich Michael Rudolph, DGB-Bezirksvorsitzender Hessen-Thüringen, dafür aus, anders als bisher viel passgenauere Hilfen für die Menschen zu beschließen. Zudem forderte er von der Politik, öffentliche Aufträge nur noch an tarifgebundene Unternehmen zu vergeben. Weitere Rednerinnen und Redner sprachen zu den Teilnehmenden.

10. September 2022 | Jubilarehrung der IG Metall in Gotha

4.045 Jahre Mitgliedschaft geehrt

In Gotha konnten wir am 10. September insgesamt 77 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft danken und sie beglückwünschen. Insgesamt ehrten wir 4.045 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 24 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 20 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 23 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 9 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Nur eini Kollege ist bereits seit 1947 und damit inzwischen 75 Jahre Gewerkschaftsmitglied. Horst Letsch aus Drei Gleichen nahm persönlich an der Jubilarfeier teil und blickt auf 70 Jahre Mitgliedschaft zurück. Auch Gerd Pflügner aus Luisenthal nahm teil und blickt auf 70 Jahre in der Gewerkschaft zurück..

Die Festansprachen erfolgten durch die Bevollmächtigten der IG Metall Eisenach, Uwe Laubach und Thomas Steinhäuser. Nach einem Rückblick auf Jahrzehnte Gewerkschaftsarbeit wurden aktuelle Schwerpunkte vorgestellt. Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet durch die Gothaer Musikerin Sara Ley.

27. August 2022 | Endlich wieder durchgeführt:

Traditionelles Sommerfest

Das bereits traditionelle Sommerfest der IG Metall Eisenach fand nach coronabedingter Pause in diesem Jahr am 27. August wieder auf dem Hof der IG Metall Eisenach statt. Bei tollem Wetter war Gelegenheit, in lockerer Runde gemütlich den Tag ausklingen zu lassen. In seiner Ansprache betonte Uwe Laubach, 1. Bevollmächtigter, die Freude, dass wir wieder in Präsenz zusammen kommen konnten. Besonderen Zuspruch fand auch wieder die Tombola. Dabei kam eine Spendensumme von insgesamt 416,20 Euro zusammen. In der Preisverlosung erhielt Roy Freiberg, Betriebsratsvorsitzender von Fenstertechnik Brand, den 1. Preis.

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die unserer Einladung folgten. Vor allem danken wir aber denen, die bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützt haben. Der von unseren nGewerkschaftsfrauen gebackene Kuchen war super lecker.

24. August 2022 | Neues Ausbildungsjahr

Azubi gefunden? Attraktiv als Ausbildungsbetrieb?

Das neue Berufsausbildungsjahr beginnt und in den Betrieben starten Jugendliche in ihre Berufsausbildung. Nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze konnten besetzt werden. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgänger:innen, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Jugendliche können aus einer Vielzahl betrieblicher Ausbildungsstellen auswählen.

Unbesetzte Ausbildungsstellen gehören inzwischen zur Normalität in Westthüringen. Das liegt aber häufig auch an den Angeboten in der dualen Ausbildung. Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen weder Jugendliche noch deren Eltern an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 1.007 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Transformationsgeld geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die unbefristete Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. In diesen Betrieben wissen die Jugendlichen, die dieses Jahr eine Ausbildung beginnen, schon heute, wie es im Sommer 2025 oder Anfang 2026 für sie weitergehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

3. August 2022 | Gewerkschaftlicher Rechtsschutz ist sehr effektiv.

410.714,90 Euro im Jahr 2021 erstritten

Mitglieder der IG Metall werden im Arbeits- und Sozialrecht beraten und wenn erforderlich, auch außergerichtlich und gerichtlich vertreten.

Im Jahr 2021 genehmigte die IG Metall Eisenach in 275 Fällen Rechtsschutz für ihre Mitglieder, davon 236 Fälle im Arbeitsrecht und 39 Fälle im Sozialrecht. Es wurden im Jahr 2021 insgesamt 159 Streitfälle abgeschlossen, davon 130 Verfahren im Arbeitsrecht und 29 Verfahren im Sozialrecht. Für die Mitglieder der IG Metall Eisenach wurden im letzten Jahr insgesamt 410.714,90 Euro erstritten. 331.416,59 Euro davon im Arbeitsrecht und 79.298,31 Euro im Sozialrecht. Den höchsten Einzelerfolg erreichten wir für eine Kollegin, die mit unserer Unterstützung 25.000 Euro Abfindung erstritt.

In vielen Fällen wurden unsere Mitglieder durch das Team der DGB Rechtsschutz in Suhl oder Erfurt unterstützt. Vielen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit.

1. August 2022 | Textile Dienste Ost

Mindestens 60 Euro brutto mehr im Monat

Mit dem aktuellen Tarifwerk von IG Metall und Industrieverband Textil Service intex e.V. reduzierte sich die tarifvertraglich geschuldete Arbeitszeit von 39 Wochenstunden bis Ende 2021 ab Januar 2022 auf zunächst 37,5 Stunden für das gleiche Einkommen. Das sind 2.165,94 Euro brutto für Bediener von Waschmaschinen und Waschanlagen. Zugleich erhöht sich das Urlaubsgeld von 410 Euro brutto in 2021 auf 470 Euro brutto in 2022. Ab August 2022 erhöhen sich Löhne und Gehälter um mindestens 2,0 Prozent, denn mindestens um 60 Euro brutto für Vollzeitbeschäftigte und damit auf 2.225,94 Euro brutto für Maschinenbediener. Schließlich gilt dann ab 1. Januar 2023 die 37-Stunden-Woche zu unverändertem Einkommen.

14. Juli 2022 | Gothaer Fahrzeugtechnik

600 Euro Einmalzahlung

In der Gothaer Fahrzeugtechnik GmbH werden mit etwa 330 Beschäftigten hochkomplexe Rohr- und Blechkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen für Mobilkransysteme produziert. Zu Ende Mai kündigte die IG Metall die bestehenden Haustarifverträge zu Entgelten und Prämien.

Mit der am 14. Juli neu unterzeichneten Vereinbarung verlängern wir den tarifvertraglichen Status quo bis Jahresende, um ausreichend Zeit für den Abschluss eines neuen Entgeltsystems zu haben. Als Ausgleich für bis dahin unveränderte Löhne und Gehälter wird mit der Abrechnung für Oktober 2022 eine Einmalzahlung in Höhe von 600 Euro brutto für Vollzeitbeschäftigte und von 300 Euro brutto für Auszubildende ausgezahlt.

7. Juli 2022 | Urlaub muss ständige dienstliche Erreichbarkeit unterbrechen

Urlaub ist keine „Rufbereitschaft“, sondern zur Erholung !

Immer wieder wird uns bekannt und erreichen uns Nachfragen, dass durch ununterbrochene technische Erreichbarkeit – auch im Urlaub – ein gewünschter Erholungseffekt gar nicht eintritt. Moderne Medien und Kommunikationsgeräte und die immer weiter – auch weltweit zunehmende – Vernetzung sind technische Ursachen einer ständig steigenden individuellen Erreichbarkeit. Vielen fällt es da schwer, sich dieser Flut von Informationen oder dem Bereithalten für mögliche Kontaktaufnahmen zu entziehen.

Aus Arbeitsrecht und Rechtsprechung ergibt sich eindeutig, dass das Recht auf Freizeit und ungestörten Urlaub besteht. Für den Beschäftigten kann kein Nachteil entstehen, wenn die dienstlichen Geräte im Urlaub ausgeschalten und möglichst auch im Betrieb bleiben. Beschäftigte müssen auch von der Arbeit loslassen können, um sich zu regenerieren. Das gilt täglich zum Feierabend aber erst recht im Urlaub. Habe ich weder Handy, Smartphon noch Laptop am Urlaubsort dabei, entsteht erst gar nicht die Gefahr des Nutzens dieser Geräte. Auch besteht keine Verpflichtung des Beschäftigten, einen Kontakt am Urlaubsort im Betrieb zu hinterlegen.

Die IG Metall wünscht allen Beschäftigten und ihren Familien erholsame und nicht durch dienstliche Zusammenhänge gestörte Urlaubstage.

2. Juli 2022 | Jubilarehrung in Eisenach

8.555 Jahre Gewerkschaftsmitgliedschaft geehrt

v.l.n.r.: Uwe Laubach, Gerhard Bruder (Ruhla), Jutta Hause (Eisenach), Waltraud Hoffmann (Treffurt), Herbert Ickler (Wutha-Farnroda), Albrecht Reißig (Gerstungen), Klaus Riese (Eisenach), Klaus Rose (Eisenach), Günter Schleder (Eisenach), Klaus Werner (Wutha-Farnroda), Thomas Steinhäuser

Am 2. Juli 2022 waren langjährige Gewerkschaftsmitglieder aus der Stadt Eisenach und der Wartburgregion zur regionalen Jubilarveranstaltung eingeladen, das waren 49 Gewerkschaftsmitglieder, die seit 40 Jahren Mitglied der IG Metall sind, 61 Mitglieder, die seit 50 Jahren der IG Metall die Treue halten, 31 Kolleginnen und Kollegen, die seit 60 Jahren gewerkschaftlich organisiert sind und 26 weitere IG Metall-Mitglieder, die sogar auf 70 Jahre Mitgliedschaft in der Gewerkschaft zurückblicken, von denen neun Jubilare an der Festveranstaltung teilnahmen. Nur drei Mitglieder sind bereits seit 1947 und damit 75 Jahre Mitglied der Gewerkschaft. Insgesamt dankt die IG Metall Eisenach diesen Jubilaren für insgesamt 8.555 Jahre Mitgliedschaft.

In der Festansprache blickten Uwe Laubach, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, und Thomas Steinhäuser, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, zunächst auf lange Jahre Gewerkschaftsarbeit zurück. Zugleich informierten sie die Jubilare über aktuelle Themen der betrieblichen und gesellschaftspolitischen Gewerkschaftsarbeit.

30. Juni 2022 | Metall- und Elektroindustrie

8 Prozent mehr für 12 Monate

Die IG Metall Mitte will mit einer Forderung von 8 Prozent für 12 Monate in die anstehende Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie gehen. Dafür sprachen sich am 30. Juni im hessischen Friedberg die Mitglieder der Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in Hessen, dem Saarland, Thüringen und Rheinland-Pfalz einstimmig aus.

Der Vorstand der IG Metall wird am 11. Juli die Debatten der regionalen Tarifkommissionen bündeln und endgültig beschließen. Die erste Tarifverhandlung mit der Mittelgruppe sowie dem Arbeitgeberverband in Thüringen soll im September stattfinden. Die Entgelttarifverträge laufen zum 30. September aus, die Friedenspflicht endet am 28. Oktober 2022.

Die IG Metall fordert Zukunftsperspektiven für den Ford-Standort in Saarlouis. Die rund 130 Mitglieder der Tarifkommissionen verabschiedeten eine Resolution zur Unterstützung der Ford-Beschäftigten, die beigefügt ist.

29. Juni 2022 | Deutliche Rentensteigerung Ost trotz Absenkung

6,12 Prozent mehr Rente in Ostdeutschland

Grundlage für die Rentenanpassung ist vor allem die Lohnentwicklung. Die für die Rentenanpassung maßgebliche Lohnentwicklung beträgt in den alten Ländern 5,8 Prozent. Die niedrigere Lohnentwicklung in den neuen Ländern von 5,3 Prozent ist nicht mehr relevant, weil die Rentenentwicklung Ost konkret an die Rentenentwicklung West angeknüpft ist. Aus dem Rentenüberleitungs-Angleichungsgesetz ergibt sich eine sogenannte „Angleichungstreppe“, wonach der Rentenwert Ost ab Juli 2022 mindestens 98,6 Prozent des Rentenwertes West erreichen muss. Der aktuelle Rentenwert (Ost) steigt mit der diesjährigen Rentenanpassung von 33,47 Euro auf 35,52 Euro. Dies entspricht einer Rentenanpassung in den neuen Ländern von 6,12 Prozent.

Der in der vorherigen Wahlperiode bis 2025 ausgesetzte Nachholfaktor wurde durch das Rentenanpassungs- und Erwerbsminderungsrenten-Bestandsverbesserungsgesetz in diesem Frühjahr bereits ab 2022 wieder eingesetzt. Der Nachholfaktor sorgt dafür, dass die nicht vorgenommene Rentenminderung des vergangenen Jahres mit weiteren Rentenerhöhungen verrechnet wird. Ohne das Wiedereinsetzen des Nachholfaktors hätte die Rentenerhöhung in diesem Jahr 7,38 Prozent in den neuen Ländern betragen.

24. Juni 2022 | Landesausschuss für Berufsbildung in Thüringen

Bevollmächtigter zum alternierenden Vorsitzenden wiedergewählt

Thomas Steinhäuser

Der Landesausschuss für Berufsbildung berät die Landesregierung in Aus- und Weiterbildungsfragen nach Berufsbildungsgesetz. Ihm gehören Vertreter/innen der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber sowie der obersten Landesbehörden an. Geleitet wird der Landesausschuss von zwei alternierenden Vorsitzenden, jeweils von der Bank der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, die sich im jährlichen Wechsel im Vorsitz folgen.

Für die Arbeitnehmerbank wählte der Landesausschuss für Berufsbildung in Thüringen heute Thomas Steinhäuser, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, erneut zum alternierenden Vorsitzenden für die nächsten vier Jahre. Alternierender Vorsitzender für die Arbeitgeberbank ist Matthias Säckl, Abteilungsleiter Bildung der IHK Ostthüringen.

22. Juni 2022 | Neuer Tarifabschluss Leiharbeit

Bis zu 24,1 Prozent mehr Geld !

Die Tarifpartner der Leiharbeit haben sich auf die Anpassung der Entgelttarifverträge verständigt. Dabei ging es um die Anpassung der unteren drei Lohngruppenwegen der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro ab 1. Oktober dieses Jahres.

Entgeltgruppe 1 etwa wird von jetzt 10,88 Euro auf 13,50 Euro ab Januar 2024 angehoben. Über die gesamte Laufzeit des Tarifvertrages bedeutet das für die unterste Lohngruppe eine Lohnsteigerung von insgesamt 24,1 Prozent.

Zudem steigt der Mitgliedervorteil ab November 2023 in allen Stufen um 150 Euro. Beim Weihnachtsgeld sind das dann statt bisher 100 bis 350 Euro (je nach Betriebsangehörigkeit) 250 bis 500 Euro obendrauf. Zusammen mit der Extra-Zahlung zum Urlaubsgeld summiert sich der Mitgliedervorteil dann auf bis zu 1000 Euro pro Jahr.

17. Juni 2022 | Nach Corona-Pause wieder in Präsenz

AGA-Vernetzung in Ilfeld

Viele Mitglieder der IG Metall sind nicht betrieblich beschäftigt, beispielsweise in Rente oder erwerbslos. Auch sie können sich aktiv in unsere Gewerkschaftsarbeit einbringen, beispielsweise in den lokalen Arbeitskreisen für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA).Es ist bereits eine schöne Tradition, dass sich AGA-Delegierte aus verschiedenen Regionen Thüringens einmal im Jahr zu einer Vernetzung treffen und austauschen.

Nach Absage des bereits im vergangenen Jahr geplanten Treffens, fand diese Klausur nun am 16. und 17. Juni 2022 in Ilfeld auf Einladung der IG Metall Nordhausen statt. Intensive Beratungen über die Aktivitäten in den verschiedenen Regionen Thüringens und die Auseinandersetzung mit der aktuellen Rentenanpassung sowie weiteren Veränderungen im Rentenrecht ließen die beiden Tagen schnell vergehen.

16. Juni 2022 | Wieder ein Betriebsrat mehr in Thüringen

Erstmals Betriebsratswahl bei Westfalia in Gotha

v.l.n.r.: Stephan Tusnat, Markus Ritz, Claudia Meuche, Ulrike Schill, Sascha Habermann, Marcel Both, Marcel Weidner, Toni Bernheiden (IG Metall)

Die Westfalia Mobil GmbH in Gotha produziert Fahrzeuge im Reisemobilbau. Bis Anfang dieses Jahres bestand kein Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Eisenach um Unterstützung. Mit Hilfe der IG Metall Eisenach wurde die Betriebsratswahl eingeleitet. Am 31. Mai 2022 waren die etwa 100 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 7-köpfigen Betriebsrat zu wählen. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. Stephan Tusnat wurde zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt.

Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Eisenach durch Schulungen und Begleitung. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht. Diesen Umstand wollen wir gemeinsam mit den Belegschaften ändern.

13. Juni 2022 | Betriebsräte-Empfang

Christiane Benner zu Besuch bei der IG Metall Eisenach

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser, Christiane Benner, Uwe Laubach

Als Festrednerin beim Empfang der IG Metall Eisenach am 13. Juni 2022 in Bad Tabarz sprach die Zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, zu den über 80 gewählten Betriebsratsmitgliedern. Sie dankte ihnen für ihre Bereitschaft, als Betriebsratsmitglied Verantwortung im Betrieb zu übernehmen. Aber sie trug auch vor, dass die IG Metall gegenüber der Bundespolitik konkrete Forderungen zur Verbesserung des gesetzlichen Rahmens der betrieblichen Mitbestimmung hat. Und ganz aktuell streitet die IG Metall für weitere Entlastung der Bürgerinnen und Bürger wegen der steigenden Energiekosten.

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Eisenach, Uwe Laubach, wies darauf hin, dass wir vor enormen Herausforderungen in vielen Betrieben der Region stehen. Transformation, Digitalisierung, Lieferketten, Energieversorgung, Weiterbildung oder Demographie sind nur einige der Schlagworte. Viele der anstehenden Veränderungen müssen auf betrieblicher Ebene ausgestaltet und umgesetzt werden. Wir bieten den gewählten Betriebsratsmitgliedern Schulung und Qualifizierung an, um mit uns gemeinsam diese Themen zum Erfolg zu führen.

Thomas Steinhäuser, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, gab einen  statistischen Überblick über die Ergebnisse der Betriebsratswahlen in der Region

Juni 2022 | Gewerkschaftsjugend führte Klausur durch

Wirkmächtigkeit ... auf uns kommt es an.

Für Jugendliche in Thüringen bot die IG Metall vom 10. bis 12. Juni 2022 eine Klausur in Saalfeld an. Anknüpfend an die Klausur im Vorjahr erfolgte der Einsteig mit einem Blick auf die einstigen Verabredungen und deren Umsetzungsstand. Nach einem Blick auf das Ergebnis der Bundestagswahl 2021 und den Inhalten des Koalitionsvertrages, bearbeiteten wir das Projekt Wirkmächtigkeit.

Wirkmächtigkeit? Der IG Metall Bezirk Mitte richtet einen symbolischen Spiegel auf seine Strukturen und seine Arbeit. Wo stehen wir? Was funktioniert gut? Wo gibt es Probleme? Warum? Wie ändern wir das? Im Rahmen der Klausur eröffneten wir die lokale Debatte im Jugendbereich zu diesem Projekt. Erste Überlegungen sind diskutiert. Aber das Projekt braucht noch mehr Zeit und Raum. Den nehmen und geben wir uns dafür.

23. Mai 2022 | Leadec BV Thüringen

7,3 Prozent mehr Entgelt

Nach zweimonatigem Stillstand in den Verhandlungen konnte am 23. Mai endlich ein Tarifergebnis erzielt werden. 7,3 Prozent mehr Entgelt. Die tabellenwirksamen Entgelte erhöhen sich in zwei Stufen, zunächst rückwirkend zum 1. Mai 2022 um 3,3 Prozent und dann um weitere 4,0 Prozent ab Januar 2023. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich um 50 Euro ab September 2022 und um weitere 50 Euro ab September 2023. Das gilt auch für Studierende in praxisintegrierten Studiengängen. Die Laufzeit des Tarifabschlusses reicht bis Dezember 2023.

Davon profitieren die etwa 150 Beschäftigten der Niederlassung Eisenach mit mehreren Standorten. Leadec BV ist Dienstleister in verschiedenen Industriebetrieben in der Wartburgregion. Konkret werden Instandhaltung, Elektroinstallation oder kleinere Fertigungsaufträge abgesichert.

6. Mai 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Die 35 steht bei BMW

Anfang 2022 schlossen die IG Metall und der Arbeitgeberverband eine Tarifvereinbarung zur betrieblichen Ausgestaltung der Einführung der 35-Stunden-Woche. Bei BMW in Krauthausen ist jetzt eine solche Betriebsvereinbarung gelungen. Rückwirkend ab 1. Januar 2022 wird die Arbeitszeit auf 37 Wochenstunden abgesenkt. Ab 1. Januar 2024 gelten dann 36 Wochenstunden und schließlich ab 1. Januar 2026 nur noch 35 Wochenstunden.

Für die Dauer der Einführung beziehungsweise Absenkung der Arbeitszeit bringen die Beschäftigten ihren Anspruch auf die Sonderzahlung Transformationsgeld ein. Mit Erreichen der 35-Stunden- Woche lebt dieser Anspruch aber für die Zukunft wieder auf.
Bei BMW in Krauthausen konstruieren und produzieren seit 30 Jahren etwa 300 Beschäftigte Werkzeugmaschinen für die gesamte BMW Group.

3. Mai 2022 | Betriebsratswahl 2022

Julia Hering als neue Betriebsrätin gewählt

Da die IG Metall Eisenach in einer Kooperation eng mit der IG Metall Suhl-Sonneberg zusammen arbeitet, wählen sich seit einiger Zeit die Beschäftigten einen gemeinsamen Betriebsrat. So auch in diesem Frühjahr erneut.

In der Wahlversammlung am 11. März 2022 erhielt Julia Hering die meisten Stimmen und wurde damit zur neuen Betriebsrätin gewählt. Julia arbeitet als Verwaltungsangestellte im Büro der IG Metall Eisenach. Sie bringt aus ihrer Zeit vor der Beschäftigung bei der IG Metall auch Erfahrungen als Betriebsratsvorsitzende mit.

Die bisherige langjährige Betriebsrätin, Christel Mahr von der IG Metall Eisenach, stellte sich nicht erneut zur Wahl. Wir danken Christel für die engagierte Betriebsratsarbeit in den letzten Jahren.

1. Mai 2022 | Tag der Arbeit

GeMAInsam Zukunft gestalten

Der Tag der Arbeit 2022 steht unter dem Motto „GeMAInsam Zukunft gestalten“. Denn als Gewerkschaften stehen wir für ein solidarisches Miteinander, auch in unruhigen Zeiten. Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) fanden in unserer Region statt in Eisenach und Gotha. In Eisenach fand zunächst die traditionelle Demonstration von Hauptbahnhof zum Marktplatz statt mit anschließender Kundgebung. In Gotha war die Kundgebung wieder auf dem Buttermarkt.

Hauptredner/innen waren in diesem Jahr in Eisenach Kathrin Vitzthum (GEW) und Uwe Laubach (IG Metall) und in Gotha Gregor Gallner (DGB). Auf allen Veranstaltungen gab es weitere Grußworte und Redebeiträge.

14. April 2022 | Multicon Seebach

Betriebsratswahl jetzt abgeschlossen

v.l.n.r.: Toni Bernheiden (IG Metall), Christof Stiller, Franziska Schieck, Antje Lemke

Die Multicon GmbH & Co KG produziert und vertreibt Kunststoffspritzteile für verschiedene Anwendungsbereiche, überwiegend für die Medizinindustrie. Bisher bestand kein Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Eisenach um Unterstützung. Mit Hilfe der IG Metall Eisenach wurde die Betriebsratswahl eingeleitet. Am 11. April 2022 waren die 39 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 3-köpfigen Betriebsrat zu wählen. Das Interesse war groß. 33 Beschäftigte gaben ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 85 Prozent entspricht. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. Christof Stiller wurde zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt, Franziska Schieck zu seiner Stellvertreterin.

Angesichts der inzwischen angekündigten Absicht des Arbeitgebers, den Betrieb in Seebach schließen zu wollen, beginnt die Betriebsratsarbeit gleich turbulent. Fast alle Beschäftigten erhielten bereits Kündigungen ohne Abfindungsangebot. Das werden wir nicht hinnehmen.

1. April 2022 | Multicon Seebach

Arbeitgeber kündigt Betriebsschließung an

Kein Sozialplan ohne Betriebsrat. IG Metall unterstützt bei Betriebsratswahl.

Die IG Metall Eisenach unterstützt die etwa 40 Beschäftigten der Multicon GmbH & Co. KG in Seebach bei der erstmaligen Wahl eines Betriebsrats. Auf Einladung der IG Metall fand am 1. April 2022 die Betriebsversammlung zur Wahl eines Wahlvorstandes statt. Die Betriebsratswahl selbst erfolgt in einer weiteren Betriebsversammlung am 11. April 2022.

Nachdem zur heutigen Betriebsversammlung eingeladen war, erklärte die Geschäftsführung diese Woche den Beschäftigten, den Standort in Seebach bis Ende 2022 schließen zu wollen. Das ist zunächst eine große Überraschung. Völlig unklar bleibt diese Ankündigung aus dem Nichts. Aber der jetzt zu wählende Betriebsrat ist dann gleich doppelt wichtig. Denn neben den Standardaufgaben als Betriebsrat müssen sich die neu gewählten Betriebsratsmitglieder dann mit der angekündigten Betriebsschließung auseinandersetzen. Die Belegschaft hat aber insofern Glück im Pech, weil nur mit einem gewählten Betriebsrat beispielsweise ein Sozialplan mit Abfindungen ausgehandelt werden kann. Hat eine Belegschaft keinen Betriebsrat, kann auch kein Sozialplan zustande kommen. Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Situation in vielen Betrieben, ist ein Verzicht auf einen gewählten Betriebsrat zunehmend fahrlässig. Dafür ist nicht der Arbeitgeber zuständig. Das müssen die Beschäftigten selbst organisieren. Die IG Metall hilft dabei gern. Interessierte Beschäftigte können sich jederzeit, auch vertraulich wenn gewünscht, an uns wenden.

Die Multicon GmbH & Co KG produziert und vertreibt Kunststoffspritzteile für verschiedene Anwendungsbereiche, überwiegend für die Medizinindustrie.

31. März 2022 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

2,7 Prozent mehr Geld ab April 2022

Für die Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie in Thüringen steigen die Entgelte um 2,7 Prozent ab April 2022 und ab Mai 2023 um weitere 2,2 Prozent. Das durchschnittliche Bruttoentgelt je Stunde eines Facharbeiters in der Branche erhöht sich damit bis 2023 auf 15,38 Euro. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen je nach Ausbildungsjahr überproportional um 30 bis 50 Euro an. Dem entsprechend erhält ein Auszubildender ab Juli 2023 im 3. Ausbildungsjahr 1.010 Euro.

Die Branche ist stark vom demografischen Wandel betroffen. Vor diesem Hintergrund konnte die IG Metall durchsetzen, dass der Demografie-Tarifvertrag in verbesserter Form fortgeführt wird. Der zur Finanzierung von Altersteilzeit bestehende Fonds wird bis 2024 schrittweise auf 600 Euro je Beschäftigten aufgestockt, um den Übergang von älteren Beschäftigten in den Ruhestand abzusichern. Der Tarifvertrag über Entgelte und Ausbildungsvergütungen läuft bis November 2023. Der Demografie-Tarifvertrag ist erstmals zum 31. Dezember 2028 kündbar.

14. März 2022 | Delegiertenversammlung der IG Metall Eisenach

Bernd Lösche in den Ortsvorstand gewählt

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser, Bernd Lösche, Uwe Laubach

In der Delegiertenversammlung, dem Gewerkschaftsparlament der IG Metall Eisenach, wurde am 14. März 2022 Bernd Lösche in den Ortsvorstand gewählt. Bernd Lösche ist Vorsitzender der Betriebsrates bei Opel Eisenach. Zudem ist Bernd einziger Vertreter im Bundesvorstand der IG Metall aus Thüringen. Beide Bevollmächtigte der IG Metall Eisenach, Uwe Laubach und Thomas Steinhäuser, gratulierten Bernd Lösche nach seiner Wahl. Auf eigenen Wunsch schied Tim Reichert aus dem Ortsvorstand aus. Tim ist gewerkschaftlicher Vertrauensmann bei Bosch Eisenach. Wir danken Tim für seine Mitarbeit im Ortsvorstand. 

1. März 2022 | Bezirksleiter Jörg Köhlinger in Eisenach

Besuch bei Opel Eisenach

Der Leiter des IG Metall-Bezirks Mitte für Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, Jörg Köhlinger, besuchte am 1. März das Opel Werk in Eisenach. Wegen Materialproblemen erolgte an diesem Tag keine Produktion. Bei einem Rundgang durch das Werk verschaffte sich Jörg Köhlinger einen Überblick über den Standort. Anschließend fanden Gespräche mit Vertreter/innen des Betriebsrats sowie der Werkleitung statt.

Nach Produktionsstopp Ende 2021 und Neuanlauf 2022 steht auch immer die Frage nach der Zukunft des Standortes im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Betriebsrat fordert die Zusage von Stellantis für ein vollelektrisches Nachfolgemodell zum aktuellen Grandland.

25. Februar 2022 | Betriebsratswahlen starten.

1. März bis 31. Mai an den Wahlen beteiligen.

lle vier Jahre finden die regelmäßigen Betriebsratswahlen in den Betrieben jeweils vom 1. März bis 31. Mai statt. Alle Betriebe mit mehr als fünf Beschäftigten sind gesetzlich verpflichtet, eine entsprechende Interessenvertretung zu wählen.

Die IG Metall Eisenach ruft Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf, sich an den anstehenden Betriebsratswahlen aktiv zu beteiligen und so für eine starke Interessenvertretung im Betrieb zu sorgen. Die Wahl des Betriebsrats ist die konkreteste Form betrieblicher Demokratie. Alle Beschäftigten, die 16 Jahre alt oder älter sind, können darüber entscheiden, wer die anspruchsvollen Aufgaben in den Betriebsräten für die nächsten vier Jahre bewältigt. Demokratie braucht Beteiligung.

Kontinuierlich unterstützen wir zudem Belegschaften, die bisher keinen Betriebsrat haben, diesen rechtswidrigen Zustand mit unserer Hilfe zu beenden. Da ist uns viel in der Region gelungen. Aber es ist auch noch viel zu tun. Daher rufen wir Beschäftigte in Betrieben, in denen bisher kein Betriebsrat besteht, auf, sich zur Vorbereitung und Durchführung von Betriebsratswahlen gern an uns zu wenden. All diesen Beschäftigten rufen wir zu: Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch erstmals einen solchen! Wir helfen gern dabei.

Februar 2022 | Metall- und Elektroindustrie

T-Geld ... Jetzt wird ausgezahlt !

In der letzten Tarifbewegung 2021 haben wir es gemeinsam erkämpft, jetzt wird es jährlich im Februar ausgezahlt: Das T-Geld beträgt in diesem Jahr 18,4 Prozent des regelmäßigen Monatsentgelts, ab 2023 sind es dann jährlich 27,6 Prozent. Das T-Geld bringt mehr Einkommen.

In Form der Sonderzahlung bringt es auch mehr Sicherheit. Denn das Transformationsgeld kann im Betrieb bei einer Arbeitszeitabsenkung zur Beschäftigungssicherung auf z. B. eine Vier-Tage-Woche als Teilentgeltausgleich genutzt

14. Februar 2022 | Internationale Gewerkschaftssolidarität

Patricia Juan Pineda aus Mexico in Eisenach zu Gast

Auf Einladung des Internationalen gewerkschaftlichen Arbeitskreises Köln weilt gefördert durch Mittel der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt die mexicanische Gewerkschaftsaktivistin Patricia Juan Pineda vom 6. bis 19. Februar in Deutschland.

Im Rahmen ihrer Informationskampagne über Gewerkschaftsbedingungen in Mexico sowie die neuen Handlungsmöglichkeiten nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ab 2023 war Patricia auf Einladung der IG Metall Eisenach in Kooperation mit dem gewerkschaftlichen Verein für internationale Solidarität Aprender Juntos am 14. Februar in Eisenach zu Gast.

14. Februar 2022 | Textilindustrie Ost

Tarifforderungen 2022 beschlossen

Sechs Prozent mehr Geld und das tabellenwirksam – das fordern die Textilerinnen und Textiler in der Tarifrunde Textil Ost 2022. Die Jahressonderzahlung soll auf 100 Prozent eines durchschnittlichen Monatsentgeltes erhöht werden. Zusätzlich soll die 40-prozentige Erhöhung mit einer Wahloption für verschiedene Zwecke versehen werden, zum Beispiel für Freizeit statt Geld. Auch den Tarifvertrag zur demografischen Altersteilzeit, welcher Ende April ohne Nachwirkung ausläuft, will die IG Metall verlängern.

Am 14. Februar hat der Vorstand der IG Metall die Forderungsempfehlung der Tarifkommission bestätigt. Im Osten verdienen die Beschäftigten immer noch deutlich weniger als im Westen. Das muss sich schrittweise weiter ändern.

Januar 2022 | IG Metall Eisenach nimmt Abschied

Klaus-Dieter Herzog verstorben

Die IG Metall Eisenach nimmt Abschied von Klaus-Dieter Herzog. Klaus-Dieter war bis 2012 langjähriger Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach. Er war in der Wartburgregion ein verwurzelter und anerkannter Gewerkschafter. Als einstiger Beschäftigter des Automobilwerkes Eisenach wurde Klaus-Dieter nach der Deutschen Einheit Gewerkschaftssekretär der IG Metall und später als gewählter Bevollmächtigter einer deren Geschäftsführer in der Region.

Wir danken Klaus-Dieter für seine langjährige Unterstützung und bewahren ihn in unserer Erinnerung. Wir empfinden den Verlust mit seiner Familie.

31. Januar 2022 | Kfz-Handwerk Thüringen

Plus 2,2 Prozent ab Februar 2022

Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen erhalten mehr Geld: Ab Februar 2022 steigen die Entgelte um 2,2 Prozent nachhaltig. Das sogenannte Eckentgelt, welches eine Fachkraft in Werkstatt oder Büro mindestens erhält, beträgt jetzt 2.685 Euro brutto im Monat. Mit der tarifvertraglichen 37,5-Stunden-Woche entspricht das 16,46 Euro brutto pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen steigen überdurchschnittlich um jeweils 30 Euro in allen Ausbildungsjahren ab Februar 2022. Das bedeutet im 1. Ausbildungsjahr dann 810 Euro brutto, im 2. Ausbildungsjahr 840 Euro brutto, im 3. Ausbildungsjahr 910 Euro brutto und im 4. Ausbildungsjahr 955 Euro brutto monatlich. Die Laufzeit ist bis 31. März 2023 vereinbart.

21. Januar 2022 | Europäischer Gerichtshof

EuGH stärkt Rechte von Leiharbeitsbeschäftigten

In einem Streit über die Berechnung von Mehrarbeitszuschlägen in der Arbeitnehmerüberlassung legte das Bundesarbeitsgericht (BAG) am 17. Juni 2020 (Az.: 10 AZR 210/19) dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) dazu Fragen vor. Es geht um ein Arbeitsverhältnis ab Januar 2017, welches an den Manteltarifvertrag für die Zeitarbeit gebunden war. Im August 2017 arbeitete der Kläger tatsächlich 121,75 Stunden. Daneben hat er in diesem Monat in der Fünftagewoche für zehn Arbeitstage Erholungsurlaub in Anspruch genommen. Die Beklagte hat dafür 84,7 Stunden abgerechnet. Der Tarifvertrag regelt, dass Mehrarbeitszuschläge in Höhe von 25 Prozent für mehr als 184 Stunden in diesem Monat gezahlt werden. Der Kläger machte Mehrarbeitszuschläge für August 2017 geltend, indem er meinte, ihm stünden Mehrarbeitszuschläge zu, weil auch die für den Urlaub abgerechneten Stunden einzubeziehen seien.
Der EuGH entschied am 13. Januar 2022 (Az.: C-514/20), dass eine Klausel zur Anrechnung von Arbeitsstunden, wie er hier in Rede stehe und bei dem die Inanspruchnahme von Urlaub für den Arbeitnehmer ein geringeres Entgelt nach sich ziehen könne, da dieses um den für tatsächlich geleistete Überstunden vorgesehenen Zuschlag beschnitten werde, dazu geeignet sei, den Arbeitnehmer davon abzuhalten, in dem Monat, in dem er Überstunden erbracht habe, von seinem Recht auf bezahlten Jahresurlaub Gebrauch zu machen. Dies im vorliegenden Fall zu prüfen, sei Sache des BAG.

18. Januar 2022 | Betriebsrat ist zwingend vorgeschrieben

50 Jahre erweiterte Mitbestimmung im Betrieb

Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) trat erstmals am 15. Oktober 1952 nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Dabei orientierte sich der Gesetzgeber damals maßgeblich an der vormaligen gesetzlichen Regelung des Betriebsrätegesetzes aus der Weimarer Republik vom 4. Februar 1920. Eines der zentralen Projekte der ersten SPD-geführten Bundesregierung unter Bundeskanzler Willy Brandt war die Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung durch eine grundlegende Novellierung des BetrVG 1972. Am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 18. Januar 1972 trat das neue Gesetz am 19. Januar 1972 – vor inzwischen 50 Jahren – in Kraft.

In Betrieben mit fünf oder mehr Beschäftigten ist ein Betriebsrat zu wählen. Das wurde vom ersten Bundestag nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1952 als Muss-Vorschrift normiert und gilt bis heute. Niemand konnte sich damals vorstellen, dass es Belegschaften geben würde, die diese Möglichkeit der Einflussnahme auf die betrieblichen Arbeitsbedingungen nicht nutzen würden. Deswegen sind wir seit Jahren in der Region aktiv, um in bisher betriebsratslosen Betrieben diesen rechtswidrigen Zustand zu ändern. Ein Betriebsrat gehört zur Grundausstattung eines jeden Betriebes wie das Firmenschild oder ein Stromanschluss. Beschäftigte aus Betrieben, in denen bisher kein Betriebsrat besteht, können sich gern an uns wenden, um das zu ändern. Gern auch vertraulich. Wir sind Experten in Sachen Betriebsratswahlen und unterstützen hier gern. Mitunter begegnet uns Angst von Beschäftigten, Betriebsratswahlen einzuleiten. Dafür besteht kein Grund. Gerade aktuell verfolgt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil eine Verschärfung von gesetzlichen Konsequenzen für Akteure, die Betriebsratswahlen behindern wollen. Das ist längst überfällig und ausdrücklich zu begrüßen.

14. Januar 2022 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Rahmen für tarifliche Angleichung der Arbeitszeit vereinbart

Die IG Metall und der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen haben sich auf einen tariflichen Rahmen zur Angleichung der Arbeitszeit geeinigt. Damit kann nun auch in Thüringen der Weg in Richtung 35-Stunden-Woche beschritten werden. Es sei ein gutes Signal an die Beschäftigten, dass die Arbeitgeber in Thüringen ihre Blockadehaltung gegenüber der Angleichung der Arbeitszeit zwischen Thüringen und den anderen Bundesländern aufgeben. „Dem vielfach beklagten Fachkräftemangel kann nur mit guten Arbeits- und Leistungsbedingungen begegnet werden. Das hat sich offensichtlich auch bei den Unternehmern in Thüringen rumgesprochen und die dogmatische Haltung der Arbeitgeber ins Wanken gebracht,“ betont Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte.

12. Januar 2022 | Tariferhöhung bis zu 17 Prozent im Tischlerhandwerk

Plus 5,6 Prozent mehr ab Januar 2022

Im Tischlerhandwerk Thüringen steigen die Einkommen für Altgesellen in drei Schritten um insgesamt 376 Euro im Monat, was insgesamt 16,62 Prozent bis zum 1. Januar 2024 entspricht. Ab Januar 2022 gibt es 2.395 Euro brutto im Monat und damit 14,30 Euro pro Stunde. Das sind 133 Euro im Monat mehr oder ein Plus von 5,6 Prozent. Eine weitere Erhöhung erfolgt zum 1. Januar 2023 um weitere 125 Euro auf dann 2.520 Euro brutto im Monat (15,04 Euro pro Stunde), das entspricht weiteren 5,22 Prozent mehr Geld. Mit dem dritten Schritt steigt das sogenannte Eckentgelt ab 1. Januar 2024 um weitere 118 Euro im Monat (plus 4,68 Prozent) auf dann 2.638 Euro brutto monatlich oder 15,75 Euro pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen steigen schrittweise analog und erhöhen sich dadurch zwischen 94 und 142 Euro. Das entspricht ebenfalls knapp 17 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Bereits zuvor hatten die Tarifvertragsparteien langfristige Stufenpläne zur Urlaubsdauer, zum Weihnachtsgeld sowie zu einem zusätzlichen Urlaubsgeld und zur Arbeitszeit vereinbart. Diese beträgt 38,5 Stunden pro Woche.

10. Januar 2022 | Hydro Building Systems Germany GmbH Gerstungen

Erstmals Tarifbindung der IG Metall im Betrieb durchgesetzt

Die Hydro Building Systems GmbH produziert und vertreibt mit etwa 120 Beschäftigten unter dem Markennamen Wicona Fassaden, Fenster, Türen und Schiebesysteme.

Vereinbart wurden in fünf Tarifverträgen zunächst die Einführung des neuen Entgeltsystems ab 1. Januar 2022. Die bisherige Vergütung mit Lohn und Gehalt wird jetzt in ein einheitliches Entgeltssystem mit zehn Entgeltgruppen überführt. Mit dem ersten Einführungsschritt am 1. Januar 2022 erhöhen sich die Entgelte einschließlich des Einstieges in eine neue Leistungsbeurteilung um bis zu 8,1 Prozent im Vergleich zu Frühjahr 2020 zu Beginn der Verhandlungen. Auszubildende werden an die Entgelttabelle angebunden und erhalten damit ebenso eine deutliche Steigerung der Ausbildungsvergütungen. Für alle Beschäftigten, die bisher deutlich unter der neuen betrieblichen Tariftabelle liegen, werden die Entgelte um maximal 200 Euro brutto im Monat erhöht. Sofern der Rückstand der Ist-Vergütung zur neuen betrieblichen Entgelttabelle dann noch nicht ausgeglichen ist, erfolgt die finale Anpassung ab 1. Oktober 2022. Beschäftigte, deren bisheriges Entgelt über der betrieblichen Entgelttabelle liegt, erhalten keine Erhöhung der monatlichen Grundentgelte ab Januar 2022. Zugleich ist vereinbart, dass ab 1. Januar 2024 eine Erhöhung der betrieblichen Tariftabelle um weitere 2,8 Prozent erfolgt. Beschäftigte, deren bisheriges Entgelt weiter oberhalb der betrieblichen Entgelttabelle ist, werden an der Tariferhöhung zur Hälfte beteiligt. Im Februar 2022 erhalten alle Vollzeitbeschäftigten und Auszubildenden eine Coronabeihilfe von 200 Euro. Ab 2023 wird jeweils mit der Abrechnung für Juli des Jahres eine neue Sonderzahlung als Erholungsbonus in Höhe von 240 Euro brutto fällig. Die Laufzeit der Tarifvereinbarung gilt bis Ende Dezember 2024.

7. Dezember 2021 | Kohl Automotive Eisenach

Neues Verhandlungsergebnis erreicht

Bei der Kohl Automotive GmbH in Eisenach konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein erneutes Verhandlungsergebnis erzielt werden. IG Metall und Geschäftsleitung einigten sich auf die Zahlung einer Corona-Prämie von 500 Euro netto im November 2021 sowie weiterer 150 Euro netto im Februar 2022.

Ab April 2022 werden die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 4 Prozent erhöht mit einer Laufzeit von 12 Monaten bis 31. März 2023.

5. Dezember 2021 | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Toni Bernheiden

FSV 06 Mitelschmalkalden zeigt Respekt

Am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Toni Bernheiden engagiert sich im Sportverein FSV 06 Mittelschmalkalden. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihm über seine ehrenamtliche Tätigkeit.

4. Dezember 2021 | DGB Bezirk Hessen-Thüringen

Bezirksvorsitzender und Stellvertreterin gewählt

Bild: DGB/M. Sehmisch

Die Delegierten der 6. ordentlichen Bezirksdelegiertenkonferenz am 4. Dezember 2021 in Bad Hersfeld wählten Michael Rudolph erneut als DGB-Bezirksvorsitzenden Hessen-Thüringen. Neu wurde Renate Sternatz als stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende gewählt. Der bisherige stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende, Sandro Witt, hatte bereits im März auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Ebenfalls wiedergewählt wurde Renate Licht als Regionsgeschäftsführerin der DGB-Region Thüringen.

Die IG Metall Eisenach gratuliert allen Gewählten verbunden mit der Freude auf auch weiterhin eine kollegiale und solidarische Zusammenarbeit mit dem DGB Hessen-Thüringen.

26. November 2021 | Modelltechnik Rapid Waltershausen

Arbeitsgericht erteilt Arbeitgeber-Attacke Absage

Bei Modelltechnik Rapid in Waltershausen, ein Betrieb mit etwa 200 Beschäftigten, leiteten die Beschäftigten mit Unterstützung der IG Metall Eisenach erstmals eine Betriebsratswahl ein. Diese findet am 1. Dezember statt.

Kurz vor der geplanten Betriebsratswahl wollte der Arbeitgeber, scheinbar nicht sehr vorteilhaft beraten durch seine Anwälte, die Wahl gerichtlich abbrechen lassen. Zwar wies die IG Metall Eisenach auf die Unsinnigkeit eines solchen Rechtsstreites hin. Doch starteten die Arbeitgeber-Anwälte das Verfahren vor dem Arbeitsgericht Erfurt.

Nach der mündlichen Verhandlung am 26. November vor dem Arbeitsgericht Erfurt erteilte das Gericht dem Arbeitgeberbegehren - wie zu erwarten - eine klare Absage. Damit findet die Betriebsratswahl wie geplant am 1. Dezember erstmals statt.

25. November 2021 | Wieder ein Betriebsrat mehr in Thüringen

Erstmals Betriebsratswahl bei Back Stickers in Waltershausen

Die Back Stickers GmbH in Waltershausen produziert durch vor allem Siebdrucken, Verformung und Stanzen technische Folien für namhafte Kunden beispielsweise in der Automobilindustrie und Medizintechnik. Bis Mitte dieses Jahres bestand kein Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Eisenach um Unterstützung. Mit Hilfe der IG Metall Eisenach wurde die Betriebsratswahl eingeleitet. Am 25. Oktober 2021 waren die etwa 100 Beschäftigten aufgerufen, erstmals ihren 5-köpfigen Betriebsrat zu wählen. Inzwischen fand auch die konstituierende Sitzung des neugewählten Betriebsrats statt. Mario Grau wurde zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt.

Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Eisenach durch Schulungen und Begleitung. Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht. Diesen Umstand wollen wir gemeinsam mit den Belegschaften ändern.

Im Bild v.l.n.r.: Claudia Becke, Mario Grau, Nadine Weigt, Guido Höfling, Raymond Haße (IG Metall), und Sabrina Mahr

29. Oktober 2021 | Aktionstag nach der Bundestagswahl 2021

Gelebte Solidarität heute in Eisenach

In mehr als 50 Städten führte die IG Metall heute dezentral einen bundesweiten Aktionstag durch. Damit wird unseren gewerkschaftlichen Forderungen an die Koalitionsverhandlungen und die Bundes- und Europapolitik der kommenden Jahre Nachdruck verliehen. Unsere Wartburgregion aber auch Deutschland und Europa insgesamt muss industrialisiert bleiben.

Etwa 1.500 Teilnehmende folgten dem Aufruf der IG Metall zum Aktionstag in Eisenach. Beteiligt waren Kolleginnen und Kollegen aus Frankreich (von der Gewerkschaft CGT bei PSA) sowie von der IG Metall GS Eisenach, Suhl-Sonneberg, Nordhausen, Erfurt, Zwickau und Nordhessen. Es sprachen Uwe Laubach (1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach), Wolfgang Lemb (geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall), Bodo Ramelow (Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Die Linke) sowie Bernd Lösche (BR-Vorsitzender Opel Eisenach), Jörg Lorz (BR-Vorsitzender Mercedes Kassel), Jan Andrä (Vertrauenskörperleiter VW Zwickau) und Jean-Pierre Mercier und Jerome Boussard von der CGT.

Kulturell wurde die Veranstaltung begleitet durch Vize-Udo und die Panik-Komplizen.

14. Oktober 2021 | Ministerpräsidenten wenden sich an Management

Opel-Standorte brauchen eine klare Zukunftsperspektive

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD Rheinland-Pfalz), Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU Hessen) und Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke Thüringen) wenden sich mit einem gemeinsamen Schreiben an die Konzernleitung von Stellantis, den Mutterkonzern von Opel.

8. Oktober 2021 | IG Metall und Betriebsrat kritisieren Opel

Unverständnis über Opel in Eisenach

Die IG Metall ist von den Absichten des Stellantis Konzerns, Opel Werke aus dem Verbund heraus lösen zu wollen, völlig überrascht worden und kritisiert das Ansinnen aufs Schärfste. Der Mutterkonzern von Opel gefährdet mit der geplanten Zerschlagung die gesamte Marke, Standorte und Beschäftigung sowie die Mitbestimmungsstrukturen. Das werden die Arbeitnehmervertreter nicht widerstandslos hinnehmen. An einer vertrauensvollen Zusammenarbeit ist der Stellantis Konzern und das Management offensichtlich nicht interessiert.

Über die Medien angekündigte Kurzarbeit und die Gerüchte über die Zerschlagung von Opel führen erneut zu einer großen Verunsicherung in der Belegschaft und schaffen in der Produktion, der Entwicklung und in den Büros ein Klima von Angst um den Arbeitsplatz. Wie die Umbaupläne für Opel aussehen sollen, ist der IG Metall und den Betriebsräten nicht bekannt. Ob Herr Hochgeschurtz und das Opel-Management an den aktuellen Überlegungen beteiligt waren, ist für die Arbeitnehmervertreter ebenfalls nicht ersichtlich.

4. Oktober 2021 | Neu in den Ortsvorstand nachgewählt

Silvia Spangenberg

v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser, Silvia Spangenberg, Uwe Laubach

Wegen des Ausscheidens einer Kollegin im Ortsvorstand der IG Metall Eisenach war die Nachwahl einer Frau erforderlich. Der Ortsvorstand schlug Silvia Spangenberg an die Delegiertenversammlung vor. Diesem Vorschlag folgte die Delegiertenversammlung am 27. September 2021 in Eisenach.

Silvia Spangenberg nahm die Glückwunsche des 1. Bevollmächtigten, Uwe Laubach, und des 2. Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser, entgegen. Sie ist die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende von Metaldyne Krauthausen (ehemals Mitec Eisenach).

7. September 2021 | Industriepolitische Konferenz des DGB in Eisenach

Industrieregion Wartburg in Gefahr

Der DGB Bezirk Hessen-Thüringen lud zur Industriepolitischen Tagung nach Eisenach ein. Im AWE-Museum stellten sich Vertreter/innen der demokratischen Parteien im Thüringer Landtag der Thematik. Michael Rudolph, Vorsitzender des IG Metall Bezirks begrüßte die Teilnehmenden und Gäste. In drei thematischen Impulsen führten Uwe Laubach, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, Andreas Schmidt, Landesleiter der IG BCE Thüringen, und Renate Licht, Regionsvorsitzende des DGB Thüringen, ein. Moderatorin Heidje Beutel vom MDR befragte dazu (v.l.n.r.) Olaf Müller (Bündnis 90/Grüne), Andreas Schubert (Die Linke), Dr. Thadäus König (CDU), Tina Rudolph (SPD) und Thomas Kemmerich (FDP).

2. September 2021 | Mitbestimmungskonferenz in Fulda

Transformation sozial-ökologisch gestalten

Rund 320 Betriebsräte und Vertrauensleute debattierten mit Experten der Wissenschaft, von Fridays for Future, dem hessischen Arbeitgeberverband und Praktikern aus den Betrieben über die Herausforderungen einer fairen sozial-ökologischen Transformation. Eine Transformation, die die Metallerinnen und Metaller gestalten wollen, um den Industriestandort und die Beschäftigung abzusichern. Dem entsprechend wurde von den rund 320 Teilnehmenden auf der Konferenz in Fulda eine Resolution verabschiedet.

Auf der Konferenz in Fulda skizzierte Arbeitsrechtler Prof. Dr. Wolfgang Däubler in seinem Eingangsreferat die rechtlichen Rahmenbedingungen der Mitbestimmung und ihre derzeitigen Grenzen. Betriebsräte aus der Stahl-, Automobil- und Zulieferindustrie ergänzten dies mit Beiträgen aus der Praxis. Nach der Arbeitsgruppenphase fand eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertretern des Arbeitgeberverbands Hessenmetall, Betriebsräten und einem Vertreter von „Fridays for Future“ statt.

1. September 2021 | Ostdeutsche Textilindustrie

Mehr Entgelt und weitere Arbeitszeitverkürzung

Entgeltsteigerungen um insgesamt 6,2 Prozent in drei Schritten parallel zum Einstieg in die Absenkung der Wochenarbeitszeit um insgesamt drei Stunden mit vollem Lohnausgleich ist ein toller Erfolg. Das gilt nicht nur für die Textilindustrie Ost, sondern zeigt auch auf, dass Entgeltsteigerungen plus Arbeitszeitverkürzung gelingen kann, wenn nicht nur die IG Metall, sondern auch die Arbeitgeber einen Willen zur Regelung aufbringen. Angesichts der Fachkräftesituation in Thüringen und den neuen Ländern müssen auch Arbeitgeber und ihre Verbände einsehen, dass dauerhaft geringere Tarifbedingungen in Ostdeutschland keine Anziehungskraft auf Fachkräfte auslöst.

In der dritten Stufe folgt nun eine weitere Erhöhung um 2,0 Prozent ab 1. September 2021. Parallel zu den Entgeltbestimmungen wurde die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 40 Stunden in sechs Teilschritten auf 37 Wochenstunden mit vollem Lohnausgleich vereinbart. Ab Januar 2020 galt die 39,5-Stundenwoche und ab 1 Januar 2021 gilt inzwischen die 39-Stundenwoche. Um jeweils eine weitere halbe Stunde sinkt die tarifvertraglich geschuldete Wochenarbeitszeit ab 1. Januar 2023 auf 38,5 Wochenstunden, ab 1. Januar 2024 auf 38 Wochenstunden, ab 1. Januar 2026 auf 37,5 Wochenstunden und ab 1. Januar 2027 dauerhaft auf final 37 Wochenstunden.

17. August 2021 | Entfristung des Anstellungsverhältnisses

Ilka Metzing unterstützt uns dauerhaft.

Ilka Metzing

Seit 1. September 2020 arbeitete Ilka Metzing befristet für ein Jahr für die IG Metall Suhl-Sonneberg, IG Metall Eisenach, IG Metall Gera und IG Metall Jena-Saalfeld im Bereich Rückholmanagement mit Sitz in Suhl. Alle vier Ortsvorstände entschieden übereinstimmend, die Beschäftigung unbefristet fortzusetzen. 

Nach Initiative der ersten Betriebsratswahl im Jahr 2003 war Ilka Metzing 15 Jahre Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Schneider in Judenbach, einem Automobilzulieferer mit mehr als 200 Beschäftigten. Seit dieser Zeit hat sie sich ehrenamtlich in der IG Metall engagiert, beispielsweise als Mitglied des Ortsvorstandes Suhl-Sonneberg, der Delegiertenversammlung oder des Ortsfrauenausschusses. Sie vertrat die IG Metall Suhl-Sonneberg als Delegierte zu den Gewerkschaftstagen 2011 und 2013. Zudem ist Ilka Versichertenälteste der AOK Plus.

Die 51-jährige erfahrene Gewerkschafterin stammt aus Sonneberg. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Wir freuen uns auf die weitere gute  Zusammenarbeit mit Ilka.

5. August 2021 | DGB Bezirk Hessen-Thüringen

Nominierung für Wahlen im Dezember 2021

Bild: DGB/M. Sehmisch

Im Dezember 2021 enden die Amtszeiten des Vorsitzenden im DGB Bezirk Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, und seines Stellvertreters, Sandro Witt. Beide lenkten die Geschicke des DGB Bezirks Hessen-Thüringen in den letzten vier Jahren.

Der DGB-Bezirksvorstand, in dem die Vorsitzenden aller acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften vertreten sind, und der DGB-Bundesvorstand schlagen den Delegierten der 6. ordentlichen Bezirksdelegiertenkonferenz am 4. Dezember 2021 in Bad Hersfeld Michael Rudolph zur Wiederwahl als DGB-Bezirksvorsitzenden und Renate Sternatz zur Wahl als stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende vor. Der bisherige stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende Witt hatte bereits im März auf eine erneute Kandidatur verzichtet.  

26. Juli 2021 | Gewerkschaftsjugend bereitet sich auf Bundestagswahl vor

Wen soll ich wählen? Besser nicht die AfD !

Am 26. September 2021 findet die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag statt. Viele Jugendliche sind als Erstwähler:innen zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen. „Wen soll ich wählen?“, fragen sich viele Erstwähler:innen, aber auch andere Wählerinnen und Wähler. Für Jugendliche und insbesondere Erstwähler:innen in Thüringen bot die IG Metall vom 23. bis 25. Juli 2021 einen Workshop zur Bundestagswahl in Weimar an. Gerade Jugendliche, die noch die meiste Zeit ihres Lebens vor sich haben, sollen von Beginn an bewusst und inhaltlich befähigt an politischen Wahlen teilnehmen. Entgegen allen Unkenrufen über eine angeblich unpolitische oder politikverdrossene Jugend setzten sich junge Metallerinnen und Metaller aus verschiedenen Regionen Thüringens beim Workshop aktiv mit Wahlprogrammen von Parteien auseinander.

Die geringste Übereinstimmung mit unseren Forderungen zur Bundestagswahl fanden wir im Wahlprogramm der AfD. Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist keinesfalls eine Alternative für Jugendliche oder Arbeitnehmer:innen und schon gar nicht für Gewerkschafter:innen. Solidarität? Tarifbindung? Arbeitszeit? Kündigungsschutz? Im Wahlprogramm der AfD alles nicht enthalten. Keinerlei Aussage. Zentrale Themen und Erwartungen der IG Metall und ihrer zahlreichen Mitglieder, auch der Erstwähler:innen, werden nicht behandelt. All diese Befunde ergaben für die Workshop-Teilnehmenden ein klares Fazit: Besser nicht die AfD wählen!“ 

17. Juli 2021 | DGB Kreisverband Wartburgkreis

Bundestags-Direktkandidat/innen im Podium

v.l.n.r.: Justus Heuer (Grüne), Martina Renner (Linke), Tina Rudolph (SPD)

Im Vorfeld der Bundestagswahl am 26. September lud der DGB Kreisverband Wartburgkreis am 17. Juli die Direktkandidat/innen der im Parlament vertretenen Parteien mit Ausnahme der AfD aus dem Wahlkreis 190 ein. Der Einladung folgten Justus Heuer für Bündnis 90/Die Grünen, Martina Renner von Die Linke sowie Tina Rudolph für die SPD. Zugesagt hatten erst auch Christian Hirte für die CDU, der kurzfristig wegen parteiinternen Verpflichtungen absagen musste sowie Leon Bender für die FDP, der aus persönlichen Gründen verhindert war.

In reger Diskussion mit den Kolleginnen und Kollegen im Saal in Eisenach wurden die Kandidat/innen zu den politischen Vorhaben im Bundestag sowie konkreten Projekten für die Wartburgregion und Thüringen befragt. Bei verschiedenen Themen waren die Anwesenden gar nicht weit auseinander, beispielsweise beim Mindestlohn oder der Absicherung von Beschäftigung für die Automobil- und -zulieferregion Westthüringen.

17. Juli 2021 | DGB Kreisverband Wartburgkreis

Neu konstituiert für vier Jahre

Alle vier Jahre finden im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) interne Wahlen statt. Am 17. Juli erfolgte das für den Kreisverband Wartburgkreis im Rahmen einer Kreisdelegiertenkonferenz in Eisenach. Nach der Einkreisung Eisenachs in den Wartburgkreis gibt es keinen eigenständigen DGB-Stadtverband mehr. Für die IG Metall nahmen sieben der insgesamt 18 Delegierten teil.

Zu Beginn der Konferenz sprachen Uwe Laubach, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, sowie Sandro Witt, stellvertretender Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, mit Grußworten zu den Delegierten.

Zum Vorsitzenden des Kreisverbandes wurde der Metaller Michael Lemm (Bild links) aus Eisenach für die kommenden vier Jahre im Amt bestätigt. Weiteres Mitglied der IG Metall im Kreisvorstand ist Felix Blumberg, Student an der Hochschule Schmalkalden. Herzlichen Glückwunsch allen Gewählten.

12. Juli 2021 | Kfz-Handwerk Thüringen

Tarifergebnis erzielt

Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen erhalten mehr Geld: Zunächst wird im August eine Corona-Beihilfe von 500 Euro ausgezahlt, Auszubildende erhalten eine Corona-Beihilfe von 220 Euro. Ab Februar 2022 steigen die Löhne und Gehälter dann um 2,2 Prozent nachhaltig. Vom Tarifabschluss profitieren rund 11.000 Beschäftigte des Kfz-Handwerks in Thüringen.

Und die Ausbildungsbedingungen konnten deutlich verbessert werden. Die Ausbildungsvergütungen steigen überdurchschnittlich um jeweils 30 Euro in allen Ausbildungsjahren ab August 2021 und ab Februar 2022.

31. Mai 2021 | Galvanotechnik Jens Holzapfel Georgenthal

Corona-Prämie und Arbeitszeitverkürzung

Ende Mai fand bei der Galvanotechnik Jens Holzapfel GmbH in Georgenthal die letzte Verhandlungsrunde zu den diesjährigen Tarifgesprächen statt. Ein Ergebnis konnte erreicht werden. Vereinbart wurde, dass im Juli 2021 und im November 2021 eine Corona-Prämie in Höhe von jeweils 250 Euro für die Beschäftigten zur Auszahlung kommt.

Außerdem wurde vereinbart, dass die wöchentliche Arbeitszeit um 1,25 Stunden pro Woche mit vollem Lohnausgleich verkürzt wird. Damit gilt ab Juli 2021 eine Arbeitszeit von 38,75 Stunden pro Woche.

In der Galvanotechnik Holzapfel veredeln etwa 130 Beschäftigte Metalle. Durch Verzinken, Vernickeln, Verkupfern oder Verchromen werden Werkstoffe erreicht, die größten Belastungen widerstehen. Die Produkte sind für Kunden aus dem Maschinen- und Werkzeugbau, der Automobilbranche sowie der Elektro- und Beleuchtungsindustrie. 

23. April 2021 | IG Metall-Vertrauensleute bei Opel Eisenach

Unterwegs für die Angleichung der Arbeitsbedingungen

"Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland sitzen alle im gleichen Boot. Es ist eine Schande, dass im Osten nach über 30 Jahren Einheit immer noch deutlich weniger verdient und gleichzeitig ca. einen Monat im Jahr länger dafür gearbeitet wird als in Westdeutschland. 

Wer kann das ändern? Erfahrungsgemäß nur wir selber. Wir müssen uns bewegen, sonst werden wir bewegt! Deshalb sind wir am 23. April nach Mosel in Zwickau zu den streikenden VW-Beschäftigten gefahren, um unseren gemeinsamen Forderungen nach mehr Gerechtigkeit Nachdruck zu verleihen. Es war toll, die Gemeinschaft und die Herzlichkeit der VW-Beschäftigten uns Opelanern gegenüber zu erfahren.

Den Arbeitgebern haben wir damit eine klare Ansage erteilt. Wir sind bereit uns gemeinsam für eine gerechte Sache zu solidarisieren und zu kämpfen. Auch über Marken und Ländergrenzen hinweg!", so Jens Möncher, Sprecher der IG Metall-Vertrauensleute bei Opel Eisenach.

8. März 2021 | Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen

Herzlichen Glückwunsch zum Internationalen Frauentag

Jeder der 365 Tage im Jahr ist für uns ein Tag der Frauen. Jedoch ehren wir am 8. März die Frauen international besonders. Durch die Einschränkungen in diesem Jahr kann die Würdigung jedoch weder am Arbeitsplatz noch in einer gewerkschaftlichen Veranstaltung erfolgen. Eine digitale Zusammenkunft wird am 9. März angeboten.

Dennoch sind viele Themen der Frauen- und Gewerkschaftsbewegung unverändert aktuell. Aus diesem Grund lautet das Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 8. März 2021: „Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen“.

Herzlichen Glückwunsch allen Frauen zum 8. März. Wir kämpfen weiter für Gleichstellung und Chancengleichheit.

5. Februar 2021 | Hinzuverdienst bei Rente 2021

Bis zu 46.060 Euro anrechnungsfrei.

Ab 65 Jahren plus zehn Monaten Lebensalter kann zum Rentenbezug unbegrenzt und anrechnungsfrei hinzuverdient werden. Für jüngere Rentenbezieher sind 6.300 Euro Hinzuverdienst grundsätzlich anrechnungsfrei pro Jahr. Übersteigt der Hinzuverdienst im Kalenderjahr abzüglich der 6.300 Euro Freibetrag den individuellen Hinzuverdienstdeckel werden 40 Prozent des Hinzuverdienstes von der Rente abgezogen.

Für 2021 besteht pandemiebedingt ein anrechnungsfreier Hinzuverdienst bis zu 46.060 Euro. Das gilt sowohl für Rentenbezieher, deren Rentenbeginn vor 2021 liegt (sogenannte Bestandsrenter) als auch für Neurentner ab 2021. Übersteigt der Hinzuverdienst 2021 die Freigrenze von 46.060 Euro, werden 40 Prozent davon auf die Rentenleistung angerechnet. Allerdings bleibt es auch 2021 für Bezieher einer Rente wegen voller Erwerbsminderung bei der Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro ohne Anrechnung auf die Rentenleistung.

Die Sonderregelungen zum Hinzuverdienst laufen zum 31. Dezember 2021 aus und ab 2022 gilt wieder das „normale“ Rentenrecht auch für Hinzuverdienste.

Mitglieder der IG Metall können natürlich auch individuell von uns beraten und wenn erforderlich vertreten werden.

12. Januar 2021 | Neue Angebote für betriebliche Interessenvertretungen

Betriebsräte Akademie Mitte gestartet

Mit Beginn des neuen Jahres nahm auch die Betriebsräte Akademie Mitte die Arbeit auf. Mit der Gründung dieser Einrichtung durch die IG Metall werden Bildungsangebote für Mitglieder im Betriebsrat, der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie der Schwerbehindertenvertretung gebündelt.

Anders als bisher erfolgt damit die Ausschreibung, Einladung, Durchführung und Abrechnung der Seminare durch die Akademie selbst. Die Übersicht zu den angebotenen Seminaren ist im Bildungsprogramm zusammen getragen. Das liegt beim Betriebsrat vor oder ist bei der IG Metall oder im Internet erhältlich.
Voraussetzung für die Teilnahme an einem Seminar ist entweder ein ordnungsgemäßer Beschluss des Betriebsrats nach § 37 Abs. 6 BetrVG oder der Schwerbehindertenvertretung gemäß § 179 Abs. 4 SGB IX. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt weiterhin über das Büro der IG Metall.

Neben den Wochenseminaren managt die Akademie auch Tagesschulungen für gewählte Personen und auch zukünftig für Mitglieder von Wahlvorständen.

5. Dezember 2020 | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Michael Strunz

Michael Strunz, Mitglied im Stadtrat von Bad Salzungen

Am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Michael Strunz engagiert sich als Mitglied im Stadtrat von Bad Salzungen sowie als stellvertretender Ortsteilbürgermeister in Frauensee. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihm über seine ehrenamtliche Tätigkeit.

30. November 2020 | JAV-Wahlen 2020 abgeschlossen

Herzlichen Glückwunsch allen gewählten JAV-Mitgliedern

Zum Abschluss der diesjährigen JAV-Wahlen lud die IG Metall Eisenach am 30. November neu gewählte JAV-Mitglieder zum Empfang nach Bad Tabarz. Neben dem 1. Bevollmächtigen, Uwe Laubach, und dem 2. Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser, nahm Toni Bernheiden, Gewerkschaftssekretär für Jugendarbeit, teil.

Anhand einiger Folien fasste Toni Bernheiden die JAV-Wahlen in der Region zusammen: Aktuell wurden in 17 Betrieben JAV-Wahlen durchgeführt. Das sind drei Betriebe mehr als 2018. Allerdings sank dennoch die Anzahl der gewählten JAV-Mitglieder auf 29 Personen im Vergleich zu 30 Personen 2018. Mit 24 Prozent junger Frauen ist der Anteil der weiblichen Interessenvertreterinnen überproportional höher als der Anteil der weiblichen Auszubildenden in diesen Betrieben mit etwa 11 Prozent. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre.

Wir gratulieren allen gewählten JAV-Mitgliedern und wünschen ihnen für ihre verantwortliche Arbeit viel Erfolg. Wir unterstützen sie jetzt auch in ihrer betrieblichen Arbeit. Wichtig ist, sich für die Interessenvertretung auch entsprechend qualifizieren zu lassen. Zugleich danken wir allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Bereitschaft. Und wir danken den betrieblichen Wahlvorständen für die ordnungsgemäße Durchführung der JAV-Wahlen.

24. November 2020 | Opel-Aktionstag

Zukunft nur mit uns - Hände weg vom Kündigungsschutz

Unklar ist die Situation bei Opel an allen Standorten, vor allem auch in Eisenach. Darauf machten Beschäftigte, Betriebsrat und IG Metall mit Unterstützung aus der Politik am 24. November aufmerksam. Nach der Frühschicht versammelten sich die Opel-Beschäftigten vor dem Werk in Eisenach zunächst zu einer Kundgebung und anschließend zu einem Autokorso. Auch Beschäftigte der Werke Rüsselsheim und Kaiserslautern demonstrierten zeitgleich.

In Eisenach fehlt Personal, um eine zweite komplette Schicht aufbauen und das Hybrid-Modell produzieren zu können. Wegen Personalüberhängen an den anderen deutschen Standorten verweigert das PSA-Management die erforderlichen Einstellungen in Eisenach. Hingegen kündigte der Arbeitgeber an, entgegen der tarifvertraglichen Beschäftigungssicherung keine betriebsbedingten Kündigungen an anderen Standorten mehr auszuschließen.

Prominente Unterstützung erhielten die Opel-Beschäftigten durch den Thüringer Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow (Die Linke) und Eisenachs Oberbürgermeisterin, Katja Wolf (Die Linke) die beide vor Ort waren.

29. Oktober 2020 | Bilanz zum Ausbildungsjahr 2020/2021

4,31 unbesetzte Ausbildungsstellen je unversorgten Bewerber

Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2019/2020 meldeten sich in Thüringen insgesamt 8.820 Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei den Arbeitsagenturen zur Vermittlung. Das waren über 1.100 weniger als im Jahr zuvor. Zur selben Zeit meldeten Unternehmen rund 12.200 freie Ausbildungsstellen, rund 1.650 weniger als im Ausbildungsjahr 2018/2019. Auf einen Bewerber kamen damit rein rechnerisch 1,4 Ausbildungsstellen.

Mit 410 Bewerbern, die keinen Ausbildungsplatz fanden, waren es 100 mehr als ein Jahr zuvor. Demgegenüber blieben 1.770 Ausbildungsstellen unbesetzt, gut 700 mehr als im Vorjahr. Auf jeden noch unversorgten Bewerber kommen damit rein rechnerisch gut vier unbesetzte Stellen. Gute Chancen also für diejenigen, die jetzt noch suchen. Regional ist das sehr unterschiedlich, wie nebenstehende Karte ausweist: nur 0,99 unbesetzte Stellen je unversorgten Bewerber in Jena gegenüber 51 unbesetzten Stellen je unversorgten Bewerber in Weimar.

Oktober 2020 | Azubi-Werbung bei Bosch Eisenach

Unser Ziel: Hundert Prozent !

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres sprechen wir die Azubis auf die Mitgliedschaft in der IG Metall an. Bei Bosch in Eisenach wird das unter Leitung vom Vertrauenskörperleiter, Sebastian Krems (Bild), strukturiert umgesetzt. Der Betrieb ist tarifgebunden. Damit sichern sich neue Beschäftigte, auch Azubis, Tarifansprüche durch Mitgliedschaft in der IG Metall. Aber nicht nur die in diesem Jahr neu eingestellten Azubis wurden angesprochen, sondern auch Azubis aus den anderen Ausbildungsjahren.

Dabei überzeugen die Argumente: 88 Prozent der neuen Azubis im 1. Ausbildungsjahr sind schon Mitglied der IG Metall. Aber auch in anderen Ausbildungsjahren konnte die Anzahl der IG Metall-Mitglieder deutlich gesteigert werden. "Wir bleiben dran! Unser Ziel sind 100 Prozent!" motiviert Sebastian Krems die Jugendvertreter/innen und Vertrauensleute im Betrieb. Viel Erfolg !

1. September 2020 | Antikriegstag

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. An jedem 1. September machen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften seitdem deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2020 steht unter dem Motto: "Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!"

5. August 2020 | Die IG Metall informiert:

Ehrenamt im Betrieb während Kurzarbeit

Vermehrt erreichen uns Nachfragen, wie mit dem Wahlamt im Betrieb während Kurzarbeit umzugehen ist. Anbei erläutern wir die aktuelle Rechtslage dazu. Aktuell gibt es dazu eine geänderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes, welche in unserer Wahrnehmung vielen Arbeitgebern und deren Beraten noch unbekannt zu sein scheint. Zudem konnte diese Entscheidung auch noch nicht Eingang in die Kommentarliteratur zum Betriebsverfassungsgesetz finden. Das wird sicher in den Neuauflagen spätestens erfolgen.

28. Juli 2020 | Frauenkonferenz der IG Metall Eisenach

Konstituiert für die kommenden 4 Jahre

Alle vier Jahre finden Organisationswahlen der IG Metall statt. Dazu zählt auch eine regionale Frauenkonferenz. Wegen der Abstands- und Hygienebestimmungen fand die Veranstaltung in diesem Jahr auf dem Hof der IG Metall Eisenach statt.

Anhand vorbereiteter und kreativ gestalteter Wandzeitungen erfolgte ein Rückblick auf die Frauenarbeit der IG Metall Eisenach in den zurückliegenden vier Jahren durch die Frauenbeauftragte Christel Mahr. Danach informierte die Geschäftsleitung über aktuelle Schwerpunkte und Herausforderungen der Gewerkschaftsarbeit in der Region und darüber hinaus. Dabei sprach der 2. Bevollmächtigte Dank an die gewerkschaftlich aktiven Frauen aus.

Abschließend konstituierte sich der Ortsfrauenausschuss (OFA) der IG Metall Eisenach neu. Als Vorsitzende wurde Astrid Fettien (JD Norman Eisenach) in der Funktion bestätigt. Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Martina Pracht (Opel Eisenach) gewählt. Herzlichen Glückwunsch.

28. Juni 2020 | Klausur der Frauen-Ausschüsse

Frauenpower der IG Metall in Thüringen

Am 26. bis 28. Juni trafen sich IG Metall-Frauen aus fast allen Regionen der IG Metall Thüringens in Suhl zum Erfahrungsaustausch. Bereits seit 2009 findet einmal jährlich ein solches Treffen statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto: Zwischen zwei Landtagswahlen. Der Diskussion mit den Metallerinnen stellte sich die lokale Abgeordnete des Thüringer Landtages, MdL Diana Lehmann (SPD). Es moderierte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser. 

Völlig unerwartet versammelten sich parallel zum Seminar unserer Frauen alle Bundes-Spitzen-Politiker/innen der AfD im gleichen Hotel. Für Arbeitnehmer/innen und Gewerkschafter/innen schließt sich gerade in Thüringen eine Zusammenarbeit mit der AfD unter Führung des Faschisten Höcke aus. Im Wahlprogramm der AfD zur Landtagswahl 2019 ist "Gewerkschaft" nur zweimal enthalten ohne irgendeine inhaltliche Übereinstimmung mit gewerkschaftlichen Zielen und Anforderungen an Politik. Daher beteiligten sich die Metallerinnen am 27. Juni ganz spontan an einer Protest-Demonstration gegen die Versammlung der Bundes-AfD-Spitze in Suhl.

Es ist beeindruckend, wenn die Frauen aus ihrer Gewerkschaftsarbeit in den Regionen berichten. Mit viel Engagement und Verbindlichkeit werden Themen angepackt und umgesetzt. Vielen Dank unseren tollen Frauen!

7. März 2020 | Konstituierende Delegiertenversammlung

Neues "Parlament" der IG Metall Eisenach nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2020 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Westthüringen fanden im Januar und Februar 2020 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Eisenach.

In der konstituierenden Delegiertenversammlung am 7. März 2020 fand in Eisenach der Abschluss der Wahlhandlungen für die Wahlperiode 2020 bis 2023 statt. Es wurden die Bevollmächtigten als Geschäftsführer der IG Metall Eisenach sowie der Ortsvorstand gewählt:

Im Amt bestätigt wurden Uwe Laubach als 1. Bevollmächtigter und Kassierer sowie Thomas Steinhäuser als 2. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach.  

Weiter wurden 13 Beisitzer/innen in den Ortsvorstand der IG Metall Eisenach gewählt. Ihm gehören nun an (Foto v.l.n.r.): Stephan Lattermann (ZF Gotha), Maik Freitag (Bosch Eisenach), Stephan Hofmann (EJOT Tambach-Dietharz), Martina Pracht (Opel), Dirk Borghardt (Preh Dippach), Jens Sieder (Lear Eisenach), Christine Herrmann (Rentnerin Eisenach), Andreas Starkoff (Metaldyne Eisenach), Olaf Kämpfer (Schmitz Cargobull Gotha), Tim Reichert (Bosch Eisenach), Thomas Steinhäuser und Uwe Laubach. Zudem gehören zum Ortsvorstand (nicht im Bild): Astrid Fettien (JD Norman Eisenach), Christianne Napierski (Rebo Eisenach) und Steffen Zucker (GFT Gotha).

Verabschiedet aus dem Ortsvorstand wurden Ralf Helbig (Bosch Eisenach), Manfred Hornaff (ZF Gotha) und Bernd Lösche (Opel Eisenach)

6. Dezember 2019 | Nikolaus-Aktion der IG Metall Eisenach

Hohoho ... 35 Wochenstunden sind genug !

Seit vielen Jahren ist der Nikolaustag ein politischer Aktionstag der IG Metall-Jugend, der dezentral organisiert und ausgestaltet wird. In der Eisenacher Karlstraße wurden die IG Metall-Jugendlichen auch in diesem Jahr wieder durch Mitglieder der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit AGA und des Ortsfrauenausschusses OFA unterstützt. Sie informierten Passantinnen und Passanten über unser Ziel, die 35-Stunden-Woche endlich tarifvertraglich durchzusetzen und umzusetzen. Dafür hatten die Beteiligten im Vorfeld Plätzchen gebacken, die als "Freizeit-Plätzchen" für weniger tarifvertragliche Arbeitszeit neben einem Flugblatt als Ansprache dienten.

In zahlreichen angeregten Gesprächen gab es sehr viel Unterstützung und Zustimmung zur Forderung der IG Metall durch Menschen aus Eisenach, der Umgebung und Touristen aus der Ferne.

8. November 2019 | Curitiba - Brasilien

Ex-Staatspräsident Lula aus Haft entlassen.

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Politische Gegner sorgten in Kumpanei mit einer motivierten Gerichtsbarkeit dafür, dass Lula am 8. April 2018 in der südbrasilianischen Millionenstadt Curitiba inhaftiert wurde. Damit war dem aussichtsreichsten Kandidat für die Präsidentschaftswahl im September 2018 die Kandidatur versperrt. Lula lag bis dahin uneinholbar mit absoluter Stimmenmehrheit in allen Umfragen vorn.

Da die gegen ihn bisher zweifelhaft ergangenen Urteile nicht rechtskräftig sind und nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden konnten, musste Lula nun auf freien Fuß entlassen werden. Jubelnd wurde er von Anhängern in Curitiba empfangen. Landes- und weltweit ist die Freude groß.

6.-12. Oktober 2019 | 24. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg

MITEINANDER FÜR MORGEN

Zwei der 483 Delegierten des 24. Ordentlichen Gewerkschaftstages der IG Metall vertraten die IG Metall Eisenach: Heike Brell (Thüringer Präzisionsfedern) und Dirk Borghardt (Preh Car connect).

Nach einem Rückblick auf die Arbeit der zurückliegenden vier Jahre standen die Wahlen des Vorstandes der IG Metall an. Einer der 36 Vorstandsmitglieder ist aus Thüringen. Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender bei Opel in Eisenach, wurde für die nächsten vier Jahre in dieser Funktion bestätigt.

810 Anträge wurden beraten und entschieden. Dabei standen auch die sieben Anträge aus Suhl-Sonneberg zur Entscheidung an. Einer dieser sieben Anträge fand dabei keine Mehrheit.

12. August 2019 | Sommertour des DGB-Bezirksvorsitzenden Michael Rudolph

Moderne Tarifpolitik ist auch in Thüringen möglich, wie EJOT zeigt.

Foto: Andreas Wolf (EJOT)

Vom 12. bis 16. August 2019 besucht der Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, verschiedene Betriebe in Thüringen im Rahmen seiner Sommertour. Unter dem Motto „Besser mit Tarifvertrag“ informiert er sich über Positivbeispiele für Tarifbindung und auch zu den Schwierigkeiten, weshalb es in Thüringen eine im bundesweiten Vergleich bisher eher geringe Tarifbindung gibt. Am 12. August war Michael Rudolph (4.v.l. im Bild) bei EJOT in Tambach-Dietharz.

Der geschäftsführende Gesellschafter, Christian F. Kocherscheidt (2.v.r. im Bild), empfing den Gewerkschaftschef gemeinsam mit weiteren Vertreter/innen aus dem Management sowie dem Betriebsratsvorsitzenden, Stephan Hofmann (1.v.l. im Bild). Eine beeindruckende Firmengeschichte seit 1922 und ab 1993 in Tambach-Dietharz wurde vorgestellt. Besonders bemerkenswert ist der in Ostdeutschland bisher einzigartige Haustarifvertrag zur schrittweisen Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38 Stunden auf 35 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Das beschert EJOT Bewerbungen von wertvollen Fachleuten, während andere Betriebe der Region über Fachkräftemangel klagen.

12. Juli 2019 | Internationale Gäste aus Brasilien in der Region

Zu Besuch bei Deckel Maho in Seebach

Lula livre! Freiheit für den zu Unrecht inhaftierten Metallgewerkschafter und ehemaligen Staatspräsident Brasiliens Luiz Inacio Lula da Silva!

Im Rahmen ihrer Bildungsreise kamen zwei brasilianische Metallgewerkschafter auch in die Region Eisenach. Maicon Michel Vasconcelos da Silva, Internationaler Sekretär des Dachverbandes der Metallgewerkschaften und Wellington Messias Damasceno, Vorstandsmitglied der Metallgewerkschaft Sindicato dos Metalurgicos do ABC zuständig für Industriepolitik, besuchten am 12. Juli den Maschinenbauer Deckel Maho im Wartburgkreis. Sie informierten sich darüber, wie Unternehmen und Belegschaft mit den Herausforderungen durch Digitalisierung und Transformation umgehen. Nach einer Werksführung durch die Geschäftsleitung bestand anschließend Gelegenheit, mit Vertretern des Betriebsrates ins Gespräch zu kommen.

Am Vorabend des Betriebsbesuches brannte auf dem Hof der IG Metall Eisenach der Grill zum Willkommen in Thüringen für die brasilianischen Kollegen. Staubedingt trafen die Brasilianer erst sehr verspätet aus Stuttgart kommend in Eisenach ein.

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de