Herbst 2020 | Trotz Einschränkungen im öffentlichen Leben:

Wir sind für unsere Mitglieder da.

Die Corona-Krise hat erneut erhebliche Auswirkungen auf unseren Alltag und somit auch auf unser Arbeitsleben. Eine genaue Prognose, wie sich dies weiterentwickelt, ist derzeit leider nicht möglich, aber eines ist klar:

Metallerinnen und Metaller stehen zusammen!

Wir wollen alle zusammen einen solidarischen Beitrag zur langsameren Ausbreitung des Corona-Virus leisten.

Nach telefonischer Rücksprache oder per Mail könnt Ihr Termine mit eurer IG Metall Eisenach vereinbaren. Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell – wie andere Einrichtungen auch – darauf achten, dass sich immer nur wenige Menschen gleichzeitig in unseren Räumlichkeiten aufhalten. Jedes Mitglied wird aber beraten und betreut. Das ist versprochen!

5. Dezember 2020 | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Michael Strunz

Michael Strunz, Mitglied im Stadtrat von Bad Salzungen

Am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Michael Strunz engagiert sich als Mitglied im Stadtrat von Bad Salzungen sowie als stellvertretender Ortsteilbürgermeister in Frauensee. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihr über ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

24. November 2020 | Opel-Aktionstag

Zukunft nur mit uns - Hände weg vom Kündigungsschutz

Unklar ist die Situation bei Opel an allen Standorten, vor allem auch in Eisenach. Darauf machten Beschäftigte, Betriebsrat und IG Metall mit Unterstützung aus der Politik am 24. November aufmerksam. Nach der Frühschicht versammelten sich die Opel-Beschäftigten vor dem Werk in Eisenach zunächst zu einer Kundgebung und anschließend zu einem Autokorso. Auch Beschäftigte der Werke Rüsselsheim und Kaiserslautern demonstrierten zeitgleich.

In Eisenach fehlt Personal, um eine zweite komplette Schicht aufbauen und das Hybrid-Modell produzieren zu können. Wegen Personalüberhängen an den anderen deutschen Standorten verweigert das PSA-Management die erforderlichen Einstellungen in Eisenach. Hingegen kündigte der Arbeitgeber an, entgegen der tarifvertraglichen Beschäftigungssicherung keine betriebsbedingten Kündigungen an anderen Standorten mehr auszuschließen.

Prominente Unterstützung erhielten die Opel-Beschäftigten durch den Thüringer Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow (Die Linke) und Eisenachs Oberbürgermeisterin, Katja Wolf (Die Linke) die beide vor Ort waren.

17. November 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beschließen Forderung

Am 17. November 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen digitalen Sitzung die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde beschlossen Gefordert wird ein Volumen von 4 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Die IG Metall hat die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Betriebe in ihrer Forderung berücksichtigt. Für die Absicherung und Entwicklung von Einkommen sowie die Sicherung von Beschäftigung will die IG Metall Mitte ein Gesamtvolumen von 4 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten durchsetzen.
Die anstehende Transformation ist eine Herausforderung, der mit einer 4-Tage-Woche vorausschauend begegnet werden soll. Sie bietet notwendige Qualifikationszeit. Zudem erwartet die IG Metall deutliche Signale in Richtung einer 35-Stunden-Woche in Thüringen. Nach 30 Jahren ist es längst überfällig die Ungleichheit zwischen Ost und West zu beseitigen. 

6. November 2020 | 35 Kündigungen bei Gothaer Fahrzeugtechnik

Tarifvertrag schützt vielen Gewerkschaftern den Job

In der Gothaer Fahrzeugtechnik werden mit etwa 350 Beschäftigten hochkomplexe Rohr- und Blechkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen für Mobilkransysteme produziert. Nach dauerhaftem Umsatzrückgang in diesem Jahr beabsichtigte der Arbeitgeber 57 Kündigungen. Dem begegnete die IG Metall mit dem Abschluss einer tarifvertraglichen Beschäftigungssicherung im August 2020 durch einen Sozialtarifvertrag.

In der ersten Überlegung des Arbeitgebers hätten 34 IG Metall-Mitglieder ihren Arbeitsplatz verloren. Nach acht Verhandlungsrunden zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat konnte die Anzahl der erforderlichen Kündigungen statt 57 Beschäftigte auf 35 Kündigungen reduziert werden. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung zwang beide Parteien, für von Kündigung bedrohte Gewerkschaftsmitglieder andere zumutbare Arbeitsplätze im Betrieb zu finden. Der Arbeitgeber war gezwungen, Arbeitsplätze von gewerkschaftlich unorganisierten Beschäftigten frei zu kündigen, um den tarifvertraglichen Kündigungsschutz weitestgehend zu erfüllen. Für letztlich nur drei der ursprünglich 34 von Kündigung bedrohten Gewerkschaftsmitglieder war kein Ersatzarbeitsplatz möglich. Allerdings sieht der Sozialtarifvertrag für den Fall der nicht abwendbaren Kündigung eines Gewerkschaftsmitglieds die nahezu Verdoppelung der dann fälligen Abfindung vor.

Ab 1. Dezember bieten Geschäftsleitung und Betriebsrat im Rahmen des geschlossenen Sozialplans den 35 Gekündigten den Eintritt in eine Transfergesellschaft an, in welcher je nach Betriebszugehörigkeit eine Verweildauer bis zu zwölf Monaten ermöglicht wird. Während dieser Zeit tritt noch keine Arbeitslosigkeit ein, sondern wird Qualifizierung und Vermittlung aktiv begleitet und unterstützt durch die MYPEGASUS Transfer GmbH.

29. Oktober 2020 | Bilanz zum Ausbildungsjahr 2020/2021

4,31 unbesetzte Ausbildungsstellen je unversorgten Bewerber

Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2019/2020 meldeten sich in Thüringen insgesamt 8.820 Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei den Arbeitsagenturen zur Vermittlung. Das waren über 1.100 weniger als im Jahr zuvor. Zur selben Zeit meldeten Unternehmen rund 12.200 freie Ausbildungsstellen, rund 1.650 weniger als im Ausbildungsjahr 2018/2019. Auf einen Bewerber kamen damit rein rechnerisch 1,4 Ausbildungsstellen.

Mit 410 Bewerbern, die keinen Ausbildungsplatz fanden, waren es 100 mehr als ein Jahr zuvor. Demgegenüber blieben 1.770 Ausbildungsstellen unbesetzt, gut 700 mehr als im Vorjahr. Auf jeden noch unversorgten Bewerber kommen damit rein rechnerisch gut vier unbesetzte Stellen. Gute Chancen also für diejenigen, die jetzt noch suchen. Regional ist das sehr unterschiedlich, wie nebenstehende Karte ausweist: nur 0,99 unbesetzte Stellen je unversorgten Bewerber in Jena gegenüber 51 unbesetzten Stellen je unversorgten Bewerber in Weimar.

16. Oktober 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beraten über Forderung

Am 15. Oktober 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen Sitzung mit den Beratungen über mögliche Forderungen begonnen. Herausforderungen der Transformation, Beschäftigungssicherung sowie Einkommenssteigerungen standen im Mittelpunkt der Debatte.

Am 17. November beschließen die Tarifkommissionen die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde. Zum Jahresende sind die Tarifverträge kündbar.

Oktober 2020 | Azubi-Werbung bei Bosch Eisenach

Unser Ziel: Hundert Prozent !

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres sprechen wir die Azubis auf die Mitgliedschaft in der IG Metall an. Bei Bosch in Eisenach wird das unter Leitung vom Vertrauenskörperleiter, Sebastian Krems (Bild), strukturiert umgesetzt. Der Betrieb ist tarifgebunden. Damit sichern sich neue Beschäftigte, auch Azubis, Tarifansprüche durch Mitgliedschaft in der IG Metall. Aber nicht nur die in diesem Jahr neu eingestellten Azubis wurden angesprochen, sondern auch Azubis aus den anderen Ausbildungsjahren.

Dabei überzeugen die Argumente: 88 Prozent der neuen Azubis im 1. Ausbildungsjahr sind schon Mitglied der IG Metall. Aber auch in anderen Ausbildungsjahren konnte die Anzahl der IG Metall-Mitglieder deutlich gesteigert werden. "Wir bleiben dran! Unser Ziel sind 100 Prozent!" motiviert Sebastian Krems die Jugendvertreter/innen und Vertrauensleute im Betrieb. Viel Erfolg !

15. Oktober 2020 | Gemeinsamer Appell an Bundesregierung

Ausbildungsförderung verbessern.

Die beiden Tarifpartner in der Metall- und Elektroindustrie auf Bundesebene, die IG Metall und Gesamtmetall, wenden sich an die Bundesregierung zur Ausweitung des Bundesprogramms zur Förderung der Ausbildung.

Angesichts massiver Inanspruchnahme von Kurzarbeit und Unterauslastung von Betrieben soll die Ausbildungsbereitschaft stimuliert und erhalten werden und bleiben. Dafür ist das neue Förderprogramm der Bundesregierung auf Unternehmen bis zu 249 Beschäftigte beschränkt. Das zu ändern, ist Ansatz des aktuellen gemeinsamen Appells, der anbei nachgelesen werden kann:

1. Oktober 2020 | Tariferhöhung in der Leiharbeit

2,2 Prozent mehr Angleichung ab Oktober 2020

Das Tarifergebnis vom 18. Dezember 2019 beinhaltet vier Entgeltsteigerungen in Ostdeutschland mit einer zweiten Stufe ab Oktober 2020:

  • Plus 3,0 Prozent mehr (West: plus 1,9 Prozent) ab April 2020.
  • Plus 2,2 Prozent mehr (West keine Erhöhung) am Oktober 2020.
  • Plus bis zu 7,2 Prozent mehr (West: plus 3,0 Prozent) ab April 2021.
  • Plus 4,1 Prozent mehr (bundesweit einheitlich) ab April 2022.

Diese Erhöhung gilt nur in Ostdeutschland und ist der letzte Zwischenschritt zu bundesweit einheitlichen Tariftabellen. Ab 1. April 2021 ist dann die Angleichung der Tarifbedingungen an Westdeutschland als wichtiger Erfolg für die Beschäftigten der Branche vollzogen. Zusätzlich kommen noch sogenannte Branchenzuschläge dazu. Ziel ist und bleibt es, für die gleiche Arbeit das gleiche Entgelt zu erhalten, unabhängig davon, mit wem der individuelle Arbeitsvertrag besteht.

19. September 2020 | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 19. September von Schnepfenthal zunächst zum Schloss Reinhardsbrunn, der "Wiege" Thüringens. Bereits 1.040 residierten hier die Ludowinger, das Urgeschlecht der Markgrafen von Thüringen. Vom Verein zum Erhalt des Schlosses wurden wir kompetent und unterhaltsam von Rebecca Braun durch die Anlage geführt. Von uns Wanderern wurde eine Spende in Höhe von 175 Euro an den Verein aufgebracht und übergeben.

Weiter ging es dann zur Marienglashöhle in Friedrichroda. Hier gab es auch Gelegenheit zur Einkehr und Stärkung im Gasthaus Sankt Marien.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September. 

5. September 2020 | Jubilarehrung der IG Metall in Eisenach

7.050 Jahre Mitgliedschaft geehrt

In diesem Jahr führen wir Corona-bedingt regionale Jubilarehrungen durch. In Eisenach konnten wir am 5. September insgesamt 141 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft danken und sie beglückwünschen. Insgesamt ehrten wir 7.050 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 57 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 44 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 23 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 17 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Zwei der 70-jährigen Jubilare, Alfred Schuster und Günter Zibbe, nahmen persönlich an der Jubilarfeier teil.

Die Festansprachen erfolgten durch die Bevollmächtigten der IG Metall Eisenach. Nach einem Rückblick auf Jahrzehnte Gewerkschaftsarbeit wurden aktuelle Schwerpunkte vorgestellt. Dabei wurde besonders noch einmal auf die Erforderlichkeit von Betriebsratswahlen hingewiesen.

1. September 2020 | Ilka Metzing verstärkt Team der IG Metall

Herzlich Willkommen, Ilka.

Ilka Metzing

Seit 1. September arbeitet Ilka Metzing für die IG Metall Suhl-Sonneberg, IG Metall Eisenach, IG Metall Gera und IG Metall Jena-Saalfeld im Bereich Rückholmanagement mit Sitz in Suhl. Nach Initiative der ersten Betriebsratswahl im Jahr 2003 war sie 15 Jahre Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Schneider in Judenbach, einem Automobilzulieferer mit mehr als 200 Beschäftigten. Seit dieser Zeit hat sie sich ehrenamtlich in der IG Metall engagiert, beispielsweise als Mitglied des Ortsvorstandes Suhl-Sonneberg, der Delegiertenversammlung oder des Ortsfrauenausschusses. Sie vertrat die IG Metall Suhl-Sonneberg als Delegierte zu den Gewerkschaftstagen 2011 und 2013. Zudem ist Ilka Versichertenälteste der AOK Plus.

Die 50-jährige erfahrene Gewerkschafterin stammt aus Sonneberg. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Mit bald einem zweiten Enkelkind gibt es auch familiär viel zu tun. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ilka.

1. September 2020 | Antikriegstag

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. An jedem 1. September machen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften seitdem deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2020 steht unter dem Motto: "Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!"

29. August 2020 | Jubilarehrung der IG Metall in Gotha

4.950 Jahre Mitgliedschaft geehrt

In diesem Jahr führen wir Corona-bedingt regionale Jubilarehrungen durch. In Gotha konnten wir am 29. August insgesamt 95 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft danken und sie beglückwünschen. Insgesamt ehrten wir 4.950 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 31 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 31 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 16 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 15 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Nur zwei Kollegen sind bereits seit 1945 und damit inzwischen 75 Jahre Gewerkschaftsmitglied. Einer der beiden, Kurt Werner Frenzel, nahm persönlich an der Jubilarfeier teil.

Die Festansprachen erfolgten durch die Bevollmächtigten der IG Metall Eisenach. Nach einem Rückblick auf Jahrzehnte Gewerkschaftsarbeit wurden aktuelle Schwerpunkte vorgestellt. Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet durch die Gothaer Musikerin Marie Jungkurth.

5. August 2020 | Die IG Metall informiert:

Ehrenamt im Betrieb während Kurzarbeit

Vermehrt erreichen uns Nachfragen, wie mit dem Wahlamt im Betrieb während Kurzarbeit umzugehen ist. Anbei erläutern wir die aktuelle Rechtslage dazu. Aktuell gibt es dazu eine geänderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes, welche in unserer Wahrnehmung vielen Arbeitgebern und deren Beraten noch unbekannt zu sein scheint. Zudem konnte diese Entscheidung auch noch nicht Eingang in die Kommentarliteratur zum Betriebsverfassungsgesetz finden. Das wird sicher in den Neuauflagen spätestens erfolgen.

1. August 2020 | Neues Ausbildungsjahr

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,42 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 1.007 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es nach ihrer Ausbildung weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

28. Juli 2020 | Frauenkonferenz der IG Metall Eisenach

Konstituiert für die kommenden 4 Jahre

Alle vier Jahre finden Organisationswahlen der IG Metall statt. Dazu zählt auch eine regionale Frauenkonferenz. Wegen der Abstands- und Hygienebestimmungen fand die Veranstaltung in diesem Jahr auf dem Hof der IG Metall Eisenach statt.

Anhand vorbereiteter und kreativ gestalteter Wandzeitungen erfolgte ein Rückblick auf die Frauenarbeit der IG Metall Eisenach in den zurückliegenden vier Jahren durch die Frauenbeauftragte Christel Mahr. Danach informierte die Geschäftsleitung über aktuelle Schwerpunkte und Herausforderungen der Gewerkschaftsarbeit in der Region und darüber hinaus. Dabei sprach der 2. Bevollmächtigte Dank an die gewerkschaftlich aktiven Frauen aus.

Abschließend konstituierte sich der Ortsfrauenausschuss (OFA) der IG Metall Eisenach neu. Als Vorsitzende wurde Astrid Fettien (JD Norman Eisenach) in der Funktion bestätigt. Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Martina Pracht (Opel Eisenach) gewählt. Herzlichen Glückwunsch.

22. Juli 2020 | Neuer JAV-Vorsitzender bei Opel Eisenach

IG Metall sprach mit Jacob Schmitt

Jacob Schmitt

Viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich. Dafür danken wir allen Kolleginnen und Kollegen.

Im Gespräch mit Jacob Schmitt gehen wir auch der Frage nach Ehrenamt nach, sowohl im Betrieb als auch darüber hinaus.

Jacob Schmitt ist neuer Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bei Opel in Eisenach. Und er ist engagierter Metaller. In einem Kurzporträt stellen wir ihn hier vor.

20. Juli | Bad Salzungen: Gedenken an Corona-Opfer

Bündnis im Wartburgkreis informiert in Innenstadt

Am 20. Juli informierte das Bündnis im Wartburgkreis in der Innenstadt von Bad Salzungen über Opfer des Corona-Virus in Thüringen. Insgesamt sind im Freistaat bisher 182 Ableben registriert, die mit dem Corona-Virus infiziert waren. Über 3.300 Menschen wurden als infiziert registriert. Mit Straßentapeten erfolgte eine respektvolle Erinnerung.

Unweit der Erinnerung an die realen Opfer der weltweiten Pandemie kamen auf dem Marktplatz Menschen zusammen, die sich gegenseitig in dem Irrglauben bestärkten, es gäbe gar keine Pandemie oder Gesundheitsgefahr durch Corona. Das ist nicht nur absurd, sondern auch selbst in Thüringen bedauerlicherweise anhand von Fakten längst widerlegt.

Das Bündnis für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit im Wartburgkreis besteht aus Vertreter/innen demokratischer Parteien und Wählergruppen, aus Gewerkschaften und Vereinen, aus Kirche, aus weiteren Institutionen und aus Privatpersonen, um öffentlich wirksam für ein solidarisches und tolerantes Miteinander im Wartburgkreis einzutreten.

14. Juli 2020 | Bezirksleiter Jörg Köhlinger zu Gast in der Region

Sorge um die Industrieregion Westthüringen

Am 14. Juli war Jörg Köhlinger, Bezirksleiter des IG Metall Bezirks Mitte für die Bundesländer Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, auf Arbeitsbesuch in Westthüringen. In einem Pressegespräch in der IG Metall Eisenach ging es um die aktuelle wirtschaftliche Situation in den Betrieben unserer Branchen in der Region. Ebenso wurde konkret über die Lage der Westthüringer Automobil- und Zulieferer-Industrie informiert. In den letzten drei Jahren gingen in der Region über 3.000 Stammarbeitsplätze und die Beschäftigung von 800 Leiharbeitnehmer/innen verloren. Da zu befürchten ist, dass auch nach einer wirtschaftlichen Erholung, weitere Arbeitsplätze und Betriebe aufgrund der Transformation gefährdet sind, fordert die IG Metall den Aufbau eines weiteren zweiten industriellen Standbeines für die Region Westthüringen.

Nach dem Pressegespräch standen zwei Betriebsbesuche in Gotha an. Sowohl bei Schmitz Cargobull wie auch bei ZF in Gotha wurden in Gesprächen mit den Betriebsratsvorsitzenden und deren Stellvertretern die aktuelle wirtschaftliche Situation unter Corona-Bedingungen sowie der weitere Ausblick besprochen. Betriebsbesichtigungen rundeten beide Betriebsbesuche ab.

28. Juni | Klausur der Frauen-Ausschüsse

Frauenpower der IG Metall in Thüringen

Am 26. bis 28. Juni trafen sich IG Metall-Frauen aus fast allen Regionen der IG Metall Thüringens in Suhl zum Erfahrungsaustausch. Bereits seit 2009 findet einmal jährlich ein solches Treffen statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto: Zwischen zwei Landtagswahlen. Der Diskussion mit den Metallerinnen stellte sich die lokale Abgeordnete des Thüringer Landtages, MdL Diana Lehmann (SPD). Es moderierte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser. 

Völlig unerwartet versammelten sich parallel zum Seminar unserer Frauen alle Bundes-Spitzen-Politiker/innen der AfD im gleichen Hotel. Für Arbeitnehmer/innen und Gewerkschafter/innen schließt sich gerade in Thüringen eine Zusammenarbeit mit der AfD unter Führung des Faschisten Höcke aus. Im Wahlprogramm der AfD zur Landtagswahl 2019 ist "Gewerkschaft" nur zweimal enthalten ohne irgendeine inhaltliche Übereinstimmung mit gewerkschaftlichen Zielen und Anforderungen an Politik. Daher beteiligten sich die Metallerinnen am 27. Juni ganz spontan an einer Protest-Demonstration gegen die Versammlung der Bundes-AfD-Spitze in Suhl.

Es ist beeindruckend, wenn die Frauen aus ihrer Gewerkschaftsarbeit in den Regionen berichten. Mit viel Engagement und Verbindlichkeit werden Themen angepackt und umgesetzt. Vielen Dank unseren tollen Frauen!

25. Juni | 650 Arbeitsplätze gehen dauerhaft verloren

JD Norman Germany schließt zum 30. September

In Belegschaftsversammlungen an beiden Standorten, in Eisenach und im hessischen Witzenhausen, wurden die Beschäftigten am 25. Juni informiert, dass die JD Norman Germany zum 30. September schließt und alle Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.

Seit 1. Dezember 2019 produziert der Betrieb im eröffneten Insolvenzverfahren. Ziel war der Verkauf an einen neuen Investor. Anfang 2020 gab es erste Gespräche und Verhandlungen mit möglichen Investoren. Dann kam es zu Betriebsschließungen wegen Corona sowohl bei JD Norman als aber auch bei vielen Kunden. Seitens der möglichen Investoren besteht aktuell keinerlei Klarheit zur Ermittlung einer zukünftigen Wirtschaftlichkeit. Vor diesem Hintergrund ist momentan kein Verkauf möglich. Angesichts defizitärer Ergebnisse der laufenden Produktion, kann diese nicht länger fortgeführt werden. Alle Beschäftigten erhalten betriebsbedingte Kündigungen. Der Geschäftsbetrieb wird zum 30. September endgültig eingestellt. Für die Wartburgregion gehen damit weitere fast 500 Arbeitsplätze dauerhaft verloren.

23. Juni | Gothaer Fahrzeugtechnik

Plus 2,0 Prozent mehr Entgelt ab Juni 2020

In der dritten Tarifverhandlung am 19. Januar 2019 gelang eine Tarifeinigung in mehreren Umsetzungsschritten. Nach der ersten Tariferhöhung ab Juni 2019 um 2,0 Prozent, folgt nun die zweite Stufe der Tariferhöhung um weitere 2,0 Prozent ab Juni 2020. Parallel dazu reduzierte sich die tarifvertragliche Wochenarbeitszeit ab September 2019 von 40 auf 39 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Ab September 2020 steht eine weitere Verkürzung auf 38 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich an. Die Laufzeit dauert bis 31. Mai 2021. Immer dann, wenn sich Beschäftigte in der IG Metall organisieren und gemeinsam für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen eintreten, gelingen auch Verbesserungen.

In der Gothaer Fahrzeugtechnik werden mit etwa 400 Beschäftigten hochkomplexe Rohr- und Blechkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen für Mobilkransysteme produziert.

9. Juni | Fagerdala Automotive AG in Insolvenz

Insolvenzverfahren können sich hinziehen ...

Der Arbeitgeber stellte am 29. Juni 2012 Insolvenzantrag am Amtsgericht Erfurt. Am 1. September 2012 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Trotz Verkauf des Betriebes zum 1. April 2013 an neue Eigentümer, setzt sich das Insolvenzverfahren bis heute weiter fort und wir vertreten weiter unsere Mitglieder. Der neue Betrieb in Ohrdruf heißt heute IZOBLOK.

Jetzt erfolgt an die (einstigen) Beschäftigten der Fagerdala Automotive AG eine Abschlagszahlung von acht Prozent auf Ihre Forderungen. Vor zwei Jahren gab es bereits 15 Prozent Abschlag. Ein Ende des Insolvenzverfahrens ist noch nicht in Sicht.

14. Mai | Aufzahlung zum Kurzarbeitergeld kommt

Bundestag beschließt Sozialschutz-Paket II

Bei Enthaltung der Opposition hat der Bundestag am 14. Mai 2020 den Gesetzentwurf von CDU/CSU und SPD zu sozialen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gemäß der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Arbeit und Soziales angenommen. Keine Mehrheit fanden hingegen sechs Anträge der Opposition, die ebenfalls abschließend beraten wurden. 

Das vorgesehene Paket enthält unter anderem eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes: Es soll für diejenigen, die Kurzarbeitergeld für ihre um mindestens 50 Prozent reduzierte Arbeitszeit beziehen, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges auf 80 Prozent (87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden. Berücksichtigungsfähig sind Monate mit Kurzarbeit ab März 2020.

Ferner soll das Arbeitslosengeld für diejenigen um drei Monate verlängert werden, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai 2020 und dem 31. Dezember 2020 enden würde.

1. Mai - Tag der Arbeit

Solidarisch ist man nicht alleine

Zum ersten Mal seit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes 1949 wird es in diesem Jahr keine Demonstrationen und Kundgebungen auf Straßen und Plätzen am 1. Mai geben.

Denn in Zeiten von Corona heißt Solidarität: mit Anstand Abstand halten. Das Motto der DGB Gewerkschaften zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2020 lautet "Solidarisch ist man nicht alleine". Die Kundgebungen und Demos zum Tag der Arbeit wurden in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie bundesweit abgesagt.

 

Der DGB bietet einen Livestream am 1. Mai, 11 Uhr an: https://www.youtube.com/embed/HSqMXUQK1wM

22. April | Wie kommen Beschäftigte durch die Corona-Krise?

Besser mit Betriebsrat !

Solange kein Betriebsrat besteht, kann der Arbeitgeber das sogenannte Direktionsrecht allein ausüben. Erst einem gewählten Betriebsrat räumt der Gesetzgeber umfangreiche Mitbestimmung ein. Das betrifft aktuell vielfach die Inanspruchnahme und Ausgestaltung von Kurzarbeit. Kurzarbeit dient der Vermeidung von Kündigungen. Sollten jedoch einzelne Betriebe allein mit Kurzarbeit nicht durch die Krise kommen, wären Personalabbau bis hin zu Verkauf oder Schließung des Betriebes für eine Belegschaft ohne Betriebsrat ein unkalkulierbares Risiko. Und dabei spielt es keine Rolle, ob solche Themen Corona-bedingt oder aus anderen Gründen anstehen. Der weit verbreitete Irrglaube, dass es einen Rechtsanspruch auf Abfindung immer geben würde, könnte dann zu Enttäuschungen führen. Nur ein Betriebsrat kann einen sogenannten Sozialplan verhandeln und abschließen. Gibt es keinen Betriebsrat, ist ein Sozialplan unmöglich.

Habt ihr bisher keinen Betriebsrat? Wählt euch erstmals einen solchen! Wir helfen gern dabei. In allen Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten, von denen drei 18 Jahre oder älter sind und seit sechs Monaten dem Betrieb angehören, finden nach § 1 Betriebsverfassungsgesetz Betriebsratswahlen statt. Das kommt einer gesetzlichen Pflicht für Belegschaften gleich.

8. April | Enorme Zunahme von Kurzarbeit in Thüringen

Beschäftigte brauchen Aufzahlung aufs Kurzarbeitergeld

Nach einer Erhebung der IG Metall arbeiten in Thüringer die Beschäftigten in 108 von 147 befragten Unternehmen im Zuständigkeitsbereich der IG Metall ganz der teilweise kurz oder sind von Kurzarbeit bedroht. Das entspricht fast drei Viertel der befragten Unternehmen. Während bis Januar 2020 nur erst 15 Betriebe (13,9 Prozent) Kurzarbeit nutzten, wurde Kurzarbeit bis April 2020 in weiteren 79 Betrieben (73,1 Prozent) eingeführt. In weiteren 14 Betrieben (13,0 Prozent) ist Kurzarbeit ab Mai 2020 oder später vorgesehen.

Besonders alarmierend ist, dass in zahlreichen Betrieben bisher eine betriebliche Aufzahlung auf das Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit von den Arbeitgebern abgelehnt wird. Angesichts selbst der Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge an die Arbeitgeber führt deren kompletter Einbehalt zu einer sozialen Schieflage für die Beschäftigten in Kurzarbeit.

In Westthüringen sind die Beschäftigten in 34 von 36 befragten Unternehmen von Kurzarbeit betroffen. Das ist höher als thüringenweit (94,4 Prozent). Vor März 2020 war in keinem Betrieb Kurzarbeit. In 30 Betrieben (88,2 Prozent) wurde Kurzarbeit bis einschließlich April 2020 eingeführt. Und in vier Betrieben (11,8 Prozent) ist Kurzarbeit ab Mai 2020 oder später vorgesehen.

26. März | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss für Thüringen übernommen

Die IG Metall Mitte und der Arbeitgeberverband VMET einigen sich auf die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen. Damit gelten auch für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen Erleichterungen bei der Kinderbetreuung und bei Kurzarbeit.

Finanzielle Einbußen bei Kurzarbeit können durch eine anteilige Auszahlung der jährlichen Sonderzahlung und des zusätzlichen Urlaubsgeldes reduziert werden. Darüber hinaus wird zur Verminderung sozialer Härten insbesondere bei Kurzarbeit in jedem Betrieb ein Solidartopf eingerichtet. Der Betrag, der in diesen Topf eingezahlt wird, errechnet sich aus der Anzahl der Beschäftigten im Betrieb, multipliziert mit 350 Euro. Die konkreten Auszahlungsmodalitäten sollen in den Betrieben zwischen Betriebsräten und Arbeitgebern im Wege einer Betriebsvereinbarung geregelt werden. Nicht verwendete Mittel des Solidartopfes werden an die zum Stichtag 1. Dezember 2020 im Betrieb Beschäftigten zu gleichen Teilen ausgezahlt. Die Tarifverträge können zum 31.12.2020 gekündigt werden.

20. März | Überproportionale Rentensteigerung Ost wegen Rentenangleichung

4,20 Prozent mehr Rente in Ostdeutschland

Am 1. Juli 2020 steigen die Renten in Ostdeutschland um 4,20 Prozent. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,45 Prozent. Im Vorjahr stiegen die Renten ab 1. Juli 2019 in Ostdeutschland um 3,91 Prozent und in Westdeutschland um 3,11 Prozent. Damit erhöht sich in diesem Jahr der Rentenwert Ost auf 33,23 Euro, der Rentenwert West hingegen auf 34,19 Euro. Die Höherwertung nach Anlage 10 zum Sozialgesetzbuch 6. Buch beträgt 1,0700 im Jahr 2020.

Die Rentenanpassung Ost errechnet sich aus dem Produkt aus Lohnfaktor +3,8 Prozentpunkte, Beitragssatzfaktor 1,0 und Nachhaltigkeitsfaktor +0,17 Prozentpunkte. Der Beitragssatzfaktor ist gleich, weil der Beitragssatz zur Gesetzlichen Rentenversicherung seit Anfang 2018 unverändert 18,6 Prozent beträgt. Der Nachhaltigkeitsfaktor ist positiv, weil von 2018 zu 2019 die Anzahl der Beitragszahlenden mehr gestiegen war als die Anzahl der Rentenbeziehenden. Daraus ergäbe sich eine Rentensteigerung in Ostdeutschland um 3,89 Prozent auf einen Rentenwert Ost von 33,13 Euro. Aus dem Rentenüberleitungs-Angleichungsgesetz ergibt sich eine sogenannte „Angleichungstreppe“, wonach der Rentenwert Ost ab Juli 2020 mindestens 97,2 Prozent des Rentenwertes West erreichen muss. Das ergibt daher eine zusätzliche Anhebung der Renten in Ostdeutschland und die Renten in Ostdeutschland steigen nicht nur um 3,89 Prozent nach Rentenformel, sondern sogar überproportional um 4,20 Prozent.

16. März | Tarifverhandlung Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Absage des ersten Verhandlungstermins in Thüringen

Angesichts der aktuellen Bedrohung durch das Corona-Virus haben sich die IG Metall-Bezirksleitung Mitte und der Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen e.V. gemeinsam darauf verständigt, die für den 17. März 2020 in Erfurt vorgesehene erste Tarifverhandlung zu verschieben.

Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

8. März | Besuch im Frauenmuseum Wiesbaden

Einer von 365 Frauentagen im Jahr.

"Unser Jahr hat 365 Frauentage." … ist unser Motto. Aus Anlass des Internationalen Frauentages lud die IG Metall Eisenach zu einer Busfahrt ins Frauenmuseum in Wiesbaden.

Die Museumsleiterin Beatrice Klein empfing die Gruppe von über 30 Personen. Beginnend mit einer thematischen Ausstellung gründete sich das Museum 1984 als erst eines von drei Frauenmuseen weltweit. Heute gibt es fast 90 solcher Angebote in der Welt.

Kim Engels und Eva Schuster führten die Gäste parallel in zwei Gruppen durch die vier Museumsetagen. Von Beginn der Menschheit vor über 40 000 Jahren bis heute sind frauenspezifische Informationen ausgestellt. Alle waren sich einig: Ein sehr gelungener Ausflug, der auch überaus informativ war.

7. März | Klausur der IG Metall-Jugend

Jugend beteiligt sich ...

Auszubildende und junge Beschäftigte in der IG Metall in unserer Region beteiligen sich an der bundesweiten Jugend-Kampagne der IG Metall ORGANiCE. Konkrete Verabredungen dazu wurden im Rahmen einer Klausur am 7. März in Eisenach getroffen.

Zentrales Tarifthema ist und bleibt die Angleichung der Tarifbestimmungen an die westdeutschen Tarifgebiete, vor allem die Anpassung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche mit Lohnausgleich.

Aber auch weitere Verbesserung der Qualität der Ausbildung in den Betrieben bis hin zu gemeinsamen Freizeit-Aktivitäten verbinden junge Frauen und Männer mit ihrer IG Metall.

7. März 2020 | Konstituierende Delegiertenversammlung

Neues "Parlament" der IG Metall Eisenach nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2020 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Westthüringen fanden im Januar und Februar 2020 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Eisenach.

In der konstituierenden Delegiertenversammlung am 7. März 2020 fand in Eisenach der Abschluss der Wahlhandlungen für die Wahlperiode 2020 bis 2023 statt. Es wurden die Bevollmächtigten als Geschäftsführer der IG Metall Eisenach sowie der Ortsvorstand gewählt:

Im Amt bestätigt wurden Uwe Laubach als 1. Bevollmächtigter und Kassierer sowie Thomas Steinhäuser als 2. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach.  

Weiter wurden 13 Beisitzer/innen in den Ortsvorstand der IG Metall Eisenach gewählt. Ihm gehören nun an (Foto v.l.n.r.): Stephan Lattermann (ZF Gotha), Maik Freitag (Bosch Eisenach), Stephan Hofmann (EJOT Tambach-Dietharz), Martina Pracht (Opel), Dirk Borghardt (Preh Dippach), Jens Sieder (Lear Eisenach), Christine Herrmann (Rentnerin Eisenach), Andreas Starkoff (Metaldyne Eisenach), Olaf Kämpfer (Schmitz Cargobull Gotha), Tim Reichert (Bosch Eisenach), Thomas Steinhäuser und Uwe Laubach. Zudem gehören zum Ortsvorstand (nicht im Bild): Astrid Fettien (JD Norman Eisenach), Christianne Napierski (Rebo Eisenach) und Steffen Zucker (GFT Gotha).

Verabschiedet aus dem Ortsvorstand wurden Ralf Helbig (Bosch Eisenach), Manfred Hornaff (ZF Gotha) und Bernd Lösche (Opel Eisenach)

8. März | Internationaler Frauentag

Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen

Wir fordern:

  • Mehr Tarifbindung. Vor allem auch in den Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, um gute Voraussetzungen für die partnerschaftliche Verteilung von Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern zu schaffen!
  • Soziale, personenbezogene und haushaltsnahe Dienstleistungen durch Tarifverträge aufwerten und prekäre Beschäftigung zurückdrängen!
  • Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen erleichtern, damit alle Beschäftigten einer Branche von tariflichen Regelungen profitieren – auch wenn ihr Arbeitgeber nicht tarifgebunden ist!
  • Öffentliche Aufträge und Fördergelder nur an Unternehmen vergeben, die nach Tarif zahlen und gute Arbeitsbedingungen bieten!
  • Arbeitgeber verpflichten, ihre Entgeltpraxis zu überprüfen und Benachteiligung abzubauen!
  • Bessere Zutrittsrechte für Gewerkschaften, damit sie sich in den Betrieben für Beschäftigte und Betriebs- und Personalräte einsetzen können!
  • Verbandsklagerecht einführen, um gemeinsam die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durchzusetzen und dies nicht einzelnen Beschäftigten aufzubürden!

24.-26. Februar | AGA-Erfahrungsaustausch in Bad Orb

IG Metall RENTiErt sich ...

Die IG Metall Bezirk Mitte umfasst die Bundesländer Hessen Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen. Erneut trafen sich Aktive der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit (AGA) aus allen vier Bundesländern zur Vernetzung im Bildungszentrum der IG Metall in Bad Orb. Auch für die IG Metall Eisenach beteiligten sich zwei Vertreter.

Neben einem Austausch über die jeweils lokalen Aktivitäten in den Regionen erfolgte Konzeptarbeit zur Kommunikation mit IG Metall-Mitgliedern am Übergang in den Ruhestand.

Die Renten-Kampagne der IG Metall wird fortgesetzt. Darüber informierten sich die Kolleginnen und Kollegen. Mit besonderer Aufmerksamkeit wurden die Eckpunkte der geplanten Grundrente diskutiert.

15. Februar | Großdemo in Erfurt

Für die Demokratie: rasche Neuwahlen in Thüringen!

Ein breites, demokratisches Bündnis rief zur Teilnahme an einer Demonstration in Erfurt auf. Die Ereignisse im Thüringer Landtag am 5. Februar und seitdem bis hin zu Folgeentwicklungen bis in die Bundespolitik werfen ein fatales Bild auf Thüringen. Es braucht Klarheit, eine stabile und handlungsfähige Landespolitik und ein unmissverständliches Signal, dass auch Thüringen weltoffen, tolerant und demokratisch ist.

Zig-Tausende folgten dem Aufruf und beteiligten sich an der machtvollen Kundgebung auf dem Erfurter Domplatz und anschließenden Demonstration durch Erfurt. Damit setzten wir ein klares Signal an die Landespolitik und in alle Welt.

14. Dezember | Delegiertenversammlung in Oberhof

Verabschiedung von Bernd Messerschmidt

Am 14. Dezember fand die 16. und damit letzte Delegiertenversammlung der Wahlperiode 2016 bis 2019 statt. Alle Delegierten waren bereits am Vorabend eingeladen, sich am Programm der Kabarettistin Carmen Ruth aus Suhl zu erfreuen. Anfang 2020 finden die turnusmäßigen Neuwahlen der Delegierten für die Delegiertenversammlung 2020 bis 2023 statt. Im Geschäftsbericht wurde zu verschiedenen betrieblichen Konflikten oder Verhandlungen, aber auch zu Tarifabschlüssen informiert.

Zu Ende 2019 scheidet Bernd Messerschmidt als Gewerkschaftssekretär der IG Metall Eisenach aus. Er wurde gebührend gewürdigt und verabschiedet. Nach vielen Jahren als ehrenamtliches Mitglied in verschiedenen Funktionen in der IG Metall entschied sich Bernd nach Schließung des Betriebes für eine Beschäftigung in der IG Metall, zunächst in Erfurt und dann in Nordhausen. Von Januar 2017 bis Dezember 2019 unterstützte Bernd uns für drei Jahre. Wir danken ihm für seine Mitarbeit und wünschen ihm alles Gute.

6. Dezember | Nikolaus-Aktion der IG Metall Eisenach

Hohoho ... 35 Wochenstunden sind genug !

Seit vielen Jahren ist der Nikolaustag ein politischer Aktionstag der IG Metall-Jugend, der dezentral organisiert und ausgestaltet wird. In der Eisenacher Karlstraße wurden die IG Metall-Jugendlichen auch in diesem Jahr wieder durch Mitglieder der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit AGA und des Ortsfrauenausschusses OFA unterstützt. Sie informierten Passantinnen und Passanten über unser Ziel, die 35-Stunden-Woche endlich tarifvertraglich durchzusetzen und umzusetzen. Dafür hatten die Beteiligten im Vorfeld Plätzchen gebacken, die als "Freizeit-Plätzchen" für weniger tarifvertragliche Arbeitszeit neben einem Flugblatt als Ansprache dienten.

In zahlreichen angeregten Gesprächen gab es sehr viel Unterstützung und Zustimmung zur Forderung der IG Metall durch Menschen aus Eisenach, der Umgebung und Touristen aus der Ferne.

4. Dezember | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

4,4 Prozent mehr Geld in zwei Stufen

Die IG Metall und der Verband der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V. haben für die Beschäftigten in den Betrieben der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringen die Steigerung der Löhne und Gehälter ab 1. Januar 2020 um 2,6 Prozent und ab 1. Januar 2021 um weitere 1,8 Prozent vereinbart. Für die Monate Oktober bis Dezember 2019 erhalten die Beschäftigten pauschal 150 Euro, Auszubildende 75 Euro, zahlbar mit der Entgeltabrechnung für Januar 2020. Die Vergütungen der Auszubildenden steigen je nach Ausbildungsjahr überproportional zwischen 7,6 und 11 Prozent.

Die neuen Tarifverträge sind erstmals wieder zum 31. August 2021 kündbar.

8. November | Curitiba - Brasilien

Ex-Staatspräsident Lula aus Haft entlassen.

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Politische Gegner sorgten in Kumpanei mit einer motivierten Gerichtsbarkeit dafür, dass Lula am 8. April 2018 in der südbrasilianischen Millionenstadt Curitiba inhaftiert wurde. Damit war dem aussichtsreichsten Kandidat für die Präsidentschaftswahl im September 2018 die Kandidatur versperrt. Lula lag bis dahin uneinholbar mit absoluter Stimmenmehrheit in allen Umfragen vorn.

Da die gegen ihn bisher zweifelhaft ergangenen Urteile nicht rechtskräftig sind und nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden konnten, musste Lula nun auf freien Fuß entlassen werden. Jubelnd wurde er von Anhängern in Curitiba empfangen. Landes- und weltweit ist die Freude groß.

23. Oktober | Mindestentgelt in den Elektrohandwerken

Allgemeinverbindlichkeit ab 1. Januar 2020

Den Tarifvertrag über ein Mindestentgelt in den Elektrohandwerken vom 17. Januar 2019 zwischen dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke und der IG Metall wurde am 23. Oktober vom Tarifausschuss des zuständigen Bundesministeriums für allgmeinverbindlich erklärt.

Damit finden die Tarifbestimmungen zwingend auf alle Beschäftigten in tarifgebundenen, aber auch nicht tarifgebundenen Betrieben Anwendung. Demnach beträgt bundeseinheitlich ab 1. Januar 2020 der Bruttostundenlohn mindestens 11,90 Euro. Dieser Mindestlohn steigt danach jährlich auf 12,40 Euro ab Januar 2021, auf 12,90 Euro ab Januar 2022, auf 13,40 Euro ab Januar 2023 und auf 13,95 Euro ab Januar 2024.

6.-12. Oktober | 24. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg

MITEINANDER FÜR MORGEN

Zwei der 483 Delegierten des 24. Ordentlichen Gewerkschaftstages der IG Metall vertraten die IG Metall Eisenach: Heike Brell (Thüringer Präzisionsfedern) und Dirk Borghardt (Preh Car connect).

Nach einem Rückblick auf die Arbeit der zurückliegenden vier Jahre standen die Wahlen des Vorstandes der IG Metall an. Einer der 36 Vorstandsmitglieder ist aus Thüringen. Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender bei Opel in Eisenach, wurde für die nächsten vier Jahre in dieser Funktion bestätigt.

810 Anträge wurden beraten und entschieden. Dabei standen auch die sieben Anträge aus Suhl-Sonneberg zur Entscheidung an. Einer dieser sieben Anträge fand dabei keine Mehrheit.

26. September | AGA-Aktivitäten in der IG Metall

Zu Besuch im Thüringer Landtag.

Im Vorfeld der diesjährigen Landtagswahl fand die Sitzung des Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) gemeinsam mit dem AGA-Arbeitskreis der IG Metall Suhl-Sonneberg in den Thüringer Landtag statt.

Nach allgemeinen Informationen zur Arbeit des Landesparlamentes sowie seiner Strukturen nahm die Gruppe als Zuschauer an der aktuellen Stunde des Landtages teil.

Abschließend konnte in einer Gesprächsrunde mit den Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien, Susanne Hennig-Wellsow (Die Linke), Matthias Hey (SPD) und Dirk Adams (Bündnis 90/Grüne), Nachfragen zur konkreten politischen Arbeit gestellt werden.

25. September | Erneutes Angebot für nicht beschäftigte Mitglieder

Erwerbslosenfrühstück der IG Metall

Auch in diesem Jahr wurden erwerbslose Kolleginnen und Kollegen der IG Metall Eisenach zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Verbunden mit einem Frühstück gab es Informationen zu Aktivitäten der IG Metall in der Region durch den 1. Bevollmächtigten der IG Metall Eisenach, Uwe Laubach. Er sprach über betriebliche Schwerpunkte, gewerkschaftliche Anstrengungen und Herausforderungen in Gesellschaft und Politik.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um das Thema Rente nach der Arbeitslosigkeit. Dazu referierte der Kollege Henry Herold. Ehrenamtlich ist er im Arbeitskreis Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit aktiv. Hier übernimmt er auch die Sozialsprechstunde, welche 14-tägig angeboten wird. In Sachen Rente ist er ein kompetenter Partner. Bei der Deutschen Rentenversicherung ist er ehrenamtlicher Versichertenberater. Die Anwesenden erhielten viele Tipps und Informationen rund um das vorgestellte Thema und konnten sich bei den mitgebrachten Informationsbroschüren bedienen. Im Anschluss hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit, ganz individuelle Fragen zu stellen, die auch geklärt wurden.

23. September | Delegiertenversammlung der IG Metall Eisenach

Transformation sozial gerecht und ökologisch gestalten.

Viermal jährlich tagt die Delegiertenversammlung der IG Metall Eisenach. An der turnusmäßigen Beratung am 23. September2019 in Wutha-Farnroda nahm auch der Leiter des IG Metall-Bezirkes Mitte für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen, Jörg Köhlinger, teil.

Nach dem Geschäfts- und Kassenbericht durch die beiden Bevollmächtigten trug der Bezirksleiter zu gewerkschaftlichen Herausforderungen durch Transformation, Digitalisierung und Klimawandel vor. In der anschließenden intensiven Debatte wurde erneut deutlich, dass die industriegeprägte Wirtschaftsregion Westthüringen massiv von Auswirkungen betroffen sein kann. Schon jetzt sind in der Automobil- und Zulieferindustrie seit 2015 etwa 2.500 Arbeitsplätz in Westthüringen verloren gegangen.

Klar ist: Allein die Analyse der Schwierigkeiten reicht nicht aus. Es geht nun darum, zusammen mit Wirtschaft und Politik Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

31. August | Traditionelles Sommerfest

Spaß und Spannung auf dem Hof der IG Metall

Das bereits traditionelle Sommerfest fand am 31. August auf dem Hof der IG Metall Eisenach bei strahlendem Sonnenschein statt. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen waren unserer Einladung gefolgt.

Für Essen und Trinken war gesorgt. Die IG Metall-Jugend organisierte das Grillen. Zusätzlich hatten verschiedene Kolleginnen und Kollegen Kuchen gebacken.

Wir luden auch wieder dazu ein, Lose für unsere Tombola zu ziehen. Jedes Los gewann. Den diesjährigen Hauptpreis - einen Grill - gewann Christian Horn aus Meiningen.

12. August | Sommertour des DGB-Bezirksvorsitzenden Michael Rudolph

Moderne Tarifpolitik ist auch in Thüringen möglich, wie EJOT zeigt.

Foto: Andreas Wolf (EJOT)

Vom 12. bis 16. August 2019 besucht der Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, verschiedene Betriebe in Thüringen im Rahmen seiner Sommertour. Unter dem Motto „Besser mit Tarifvertrag“ informiert er sich über Positivbeispiele für Tarifbindung und auch zu den Schwierigkeiten, weshalb es in Thüringen eine im bundesweiten Vergleich bisher eher geringe Tarifbindung gibt. Am 12. August war Michael Rudolph (4.v.l. im Bild) bei EJOT in Tambach-Dietharz.

Der geschäftsführende Gesellschafter, Christian F. Kocherscheidt (2.v.r. im Bild), empfing den Gewerkschaftschef gemeinsam mit weiteren Vertreter/innen aus dem Management sowie dem Betriebsratsvorsitzenden, Stephan Hofmann (1.v.l. im Bild). Eine beeindruckende Firmengeschichte seit 1922 und ab 1993 in Tambach-Dietharz wurde vorgestellt. Besonders bemerkenswert ist der in Ostdeutschland bisher einzigartige Haustarifvertrag zur schrittweisen Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38 Stunden auf 35 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Das beschert EJOT Bewerbungen von wertvollen Fachleuten, während andere Betriebe der Region über Fachkräftemangel klagen.

12. Juli | Internationale Gäste aus Brasilien in der Region

Zu Besuch bei Deckel Maho in Seebach

Lula livre! Freiheit für den zu Unrecht inhaftierten Metallgewerkschafter und ehemaligen Staatspräsident Brasiliens Luiz Inacio Lula da Silva!

Im Rahmen ihrer Bildungsreise kamen zwei brasilianische Metallgewerkschafter auch in die Region Eisenach. Maicon Michel Vasconcelos da Silva, Internationaler Sekretär des Dachverbandes der Metallgewerkschaften und Wellington Messias Damasceno, Vorstandsmitglied der Metallgewerkschaft Sindicato dos Metalurgicos do ABC zuständig für Industriepolitik, besuchten am 12. Juli den Maschinenbauer Deckel Maho im Wartburgkreis. Sie informierten sich darüber, wie Unternehmen und Belegschaft mit den Herausforderungen durch Digitalisierung und Transformation umgehen. Nach einer Werksführung durch die Geschäftsleitung bestand anschließend Gelegenheit, mit Vertretern des Betriebsrates ins Gespräch zu kommen.

Am Vorabend des Betriebsbesuches brannte auf dem Hof der IG Metall Eisenach der Grill zum Willkommen in Thüringen für die brasilianischen Kollegen. Staubedingt trafen die Brasilianer erst sehr verspätet aus Stuttgart kommend in Eisenach ein.

5. Juli | Urlaub ist zur Erholung da.

Urlaub muss dienstliche Erreichbarkeit unterbrechen.

In diesen Tagen starten viele Beschäftigte in den wohlverdienten Urlaub, um sich mit Familie, Freunden oder allein vom Arbeitsalltag und Arbeitsstress zu erholen. Immer wieder wird jedoch bekannt und erreichen uns Nachfragen, dass durch ununterbrochene technische Erreichbarkeit – auch im Urlaub – ein gewünschter Erholungseffekt gar nicht eintritt.

Moderne Medien und Kommunikationsgeräte, sogenannte „Alleskönner“ in der Hosentasche, und die immer weiter – auch weltweit zunehmende – Vernetzung sind technische Ursachen einer ständig steigenden individuellen Erreichbarkeit. Vielen fällt es da schwer, sich dieser Flut von Informationen oder dem Bereithalten für mögliche Kontaktaufnahmen zu entziehen.

Aus Arbeitsrecht und Rechtsprechung ergibt sich eindeutig, dass das Recht auf Freizeit und ungestörten Urlaub besteht. Für den Beschäftigten kann kein Nachteil entstehen, wenn die dienstlichen Geräte im Urlaub ausgeschalten und möglichst auch im Betrieb bleiben.

29. Juni | Tausende bei Großdemonstration in Berlin

#Fairwandel ... sozial, ökologisch, demokratisch ...

Wir sind die IG Metall. Wir sind Viele. Wir sind sichtbar. Wir haben Forderungen. So auch heute in Berlin. Mit drei Bussen aus Westthüringen beteiligten wir uns an der Großdemonstration der IG Metall. Strahlender Sonnenschein umrahmte den Aktionstag der IG Metall.

Angesichts der Veränderungen in der Wirtschaft durch Transformation und Digitalisierung sind gerade in Thüringen massive Auswirkungen zu befürchten. Von daher geht es um industrielle Arbeitsplätze im Freistaat. Beispielsweise betrifft das die Beschäftigten von Opel Eisenach, aber auch den anderen Standorten von Opel. Und es betrifft viele Beschäftigte bei Zulieferbetrieben der Automobilindustrie.

29. Mai | IG Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger resümiert

Tarifbindung in Thüringen steigt weiter

In der Thüringer Metall- und Elektroindustrie steigt die Zahl der Beschäftigten mit Tarifentgelten. Die Entwicklung in der stärksten Industriebranche in Thüringen verläuft gegen den Trend. Die Zahl der Unternehmen, die an Flächen- sowie Anerkennungs- oder Firmentarifverträge gebunden sind, stieg von 98 im Jahr 2011 auf jetzt etwa 130.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht in anderen Branchen ein wachsendes Problem durch die Flucht von Unternehmen aus den tarifgebundenen Arbeitgeberverbänden. Untersuchungen ergaben, dass branchenübergreifend nur noch 18 Prozent der Thüringer Betriebe tarifgebunden sind.

27. Mai | Wer sich für "morgen" wappnen will, muss damit schon "heute" anfangen!

Transformation: Was heißt das für die Region ?

Auf Einladung des IG Metall-Bezirkes Mitte  tauschten sich Vertreter/innen aus Wissenschaft und Politik mit Kolleginnen und Kollegen aus Betrieben aus, welche Auswirkungen auf die Automobil- und Zuliefererbetriebe in Thüringen durch die Veränderungen hin zu mehr Elektromobilität entstehen könnten.  Im Impulsvortrag des Bezirksleiters, Jörg Köhlinger,  ging er auf die ganz konkreten Gefahren für die Produktion in der Region ein. Dann stellte Professor Klaus Dörre von der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Forschungsergebnisse der Studie zu Konversionsmöglichkeiten aus Arbeitnehmersicht in der Automobilindustrie vor. In der Studie wurde untersucht, welche Möglichkeiten der Produktveränderung in der Zukunft aus Sicht der Arbeitnehmer sinnvoll erscheinen und welchen Einfluss Arbeitnehmervertreter darauf in der Praxis ausüben können. Leider war in vielen befragten Unternehmen festzustellen,  das noch keine ausgeprägte Strategie zur zukünftigen Veränderung vorzufinden ist.

Um die industriellen Strukturen in Thüringen auch künftig erhalten zu können, braucht es enorme Anstrengungen aller Beteiligten um in den kommenden Jahren nicht abgehängt zu werden. In einer abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Professor Dörre, Uwe Laubach von der IG Metall Eisenach und Valentina Kerst, Staatssekretärin aus dem Thüringer Wirtschaftsministerium die möglichen Auswirkungen und versuchten Handlungsmöglichkeiten zu skizzieren.

14./15. Mai | Erfahrungsaustausch in Zeulenroda-Triebes

AGA-Arbeit in Thüringen

Aus allen sechs Geschäftsstellen der IG Metall in Thüringen trafen sich, der langjährigen Tradition folgend, am 14. und 15. Mai 2019 Aktive der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit (AGA) zum jährlich stattfindenden Erfahrungsaustausch.

In diesem Jahr folgten wir der Einladung der IG Metall Gera nach Zeulenroda-Triebes. Neben dem Austausch über die Aktivitäten in den verschiedenen Regionen Thüringens standen die in diesem Jahr stattfindenden Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen im Mittelpunkt der Debatte. Dabei führte Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, in die Debatte ein. Weiter gab es einen intensiven Austausch über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

Europa. Jetzt aber richtig !

1. Mai 2019

Der DGB veranstaltete gemeinsam mit der IG Metall und den anderen Gewerkschaften mehrere Kundgebungen am 1. Mai. es folgten viele Kolleginnen und Kollegen, teils mit ihren Familien, dem Maiaufruf. Alle Veranstaltungen in unserer Region verliefen friedlich.

Nach der Demonstration ab Hauptbahnhof fand die Maifeier auf dem Markt in Eisenach statt. Als Festredner sprachen Uwe Laubach, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, und Björn Schröter, DGB-Jugend Thüringen.

In Gotha sprach bei strahlendem Sonnenschein Klaus Schüller, DGB Thüringen, als Festredner. Nach den Ansprachen begeisterte das Jugendblasorchester die Teilnehmenden auf dem Buttermarkt.

9.-10. April | Bundeskonferenz der Außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit

AGA - Wir sind IG Metall

Teilnehmende aus Thüringen

Die 4. Zentrale Tagung der Außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit AGA fand anfang April in Leipzig statt. Auf der Tagesordnung standen Themen, wie: Angleichung der Lebensverhältnisse im Osten nach 30 Jahren; 35-Stunden-Woche im Osten; Kampf gegen Rechtspopulismus; Transformation, als historische Phase mit Veränderungen an mehreren Fronten; Herstellung einer echten Parität bei der gesetzlichen Krankenversicherung.

Unsere IG Metall Eisenach wurde durch Christine Herrmann, Vorsitzende unseres Arbeitskreises AGA (im Bild vorn), in Leipzig vertreten.

28.-30. März | Bundesfrauenkonferenz der IG Metall in "Frauheim"

Gleichstellung #INARBEIT

Nur alle vier Jahre findet die wichtigste Konferenz der IG Metall-Frauen als Beschlusskonferenz statt. Diesmal nahmen von der IG Metall Eisenach Martina Pracht von Opel Eisenach (1.v.r.),  Christel Mahr aus dem IG Metall-Büro (2.v.r.) und Astrid Fettien von JD Norman Eisenach (3.v.r.) für die IG Eisenach teil.

Zu Beginn der Veranstaltung entschieden sich die Frauen, Mannheim, den Ort ihrer Konferenz, temporär in "Frauheim" umzubenennen.

In der Antragsberatung wurden weiter die Weichen für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter in Arbeitswelt und Gesellschaft gestellt. Die SPD-Bundesvorsitzende, Andrea Nahles, besuchte die Konferenz am 29. März und sprach ein Grußwort.

27.-30. März | Bundesjugendkonferenz der IG Metall in Mannheim

Jugend von heute #INARBEIT

Nur alle vier Jahre findet die wichtigste Konferenz der IG Metall-Jugend statt. Diesmal nahmen drei Delegierte aus Thüringen statt (im Bild v.r.n.l.): Andre Sommer (Hochschule Schmalkalden), Paul Heuschild (Bosch Eisenach) und Alexander Simmen (Borbet Bad Langensalza) in Begleitung von Gewerkschaftssekretär Christian Rotter.

Insgesamt wurden zahlreiche Anträge für die Gewerkschaftsarbeit in den kommenden vier Jahren beraten und abgestimmt. Auch aus Thüringen wurden Anträge eingereicht.

Erstmals fand die Bundesjugendkonferenz zeitgleich und am gleichen Ort mit den alle vier Jahre stattfindenden Bundeskonferenzen für Frauen, für Angestellte und für Menschen mit Migrationshintergrund statt.

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de