16. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedete Resolution

Nach den ersten drei Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die vierte Verhandlung findet am 22. April digital statt.

Es geht um die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen für Thüringen unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Parallel dazu versuchen die sächsischen Arbeitgeber, Aktivitäten der IG Metall gerichtlich beschränken zu lassen. Die Tarifkommission Thüringen verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

14. April 2021 | Kfz-Handwerk Thüringen

IG Metall fordert 4 Prozent mehr Geld

Die IG Metall fordert 4 Prozent mehr Geld für 12 Monate für die Beschäftigten und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen im Kfz-Handwerk Thüringen.

Die wirtschaftliche Lage im Kfz-Handwerk hat sich trotz der Pandemie positiv entwickelt. Die Werkstätten sind gut ausgelastet und haben im vergangenen Jahr eine deutlich positive Rendite erzielt. Davon wollen die Beschäftigten einen fairen Anteil durch Einkommensverbesserungen. Zudem erwartet die IG Metall von den Arbeitgebern Perspektiven der Angleichung der Arbeitszeit.

1. April 2021 | Tarife in der Arbeitnehmerüberlassung

Ost-West-Angleichung endlich vollzogen.

Ab 1. April gelten bundesweit einheitliche Tariftabellen in der Arbeitnehmerüberlassung. Damit endet die jahrelange Unterscheidung zwischen Tariftabellen für Ost- und Westdeutschland.

Die Tariftabellen (West) erhöhen sich ab 1. April um 3,0 Prozent. Die Angleichung der Tariftabellen (Ost alt) an die neue bundesweit einheitliche Tariftabelle führt zu einer letzten Anpassungsstufe um bis zu 7,3 Prozent je nach Entgeltgruppe. Das neue Mindestentgelt in der Arbeitnehmerüberlassung (Entgeltgruppe 1) beträgt dann 10,45 Euro brutto pro Stunde.

Ab April 2022 erhöhen sich die Entgelte dann um weitere 4,1 Prozent auf 10,88 Euro brutto pro Stunde in der Entgeltgruppe 1.

31. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Dein Gesicht für die Tarifforderung

Metallerinnen und Metaller von Opel Eisenach waren am 31. März aufgerufen, sich an der Aktion „Dein Gesicht für die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie“ zu beteiligen. Angesichts der überaus problematischen Situation in der Automobilindustrie in diesem Jahr waren kreative Aktionen gefragt. Wegen Lieferengpässen von Halbleitern gibt es massive Produktionsausfälle und damit unplanbare Arbeitszeitveränderungen.

Neben dem Kampf für einen guten Tarifabschluss 2021 sind den Kolleginnen und Kollegen auch betriebliche Themen wichtig. Sie kämpfen gemeinsam für gerechte Bezahlung in ihrem Werk.

Aber auch die letzten Schritte der Angleichung der Tarifbedingungen in der Metall- und Elektroindustrie sind präsentes Thema. Das betrifft vor allem die Reduzierung der tariflichen Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden mit vollem Lohnausgleich und die Erhöhung der Sonderzahlung.

30. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Pilotergebnis in NRW erreicht

Für das Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen konnte ein erstes Tarifergebnis erzielt werden, welches alle drei Forderungselemente der IG Metall abbildet: Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung.

Bis Mitte 2021 erfolgt die Zahlung einer Coronaprämie in Höhe von 500 Euro für Vollzeitbeschäftigte bzw. 300 Euro für Auszubildende. Ab Juli 2021 ist eine Entgeltsteigerung im Volumen von 2,3 Prozent vereinbart, welche jedoch nicht als Erhöhung der Tariftabelle ausgestaltet ist, sondern zunächst bis Februar 2022 angespart wird.

Für das Tarifgebiet Thüringen ist bisher kein nächster Verhandlungstermin mit den Arbeitgebern abgestimmt.

9. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks bei EJOT in Tambach-Dietharz

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 9. März 2021 rief die IG Metall die Beschäftigten in Früh- und Spätschicht bei EJOT in Tambach-Dietharz dazu auf, die Arbeit für zwei Stunden nieder zu legen. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

8. März 2021 | Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen

Herzlichen Glückwunsch zum Internationalen Frauentag

Jeder der 365 Tage im Jahr ist für uns ein Tag der Frauen. Jedoch ehren wir am 8. März die Frauen international besonders. Durch die Einschränkungen in diesem Jahr kann die Würdigung jedoch weder am Arbeitsplatz noch in einer gewerkschaftlichen Veranstaltung erfolgen. Eine digitale Zusammenkunft wird am 9. März angeboten.

Dennoch sind viele Themen der Frauen- und Gewerkschaftsbewegung unverändert aktuell. Aus diesem Grund lautet das Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 8. März 2021: „Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen“.

Herzlichen Glückwunsch allen Frauen zum 8. März. Wir kämpfen weiter für Gleichstellung und Chancengleichheit.

5. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks in Eisenach, Gotha und Waltershausen

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 5. März 2021 folgten die Beschäftigten bei Benteler Automobiltechnik und BMW Fahrzeugelektrik in Eisenach sowie ZF Friedrichshafen in Gotha und Hako Waltershausen dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

4. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks bei Bosch Eisenach

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 4. März 2021 folgten die Beschäftigten in Früh- und Spätschicht bei Robert Bosch Fahrzeugelektrik in Eisenach dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

19. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Völlig unzureichendes Angebot

Es bleibt dabei: Unser Ziel ist ein Paket für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung. Die IG Metall fordert, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, ein Volumen von vier Prozent.

Die Thüringer Arbeitgeber legten in der dritten Verhandlung am 19. Februar ein völlig unzureichendes Angebot vor. Während die Bundesbank mit einer Inflationsrate von 3 Prozent für 2021 rechnet, sollen die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie nach dem Willen der Arbeitgeber in diesem Jahr leer ausgehen und erst 2022 einen Mix aus Einmalzahlung und Tariferhöhung erhalten.

18. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedet Resolution

Nach den ersten beiden Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die dritte Verhandlung findet am 19. Februar digital statt.

Am Vorabend der dritten Verhandlung tagte die Tarifkommission der IG Metall. In einer Bewertung der bisherigen Entwicklungen sowie der Entwicklungen parallel in andere Tarifgebieten besteht wenig Verständnis für das (bisherige) Agieren der Arbeitgeber und ihrer Verbände. Die Tarifkommission verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

8. Februar 2021 | Gewerkschaftlicher Rechtsschutz ist sehr effektiv.

414.049,94 Euro im Jahr 2020 erstritten

Mitglieder der IG Metall werden im Arbeits- und Sozialrecht beraten und wenn erforderlich, auch außergerichtlich und gerichtlich vertreten.

Im Jahr 2020 genehmigte die IG Metall Eisenach in 333 Fällen Rechtsschutz für ihre Mitglieder, davon 306 Fälle im Arbeitsrecht und 27 Fälle im Sozialrecht. Es wurden im Jahr 2020 trotz teilweiser Schließung der Gerichte insgesamt 262 Streitfälle abgeschlossen, davon 208Verfahren im Arbeitsrecht und 54 Verfahren im Sozialrecht. Das ist eine deutliche Zunahme gegenüber 173 abgeschlossenen Verfahren 2019. Für die Mitglieder der IG Metall Eisenach wurden im letzten Jahr insgesamt 414.049,94 Euro erstritten. 400.164,05 Euro davon im Arbeitsrecht und 13.885,89 Euro im Sozialrecht. Den höchsten Einzelerfolg erreichten wir für einen Kollegen, der um die richtige Eingruppierung stritt. Ihm wurden mit unserer Unterstützung 21.882,00 Euro nachgezahlt.

In vielen Fällen wurden unsere Mitglieder durch das Team der DGB Rechtsschutz in Suhl oder Erfurt unterstützt. Vielen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit.

5. Februar 2021 | Hinzuverdienst bei Rente 2021

Bis zu 46.060 Euro anrechnungsfrei.

Ab 65 Jahren plus zehn Monaten Lebensalter kann zum Rentenbezug unbegrenzt und anrechnungsfrei hinzuverdient werden. Für jüngere Rentenbezieher sind 6.300 Euro Hinzuverdienst grundsätzlich anrechnungsfrei pro Jahr. Übersteigt der Hinzuverdienst im Kalenderjahr abzüglich der 6.300 Euro Freibetrag den individuellen Hinzuverdienstdeckel werden 40 Prozent des Hinzuverdienstes von der Rente abgezogen.

Für 2021 besteht pandemiebedingt ein anrechnungsfreier Hinzuverdienst bis zu 46.060 Euro. Das gilt sowohl für Rentenbezieher, deren Rentenbeginn vor 2021 liegt (sogenannte Bestandsrenter) als auch für Neurentner ab 2021. Übersteigt der Hinzuverdienst 2021 die Freigrenze von 46.060 Euro, werden 40 Prozent davon auf die Rentenleistung angerechnet. Allerdings bleibt es auch 2021 für Bezieher einer Rente wegen voller Erwerbsminderung bei der Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro ohne Anrechnung auf die Rentenleistung.

Die Sonderregelungen zum Hinzuverdienst laufen zum 31. Dezember 2021 aus und ab 2022 gilt wieder das „normale“ Rentenrecht auch für Hinzuverdienste.

Mitglieder der IG Metall können natürlich auch individuell von uns beraten und wenn erforderlich vertreten werden.

28. Januar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber legen kein Angebot vor.

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 28. Januar virtuell stattgefunden. IG Metall und Arbeitgeber konnten kein Ergebnis erzielen und werden in den nächsten Tagen einen weiteren Verhandlungstermin vereinbaren.

Die IG Metall hat in der zweiten Tarifverhandlung gegenüber den Arbeitgebern ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Erneut forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeberfunktionäre auf, ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung in Thüringen mit der IG Metall zu führen.

12. Januar 2021 | Neue Angebote für betriebliche Interessenvertretungen

Betriebsräte Akademie Mitte gestartet

Mit Beginn des neuen Jahres nahm auch die Betriebsräte Akademie Mitte die Arbeit auf. Mit der Gründung dieser Einrichtung durch die IG Metall werden Bildungsangebote für Mitglieder im Betriebsrat, der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie der Schwerbehindertenvertretung gebündelt.

Anders als bisher erfolgt damit die Ausschreibung, Einladung, Durchführung und Abrechnung der Seminare durch die Akademie selbst. Die Übersicht zu den angebotenen Seminaren ist im Bildungsprogramm zusammen getragen. Das liegt beim Betriebsrat vor oder ist bei der IG Metall oder im Internet erhältlich.
Voraussetzung für die Teilnahme an einem Seminar ist entweder ein ordnungsgemäßer Beschluss des Betriebsrats nach § 37 Abs. 6 BetrVG oder der Schwerbehindertenvertretung gemäß § 179 Abs. 4 SGB IX. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt weiterhin über das Büro der IG Metall.

Neben den Wochenseminaren managt die Akademie auch Tagesschulungen für gewählte Personen und auch zukünftig für Mitglieder von Wahlvorständen.

30. Dezember 2020 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

Weitere 1,8 Prozent mehr Geld

Die IG Metall und der Verband der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V. vereinbarten für die Beschäftigten in den Betrieben der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringen eine Steigerung der Löhne und Gehälter in zwei Schritten: Ab 1. Januar 2020 um 2,6 Prozent und ab 1. Januar 2021 um weitere 1,8 Prozent. Die Vergütungen der Auszubildenden stiegen je nach Ausbildungsjahr überproportional zwischen 7,6 und 11 Prozent ab Januar 2020.

Die Tarifverträge sind erstmals zum 31. August 2021 kündbar.

18. Dezember 2020 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifverhandlungen begonnen.

Die erste Tarifverhandlung für rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 18. Dezember virtuell stattgefunden. Die IG Metall Mitte hat ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent mehr Geld für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Zudem forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeber auf, endlich ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung hin zur 35-Stunden-Woche in Thüringen mit der IG Metall aufzunehmen.

Die IG Metall will die bestehenden tariflichen Instrumente im Hinblick auf die Transformation weiterentwickeln. Dazu zählen die Möglichkeit der 4-Tage-Woche und Entgeltsicherung; dazu gehören Zukunftstarifverträge, die Innovations- und Standortzusagen umfassen. Die von den Arbeitgebern geforderte Nullrunde lehnt die IG Metall ab. So kann die Transformation nicht gestaltet werden; das geht nur mit den Beschäftigten zusammen.

5. Dezember 2020 | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Michael Strunz

Michael Strunz, Mitglied im Stadtrat von Bad Salzungen

Am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Michael Strunz engagiert sich als Mitglied im Stadtrat von Bad Salzungen sowie als stellvertretender Ortsteilbürgermeister in Frauensee. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihr über ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

30. November 2020 | JAV-Wahlen 2020 abgeschlossen

Herzlichen Glückwunsch allen gewählten JAV-Mitgliedern

Zum Abschluss der diesjährigen JAV-Wahlen lud die IG Metall Eisenach am 30. November neu gewählte JAV-Mitglieder zum Empfang nach Bad Tabarz. Neben dem 1. Bevollmächtigen, Uwe Laubach, und dem 2. Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser, nahm Toni Bernheiden, Gewerkschaftssekretär für Jugendarbeit, teil.

Anhand einiger Folien fasste Toni Bernheiden die JAV-Wahlen in der Region zusammen: Aktuell wurden in 17 Betrieben JAV-Wahlen durchgeführt. Das sind drei Betriebe mehr als 2018. Allerdings sank dennoch die Anzahl der gewählten JAV-Mitglieder auf 29 Personen im Vergleich zu 30 Personen 2018. Mit 24 Prozent junger Frauen ist der Anteil der weiblichen Interessenvertreterinnen überproportional höher als der Anteil der weiblichen Auszubildenden in diesen Betrieben mit etwa 11 Prozent. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre.

Wir gratulieren allen gewählten JAV-Mitgliedern und wünschen ihnen für ihre verantwortliche Arbeit viel Erfolg. Wir unterstützen sie jetzt auch in ihrer betrieblichen Arbeit. Wichtig ist, sich für die Interessenvertretung auch entsprechend qualifizieren zu lassen. Zugleich danken wir allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Bereitschaft. Und wir danken den betrieblichen Wahlvorständen für die ordnungsgemäße Durchführung der JAV-Wahlen.

24. November 2020 | Opel-Aktionstag

Zukunft nur mit uns - Hände weg vom Kündigungsschutz

Unklar ist die Situation bei Opel an allen Standorten, vor allem auch in Eisenach. Darauf machten Beschäftigte, Betriebsrat und IG Metall mit Unterstützung aus der Politik am 24. November aufmerksam. Nach der Frühschicht versammelten sich die Opel-Beschäftigten vor dem Werk in Eisenach zunächst zu einer Kundgebung und anschließend zu einem Autokorso. Auch Beschäftigte der Werke Rüsselsheim und Kaiserslautern demonstrierten zeitgleich.

In Eisenach fehlt Personal, um eine zweite komplette Schicht aufbauen und das Hybrid-Modell produzieren zu können. Wegen Personalüberhängen an den anderen deutschen Standorten verweigert das PSA-Management die erforderlichen Einstellungen in Eisenach. Hingegen kündigte der Arbeitgeber an, entgegen der tarifvertraglichen Beschäftigungssicherung keine betriebsbedingten Kündigungen an anderen Standorten mehr auszuschließen.

Prominente Unterstützung erhielten die Opel-Beschäftigten durch den Thüringer Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow (Die Linke) und Eisenachs Oberbürgermeisterin, Katja Wolf (Die Linke) die beide vor Ort waren.

17. November 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beschließen Forderung

Am 17. November 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen digitalen Sitzung die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde beschlossen Gefordert wird ein Volumen von 4 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Die IG Metall hat die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Betriebe in ihrer Forderung berücksichtigt. Für die Absicherung und Entwicklung von Einkommen sowie die Sicherung von Beschäftigung will die IG Metall Mitte ein Gesamtvolumen von 4 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten durchsetzen.
Die anstehende Transformation ist eine Herausforderung, der mit einer 4-Tage-Woche vorausschauend begegnet werden soll. Sie bietet notwendige Qualifikationszeit. Zudem erwartet die IG Metall deutliche Signale in Richtung einer 35-Stunden-Woche in Thüringen. Nach 30 Jahren ist es längst überfällig die Ungleichheit zwischen Ost und West zu beseitigen. 

6. November 2020 | 35 Kündigungen bei Gothaer Fahrzeugtechnik

Tarifvertrag schützt vielen Gewerkschaftern den Job

In der Gothaer Fahrzeugtechnik werden mit etwa 350 Beschäftigten hochkomplexe Rohr- und Blechkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen für Mobilkransysteme produziert. Nach dauerhaftem Umsatzrückgang in diesem Jahr beabsichtigte der Arbeitgeber 57 Kündigungen. Dem begegnete die IG Metall mit dem Abschluss einer tarifvertraglichen Beschäftigungssicherung im August 2020 durch einen Sozialtarifvertrag.

In der ersten Überlegung des Arbeitgebers hätten 34 IG Metall-Mitglieder ihren Arbeitsplatz verloren. Nach acht Verhandlungsrunden zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat konnte die Anzahl der erforderlichen Kündigungen statt 57 Beschäftigte auf 35 Kündigungen reduziert werden. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung zwang beide Parteien, für von Kündigung bedrohte Gewerkschaftsmitglieder andere zumutbare Arbeitsplätze im Betrieb zu finden. Der Arbeitgeber war gezwungen, Arbeitsplätze von gewerkschaftlich unorganisierten Beschäftigten frei zu kündigen, um den tarifvertraglichen Kündigungsschutz weitestgehend zu erfüllen. Für letztlich nur drei der ursprünglich 34 von Kündigung bedrohten Gewerkschaftsmitglieder war kein Ersatzarbeitsplatz möglich. Allerdings sieht der Sozialtarifvertrag für den Fall der nicht abwendbaren Kündigung eines Gewerkschaftsmitglieds die nahezu Verdoppelung der dann fälligen Abfindung vor.

Ab 1. Dezember bieten Geschäftsleitung und Betriebsrat im Rahmen des geschlossenen Sozialplans den 35 Gekündigten den Eintritt in eine Transfergesellschaft an, in welcher je nach Betriebszugehörigkeit eine Verweildauer bis zu zwölf Monaten ermöglicht wird. Während dieser Zeit tritt noch keine Arbeitslosigkeit ein, sondern wird Qualifizierung und Vermittlung aktiv begleitet und unterstützt durch die MYPEGASUS Transfer GmbH.

29. Oktober 2020 | Bilanz zum Ausbildungsjahr 2020/2021

4,31 unbesetzte Ausbildungsstellen je unversorgten Bewerber

Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2019/2020 meldeten sich in Thüringen insgesamt 8.820 Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei den Arbeitsagenturen zur Vermittlung. Das waren über 1.100 weniger als im Jahr zuvor. Zur selben Zeit meldeten Unternehmen rund 12.200 freie Ausbildungsstellen, rund 1.650 weniger als im Ausbildungsjahr 2018/2019. Auf einen Bewerber kamen damit rein rechnerisch 1,4 Ausbildungsstellen.

Mit 410 Bewerbern, die keinen Ausbildungsplatz fanden, waren es 100 mehr als ein Jahr zuvor. Demgegenüber blieben 1.770 Ausbildungsstellen unbesetzt, gut 700 mehr als im Vorjahr. Auf jeden noch unversorgten Bewerber kommen damit rein rechnerisch gut vier unbesetzte Stellen. Gute Chancen also für diejenigen, die jetzt noch suchen. Regional ist das sehr unterschiedlich, wie nebenstehende Karte ausweist: nur 0,99 unbesetzte Stellen je unversorgten Bewerber in Jena gegenüber 51 unbesetzten Stellen je unversorgten Bewerber in Weimar.

16. Oktober 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beraten über Forderung

Am 15. Oktober 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen Sitzung mit den Beratungen über mögliche Forderungen begonnen. Herausforderungen der Transformation, Beschäftigungssicherung sowie Einkommenssteigerungen standen im Mittelpunkt der Debatte.

Am 17. November beschließen die Tarifkommissionen die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde. Zum Jahresende sind die Tarifverträge kündbar.

Oktober 2020 | Azubi-Werbung bei Bosch Eisenach

Unser Ziel: Hundert Prozent !

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres sprechen wir die Azubis auf die Mitgliedschaft in der IG Metall an. Bei Bosch in Eisenach wird das unter Leitung vom Vertrauenskörperleiter, Sebastian Krems (Bild), strukturiert umgesetzt. Der Betrieb ist tarifgebunden. Damit sichern sich neue Beschäftigte, auch Azubis, Tarifansprüche durch Mitgliedschaft in der IG Metall. Aber nicht nur die in diesem Jahr neu eingestellten Azubis wurden angesprochen, sondern auch Azubis aus den anderen Ausbildungsjahren.

Dabei überzeugen die Argumente: 88 Prozent der neuen Azubis im 1. Ausbildungsjahr sind schon Mitglied der IG Metall. Aber auch in anderen Ausbildungsjahren konnte die Anzahl der IG Metall-Mitglieder deutlich gesteigert werden. "Wir bleiben dran! Unser Ziel sind 100 Prozent!" motiviert Sebastian Krems die Jugendvertreter/innen und Vertrauensleute im Betrieb. Viel Erfolg !

19. September 2020 | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 19. September von Schnepfenthal zunächst zum Schloss Reinhardsbrunn, der "Wiege" Thüringens. Bereits 1.040 residierten hier die Ludowinger, das Urgeschlecht der Markgrafen von Thüringen. Vom Verein zum Erhalt des Schlosses wurden wir kompetent und unterhaltsam von Rebecca Braun durch die Anlage geführt. Von uns Wanderern wurde eine Spende in Höhe von 175 Euro an den Verein aufgebracht und übergeben.

Weiter ging es dann zur Marienglashöhle in Friedrichroda. Hier gab es auch Gelegenheit zur Einkehr und Stärkung im Gasthaus Sankt Marien.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September. 

5. September 2020 | Jubilarehrung der IG Metall in Eisenach

7.050 Jahre Mitgliedschaft geehrt

In diesem Jahr führen wir Corona-bedingt regionale Jubilarehrungen durch. In Eisenach konnten wir am 5. September insgesamt 141 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft danken und sie beglückwünschen. Insgesamt ehrten wir 7.050 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 57 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 44 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 23 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 17 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Zwei der 70-jährigen Jubilare, Alfred Schuster und Günter Zibbe, nahmen persönlich an der Jubilarfeier teil.

Die Festansprachen erfolgten durch die Bevollmächtigten der IG Metall Eisenach. Nach einem Rückblick auf Jahrzehnte Gewerkschaftsarbeit wurden aktuelle Schwerpunkte vorgestellt. Dabei wurde besonders noch einmal auf die Erforderlichkeit von Betriebsratswahlen hingewiesen.

1. September 2020 | Ilka Metzing verstärkt Team der IG Metall

Herzlich Willkommen, Ilka.

Ilka Metzing

Seit 1. September arbeitet Ilka Metzing für die IG Metall Suhl-Sonneberg, IG Metall Eisenach, IG Metall Gera und IG Metall Jena-Saalfeld im Bereich Rückholmanagement mit Sitz in Suhl. Nach Initiative der ersten Betriebsratswahl im Jahr 2003 war sie 15 Jahre Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Schneider in Judenbach, einem Automobilzulieferer mit mehr als 200 Beschäftigten. Seit dieser Zeit hat sie sich ehrenamtlich in der IG Metall engagiert, beispielsweise als Mitglied des Ortsvorstandes Suhl-Sonneberg, der Delegiertenversammlung oder des Ortsfrauenausschusses. Sie vertrat die IG Metall Suhl-Sonneberg als Delegierte zu den Gewerkschaftstagen 2011 und 2013. Zudem ist Ilka Versichertenälteste der AOK Plus.

Die 50-jährige erfahrene Gewerkschafterin stammt aus Sonneberg. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Mit bald einem zweiten Enkelkind gibt es auch familiär viel zu tun. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ilka.

1. September 2020 | Antikriegstag

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. An jedem 1. September machen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften seitdem deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2020 steht unter dem Motto: "Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!"

29. August 2020 | Jubilarehrung der IG Metall in Gotha

4.950 Jahre Mitgliedschaft geehrt

In diesem Jahr führen wir Corona-bedingt regionale Jubilarehrungen durch. In Gotha konnten wir am 29. August insgesamt 95 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft danken und sie beglückwünschen. Insgesamt ehrten wir 4.950 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 31 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 31 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 16 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 15 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Nur zwei Kollegen sind bereits seit 1945 und damit inzwischen 75 Jahre Gewerkschaftsmitglied. Einer der beiden, Kurt Werner Frenzel, nahm persönlich an der Jubilarfeier teil.

Die Festansprachen erfolgten durch die Bevollmächtigten der IG Metall Eisenach. Nach einem Rückblick auf Jahrzehnte Gewerkschaftsarbeit wurden aktuelle Schwerpunkte vorgestellt. Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet durch die Gothaer Musikerin Marie Jungkurth.

5. August 2020 | Die IG Metall informiert:

Ehrenamt im Betrieb während Kurzarbeit

Vermehrt erreichen uns Nachfragen, wie mit dem Wahlamt im Betrieb während Kurzarbeit umzugehen ist. Anbei erläutern wir die aktuelle Rechtslage dazu. Aktuell gibt es dazu eine geänderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes, welche in unserer Wahrnehmung vielen Arbeitgebern und deren Beraten noch unbekannt zu sein scheint. Zudem konnte diese Entscheidung auch noch nicht Eingang in die Kommentarliteratur zum Betriebsverfassungsgesetz finden. Das wird sicher in den Neuauflagen spätestens erfolgen.

1. August 2020 | Neues Ausbildungsjahr

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,42 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 1.007 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es nach ihrer Ausbildung weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

28. Juli 2020 | Frauenkonferenz der IG Metall Eisenach

Konstituiert für die kommenden 4 Jahre

Alle vier Jahre finden Organisationswahlen der IG Metall statt. Dazu zählt auch eine regionale Frauenkonferenz. Wegen der Abstands- und Hygienebestimmungen fand die Veranstaltung in diesem Jahr auf dem Hof der IG Metall Eisenach statt.

Anhand vorbereiteter und kreativ gestalteter Wandzeitungen erfolgte ein Rückblick auf die Frauenarbeit der IG Metall Eisenach in den zurückliegenden vier Jahren durch die Frauenbeauftragte Christel Mahr. Danach informierte die Geschäftsleitung über aktuelle Schwerpunkte und Herausforderungen der Gewerkschaftsarbeit in der Region und darüber hinaus. Dabei sprach der 2. Bevollmächtigte Dank an die gewerkschaftlich aktiven Frauen aus.

Abschließend konstituierte sich der Ortsfrauenausschuss (OFA) der IG Metall Eisenach neu. Als Vorsitzende wurde Astrid Fettien (JD Norman Eisenach) in der Funktion bestätigt. Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Martina Pracht (Opel Eisenach) gewählt. Herzlichen Glückwunsch.

22. Juli 2020 | Neuer JAV-Vorsitzender bei Opel Eisenach

IG Metall sprach mit Jacob Schmitt

Jacob Schmitt

Viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich. Dafür danken wir allen Kolleginnen und Kollegen.

Im Gespräch mit Jacob Schmitt gehen wir auch der Frage nach Ehrenamt nach, sowohl im Betrieb als auch darüber hinaus.

Jacob Schmitt ist neuer Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bei Opel in Eisenach. Und er ist engagierter Metaller. In einem Kurzporträt stellen wir ihn hier vor.

28. Juni 2020 | Klausur der Frauen-Ausschüsse

Frauenpower der IG Metall in Thüringen

Am 26. bis 28. Juni trafen sich IG Metall-Frauen aus fast allen Regionen der IG Metall Thüringens in Suhl zum Erfahrungsaustausch. Bereits seit 2009 findet einmal jährlich ein solches Treffen statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto: Zwischen zwei Landtagswahlen. Der Diskussion mit den Metallerinnen stellte sich die lokale Abgeordnete des Thüringer Landtages, MdL Diana Lehmann (SPD). Es moderierte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser. 

Völlig unerwartet versammelten sich parallel zum Seminar unserer Frauen alle Bundes-Spitzen-Politiker/innen der AfD im gleichen Hotel. Für Arbeitnehmer/innen und Gewerkschafter/innen schließt sich gerade in Thüringen eine Zusammenarbeit mit der AfD unter Führung des Faschisten Höcke aus. Im Wahlprogramm der AfD zur Landtagswahl 2019 ist "Gewerkschaft" nur zweimal enthalten ohne irgendeine inhaltliche Übereinstimmung mit gewerkschaftlichen Zielen und Anforderungen an Politik. Daher beteiligten sich die Metallerinnen am 27. Juni ganz spontan an einer Protest-Demonstration gegen die Versammlung der Bundes-AfD-Spitze in Suhl.

Es ist beeindruckend, wenn die Frauen aus ihrer Gewerkschaftsarbeit in den Regionen berichten. Mit viel Engagement und Verbindlichkeit werden Themen angepackt und umgesetzt. Vielen Dank unseren tollen Frauen!

1. Mai - Tag der Arbeit

Solidarisch ist man nicht alleine

Zum ersten Mal seit der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes 1949 wird es in diesem Jahr keine Demonstrationen und Kundgebungen auf Straßen und Plätzen am 1. Mai geben.

Denn in Zeiten von Corona heißt Solidarität: mit Anstand Abstand halten. Das Motto der DGB Gewerkschaften zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2020 lautet "Solidarisch ist man nicht alleine". Die Kundgebungen und Demos zum Tag der Arbeit wurden in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie bundesweit abgesagt.

 

Der DGB bietet einen Livestream am 1. Mai, 11 Uhr an: https://www.youtube.com/embed/HSqMXUQK1wM

20. März 2020 | Überproportionale Rentensteigerung Ost wegen Rentenangleichung

4,20 Prozent mehr Rente in Ostdeutschland

Am 1. Juli 2020 steigen die Renten in Ostdeutschland um 4,20 Prozent. In Westdeutschland steigen die Renten um 3,45 Prozent. Im Vorjahr stiegen die Renten ab 1. Juli 2019 in Ostdeutschland um 3,91 Prozent und in Westdeutschland um 3,11 Prozent. Damit erhöht sich in diesem Jahr der Rentenwert Ost auf 33,23 Euro, der Rentenwert West hingegen auf 34,19 Euro. Die Höherwertung nach Anlage 10 zum Sozialgesetzbuch 6. Buch beträgt 1,0700 im Jahr 2020.

Die Rentenanpassung Ost errechnet sich aus dem Produkt aus Lohnfaktor +3,8 Prozentpunkte, Beitragssatzfaktor 1,0 und Nachhaltigkeitsfaktor +0,17 Prozentpunkte. Der Beitragssatzfaktor ist gleich, weil der Beitragssatz zur Gesetzlichen Rentenversicherung seit Anfang 2018 unverändert 18,6 Prozent beträgt. Der Nachhaltigkeitsfaktor ist positiv, weil von 2018 zu 2019 die Anzahl der Beitragszahlenden mehr gestiegen war als die Anzahl der Rentenbeziehenden. Daraus ergäbe sich eine Rentensteigerung in Ostdeutschland um 3,89 Prozent auf einen Rentenwert Ost von 33,13 Euro. Aus dem Rentenüberleitungs-Angleichungsgesetz ergibt sich eine sogenannte „Angleichungstreppe“, wonach der Rentenwert Ost ab Juli 2020 mindestens 97,2 Prozent des Rentenwertes West erreichen muss. Das ergibt daher eine zusätzliche Anhebung der Renten in Ostdeutschland und die Renten in Ostdeutschland steigen nicht nur um 3,89 Prozent nach Rentenformel, sondern sogar überproportional um 4,20 Prozent.

7. März 2020 | Konstituierende Delegiertenversammlung

Neues "Parlament" der IG Metall Eisenach nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2020 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Westthüringen fanden im Januar und Februar 2020 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Eisenach.

In der konstituierenden Delegiertenversammlung am 7. März 2020 fand in Eisenach der Abschluss der Wahlhandlungen für die Wahlperiode 2020 bis 2023 statt. Es wurden die Bevollmächtigten als Geschäftsführer der IG Metall Eisenach sowie der Ortsvorstand gewählt:

Im Amt bestätigt wurden Uwe Laubach als 1. Bevollmächtigter und Kassierer sowie Thomas Steinhäuser als 2. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach.  

Weiter wurden 13 Beisitzer/innen in den Ortsvorstand der IG Metall Eisenach gewählt. Ihm gehören nun an (Foto v.l.n.r.): Stephan Lattermann (ZF Gotha), Maik Freitag (Bosch Eisenach), Stephan Hofmann (EJOT Tambach-Dietharz), Martina Pracht (Opel), Dirk Borghardt (Preh Dippach), Jens Sieder (Lear Eisenach), Christine Herrmann (Rentnerin Eisenach), Andreas Starkoff (Metaldyne Eisenach), Olaf Kämpfer (Schmitz Cargobull Gotha), Tim Reichert (Bosch Eisenach), Thomas Steinhäuser und Uwe Laubach. Zudem gehören zum Ortsvorstand (nicht im Bild): Astrid Fettien (JD Norman Eisenach), Christianne Napierski (Rebo Eisenach) und Steffen Zucker (GFT Gotha).

Verabschiedet aus dem Ortsvorstand wurden Ralf Helbig (Bosch Eisenach), Manfred Hornaff (ZF Gotha) und Bernd Lösche (Opel Eisenach)

6. Dezember 2019 | Nikolaus-Aktion der IG Metall Eisenach

Hohoho ... 35 Wochenstunden sind genug !

Seit vielen Jahren ist der Nikolaustag ein politischer Aktionstag der IG Metall-Jugend, der dezentral organisiert und ausgestaltet wird. In der Eisenacher Karlstraße wurden die IG Metall-Jugendlichen auch in diesem Jahr wieder durch Mitglieder der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit AGA und des Ortsfrauenausschusses OFA unterstützt. Sie informierten Passantinnen und Passanten über unser Ziel, die 35-Stunden-Woche endlich tarifvertraglich durchzusetzen und umzusetzen. Dafür hatten die Beteiligten im Vorfeld Plätzchen gebacken, die als "Freizeit-Plätzchen" für weniger tarifvertragliche Arbeitszeit neben einem Flugblatt als Ansprache dienten.

In zahlreichen angeregten Gesprächen gab es sehr viel Unterstützung und Zustimmung zur Forderung der IG Metall durch Menschen aus Eisenach, der Umgebung und Touristen aus der Ferne.

8. November 2019 | Curitiba - Brasilien

Ex-Staatspräsident Lula aus Haft entlassen.

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Politische Gegner sorgten in Kumpanei mit einer motivierten Gerichtsbarkeit dafür, dass Lula am 8. April 2018 in der südbrasilianischen Millionenstadt Curitiba inhaftiert wurde. Damit war dem aussichtsreichsten Kandidat für die Präsidentschaftswahl im September 2018 die Kandidatur versperrt. Lula lag bis dahin uneinholbar mit absoluter Stimmenmehrheit in allen Umfragen vorn.

Da die gegen ihn bisher zweifelhaft ergangenen Urteile nicht rechtskräftig sind und nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden konnten, musste Lula nun auf freien Fuß entlassen werden. Jubelnd wurde er von Anhängern in Curitiba empfangen. Landes- und weltweit ist die Freude groß.

6.-12. Oktober 2019 | 24. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg

MITEINANDER FÜR MORGEN

Zwei der 483 Delegierten des 24. Ordentlichen Gewerkschaftstages der IG Metall vertraten die IG Metall Eisenach: Heike Brell (Thüringer Präzisionsfedern) und Dirk Borghardt (Preh Car connect).

Nach einem Rückblick auf die Arbeit der zurückliegenden vier Jahre standen die Wahlen des Vorstandes der IG Metall an. Einer der 36 Vorstandsmitglieder ist aus Thüringen. Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender bei Opel in Eisenach, wurde für die nächsten vier Jahre in dieser Funktion bestätigt.

810 Anträge wurden beraten und entschieden. Dabei standen auch die sieben Anträge aus Suhl-Sonneberg zur Entscheidung an. Einer dieser sieben Anträge fand dabei keine Mehrheit.

12. August 2019 | Sommertour des DGB-Bezirksvorsitzenden Michael Rudolph

Moderne Tarifpolitik ist auch in Thüringen möglich, wie EJOT zeigt.

Foto: Andreas Wolf (EJOT)

Vom 12. bis 16. August 2019 besucht der Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, verschiedene Betriebe in Thüringen im Rahmen seiner Sommertour. Unter dem Motto „Besser mit Tarifvertrag“ informiert er sich über Positivbeispiele für Tarifbindung und auch zu den Schwierigkeiten, weshalb es in Thüringen eine im bundesweiten Vergleich bisher eher geringe Tarifbindung gibt. Am 12. August war Michael Rudolph (4.v.l. im Bild) bei EJOT in Tambach-Dietharz.

Der geschäftsführende Gesellschafter, Christian F. Kocherscheidt (2.v.r. im Bild), empfing den Gewerkschaftschef gemeinsam mit weiteren Vertreter/innen aus dem Management sowie dem Betriebsratsvorsitzenden, Stephan Hofmann (1.v.l. im Bild). Eine beeindruckende Firmengeschichte seit 1922 und ab 1993 in Tambach-Dietharz wurde vorgestellt. Besonders bemerkenswert ist der in Ostdeutschland bisher einzigartige Haustarifvertrag zur schrittweisen Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38 Stunden auf 35 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Das beschert EJOT Bewerbungen von wertvollen Fachleuten, während andere Betriebe der Region über Fachkräftemangel klagen.

12. Juli 2019 | Internationale Gäste aus Brasilien in der Region

Zu Besuch bei Deckel Maho in Seebach

Lula livre! Freiheit für den zu Unrecht inhaftierten Metallgewerkschafter und ehemaligen Staatspräsident Brasiliens Luiz Inacio Lula da Silva!

Im Rahmen ihrer Bildungsreise kamen zwei brasilianische Metallgewerkschafter auch in die Region Eisenach. Maicon Michel Vasconcelos da Silva, Internationaler Sekretär des Dachverbandes der Metallgewerkschaften und Wellington Messias Damasceno, Vorstandsmitglied der Metallgewerkschaft Sindicato dos Metalurgicos do ABC zuständig für Industriepolitik, besuchten am 12. Juli den Maschinenbauer Deckel Maho im Wartburgkreis. Sie informierten sich darüber, wie Unternehmen und Belegschaft mit den Herausforderungen durch Digitalisierung und Transformation umgehen. Nach einer Werksführung durch die Geschäftsleitung bestand anschließend Gelegenheit, mit Vertretern des Betriebsrates ins Gespräch zu kommen.

Am Vorabend des Betriebsbesuches brannte auf dem Hof der IG Metall Eisenach der Grill zum Willkommen in Thüringen für die brasilianischen Kollegen. Staubedingt trafen die Brasilianer erst sehr verspätet aus Stuttgart kommend in Eisenach ein.

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de