14. November | IZOBLOK Ohrdruf

Ministerpräsident Ramelow zu Gast

Am 14. November besuchte der Thüringer Ministerpräsident, Bodo Ramelow (Die Linke), auf Einladung des Betriebsrats die IZOBLOK in Ohrdruf. Die Geschäftsführung stellte im Rahmen einer Betriebsversammlung die Pläne für die zukünftige Entwicklung am Standort vor. Die IZOBLOK Gruppe als börsennotiertes Unternehmen zeigte sich sehr zufrieden mit den Bedingungen in Thüringen und wies auch auf eine enge Zusammenarbeit mit der Universität in Ilmenau hin. Bodo Ramelow würdigte in seiner Rede das Engagement von IZOBLOK in Thüringen und verwies auf die guten Wirtschaftsbeziehungen zwischen Thüringen und Polen, die dadurch weiter ausgebaut wurden. Leif Gentzel von der IG Metall Eisenach erklärte, dass es wichtig ist, dem Fachkräftemangel und der demographischen Entwicklung auf dem Thüringer Arbeitsmarkt mit guten Arbeitsbedingungen und der weiteren Anpassung des Lohn- und Gehaltsniveaus an die alten Bundesländer zu begegnen. Noch immer ist Thüringen Billiglohnland und verliert deshalb gut qualifizierte Arbeitnehmer. Der Ausbau der Tarifbindung ist eine weitere wichtige Voraussetzung. Bei einem anschließenden Betriebsrundgang informierte sich Bodo Ramelow über Technologien und Fertigungsmethoden in Ohrdruf.

4. November | Metall- und Elektroindustrie

Tarifauftaktveranstaltung in Zwickau

Der IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen eröffnete die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie mit einem Auftakt am 4. November in Zwickau. Nach einer Demonstration vom Hauptbahnhof zur Stadthalle fand dann eine Kundgebung in der Stadthalle statt. Es sprachen unter anderen der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Zwickau, Stefan Kademann, der 1. Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, und der zuständige Bezirksleiter, Olivier Höbel.

Auch Kolleginnen und Kollegen aus der Region Eisenach waren mit dem Bus nach Zwickau angereist und nahmen an der Veranstaltung teil.

3. November | Insolvenz der Rege Motorenteile

Verkauf an ausländischen Investor wahrscheinlich

Die Verhandlungen zum Verkauf des operativen Geschäftsbetriebes der Rege Motorenteile sind mit einem Investor jetzt soweit voran gekommen, dass der Übergang zum neuen Jahr erfolgen könnte. In den kommenden Tagen werden ein möglicher Kaufvertrag schussverhandelt und erforderliche behördliche Genehmigungen eingeholt. Einigkeit besteht darüber, dass der Verkauf aller drei Produktionsstandorte mit allen Beschäftigten und zu unveränderten tarifvertraglichen Bedingungen erfolgen soll.

24. Oktober | Tarifkommission Metall-/Elektroindustrie

6 Prozent mehr Geld und Arbeitszeiten, die zum Leben passen

Am 24. Oktober stellten die Tarifkommissionen des Bezirks Mitte der IG Metall (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen) die Weichen für die kommende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Das Forderungspaket, dem die Tarifkommissionen zugestimmt haben, umfasst im Einzelnen folgende Punkte:

• eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für zwölf Monate,

• einen Rechtsanspruch für jeden Beschäftigten auf Reduzierung der individuellen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für eine Zeitdauer von bis zu 24 Monaten,

• für Beschäftigte in belastenden Arbeitszeitmodellen einen tarifdynamischen Zuschuss in Form eines Festbetrags von 750,- Euro pro Jahr, soweit die Arbeitszeit um 10 Tage pro Jahr oder mehr verkürzt wird,

• für Beschäftigte, in deren Haushalt Kinder unter 14 Jahren leben oder die pflegebedürftige Familienangehörige haben, einen tarifdynamischen Zuschuss in Form eines Festbetrags von 200,- Euro pro Monat, soweit die wöchentliche Arbeitszeit um 3,5 Stunden oder mehr reduziert wird.

Darüber hinaus strebt die IG Metall Regelungen zum Personalausgleich für die Umsetzung der individuellen Wahloption auf Arbeitszeitreduzierung an. Dazu fordern die Tarifkommissionen für Auszubildende einen vergüteten freien Tag je Prüfungstag zur Prüfungsvorbereitung. Für das Tarifgebiet Thüringen verlangt die IG Metall zudem eine belastbare Verhandlungsverpflichtung für einen Prozess zur Angleichung der Entgelte, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen.

11./12. Oktober | Erfahrungsaustausch in Kerspleben

AGA-Arbeit in Thüringen

Die sechs Geschäftsstellen der IG Metall in Thüringen trafen sich, der langjährigen Tradition folgend, vom 11. bis 12. Oktober 2017 zum jährlich stattfindenden Erfahrungsaustausch. In diesem Jahr folgten wir der Einladung der IG Metall Erfurt nach Erfurt-Kerspleben. Referenten waren eingeladen zu den Themen: Wie geht es weiter mit den Gewerkschaften nach der Bundestagswahl (Sandro Witt – stellvertretender Vorsitzender im DGB Hessen-Thüringen), zum Thema: Gesundheitspolitik (AOK-Plus) und einen Referenten der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland mit Ausführungen „Angleichung der Ost– an Westrente“.

Es wurde aber auch die gemeinsame Zeit genutzt, um über die außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) aus den verschiedenen Regionen Thüringens zu berichten und sich dazu auszutauschen.

9./10. Oktober | JAV-/BR-Kongress in Fulda

Mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen dabei

„Selbstbestimmt.mitbestimmt.solidarisch.“ war das Motto des Kongresses am 9. und 10. Oktober in Fulda, zu dem mehr als 350 Kolleginnen und Kollegen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland mit 17 IG Metallerinnen und Metallern aus Thüringen angereist waren.

Es wurde in acht verschiedenen Foren unter anderem zu den Themen „Arbeitszeit für junge Beschäftigte“, „Duales Studium“ oder „Ausbildung im Betrieb checken und verbessern“ intensiv gearbeitet.

Am nächsten Tag diskutierten die Kongressteilnehmenden insbesondere über Anforderungen und Erfahrungen in der Begleitung von jungen Beschäftigten, die ihre Ausbildung erfolgreich abschließen. Mitunter sichert ein Tarifvertrag der IG Metall die Übernahme. In anderen Betrieben jedoch nicht.

Preh Car Connect Dippach

Bis zu plus 13,4 Prozent bis Ende 2018

Erstmals führte die IG Metall Entgeltverhandlungen mit Preh in Dippach, vormals TechniSat. Mit dem Verhandlungsergebnis wurde vereinbart, dass es eine überproportionale Erhöhung der unteren Entgeltgruppen gibt. Für die unterste Entgeltgruppe steigen die Entgelte zum 01. September 2017 um 4,4 Prozent, zum 01. November 2017 um weitere 5,1 Prozent und zum 01. November 2018 um 3,9 Prozent. Die anderen Entgelte erhöhen sich zum 01. November 2017 und 01. November 2018 jeweils um 3 Prozent. Für 2019 wurde die Flächentarifvertragserhöhung puls ein Prozent definiert. Des weiteren wurde eine Festschreibung des Urlaubsgeldes und Weihnachtsgeldes in Höhe von jeweils 50 Prozent eines Monatsentgeltes vereinbart.

24. September | Bundestagswahl

Wer nicht wählt, wird trotzdem regiert !

"Schlechte Kandidaten werden gewählt von guten Bürgern, die nicht zur Wahl gehen." (Thomas Jefferson, 1743–1826, US-Präsident).

Die IG Metall Eisenach ruft zur Teilnahme an der Bundestagswahl auf. Gerade für Beschäftigte sind verlässliche und gute Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber unverzichtbar. Gutes Leben und gute Arbeit sind ohne Schutz vor Ausbeutung und Unterdrückung undenkbar. Zudem haben Gewerkschaften auch sozialpolitisch und gesellschaftlich Forderungen an die Bundespolitik formuliert. Deshalb haben es die Menschen selbst in der Hand, durch ihre Stimmen am Wahltag ihre eigene Zukunft mitzugestalten und zu verbessern. Die IG Metall spricht keine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei oder eine bestimmte Person aus. Wir wollen am Wahlsonntag eine arbeitnehmerfeindliche Koalition verhindern. Dafür braucht es jede Stimme. Wir fordern alle auf, überhaupt zur Wahl zu gehen und keine Stimme an Nazis und Rechtspopulisten zu geben.

14. September | Tarifkommission Metall-/Elektroindustrie

Mehr Entgelt, mehr Ausbildungsvergütung und „kurze Vollzeit“

Rund 6 Prozent mehr Entgelte und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie eine „verkürzte Vollzeit" - diese Forderungsvorschläge haben die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für die Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und für Thüringen in einer gemeinsamen Sitzung am 14. September in Frankenthal diskutiert.

Ausführlich beschäftigten sich die beiden Tarifkommissionen dabei mit der wirtschaftlichen Lage, die einen wichtigen Hintergrund für die Tarifverhandlung bildet. Die Metall- und Elektroindustrie befindet sich seit Jahren in einer robusten Konjunkturlage. Das prognostizieren die Wirtschaftsforscher auch für 2018. 

Die 35-Stundenwoche sei die Wunscharbeitszeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, allerdings müsse es Entlastung geben. Mit der "verkürzten Vollzeit" will die IG Metall einen tarifvertraglichen Anspruch auf kürzere Wochenarbeitszeit in Ost und West schaffen. Das steht einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit in den neuen Bundesländern nicht entgegen.

9. September | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen 8. Familienwandertag der IG Metall am 9. September durch das Schortetal bei Ilmenau. Nach dem Treffen in Ilmenau starteten wir durch zum Besucherbergwerk »Volle Rose«. Dort fuhren wir mit einer Besucherbahn zunächst durch die umliegende Landschaft. Anschließend fuhre wir in den ehemaligen Stollen ein. Musikalisch begleitet wurden wir durch Dieter Löffler auf dem Horn.

Im Schortetal befanden sich einst viele Bergwerksstollen, in denen vor allem Flussspat und Mangan abgebaut wurden. Das heutige Bergwerk »Volle Rose« wurde 1991 stillgelegt. Es ist heute als Schaubergwerk hergerichtet und für Besucher geöffnet. Zur Stärkung kehrten wir in die Gaststätte »Zur Schortemühle« ein. Es war wieder ein tolles Erlebnis in unserem schönen Thüringen. Viele freuen sich bereits auf den dann bereits 9. Familienwandertag im kommenden September.

2. September | Jubilarehrung in Eisenach

299 Jubilare geehrt

Wenn Kolleginnen und Kollegen lange Jahre Mitglied der IG Metall sind, ehren wir diese Jubilare besonders. In diesem Jahr konnten wir insgesamt 299 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft danken und sie beglückwünschen.
Insgesamt ehrten wir 14.840 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 111 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 100 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 76 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 12 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Drei von ihnen waren zur Jubilarveranstaltung anwesend (Foto v.l.n.r.: Thomas Steinhäuser, Siegmund Keck, Rudi Pfeiffer, Ernst Wallum, Uwe Laubach). Nach den Reden der beiden Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser und Uwe Laubach, bestand für alle die Möglichkeit der Besichtigung des Museums Automobile Welt in Eisenach. Zu den Jubilaren zählten auch einige der ehemaligen Beschäftigten des AWE Automobilwerkes Eisenach. Der besondere Ort für die diesjährige Jubilarehrung kam besonders gut an.

1. September | TVS Supply Chain Solutions Eisenach

Plus 6 Prozent in zwei Stufen

Am 24. Juli 2016 übernahm TVS die Logistikaufgaben bei Opel Eisenach von der Firma Schnellecke. Dadurch verlor der bis dahin geltende Haustarifvertrag seine kollektive Bindung. Im August konnte ein neuer Tarifvertrag vereinbart werden. Zum 01. August 2017 erhöhen sich die Entgelte um 2,55 Prozent, zum 01. April 2018 um weitere 3,45 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018.

1. September | Tariferhöhung in Thüringen

Mehr Geld für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe

Zum 1. September 2017 erfolgt eine Tariferhöhung um 2,9 Prozent. In einer zweiten Stufe zum 1. Oktober 2018 steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um weitere 2,9 Prozent. Damit steigen die Entgelttabellen um insgesamt 5,8 Prozent.

Leider gilt der Tarifvertrag in vielen Autohäusern in Südthüringen noch nicht. Das können wir nur gemeinsam ändern.

1. September | Gothaer Fahrzeugtechnik

2. Stufe der Tariferhöhung

Erst in der fünften Verhandlung am 20. Februar 2017 gelang der Durchbruch. Zuvor folgten die Beschäftigten allen drei Aufrufen der IG Metall zu massiven Warnstreiks. Nach der ersten Tariferhöhung ab Februar diesen Jahres um 2,7 Prozent, folgt nun die zweite Stufe der Tariferhöhung um weitere 2,4 Prozent ab September 2017. 

1. September | IZOBLOK Ohrdruf

2. Stufe der Tariferhöhung

Zum 1. September 2016 wurde nach Einigung zwischen der IG Metall Eisenach und der Geschäftsleitung von IZOBLOK Ohrdruf (vormals SSW Pearlfoam) erstmals für die Beschäftigten ein Haustarifvertrag eingeführt. Der Betrieb ist ein Automobilzulieferer, bei welchem rund 220 Mitarbeitende beschäftigt werden.

Mit dem Haustarifvertrag wurde eine Eingruppierung der Tätigkeiten nach transparenten Merkmalen vorgenommen. Weiter wird sichergestellt, dass das Entgelt funktionsübergreifend steigt. Zugleich wurden die Ausbildungsvergütungen spürbar angehoben. In einer zweiten Stufe steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. September 2017 um 2,5 Prozent. Das ist ein tolles Ergebnis.

31. August | Wutha-Farnroda

Betriebsratswahl bei Petkus in Wutha-Farnroda abgeschlossen

v.l.n.r.: Raymond Hasse (IG Metall), Jens Böse (BR-Vorsitzender), Lina Renz, Mario Kuschmann, Wilfried Hameister, Florian Kaiser, Steffen Vallay, Sascha Riemer

Die Petkus Technologie GmbH in Wutha-Farnroda wurde bereits im Jahre 1852 als weltweit erster Produzent mechanischer Reinigungstechnik für Saatgut gegründet. Heutzutage umfasst das Produktionsspektrum Futtermittel-Werke, Saatgutaufbereitung und Getreidetechnologien. Bis Anfang 2017 bestand kein Betriebsrat. Das wollten die Beschäftigten ändern und baten die IG Metall Eisenach um Unterstützung. Wir leiteten eine Betriebsratswahl ein. Mit Hilfe der IG Metall Eisenach wählten sich die 194 Beschäftigten am 17. August 2017 ihren 7-köpfigen Betriebsrat. In der konstituierenden Sitzung des Betriebsrats am 31. August 2017 wurde Jens Böse zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt.

Die IG Metall gratuliert den Gewählten und wünscht dem neu gewählten Betriebsrat einen guten Start in die vor ihm liegenden Aufgaben. Dabei hilft weiterhin die IG Metall Eisenach durch Schulungen und Begleitung.

Wir helfen aber auch weiterhin aktiv in Betrieben, in denen noch kein Betriebsrat besteht. Diesen Umstand wollen wir gemeinsam mit den Belegschaften ändern.

26. August | Traditionelles Sommerfest

Spaß und Spannung auf dem Hof der IG Metall

Das bereits traditionelle Sommerfest fand am 26. August auf dem Hof der IG Metall Eisenach statt. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen waren unserer Einladung bei gutem Wetter gefolgt. Für Essen und Trinken war gesorgt. Zusätzlich hatten verschiedene Kolleginnen und Kollegen Kuchen gebacken.

Wir luden auch wieder dazu ein, Lose für unsere Tombola zu ziehen. Dabei kamen insgesamt 350 Euro Spende für das Kinderhospiz Tambach-Dietharz zusammen.

26. August | DGB Kreisdelegiertenkonferenz in Eisenach

Konstituierung des DGB-Kreisvorstandes Wartburgkreis-Eisenach

v.l.n.r.: Michael Lemm, Günther Zippe, Jürgen Putzke, Sigurd Hoppe

Am 26. August 2017 fand in Eisenach die DGB Kreisdelegiertenkonferenz des DGB Wartburgkreis-Eisenach statt. Der bisherige Vorsitzende Jürgen Putzke (EVG) trug den Bericht zur Arbeit des DGB Kreisverbandes vor. Viele Aktivitäten wurden im Wartburgkreis und Eisenach durch den DGB und seine Gewerkschaften realisiert. 1. Mai, Internationaler Frauentag, Aktivitäten gegen Rechts und viele Stichworte mehr wurden dabei benannt.

Anschließend wurde ein neuer Kreisvorsitzender gewählt. Einziger Kandidat war Michael Lemm (IG Metall). Er erhielt 100 Prozent der abgegebenen Stimmen der Delegierten. Herzlichen Glückwunsch!

Der Konferenz lag ein inhaltlicher Antrag vor. Einstimmig stimmten die Delegierten für die Wiedereinführung der traditionellen Mainelken. Diese wurden in diesem Jahr zu Gunsten von Metall-Pins nicht mehr angeboten.

Die ausscheidenden, langjährigen Aktiven im DGB in der Region, Sigurd Hoppe (IG Metall) und Günther Zippe (IG Metall), wurden geehrt und verabschiedet.

16. August | Kassel

Bundessozialgericht stärkt Ehrenamt.

Das Bundessozialgericht (BSG) hatte heute über die Frage zu entscheiden, ob für einen Kreishandwerksmeister, der für sein Ehrenamt eine jährliche pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 6500 Euro erhält, Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden müssen? Die Kasseler Richter stellten klar, dass Ehrenamt grundsätzlich beitragsfrei bleibe (Aktenzeichen B 12 KR 14/16 R).

In ganz vielen Bereichen engagieren sich Menschen ehrenamtlich. Sie bringen ihre Zeit und Energie ein. Vielfach erfolgt dafür gar keine oder nur eine geringe Aufwandsentschädigung für Fahrtkosten und dergleichen. Ob im Sportverein, der Selbstverwaltung in der Sozialversicherung, in gesellschaftlichen Projekten oder eben dem Handwerk sind viele Aktivitäten ohne ehrenamtliches Engagement nicht realisierbar. Daher begrüßt die IG Metall Eisenach die heutige Entscheidung vom BSG zur Sozialversicherungsfreiheit für Aufwandsentschädigungen. Klar formulierte der Senat die Aufforderung an den Gesetzgeber, in dieser Frage Klarheit zu schaffen. Klarheit würden wir uns zugleich wünschen für die einheitliche steuerliche Behandlung von Aufwandsentschädigungen. Während für beispielsweise Bezüge im Sportverein ein steuerlicher Freibetrag geltend gemacht werden kann, erkennen die Finanzbehörden diesen Freibetrag für Bezüge aus der Selbstverwaltung der Sozialversicherungen nicht an. Diese Ungleichbehandlung für Ehrenamt muss geändert werden.

1. August | PSA übernimmt Opel

IG Metall begrüßt den Zusammenschluss

»Die Umsetzung des Verkaufs wurde erfolgreich abgeschlossen. So entsteht für das Unternehmen und vor allem für die Beschäftigten eine Perspektive. Nun kann man den Blick nach vorn richten und die anstehenden Herausforderungen gemeinsam gestalten«, kommentiert Jörg Köhlinger das sogenannte Closing von Opel an PSA.

Die Opel Automobile GmbH unterhält im Bezirk Mitte Werke in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach.

1. August | Neues Ausbildungsjahr

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,29 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede. In der Agentur für Arbeit Suhl ist die Stellen-Bewerber-Relation mit 1,25 im Durchschnitt Thüringens. Spitzenreiter in Thüringen ist die Agentur für Arbeit Jena mit einem Faktor von 1,43 Stellen je Bewerbung. Den geringsten Faktor weist die Agentur für Arbeit Gotha aus mit 1,09 Stellen je Bewerbung. Der Anteil ausländischer Bewerber ist leicht auf 3,5 Prozent gestiegen.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 946 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es im Sommer 2020 oder im Februar 2021 weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

Beschäftigtenbefragung bestätigt Debatten in den Betrieben

93 Prozent Zustimmung zur Tarifangleichung Ost

Anfang 2017 rief die IG Metall bundesweit zur Teilnahme an einer Beschäftigtenbefragung auf. Insgesamt hatten sich über 660.000 Menschen an dieser Befragung beteiligt. In Süd-West-Thüringen erhielten wir 2.452 Rückmeldungen.

78 Prozent der Befragten in unserer Region stimmen der Abschaffung sachgrundloser Befristungen und prekärer Beschäftigung zu (bundesweit 66 Prozent), weitere 15 Prozent stimmen dem eher zu (bundesweit 23 Prozent). Hingegen stimmen 79 Prozent eines gesetzlichen Rückkehrrechtes aus Teilzeit in Vollzeit vollumfänglich zu (bundesweit 66 Prozent), weitere 17 Prozent stimmen dem eher zu (bundesweit 24 Prozent). Einer wirklich paritätisch finanzierten gesetzlichen Krankenversicherung stimmen 80 Prozent der Befragten zu (bundesweit 73 Prozent), sowie stimmen weitere 16 Prozent eher zu (bundesweit 22 Prozent). Das Rentenniveau muss stabilisiert und mittelfristig erhöht werden, auch wenn dadurch die Beiträge paritätisch steigen, stimmen 55 Prozent zu (bundesweit 52 Prozent) und stimmen 33 Prozent eher zu in gleichem Umfang wie auch bundesweit.

Die deutlichsten Unterschiede in den qualitativen Ergebnissen finden sich bei der Angleichung der tariflichen Arbeitszeit in Ostdeutschland an Westdeutlichland. Bundesweit finden das lediglich 18 Prozent der Befragten wichtig. In unserer Region hingegen ist das für 80 Prozent der Befragten wichtig plus 13 Prozent der Befragten eher wichtig. Der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist bei der Arbeitszeit besonders groß. In Süd-West-Thüringen wünschen sich 63 Prozent der Befragten eine Wochenarbeitszeit von maximal 35 Stunden. Hingegen arbeiten real 59 Prozent der Befragten 40 Wochenstunden oder mehr.

20. Juli | TVS Supply Chain Solutions GmbH

"Alle Räder stehen still ...

... wenn dein starker Arm es will." (Georg Herwegh im Bundeslied für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein)

Und auch die Produktionsbänder des automobilen Endproduzenten stehen still, wenn sich die Beschäftigten des Zulieferers TVS in Eisenach mit einem Warnstreik um ihre Entgelte kümmern. So geschehen heute am 20. Juli.

Nach drei Stunden Warnstreik wurden die parallelen Tarifverhandlungen ohne Ergebnis erneut vertagt. Obwohl zu den heutigen Verhandlungen extra ein Vertreter der britischen Muttergesellschaft aus England angereist war, gelang kein Durchbruch.

Bundestagswahl 2017

Wen soll ich wählen? Besser nicht die AfD !

Am 24. September 2017 findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Viele Jugendliche sind als Erstwähler zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen. „Wen soll ich wählen?“, fragen sich viele Erstwähler, aber auch andere Wählerinnen und Wähler. Für Jugendliche und insbesondere Erstwähler in Thüringen bot die IG Metall vom 14. bis 16. Juli 2017 einen Workshop zur Bundestagswahl in Saalfeld an.

Junge Metallerinnen und Metaller setzten sich aktiv mit den Wahlprogrammen von Union, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD. Überrascht waren die Jugendlichen, dass von diesen Parteien allein die Union ein Wahlprogramm ohne Legitimation durch einen Bundesparteitagsbeschluss vorlegte. Aber die Frage, ob, und wenn ja warum, in der Union Angst vor dem eigenen Souverän Parteitag bestehen mag, wurde nicht weiter vertieft. Die geringste Übereinstimmung mit unseren Forderungen fanden wir im Wahlprogramm der AfD. Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist keinesfalls eine Alternative für Jugendliche und schon gar nicht für Gewerkschafter, weder in Deutschland noch Europa.

Tarifbindung. Betriebliche Mitbestimmung. Arbeitszeit: Im Wahlprogramm der AfD nicht enthalten. Keinerlei Aussage. Zentrale Themen und Erwartungen der IG Metall und ihrer zahlreichen Mitglieder, auch der Erstwähler, werden nicht behandelt.

1. Juli | Schmitz Cargobull Gotha

Arbeitszeitverkürzung plus Lohnerhöhung

Für die Beschäftigten der Schmitz Cargobull in Gotha erhöhen sich nach der ersten Steigerung um zwei Prozent ab April diesen Jahres die Einkommen ab Juli um weitere 1,5 Prozent. Zugleich wird die Wochenarbeitszeit ab Juli um eine Stunde von 40 auf 39 bei vollem Lohnausgleich reduziert. Damit wird die weitere Angleichung der betrieblichen Bedingungen an den Flächentarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen erreicht.

Im aktuell erreichten Tarifvertrag sind bereits weitere Angleichungsschritte vereinbart. Zuzüglich zu den Tarifsteigerungen des Flächentarifvertrages erhöhen sich die Entgelte um 0,5 Prozent ab Oktober 2018, um weitere 0,5 Prozent ab Oktober 2019 sowie um weitere 1,0 Prozent ab Oktober 2020. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 30. September 2020.

2. Juni | AGA-Seminar in Steinbach (Taunus)

Blick zurück und nach vorn.

Aktive Kolleginnen und Kollegen der Arbeitskreise für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA der IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg trafen sich im hessischen Steinbach für eine Woche zum gemeinsamen Seminar.

Rückblickend wurden die gemeinsamen Aktivitäten der vergangenen Monate ausgewertet und analysiert. Aber vor allem wurden Vorhaben für die kommenden Monate vereinbart und besprochen. Im Zentrum der Diskussionen stand dabei die diesjährige Bundestagswahl. Gerade Gewerkschafter/innen haben klare Erwartungen an Bundespolitik. Zudem werden bewährte Aktivitäten traditionell fortgesetzt. Der gemeinsame Wandertag, das Sommerfest, die Nikolausaktion oder der Internationalen Frauentag stehen fest im Plan.

31. Mai | Rege Motorenteile Hörselberg-Hainich

Mit Volldampf für den Erhalt der Arbeitsplätze

Die Rege Motorenteile GmbH ist ein Metallbetrieb mit etwa 1.000 Beschäftigte in Eisenach und im hessischen Witzenhausen.

Das Insolvenzverfahren wurde durch Beschluss des Insolvenzgerichtes Meiningen am 1. April 2017 eröffnet (Az.: IN 14/17). Gemäß Gesetz (Insolvenzordnung) obliegen wichtige Entscheidungen in einem Insolvenzverfahren der Gläubigerversammlung. Alle Personen und Firmen, die offene Ansprüche gegen die Schuldnerin (hier Rege Motorenteile) haben, sind Gläubiger im Verfahren und teilnahme- und abstimmungsberechtigt in der Gläubigerversammlung. Abgestimmt wird in Höhe der offenen Forderungen. In der Gläubigerversammlung am 31. Mai 2017 wurde dem bisherigen Insolvenzverwalter, Rüdiger Weiß, das Vertrauen ausgesprochen. Zugleich wurden die Beschlüsse des vorläufigen Gläubigerausschusses zur Fortführung des Geschäftsbetriebes und zur Suche von Investoren bestätigt.

Intensiv werden aktuell Investoren gesucht, welche die Rege Motorenteile übernehmen. Dabei sollen beide Standorte im laufenden Geschäftsbetrieb übernommen und fortgeführt werden. Erste Interessenbekundungen gingen ein.

16. Mai | Tarifkommissionen Metall- / Elektroindustrie

Den Konflikt um die Arbeitszeit müssen wir führen.

In der Diskussion: Tim Reichert (Bosch Eisenach - oben) und Michael Lemm (Bosch Eisenach - unten)

Am 16. Mai 2017 tagten die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gemeinsam im hessischen Rosbach vor der Höhe.

Vorgestellt wurden erste Ergebnisse aus der Beschäftigtenbefragung 2017 insbesondere zum Thema Arbeitszeit. Auch Thüringer Beschäftigte brachten sich aktiv in die Diskussion ein. Die IG Metall im Bezirk Mitte wird auf Grundlage der Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung in den Sommermonaten den weiteren Fahrplan für ihre Tarifforderungen diskutieren und festlegen. Spätestens im Oktober wird dazu die Forderung der IG Metall für die Tarifbewegung 2018 verbindlich beschlossen.

Anbei die Pressemitteilung der IG Metall-Bezirksleitung.

8. Mai | Tag der Befreiung

Gedenken auf dem Friedhof Eisenach

Die Stadt Eisenach und die Gewerkschaften gedachten auf dem Eisenacher Friedhof dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor 72 Jahren und den zahleichen Opfern. Es sprachen Eisenachs Sozialdezernent, Ingo Wachtmeister, sowie vom DGB Thüringen Julia Langhammer. Jugendliche der IG Metall Eisenach hatten für das Gedenken ein eigenes Transparent gestaltet.

5. Mai | Hörselberg-Hainich

Betriebsratswahl trotz Betriebsübergang bei der ADE mbH

v.l.n.r.: Raymond Haße (IG Metall), Daniel Fischer, Christiane Barsuhn, Tobias Ehmer, Andreas Waitz, Mike Braungardt

Am 27. April 2017 führten die Mitarbeiter der ADE Automotive Dienstleistungsgesellschaft Eisenach mbH in Hörselberg-Hainich (vormals Söllner Logistic GmbH & Co. KG und SCE GmbH, Hörselberg-Hainich) ihre erstmalige Betriebsratswahl durch.

Die rund 70 Beschäftigten wählten sich ihren fünfköpfigen Betriebsrat mit Hilfe der IG Metall. In der konstituierenden Sitzung am 5. Mai 2017 wurde zum Vorsitzenden des Betriebsrates Daniel Fischer und zum stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Andreas Waitz gewählt.

Die ADE Eisenach mbH ging aus einem Betriebsübergang hervor. Die Beschäftigten der Söllner Logistic GmbH & Co. KG sowie SCE GmbH wurden in die neue Gesellschaft überführt, die weiterhin die gleichen Tätigkeiten, logistische Dienstleistungen für Opel Eisenach, erbringt.

Die Betriebsratswahl wurde noch in den alten Gesellschaften eingeleitet und, wie es das Gesetz vorsieht, auch nach dem Betriebsübergang fort- und zu Ende geführt.

Wir wünschen den Betriebsräten gutes Gelingen bei den anstehenden Aufgaben.

Wir sind viele. Wir sind eins.

1. Mai 2017

Der DGB veranstaltete gemeinsam mit der IG Metall und den anderen Gewerkschaften mehrere Kundgebungen am 1. Mai. Bei strahlendem Sonnenschein folgten viele Kolleginnen und Kollegen, teils mit ihren Familien, dem Maiaufruf. Alle Veranstaltungen in unserer Region verliefen friedlich.

Nach der Demonstration ab Hauptbahnhof fand die Maifeier in Eisenach statt. Es sprachen Michael Lemm vom DGB Kreisverband und Kai Christ, Landesvorsitzender der GdP in Thüringen. Zudem sprach Heike Werner (Die Linke), Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in Thüringen.

In Gotha sprach Fabian Wagner vom DGB aus Frankfurt. Danach umrahmte das Jugendmusikorchester der städtischen Musikschule die Maifeier.

27. April | AGA-Sitzung im Hainich

Spann an ... wir wollen tagen.

Die Mitstreiter im Arbeitskreis außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit AGA organisierten ihre Sitzung am 27. April mit einem besonderen Rahmen. Die Sitzung fand nicht wie üblich in den Räumen der IG Metall Eisenach statt, sondern in freier Natur an der frischen Luft, nämlich auf einer Kutschfahrt in den Hainich.

Unterwegs wurden die verschiedensten Themen auf der Kutsche diskutiert. Letzte Vorbereitungen wurden für die Unterstützung beim 1. Mai in Eisenach und Gotha getroffen. Das bevorstehende Seminar für neun Mitglieder aus Eisenach und weitere neun Mitglieder aus der kooperierenden IG Metall Suhl-Sonneberg wurde vorbereitet. Unterwegs gab es einen Stopp für eine Frühstückspause und bei der Mittagspause in der Hainichbaude am Craulaer Kreuz wurden die Diskussionen fortgesetzt. Allen gefiel diese Art der Sitzung ausgesprochen gut, obwohl sie etwas länger dauerte.

1. April | Metall- und Elektroindustrie

Plus 2 Prozent mehr Entgelt + Ausbildungsvergütungen

In der Metall- und Elektroindustrie Thüringens erhöhen sich die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um zwei Prozent in der zweiten Stufe des Tarifabschlusses aus 2016.

Das Eckentgelt in der Entgeltgruppe 5 steigt auf 2.757 Euro monatlich brutto. Die Ausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr erreicht 965 Euro monatlich.

1. April | Rege Motorenteile Hörselberg-Hainich

Insolvenzverfahren eröffnet - Produktion wird fortgesetzt

Am 1. April 2017 eröffnet das Insolvenzgericht Meiningen das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Rege Motorenteile in Hörselberg-Hainich. Bestellt als Insolvenzverwalter wurde der bisherige vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Rüdiger Weiß. Betroffen sind etwa 1.100 Beschäftigte in Eisenach und im hessischen Witzenhausen.

Zunächst wird die Produktion an beiden Standorten fortgeführt. Parallel dazu wird ein Investor gesucht.

29. März | Arbeitsmarktkonferenz in Eisenach

Wie entwickelt sich die Industrieregion Westthüringen ?

Die Zukunft des Automobilstandortes Westthüringen im Zusammenhang mit dem langfristigen Umbau hin zur Elektromobilität und deren Auswirkung auf Betriebe und Beschäftigte stand im Mittelpunkt der Diskussionen. Dazu konnten wir den Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow (Die Linke), sowie unseren IG Metall-Bezirksleiter, Jörg Köhlinger, begrüßen. Zu Gast war auch die Oberbürgermeisterin von Eisenach, Katja Wolf (Die Linke).

Jörg Köhlinger stellte zu Beginn die Situation der Automobil- und Zulieferregion Westthüringen aus Sicht der IG Metall dar. Eine Standortbestimmung des derzeitigen Entwicklungsstandes und notwendige Maßnahmen aus Sicht der Landesregierung nahm im Anschluss Bodo Ramelow vor. In der nachfolgenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Einschätzungen über die Auswirkungen der Elektromobilität bezüglich der Beschäftigungssituation in den Automobil- und Zulieferunternehmen sehr unterschiedlich beurteilt wurden.

27. März | São Paulo - Brasilien

Bevollmächtigter traf Ex-Staatspräsident Lula

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Vermutlich wird er für die Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores) erneut als Spitzenkandidat für die Wahlen im kommenden Jahr aufgestellt.

Im über zweistündigen Gespräch tauschten sie sich über internationale Solidarität, politische und gewerkschaftliche Arbeit in beiden Ländern sowie die anstehenden Bundestagswahlen 2017 in der Bundesrepublik und die Präsidentschaftswahlen 2018 in Brasilien aus.

365 Frauentage im Jahr

Internationaler Frauentag am 8. März

Die IG Metall Eisenach gratuliert allen Frauen zum Internationalen Frauentag am 8. März. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Der erste Frauentag wurde dann am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Am 8. März 1917 – nach dem damals in Russland verwendeten julianischen Kalender der 23. Februar – streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und erstmals auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite und lösten damit die Februarrevolution aus. Zu Ehren der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt.

Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund laden wir am 8. März zum Kinoerlebnis ein, um 18 Uhr im Theater am Markt Eisenach (TAM), Goldschmiedenstraße 12, 99817 Eisenach. Wir bitten um vorherige Anmeldung im Büro der IG Metall.

1. März | Mehr Geld nach Tarifvertrag

Plus 13,6 Prozent bis Ende 2019

Am 29. und 30. November 2016 einigten sich die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit mit den Arbeitgeberverbänden iGZ und BAP in der dritten Verhandlungsrunde zu einem Tarifergebnis bis Ende 2019. Insgesamt werden die Grundentgelte Ost in drei Stufen plus zwei Anpassungsstufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) erhöht. Von 8,50 Euro je Stunde Ende 2016 wurde bereits zum 1. Januar 2017 die erste Anpassungsstufe nur in den beiden unteren Entgeltgruppen 1 und 2 wirksam. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 erreicht.

Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden. Damit konnte eine lange Forderung der Gewerkschaften jetzt endlich tarifvertraglich normiert werden.

20. Februar | Tarifabschluss bei Gothaer Fahrzeugtechnik

Tariferhöhung um 5,1 Prozent für 2017 erkämpft

Viele der knapp 400 Beschäftigten der Gothaer Fahrzeugtechnik GmbH (GFT) in Gotha sind Mitglied in der IG Metall. Die erste Verhandlung war am 26. November 2016. Nachdem sich die Beschäftigten zahlreich an drei Warnstreiks beteiligt hatten, konnte in der fünften Verhandlung am 20. Februar ein Ergebnis erzielt werden. Die Verhandlung wurde von einem dritten, diesmal dreistündigen Warnstreik begleitet. Das Ergebnis im Detail:

  • Einmalzahlung von 75 Euro für Januar 2017 mit der Abrechnung für Februar 2017 für Vollzeitbeschäftigte,
  • Einmalzahlung von 35 Euro für Januar 2017 mit der Abrechnung für Februar 2017 für Auszubildende,
  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,7 Prozent ab 1. Februar 2017,
  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um weitere 2,4 Prozent ab 1. September 2017,
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 35 Euro brutto ab 1. Februar 2017 plus weitere 30 Euro brutto ab September 2017,
  • Übernahme des absoluten Betrages der Entgeltsteigerung der Entgeltgruppe 5 in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen 2018, wirksam ab 1. Juni 2018
  • Laufzeit bis 31. Dezember 2018.

13. Februar | 2. Warnstreik bei Gothaer Fahrzeugtechnik Gotha

Überzeugendes Selbstbewusstsein der Beschäftigten

Am 8. Februar 2017 rief die IG Metall die Frühschicht in beiden Betriebsteilen in Gotha zum ersten Warnstreik auf. Da die Geschäftsleitung die für den 13. Februar 2017 angestrebte nächste Tarifverhandlung absagte, rief die IG Metall für diesen Tag zum zweiten Warnstreik auf. Ab 5:30 Uhr beteiligten sich mit 120 Beschäftigten fast alle Aufgerufenen, diesmal der Gegenschicht aus der vergangenen Woche, sowie einzelne Beschäftigte der Spät- und Nachtschicht.

Wegen der kalten Witterung unterhalb des Gefrierpunktes beendeten wir den Warnstreik nach zweieinhalb Stunden. Immerhin liegt uns auch die Gesundheit unserer Mitglieder am Herzen. Ob diese dem Arbeitgeber auch wichtig ist, kann ich bei der bisherigen Verhandlungsposition nur mutmaßen. Unsere Botschaft ist eindeutig: In der jetzt für den 20. Februar abgestimmten fünften Verhandlungsrunde muss ein neues Angebot des Arbeitgebers auf den Tisch. Wir streben endlich ein Verhandlungsergebnis an.

8. Februar | Gothaer Fahrzeugtechnik Gotha

1. Warnstreik mit guter Beteiligung

Am 8. Februar 2017 rief die IG Metall die Frühschicht der Gothaer Fahrzeugtechnik zum Warnstreik auf. Ab 5:30 Uhr beteiligten sich mit 120 Beschäftigten fast alle Aufgerufenen sowie einzelne Beschäftigte der Spät- und Nachtschicht. Bei minus drei Grad Celsius beendete die IG Metall den Warnstreik nach zwei Stunden.

Die sehr gute Beteiligung am Warnstreik lässt den Arbeitgeber hoffentlich einlenken. Für den 13. Februar 2017 fordert die IG Metall den Arbeitgeber zur dann bereits fünften Verhandlung auf. Das Angebot des Arbeitgebers bisher in Höhe von 2,1 Prozent mehr Lohn erreicht nicht annähernd die Minimalforderung der IG Metall von einer Steigerung um mindestens 5,1 Prozent, um allein den Lohnabstand zum Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie nicht weiter anwachsen lassen zu müssen.

Verstärkung im Team

Bernd Messerschmidt

Unser Team in den miteinander kooperierenden Geschäftsstellen der IG Metall Eisenach und Suhl-Sonneberg wird neu durch Bernd Messerschmidt verstärkt. Im Rahmen eines auf drei Jahre angelegten Projektes wollen wir mit seiner Unterstützung die Angestelltenarbeit in ausgewählten Betrieben auf- und ausbauen.

Bernd Messerschmidt arbeitete zuletzt in der IG Metall Nordhausen als Gewerkschaftssekretär. Der 59-jährige Metaller aus Vacha verfügt über Erfahrungen in der Projektarbeit in der IG Metall. Zuvor war Bernd Messerschmidt viele Jahre Betriebsratsvorsitzender bei Nexans in Vacha und aktives Mitglied im Ortsvorstand der IG Metall Suhl-Sonneberg.

Rege Motorenteile Hörselberg-Hainich

Insolvenzgericht bestellte vorläufigen Verwalter

Am 26. Januar 2017 bestellte das Insolvenzgericht Meiningen einen vorläufigen Insolvenzverwalter für die Rege Motorenteile in Hörselberg-Hainich. Beauftragt wurde Rechtsanwalt Rüdiger Weiß. Betroffen sind etwa 1.100 Beschäftigte in Eisenach und im hessischen Witzenhausen.

Es geht jetzt vor allem um den Erhalt der Arbeitsplätze sowie die Neuausrichtung des Betriebes.

2017 Bildungsfreistellung nutzen

Jetzt Anspruch im Betrieb geltend machen.

Das Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz ermöglicht eine Freistellung von bis zu fünf Tagen im Jahr, für Auszubildende bis zu drei Tagen im Jahr, ohne Minderung von Entgelt oder Urlaub. Weitere Infos ergeben ich aus anhängendem Flugblatt.

Die IG Metall bietet vor allem das A-1-Seminar oder das Jugend-1-Seminar im Rahmen der Bildungsfreistellung in Thüringen an. Die Anerkennungsbescheide sowie ein Antragsformular können hier herunter geladen werden. Für Mitglieder der IG Metall entstehen bei der Teilnahme gemäß Bildungsfreistellung keine Kosten.

Bei Fragen gern an das Büro der IG Metall wenden.

1. Januar | Tariferhöhung AE Group Gerstungen

Plus 4 Prozent ab Januar 2017

In der ersten Tarifverhandlung haben sich IG Metall und Geschäftsführung am 25. November 2016 für die Standorte Gerstungen und Nentershausen auf ein Ergebnis verständigt:  Zum 1. Januar 2017 werden die Grundentgelte um vier Prozent erhöht. Die betriebliche Sonderzahlung wird auf 50 Prozent eines regelmäßigen Bruttomonatsentgeltes angehoben.

Weiter wird eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro gezahlt für Mitarbeiter, die vor dem 1. Januar 2016 im Unternehmen beschäftigt waren. Hingegen erhalten Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis bis zum 31. August 2016 begründet wurde, 125 Euro. Auszubildende und dual Studierende erhalten ebenfalls 125 Euro. Es wurde eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 vereinbart. Das ist ein toller Erfolg der IG Metall-Mitglieder im Betrieb.

8. Dezember | JAV-Empfang in Eisenach

JAV-Wahlen 2016: Mehr gewählte JAV-Mitglieder

In Betrieben mit mehr als fünf Auszubildenden finden Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) statt.

In diesem Jahr wurden in 18 Betrieben solche Wahlen durchgeführt. Damit können sich jetzt 39 gewählte Mandatsträger intensiv um Ausbildungsfragen in den Betrieben kümmern. Eng arbeitet die JAV dabei mit dem im Betrieb gewählten Betriebsrat und der IG Metall zusammen. Zu den Aufgaben der JAV gehört die Überwachung der ordnungsgemäßen Durchführung der Berufsausbildung im Betrieb. Dabei sind Gesetze und andere Normen zu beachten. Um sich darauf vorzubereiten, empfiehlt die IG Metall den JAV-Mitgliedern Seminare.

Wir wünschen allen gewählten JAV-Mitgliedern viel Erfolg für ihre neue Aufgabe. Dabei unterstützen wir sie wie gewohnt. Ansprechpartner ist Christian Rotter christian.rotter(at)igmetall.de

6. Dezember | Aktionstag der IG Metall

Nikolaus-Aktion in Gotha und Eisenach

Am 6. Dezember findet schon traditionell ein politischer Aktionstag der IG Metall-Jugend bundesweit statt. Die IG Metall-Jugend Eisenach beteiligt sich stets daran mit pfiffigen Aktionen. Dabei werden die Jugendlichen seit vielen Jahren auch durch den Arbeitskreis für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) und den Ortsfrauenausschuss (OFA) unterstützt.

Erstmals gab es in diesem Jahr auch eine Aktion in der Gothaer Innenstadt. Die IG Metall-Jugend nahm in Gotha (Foto) Bezug auf die in 2017 anstehenden Bundestagswahlen mit zwei Botschaften: Es ist wichtig, gerade auch für junge Leute, zur Wahl zu gehen und das demokratische Grundrecht zu nutzen. Aber es ist ebenso wichtig, keine demokratiefeindlichen Parteien zu wählen. Hingegen stand bei der zeitgleichen Aktion in der Eisenacher Innenstadt die Rentenpolitik im Mittelpunkt der Ansprache.

25./26. November | Treffen der Orts-Frauenausschüsse

Frauen-Power in Thüringen

Am 25. November, am Tag gegen Gewalt an Frauen, begann die zweitägige Tagung von Thüringer Frauen in der IG Metall. In Nordhausen wurde vor allem zu mehr Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und Chancengleichheit in der Arbeitswelt beraten. Auch Frauen aus unserer Region nahmen teil. Konkret wurde auch die aktuelle Arbeitszeitkampagne der IG Metall behandelt. Flexibilität ist das alles umfassende Thema. Impulse für die Tagung wurden zunächst von Alrun Fischer (Arbeitnehmer Beratung Dresden) gegeben. Anschließend führte Bernd Spitzbarth (IG Metall Nordhausen) zum Stand der Kampagnendiskussion zur Arbeitszeit in der IG Metall ein. Unsere Frauen wollen Flexibilität, aber nicht zu ihren Lasten. Fragwürdig sind Debatten um die Abschaffung des 8-Stundentages oder der Ausweitung der Schicht- oder Wochenendarbeit. Auch bleibt das Problem unfreiwilliger Teilzeit für Frauen. Für die Männer wird die Arbeitswelt länger und für Frauen bleiben viele Wege verschlossen.

An den Themen arbeiten wir weiter, zum Beispiel im Ortsfrauenausschuss OFA. Wer Interesse hat, kann sich gern beteiligen.

15. November | Festveranstaltung in Gotha

(1)25 Jahre IG Metall

Am 5. Juni 1891 wurde der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV) gegründet. Schon 1919 zählte der DMV als wichtigste Vorläuferorganisation der IG Metall eine halbe Million Mitglieder und war damit die größte Industriegewerkschaft der Welt. Auch heute ist die IG Metall mit knapp 2,3 Millionen Mitgliedern die weltweit größte Gewerkschaft. Zum 1. Januar 1991 wurde die IG Metall Eisenach gebildet.

Eine Festveranstaltung zu 125 Jahren IG Metall und 25 Jahren IG Metall der Bundesrepublik führte die IG Metall Eisenach am 15. November 2016 im traditionsreichen Tivoli in Gotha in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung durch. Bei Blicken zurück und nach vorn wurde übereinstimmend festgehalten: Deutschland muss Industrieland bleiben. Und: Westthüringen muss seine wirtschaftliche Potenz erhalten.

Zu Gast waren auch der Wirtschaftsminister Thüringens, Wolfgang Tiefensee (SPD), der Geschäftsführer des Netzwerkes Industrie, Armin Schild, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Thüringer Landtag, Matthias Hey, und der Vorsitzende der DGB-Landesvertretung Thüringen, Sandro Witt.

Im Mai 1875 vereinigten sich im Tivoli der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) und die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP), der späteren SPD (ab 1890).

12. November | Vertrauensleutekonferenz Thüringen

"Kartell der Bescheidenen" ablösen ...

Alle vier Jahre werden Vertrauensleute der IG Metall in den Betrieben bundesweit gewählt. 2016 fanden Wahlen statt. Nun lud die IG Metall die neu gewählten Vertrauensleute Thüringens nach Erfurt ein. Thematisch diskutierten die Kolleginnen und Kollegen insbesondere zu den beiden zentralen Kampagnen der IG Metall: zu Arbeitszeit und Rentenpolitik.

In einem Impulsbeitrag beschrieb Professor Dr. Michael Behr, Abteilungsleiter im Thüringer Arbeitsministerium, die Praxis von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Thüringen als "Kartell der Bescheidenen". Einerseits die Unternehmer in Thüringen, die mit "bescheidenen" Billigangeboten auf den Märkten Aufträge generierten. Und  andererseits die Beschäftigten in Thüringen, die oftmals "bescheidene" Vergütungen hinnahmen, weil die erzielten Umsätze nicht mehr hergaben.

Das wollen wir ablösen. Weg vom Billiglohnimage Thüringens. Die Wirtschaft benötigt Fachkräfte. Das braucht vergleichbare Arbeitsplatzbedingungen  wie in anderen Regionen Deutschlands.

26. Oktober | Rohr/Kloster

Neuer Vizepräsident der HWK Südthüringen: Mario Hau

Präsident Helmut Adamy (links) gratuliert Mario Hau (rechts) zur Wahl

Alle fünf Jahre finden die Wahlen der Selbstverwaltung in einer Handwerkskammer (HWK) statt. Von den 24 ordentlichen Mitgliedern der Vollversammlung werden 16 Mitglieder durch die Arbeitgeber und acht Mitglieder durch die Arbeitnehmer auf Vorschlag der Gewerkschaften gewählt. Nur zwei Vollversammlungsmitglieder sind Frauen, beide Arbeitnehmerinnen. Von den acht Arbeitnehmervertretern sind fünf Kollegen Mitglied der IG Metall. In der konstituierenden Sitzung der Vollversammlung der HWK Südthüringen am 26. Oktober 2016 in Rohr/Kloster wurde auf Vorschlag der IG Metall Suhl-Sonneberg Mario Hau neu als Vizepräsidenten der Arbeitnehmerseite gewählt. Als zweites, weiteres Mitglied der Arbeitnehmer im Vorstand der HWK Südthüringen wurde neu IG Metaller Günter Kaiser gewählt.

Die IG Metall Suhl-Sonneberg gratuliert allen gewählten Mitgliedern der neuen Vollversammlung. Besonders gratulieren wir dem neuen Präsidium und dem neuen Vorstand und wünschen für die Arbeit in den kommenden fünf Jahren viel Kraft, gute Entscheidungen und Erfolg für das Südthüringer Handwerk.

20. September | Meiningen

3 x 1.200 Euro private Spende übergeben

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, ist alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und zugleich Mitglied der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung. Für diese ehrenamtlichen Funktionen erhielt er im Jahr 2015 insgesamt 3.304 Euro Aufwandsentschädigungen. Seit Übernahme der ehrenamtlichen Funktionen behält Steinhäuser diese Summe nicht für sich, sondern spendet einmal im Jahr das Geld an Vereine oder Akteure der Kinder- oder Jugendarbeit in unserer Region. In diesem Jahr spendete Steinhäuser auf Vorschlag des Landrates im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Peter Heimrich (SPD), je 1.200 Euro an das Projekt "Faustlos" der Grundschule Ludwig Bechstein, an das Kinder- und Jugendtheater "tohuwabohu" und an die Kinderstadt. Alle drei Empfänger arbeiten mit Kindern und Jugendlichen in Meiningen. Zwar sind die 3.304 Euro noch zu versteuern, doch hat Steinhäuser den Spendenbetrag auf glatte 3.600 Euro aufgerundet.

Auf dem Bild sind die beiden Klassensprecher der vierten Klassen der Grundschule Ludwig Bechstein, Sina Beck und Julian Würdig, sowie v.l.n.r.: Carmen Filler, Direktorin der Grundschule, Thomas Steinhäuser, der Spender, Iris Helbing, Kinderstadt Meiningen, Marten Straßenberg und Katharina Berndt, tohuwabohu Meiningen, und Peter Heimrich, Landrat.

17. September | Wandertag in und um Ruhla

Ich wandr'e ja so gerne ...

... hieß es zum nun bereits 7. Wandertag der IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg in Folge. Stets am dritten Samstag im September sind wir unterwegs.

In diesem Jahr trafen wir uns am mini-a-thuer in Ruhla. Dort wurden wir durch den Bürgermeister von Ruhla, Hans-Joachim Ziegler (SPD), begrüßt. Anschließend führten uns in zwei Gruppen ortskundige Wanderburschen über zwei verschiedene Routen zum Carl-Alexander-Turm und wieder zurück. Danach bestand die Möglichkeit, die mini-a-thuer-Ausstellung anzusehen und sich im Bistro zu stärken.

Zwar begann gegen Ende der Wanderung ein leichter Regen, doch war es insgesamt ein toller Tag.

10. September | Delegiertenversammlung in Breitungen

Engagierte Diskussion mit Jörg Hofmann

Zeitgleich tagten am 10. September 2016 in Breitungen die Delegiertenversammlung der IG Metall Eisenach mit der Delegiertenversammlung der IG Metall Suhl-Sonneberg. Erstmals nahm der 1. Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, an der Sitzung teil.

Es war für unsere Delegierten aus Eisenach und auch Suhl-Sonneberg eine besondere Freude, dass Jörg Hofmann an unserer Delegiertenversammlung und der gemeinsamen Diskussion teilnahm. Thematisch war die Debatte geprägt durch die Kampagnen der IG Metall bundesweit für eine Verbesserung des Rentenrechts sowie zur Neuregelung von betrieblichen und tarifvertraglichen Arbeitszeiten. Dafür muss jedoch gerade die Tarifbindung in Thüringen weiter ausgebaut werden. Kolleginnen und Kollegen von Leica Biosystems Eisfeld berichteten über die aktuelle Auseinandersetzung und erfuhren eine deutliche Solidarität.

Vor allem für die Zulieferbetriebe zur Automobilindustrie bestehen erhebliche Probleme, die zukünftigen Anforderungen im Wettbewerb erfüllen zu können. Das liegt unter anderem an unzureichenden Forschungs- und Entwicklungsbereichen in den Betrieben in Thüringen wie auch insbesondere am Umgang der Automobilkonzerne mit seinen Zulieferern. Hier bedarf es eines stärkeren gewerkschaftlichen Verständnisses über mögliche Wege in die Zukunft. Nicht zuletzt auch die Arbeitgeber diskutieren diesen Zusammenhang in und für Thüringen immer intensiver.

1. September 2016 | Eisenach

Weltfriedenstag: Nie wieder Faschismus!

Am 1. September 1939 überfiel Nazi-Deutschland das Nachbarland Polen und begann damit einen der schlimmsten Kriege der Menschheitsgeschichte. Daher ist der 1. September als Weltfriedenstag Tag der Mahnung und Erinnerung. Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Der DGB Eisenach-Wartburgkreis lud zum Gedenken auf den Marktplatz Eisenach ein. Michael Lemm und Julia Langhammer (beide DGB) sprachen in ihren Reden die heutigen Krisen- und Kriegsherde der Welt an. Zugleich forderten sie die tolerante und offene Integration von Menschen, die durch Flucht und Vertreibung zu uns gekommen sind.

JAV-Wahlen 2016

Deine Stimme für deine Rechte und Interessen!

Alle zwei Jahre finden die turnusmäßigen Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) in Betrieben mit mehr als fünf Auszubildenden statt. Im Oktober und November 2016 ist es wieder soweit.

Die IG Metall bot Schulungen für Mitglieder der betrieblichen Wahlvorstände an, die gut besucht wurden. Jetzt gilt es im Betrieb zu schauen, wer sich für eine Kandidatur zur JAV interessiert. Und schließlich rufen wir dazu auf, durch eine hohe Wahlbeteiligung bei der Abstimmung den dann neu Gewählten ein starkes Mandat zu ermöglichen.

1. Juli 2016 | 5,95 Prozent mehr Rente

Aber: Nur Verdienst über 11,68 Euro je Stunde ist armutsfest

Am 1. Juli 2016 steigen die Renten in Ostdeutschland um 5,95 Prozent. In Westdeutschland steigen die Renten um 4,25 Prozent. Preisbereinigt entspricht das mit über 3 Prozent Nettoerhöhung der höchsten Rentensteigerung in Westdeutschland seit 1977. Im Vorjahr stiegen die Renten in Ostdeutschland um 2,50 Prozent und in Westdeutschland um 2,10 Prozent zum 1. Juli 2015.

Bis Dezember 2014 – vor Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes – erhielten 11,7 Prozent der Beschäftigten in Westdeutschland weniger als 8,50 Euro je Stunde. In Ostdeutschland (ohne Berlin) waren es 19,4 Prozent, in Thüringen sogar 24,6 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Damit war der Anstieg der Einkommen mit Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes einmalig überproportional hoch, insbesondere in Ostdeutschland.

Durch die Umstellung der Beschäftigtenstatistik der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auf europäische Standards (rückwirkend bis 1991) ergab sich ohne rechnerische Begründung eine um etwa 1,4 Prozentpunkte geringere Rentenanpassung 2015. Die jetzige Anpassung fällt daher einmalig um 1 Prozentpunkt höher aus. Allerdings sind damit etwa 2,2 Milliarden Euro an Rente von Juli 2015 bis Juni 2016 nicht ausgezahlt.

Allerdings darf die deutliche Rentensteigerung nicht darüber hinweg täuschen, dass das sogenannte Rentenniveau nach heutiger Rechtslage weiter absinkt. Es ist doch ein Skandal, wenn langjährige Beschäftigte nach 45 oder mehr Jahren in Vollarbeit zum Bezug ihrer Rente dann auch noch Sozialleistungen beanspruchen müssen. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, umzusteuern. Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage im April 2016 geht hervor, dass 11,68 Euro oder mehr Bruttolohn erforderlich sei, um das Niveau der Grundsicherung im Alter gemäß SGB XII durch eigene Rentenzahlung zu erreichen. Insbesondere in Thüringen ist damit für viele zukünftige Rentner und insbesondere Rentnerinnen eine Altersrente unterhalb der Grundsicherung zu erwarten.

7. Juni 2016: konstituierende Delegiertenversammlung

Neues "Parlament" der IG Metall Eisenach nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2016 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Westthüringen fanden im Januar und Februar 2016 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Eisenach.

In der konstituierenden Delegiertenversammlung am 7. Juni 2016 fand in Wutha-Farnroda der Abschluss der Wahlhandlungen für die Wahlperiode 2016 bis 2019 statt. Es wurden die Bevollmächtigten als Geschäftsführer der IG Metall Eisenach sowie der Ortsvorstand gewählt:

Im Amt bestätigt wurden Uwe Laubach als 1. Bevollmächtigter und Kassierer sowie Thomas Steinhäuser als 2. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach.  

Weiter wurden 13 Beisitzer/innen in den Ortsvorstand der IG Metall Eisenach gewählt. Ihm gehören nun an (Foto v.l.n.r.): Thomas Steinhäuser, Martina Pracht (Opel), Steffen Zucker (GFT), Uwe Laubach, Andreas Starkoff (Mitec), Jens Sieder (Lear), Astrid Fettien (Rege), Sebastian Habedank (Benteler), Manfred Hornaff (ZF Gotha), Uwe Eichelbaum (EJOT Tambach-Dietharz), Christianne Napierski(Trucklite), Ralf Helbig (Bosch), Bernd Lösche (Opel), Olaf Kämpfer (Schmitz Cargobull). Zudem gehört Christine Herrmann zum Ortsvorstand (nicht im Bild).

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de