18. September 2021 | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 18. September zur Veste Heldburg. Am gleichen Tag veranstaltete der Deutsche Gewerkschaftbund einen bundesweit dezentralen Aktionstag zur Geschlechter- und Chancengerechtigkeit. Das passte inhaltlich gut mit unserer traditionellen Wanderung zusammen.

Die Veste Heldburg nahe der Thüringischen Grenze erlebte eine wechselvolle Geschichte. Ganz neu wurde nach einer umfangreichen Restaurierung das Deutsche Burgenmuseum eingerichtet.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September. 

7. September 2021 | Industriepolitische Konferenz des DGB in Eisenach

Industrieregion Wartburg in Gefahr

Der DGB Bezirk Hessen-Thüringen lud zur Industriepolitischen Tagung nach Eisenach ein. Im AWE-Museum stellten sich Vertreter/innen der demokratischen Parteien im Thüringer Landtag der Thematik. Michael Rudolph, Vorsitzender des IG Metall Bezirks begrüßte die Teilnehmenden und Gäste. In drei thematischen Impulsen führten Uwe Laubach, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, Andreas Schmidt, Landesleiter der IG BCE Thüringen, und Renate Licht, Regionsvorsitzende des DGB Thüringen, ein. Moderatorin Heidje Beutel vom MDR befragte dazu (v.l.n.r.) Olaf Müller (Bündnis 90/Grüne), Andreas Schubert (Die Linke), Dr. Thadäus König (CDU), Tina Rudolph (SPD) und Thomas Kemmerich (FDP).

2. September 2021 | Mitbestimmungskonferenz in Fulda

Transformation sozial-ökologisch gestalten

Rund 320 Betriebsräte und Vertrauensleute debattierten mit Experten der Wissenschaft, von Fridays for Future, dem hessischen Arbeitgeberverband und Praktikern aus den Betrieben über die Herausforderungen einer fairen sozial-ökologischen Transformation. Eine Transformation, die die Metallerinnen und Metaller gestalten wollen, um den Industriestandort und die Beschäftigung abzusichern. Dem entsprechend wurde von den rund 320 Teilnehmenden auf der Konferenz in Fulda eine Resolution verabschiedet.

Auf der Konferenz in Fulda skizzierte Arbeitsrechtler Prof. Dr. Wolfgang Däubler in seinem Eingangsreferat die rechtlichen Rahmenbedingungen der Mitbestimmung und ihre derzeitigen Grenzen. Betriebsräte aus der Stahl-, Automobil- und Zulieferindustrie ergänzten dies mit Beiträgen aus der Praxis. Nach der Arbeitsgruppenphase fand eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertretern des Arbeitgeberverbands Hessenmetall, Betriebsräten und einem Vertreter von „Fridays for Future“ statt.

1. September 2021 | Ostdeutsche Textilindustrie

Mehr Entgelt und weitere Arbeitszeitverkürzung

Entgeltsteigerungen um insgesamt 6,2 Prozent in drei Schritten parallel zum Einstieg in die Absenkung der Wochenarbeitszeit um insgesamt drei Stunden mit vollem Lohnausgleich ist ein toller Erfolg. Das gilt nicht nur für die Textilindustrie Ost, sondern zeigt auch auf, dass Entgeltsteigerungen plus Arbeitszeitverkürzung gelingen kann, wenn nicht nur die IG Metall, sondern auch die Arbeitgeber einen Willen zur Regelung aufbringen. Angesichts der Fachkräftesituation in Thüringen und den neuen Ländern müssen auch Arbeitgeber und ihre Verbände einsehen, dass dauerhaft geringere Tarifbedingungen in Ostdeutschland keine Anziehungskraft auf Fachkräfte auslöst.

In der dritten Stufe folgt nun eine weitere Erhöhung um 2,0 Prozent ab 1. September 2021. Parallel zu den Entgeltbestimmungen wurde die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 40 Stunden in sechs Teilschritten auf 37 Wochenstunden mit vollem Lohnausgleich vereinbart. Ab Januar 2020 galt die 39,5-Stundenwoche und ab 1 Januar 2021 gilt inzwischen die 39-Stundenwoche. Um jeweils eine weitere halbe Stunde sinkt die tarifvertraglich geschuldete Wochenarbeitszeit ab 1. Januar 2023 auf 38,5 Wochenstunden, ab 1. Januar 2024 auf 38 Wochenstunden, ab 1. Januar 2026 auf 37,5 Wochenstunden und ab 1. Januar 2027 dauerhaft auf final 37 Wochenstunden.

17. August 2021 | Entfristung des Anstellungsverhältnisses

Ilka Metzing unterstützt uns dauerhaft.

Ilka Metzing

Seit 1. September 2020 arbeitete Ilka Metzing befristet für ein Jahr für die IG Metall Suhl-Sonneberg, IG Metall Eisenach, IG Metall Gera und IG Metall Jena-Saalfeld im Bereich Rückholmanagement mit Sitz in Suhl. Alle vier Ortsvorstände entschieden übereinstimmend, die Beschäftigung unbefristet fortzusetzen. 

Nach Initiative der ersten Betriebsratswahl im Jahr 2003 war Ilka Metzing 15 Jahre Betriebsratsvorsitzende bei Dr. Schneider in Judenbach, einem Automobilzulieferer mit mehr als 200 Beschäftigten. Seit dieser Zeit hat sie sich ehrenamtlich in der IG Metall engagiert, beispielsweise als Mitglied des Ortsvorstandes Suhl-Sonneberg, der Delegiertenversammlung oder des Ortsfrauenausschusses. Sie vertrat die IG Metall Suhl-Sonneberg als Delegierte zu den Gewerkschaftstagen 2011 und 2013. Zudem ist Ilka Versichertenälteste der AOK Plus.

Die 51-jährige erfahrene Gewerkschafterin stammt aus Sonneberg. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Wir freuen uns auf die weitere gute  Zusammenarbeit mit Ilka.

5. August 2021 | DGB Bezirk Hessen-Thüringen

Nominierung für Wahlen im Dezember 2021

Bild: DGB/M. Sehmisch

Im Dezember 2021 enden die Amtszeiten des Vorsitzenden im DGB Bezirk Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, und seines Stellvertreters, Sandro Witt. Beide lenkten die Geschicke des DGB Bezirks Hessen-Thüringen in den letzten vier Jahren.

Der DGB-Bezirksvorstand, in dem die Vorsitzenden aller acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften vertreten sind, und der DGB-Bundesvorstand schlagen den Delegierten der 6. ordentlichen Bezirksdelegiertenkonferenz am 4. Dezember 2021 in Bad Hersfeld Michael Rudolph zur Wiederwahl als DGB-Bezirksvorsitzenden und Renate Sternatz zur Wahl als stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende vor. Der bisherige stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende Witt hatte bereits im März auf eine erneute Kandidatur verzichtet.  

2. August 2021 | Neues Ausbildungsjahr

Jugendliche suchen sich Ausbildungsbetrieb aus

Das Berufsausbildungsjahr beginnt in Thüringen zum August eines Jahres. Der individuelle Ausbildungsbeginn kann davon abweichen und wird sich zumeist an den Schulferien orientieren. Teilweise konnten Betriebe nicht alle geplanten Ausbildungsplätze besetzen. Das folgt einerseits aus der zu geringen Zahl von Schulabgängern, die sich für eine duale Berufsausbildung entscheiden. Aber es liegt vielfach auch am konkreten Angebot des Ausbildungsbetriebes. Rechnerisch stehen in Thüringen in diesem Jahr pro Bewerbung 1,42 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Regional gibt es in Thüringen durchaus Unterschiede.

Kümmerliche Ausbildungsvergütungen, zweifelhafte Ausbildungsqualität und völlige Unklarheit über Perspektiven nach Abschluss der Ausbildung sprechen niemanden an. In Betrieben hingegen, in denen der Tarifvertrag der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie angewendet wird, erhalten Auszubildende, die Mitglied der IG Metall sind, im ersten Ausbildungsjahr 1.007 Euro brutto im Monat. Zudem sind 30 Arbeitstage Urlaub, also 6 Wochen pro Jahr, und beispielsweise auch zusätzliches Urlaubsgeld und Sonderzahlung geregelt. Nach Abschluss der Ausbildung ist die Übernahme im Ausbildungsbetrieb tarifvertraglich gesichert. Damit wissen die Jugendlichen schon heute, wie es nach ihrer Ausbildung weiter gehen wird. Das spricht Jugendliche an. Und so können Ausbildungsstellen auch besetzt werden.

26. Juli 2021 | Gewerkschaftsjugend bereitet sich auf Bundestagswahl vor

Wen soll ich wählen? Besser nicht die AfD !

Am 26. September 2021 findet die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag statt. Viele Jugendliche sind als Erstwähler:innen zur Teilnahme an der Wahl aufgerufen. „Wen soll ich wählen?“, fragen sich viele Erstwähler:innen, aber auch andere Wählerinnen und Wähler. Für Jugendliche und insbesondere Erstwähler:innen in Thüringen bot die IG Metall vom 23. bis 25. Juli 2021 einen Workshop zur Bundestagswahl in Weimar an. Gerade Jugendliche, die noch die meiste Zeit ihres Lebens vor sich haben, sollen von Beginn an bewusst und inhaltlich befähigt an politischen Wahlen teilnehmen. Entgegen allen Unkenrufen über eine angeblich unpolitische oder politikverdrossene Jugend setzten sich junge Metallerinnen und Metaller aus verschiedenen Regionen Thüringens beim Workshop aktiv mit Wahlprogrammen von Parteien auseinander.

Die geringste Übereinstimmung mit unseren Forderungen zur Bundestagswahl fanden wir im Wahlprogramm der AfD. Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist keinesfalls eine Alternative für Jugendliche oder Arbeitnehmer:innen und schon gar nicht für Gewerkschafter:innen. Solidarität? Tarifbindung? Arbeitszeit? Kündigungsschutz? Im Wahlprogramm der AfD alles nicht enthalten. Keinerlei Aussage. Zentrale Themen und Erwartungen der IG Metall und ihrer zahlreichen Mitglieder, auch der Erstwähler:innen, werden nicht behandelt. All diese Befunde ergaben für die Workshop-Teilnehmenden ein klares Fazit: Besser nicht die AfD wählen!“ 

23. Juli 2021 | AE Group AG Gerstungen

Mehr Entgelt, Corona-Beihilfe und Einmalzahlung

Bild: ae group

Bei den Tarifverhandlungen bei ae in Gerstungen sind wir unserem Ziel, mittelfristig die Entgelte auf das Niveau der Entgelttabelle des Flächentarifvertrages anzugleichen, ein weiteres Stück näher -gekommen.

Der Betrieb ist ein Zulieferer der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, bei welchem derzeit rund 550 Beschäftigte arbeiten. In mehreren Verhandlungsrunden zwischen Arbeitgeber und IG Metall wurden folgende Eckpunkte vereinbart:

Zum 1. Juli 2021 steigen die Grundentgelte um 3,0 Prozent. Zum 1. Januar 2022 steigen die Grundentgelte um weitere 3,0 Prozent.

Im Juni 2021 und Dezember 2021 werden Corona-Beihilfen von 400 Euro beziehungsweise 500 Euro vereinbart. Für Auszubildende anteilig.

Mit der Entgeltabrechnung für November 2021 erhalten die Beschäftigten eine zusätzliche Einmalzahlung von 800 Euro brutto. Für Auszubildende anteilig.

Das Verhandlungsergebnis hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2022.

17. Juli 2021 | DGB Kreisverband Wartburgkreis

Bundestags-Direktkandidat/innen im Podium

v.l.n.r.: Justus Heuer (Grüne), Martina Renner (Linke), Tina Rudolph (SPD)

Im Vorfeld der Bundestagswahl am 26. September lud der DGB Kreisverband Wartburgkreis am 17. Juli die Direktkandidat/innen der im Parlament vertretenen Parteien mit Ausnahme der AfD aus dem Wahlkreis 190 ein. Der Einladung folgten Justus Heuer für Bündnis 90/Die Grünen, Martina Renner von Die Linke sowie Tina Rudolph für die SPD. Zugesagt hatten erst auch Christian Hirte für die CDU, der kurzfristig wegen parteiinternen Verpflichtungen absagen musste sowie Leon Bender für die FDP, der aus persönlichen Gründen verhindert war.

In reger Diskussion mit den Kolleginnen und Kollegen im Saal in Eisenach wurden die Kandidat/innen zu den politischen Vorhaben im Bundestag sowie konkreten Projekten für die Wartburgregion und Thüringen befragt. Bei verschiedenen Themen waren die Anwesenden gar nicht weit auseinander, beispielsweise beim Mindestlohn oder der Absicherung von Beschäftigung für die Automobil- und -zulieferregion Westthüringen.

17. Juli 2021 | DGB Kreisverband Wartburgkreis

Neu konstituiert für vier Jahre

Alle vier Jahre finden im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) interne Wahlen statt. Am 17. Juli erfolgte das für den Kreisverband Wartburgkreis im Rahmen einer Kreisdelegiertenkonferenz in Eisenach. Nach der Einkreisung Eisenachs in den Wartburgkreis gibt es keinen eigenständigen DGB-Stadtverband mehr. Für die IG Metall nahmen sieben der insgesamt 18 Delegierten teil.

Zu Beginn der Konferenz sprachen Uwe Laubach, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, sowie Sandro Witt, stellvertretender Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, mit Grußworten zu den Delegierten.

Zum Vorsitzenden des Kreisverbandes wurde der Metaller Michael Lemm (Bild links) aus Eisenach für die kommenden vier Jahre im Amt bestätigt. Weiteres Mitglied der IG Metall im Kreisvorstand ist Felix Blumberg, Student an der Hochschule Schmalkalden. Herzlichen Glückwunsch allen Gewählten.

12. Juli 2021 | Kfz-Handwerk Thüringen

Tarifergebnis erzielt

Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen erhalten mehr Geld: Zunächst wird im August eine Corona-Beihilfe von 500 Euro ausgezahlt, Auszubildende erhalten eine Corona-Beihilfe von 220 Euro. Ab Februar 2022 steigen die Löhne und Gehälter dann um 2,2 Prozent nachhaltig. Vom Tarifabschluss profitieren rund 11.000 Beschäftigte des Kfz-Handwerks in Thüringen.

Und die Ausbildungsbedingungen konnten deutlich verbessert werden. Die Ausbildungsvergütungen steigen überdurchschnittlich um jeweils 30 Euro in allen Ausbildungsjahren ab August 2021 und ab Februar 2022.

3. Juli 2021 | Jubilarehrung der IG Metall in Gotha

5.375 Jahre Mitgliedschaft geehrt

In diesem Jahr führen wir Corona-bedingt regionale Jubilarehrungen durch. In Gotha konnten wir am 3. Juli insgesamt 104 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft danken und sie beglückwünschen. Insgesamt ehrten wir 5.375 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 39 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 27 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 21 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 14 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Nur drei Kollegen sind bereits seit 1946 und damit inzwischen 75 Jahre Gewerkschaftsmitglied. Einer von ihnen, Herrmann Knape aus Gotha, nahm persönlich an der Jubilarfeier teil.

Die Festansprachen erfolgten durch die Bevollmächtigten der IG Metall Eisenach, Uwe Laubach und Thomas Steinhäuser. Nach einem Rückblick auf Jahrzehnte Gewerkschaftsarbeit wurden aktuelle Schwerpunkte vorgestellt. Musikalisch wurde die Veranstaltung begleitet durch die Gothaer Musikerin Marie Jungkurth.

1. Juli 2021 | Urlaub muss ständige dienstliche Erreichbarkeit unterbrechen

Urlaub ist keine „Rufbereitschaft“, sondern zur Erholung !

Immer wieder wird uns bekannt und erreichen uns Nachfragen, dass durch ununterbrochene technische Erreichbarkeit – auch im Urlaub – ein gewünschter Erholungseffekt gar nicht eintritt. Moderne Medien und Kommunikationsgeräte und die immer weiter – auch weltweit zunehmende – Vernetzung sind technische Ursachen einer ständig steigenden individuellen Erreichbarkeit. Vielen fällt es da schwer, sich dieser Flut von Informationen oder dem Bereithalten für mögliche Kontaktaufnahmen zu entziehen.

Aus Arbeitsrecht und Rechtsprechung ergibt sich eindeutig, dass das Recht auf Freizeit und ungestörten Urlaub besteht. Für den Beschäftigten kann kein Nachteil entstehen, wenn die dienstlichen Geräte im Urlaub ausgeschalten und möglichst auch im Betrieb bleiben. Beschäftigte müssen auch von der Arbeit loslassen können, um sich zu regenerieren. Das gilt täglich zum Feierabend aber erst recht im Urlaub. Habe ich weder Handy, Smartphon noch Laptop am Urlaubsort dabei, entsteht erst gar nicht die Gefahr des Nutzens dieser Geräte. Auch besteht keine Verpflichtung des Beschäftigten, einen Kontakt am Urlaubsort im Betrieb zu hinterlegen.

Die IG Metall wünscht allen Beschäftigten und ihren Familien erholsame und nicht durch dienstliche Zusammenhänge gestörte Urlaubstage.

7. Juni 2021 | Gothaer Fahrzeugtechnik

Corona-Prämie und Beschäftigungssicherung

In der Gothaer Fahrzeugtechnik GmbH werden mit etwa 300 Beschäftigten hochkomplexe Rohr- und Blechkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen für Mobilkransysteme produziert. Zu Ende Mai wurden von IG Metall und Arbeitgeber die bestehenden Haustarifverträge zu Entgelten, Sonderzahlung und Leistungsbeurteilung fristgerecht gekündigt.

Jetzt im Juni erhalten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer eine Corona-Prämie von jeweils 375 Euro. Die Jahressonderzahlung bleibt für 2021 bei 50 Prozent einer Monatsvergütung. Das System der betrieblichen Leistungsbeurteilung wird vereinheitlicht und vereinfacht in der Anwendung. Und für die produzierenden Bereiche wird eine neue Produktivitätsprämie eingeführt, die mit einer Überprüfung der betrieblichen Normzeiten einher geht. Die Laufzeit der Tarifverträge ist neu bis 31. Mai 2022. Betriebsbedingte Kündigungen sind für diesen Zeitraum ausgeschlossen.

31. Mai 2021 | Galvanotechnik Jens Holzapfel Georgenthal

Corona-Prämie und Arbeitszeitverkürzung

Ende Mai fand bei der Galvanotechnik Jens Holzapfel GmbH in Georgenthal die letzte Verhandlungsrunde zu den diesjährigen Tarifgesprächen statt. Ein Ergebnis konnte erreicht werden. Vereinbart wurde, dass im Juli 2021 und im November 2021 eine Corona-Prämie in Höhe von jeweils 250 Euro für die Beschäftigten zur Auszahlung kommt.

Außerdem wurde vereinbart, dass die wöchentliche Arbeitszeit um 1,25 Stunden pro Woche mit vollem Lohnausgleich verkürzt wird. Damit gilt ab Juli 2021 eine Arbeitszeit von 38,75 Stunden pro Woche.

In der Galvanotechnik Holzapfel veredeln etwa 130 Beschäftigte Metalle. Durch Verzinken, Vernickeln, Verkupfern oder Verchromen werden Werkstoffe erreicht, die größten Belastungen widerstehen. Die Produkte sind für Kunden aus dem Maschinen- und Werkzeugbau, der Automobilbranche sowie der Elektro- und Beleuchtungsindustrie. 

1. Mai 2021 | Tag der Arbeit in Eisenach

Solidarität ist Zukunft

Auch in diesem Jahr gab es nur vereinzelt Demonstrationen und Kundgebungen auf Straßen und Plätzen am 1. Mai. Denn in Zeiten von Corona heißt Solidarität: mit Anstand Abstand halten. Das Motto der DGB Gewerkschaften zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2021 lautet "Solidarität ist Zukunft" - Nur gemeinsam durch die Krise.

In Westthüringen fand nur in Eisenach eine Kundgebung statt. Der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Eisenach-Wartburgkreis, Michael Lemm, begrüßte die Teilnehmenden und erläuterte die Auflagen. Als Hauptredner sprach der Regionsvorsitzende der NGG Thüringen, Jens Löbel, auf der Kundgebung. Musikalisch umrahmt wurde die Kundgebung durch Simply MC aus Gotha. Nach den Reden wurde die Veranstaltung beendet, weil das traditionelle Familienfest, welches sonst am 1. Mai in Eisenach stattfindet, aktuell nicht umsetzbar war.

23. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland

Angleichung der Arbeitsbedingungen jetzt !

Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren arbeiten die Kolleginnen und Kollegen in den ostdeutschen Tarifgebieten der Metall- und Elektroindustrie drei Stunden pro Woche länger als im Westen, für das gleiche Geld wie in den westdeutschen Tarifgebieten! Das muss sich endlich ändern. In Berlin, Brandenburg und Sachsen laufen dazu gerade Tarifverhandlungen.

Wir stellen uns hinter die Forderung der IG Metall Berlin-Brandenburg und Sachsen und erklären uns ausdrücklich solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen. Die Lösung dieses jahrzehntelangen Konflikts ist längst überfällig.

Bitte unterstütze den Aufruf:

https://www.igmetall-bbs.de/angleichung/

23. April 2021 | IG Metall-Vertrauensleute bei Opel Eisenach

Unterwegs für die Angleichung der Arbeitsbedingungen

"Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland sitzen alle im gleichen Boot. Es ist eine Schande, dass im Osten nach über 30 Jahren Einheit immer noch deutlich weniger verdient und gleichzeitig ca. einen Monat im Jahr länger dafür gearbeitet wird als in Westdeutschland. 

Wer kann das ändern? Erfahrungsgemäß nur wir selber. Wir müssen uns bewegen, sonst werden wir bewegt! Deshalb sind wir am 23. April nach Mosel in Zwickau zu den streikenden VW-Beschäftigten gefahren, um unseren gemeinsamen Forderungen nach mehr Gerechtigkeit Nachdruck zu verleihen. Es war toll, die Gemeinschaft und die Herzlichkeit der VW-Beschäftigten uns Opelanern gegenüber zu erfahren.

Den Arbeitgebern haben wir damit eine klare Ansage erteilt. Wir sind bereit uns gemeinsam für eine gerechte Sache zu solidarisieren und zu kämpfen. Auch über Marken und Ländergrenzen hinweg!", so Jens Möncher, Sprecher der IG Metall-Vertrauensleute bei Opel Eisenach.

22. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifergebnis für Thüringen übernommen

IG Metall Mitte und der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen übernahmen am 22. April in der vierten digitalen Verhandlungsrunde den nordrhein-westfälischen Pilotabschluss.

Dieser sieht eine Entgelterhöhung vor, die aus einer Corona-Prämie von 500 Euro bis Juni 2021, für Auszubildende 300 Euro, und einem Transformationsbeitrag von 2,3 Prozent monatlich ab Juli 2021 besteht. Der Transformationsbeitrag kann in Form einer Einmalzahlung im Februar 2022 in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts, ab 2023 in Höhe von 27,6 Prozent eines Monatseinkommens jährlich zur Auszahlung kommen. Dieses „Transformationsgeld“ kann wahlweise ausgezahlt oder zum Teilentgeltausgleich bei Arbeitszeitabsenkung, etwa der Einführung einer Vier-Tage-Woche, verwendet werden.

Ungelöst bleibt für Thüringen auch weiterhin die Angleichung der Tarifbestimmungen bei Arbeitszeit und Stundenentgelten. Deshalb hat die IG Metall in den Tarifgebieten Berlin-Brandenburg und Sachsen ein tarifliches Angleichungsgeld gefordert. Die IG Metall Mitte erklärt sich solidarisch und erwartet ein ernstzunehmendes Angebot der Arbeitgeberverbände, um die Angleichung der Arbeitsbedingungen zu realisieren.

16. April 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedete Resolution

Nach den ersten drei Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die vierte Verhandlung findet am 22. April digital statt.

Es geht um die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen für Thüringen unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Parallel dazu versuchen die sächsischen Arbeitgeber, Aktivitäten der IG Metall gerichtlich beschränken zu lassen. Die Tarifkommission Thüringen verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

14. April 2021 | Kfz-Handwerk Thüringen

IG Metall fordert 4 Prozent mehr Geld

Die IG Metall fordert 4 Prozent mehr Geld für 12 Monate für die Beschäftigten und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen im Kfz-Handwerk Thüringen.

Die wirtschaftliche Lage im Kfz-Handwerk hat sich trotz der Pandemie positiv entwickelt. Die Werkstätten sind gut ausgelastet und haben im vergangenen Jahr eine deutlich positive Rendite erzielt. Davon wollen die Beschäftigten einen fairen Anteil durch Einkommensverbesserungen. Zudem erwartet die IG Metall von den Arbeitgebern Perspektiven der Angleichung der Arbeitszeit.

1. April 2021 | Tarife in der Arbeitnehmerüberlassung

Ost-West-Angleichung endlich vollzogen.

Ab 1. April gelten bundesweit einheitliche Tariftabellen in der Arbeitnehmerüberlassung. Damit endet die jahrelange Unterscheidung zwischen Tariftabellen für Ost- und Westdeutschland.

Die Tariftabellen (West) erhöhen sich ab 1. April um 3,0 Prozent. Die Angleichung der Tariftabellen (Ost alt) an die neue bundesweit einheitliche Tariftabelle führt zu einer letzten Anpassungsstufe um bis zu 7,3 Prozent je nach Entgeltgruppe. Das neue Mindestentgelt in der Arbeitnehmerüberlassung (Entgeltgruppe 1) beträgt dann 10,45 Euro brutto pro Stunde.

Ab April 2022 erhöhen sich die Entgelte dann um weitere 4,1 Prozent auf 10,88 Euro brutto pro Stunde in der Entgeltgruppe 1.

31. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Dein Gesicht für die Tarifforderung

Metallerinnen und Metaller von Opel Eisenach waren am 31. März aufgerufen, sich an der Aktion „Dein Gesicht für die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie“ zu beteiligen. Angesichts der überaus problematischen Situation in der Automobilindustrie in diesem Jahr waren kreative Aktionen gefragt. Wegen Lieferengpässen von Halbleitern gibt es massive Produktionsausfälle und damit unplanbare Arbeitszeitveränderungen.

Neben dem Kampf für einen guten Tarifabschluss 2021 sind den Kolleginnen und Kollegen auch betriebliche Themen wichtig. Sie kämpfen gemeinsam für gerechte Bezahlung in ihrem Werk.

Aber auch die letzten Schritte der Angleichung der Tarifbedingungen in der Metall- und Elektroindustrie sind präsentes Thema. Das betrifft vor allem die Reduzierung der tariflichen Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden mit vollem Lohnausgleich und die Erhöhung der Sonderzahlung.

30. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Pilotergebnis in NRW erreicht

Für das Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen konnte ein erstes Tarifergebnis erzielt werden, welches alle drei Forderungselemente der IG Metall abbildet: Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung.

Bis Mitte 2021 erfolgt die Zahlung einer Coronaprämie in Höhe von 500 Euro für Vollzeitbeschäftigte bzw. 300 Euro für Auszubildende. Ab Juli 2021 ist eine Entgeltsteigerung im Volumen von 2,3 Prozent vereinbart, welche jedoch nicht als Erhöhung der Tariftabelle ausgestaltet ist, sondern zunächst bis Februar 2022 angespart wird.

Für das Tarifgebiet Thüringen ist bisher kein nächster Verhandlungstermin mit den Arbeitgebern abgestimmt.

9. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks bei EJOT in Tambach-Dietharz

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 9. März 2021 rief die IG Metall die Beschäftigten in Früh- und Spätschicht bei EJOT in Tambach-Dietharz dazu auf, die Arbeit für zwei Stunden nieder zu legen. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

8. März 2021 | Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen

Herzlichen Glückwunsch zum Internationalen Frauentag

Jeder der 365 Tage im Jahr ist für uns ein Tag der Frauen. Jedoch ehren wir am 8. März die Frauen international besonders. Durch die Einschränkungen in diesem Jahr kann die Würdigung jedoch weder am Arbeitsplatz noch in einer gewerkschaftlichen Veranstaltung erfolgen. Eine digitale Zusammenkunft wird am 9. März angeboten.

Dennoch sind viele Themen der Frauen- und Gewerkschaftsbewegung unverändert aktuell. Aus diesem Grund lautet das Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 8. März 2021: „Wir fairändern: #fairsorgen #fairgüten #fairteilen“.

Herzlichen Glückwunsch allen Frauen zum 8. März. Wir kämpfen weiter für Gleichstellung und Chancengleichheit.

5. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks in Eisenach, Gotha und Waltershausen

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 5. März 2021 folgten die Beschäftigten bei Benteler Automobiltechnik und BMW Fahrzeugelektrik in Eisenach sowie ZF Friedrichshafen in Gotha und Hako Waltershausen dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

4. März 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Warnstreiks bei Bosch Eisenach

In den ersten drei Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden. Mit Ablauf der Friedenspflicht am 2. März 2021 ruft die IG Metall nun die Beschäftigten auf, den Forderungen für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung im Volumen von 4 Prozent Nachdruck zu verleihen.

Am 4. März 2021 folgten die Beschäftigten in Früh- und Spätschicht bei Robert Bosch Fahrzeugelektrik in Eisenach dem Aufruf der IG Metall und beendeten die Arbeit zwei Stunden eher. Aus Infektionsschutzgründen fand keine Kundgebung vor dem Betrieb statt. Die Beschäftigten gingen somit verfrüht in den Feierabend.

19. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Völlig unzureichendes Angebot

Es bleibt dabei: Unser Ziel ist ein Paket für Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und Einkommenssteigerung. Die IG Metall fordert, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, ein Volumen von vier Prozent.

Die Thüringer Arbeitgeber legten in der dritten Verhandlung am 19. Februar ein völlig unzureichendes Angebot vor. Während die Bundesbank mit einer Inflationsrate von 3 Prozent für 2021 rechnet, sollen die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie nach dem Willen der Arbeitgeber in diesem Jahr leer ausgehen und erst 2022 einen Mix aus Einmalzahlung und Tariferhöhung erhalten.

18. Februar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifkommission verabschiedet Resolution

Nach den ersten beiden Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen liegt noch kein Ergebnis vor. Die dritte Verhandlung findet am 19. Februar digital statt.

Am Vorabend der dritten Verhandlung tagte die Tarifkommission der IG Metall. In einer Bewertung der bisherigen Entwicklungen sowie der Entwicklungen parallel in andere Tarifgebieten besteht wenig Verständnis für das (bisherige) Agieren der Arbeitgeber und ihrer Verbände. Die Tarifkommission verabschiedete daher eine Resolution, die auch an die Arbeitgeber gerichtet ist.

8. Februar 2021 | Gewerkschaftlicher Rechtsschutz ist sehr effektiv.

414.049,94 Euro im Jahr 2020 erstritten

Mitglieder der IG Metall werden im Arbeits- und Sozialrecht beraten und wenn erforderlich, auch außergerichtlich und gerichtlich vertreten.

Im Jahr 2020 genehmigte die IG Metall Eisenach in 333 Fällen Rechtsschutz für ihre Mitglieder, davon 306 Fälle im Arbeitsrecht und 27 Fälle im Sozialrecht. Es wurden im Jahr 2020 trotz teilweiser Schließung der Gerichte insgesamt 262 Streitfälle abgeschlossen, davon 208Verfahren im Arbeitsrecht und 54 Verfahren im Sozialrecht. Das ist eine deutliche Zunahme gegenüber 173 abgeschlossenen Verfahren 2019. Für die Mitglieder der IG Metall Eisenach wurden im letzten Jahr insgesamt 414.049,94 Euro erstritten. 400.164,05 Euro davon im Arbeitsrecht und 13.885,89 Euro im Sozialrecht. Den höchsten Einzelerfolg erreichten wir für einen Kollegen, der um die richtige Eingruppierung stritt. Ihm wurden mit unserer Unterstützung 21.882,00 Euro nachgezahlt.

In vielen Fällen wurden unsere Mitglieder durch das Team der DGB Rechtsschutz in Suhl oder Erfurt unterstützt. Vielen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit.

5. Februar 2021 | Hinzuverdienst bei Rente 2021

Bis zu 46.060 Euro anrechnungsfrei.

Ab 65 Jahren plus zehn Monaten Lebensalter kann zum Rentenbezug unbegrenzt und anrechnungsfrei hinzuverdient werden. Für jüngere Rentenbezieher sind 6.300 Euro Hinzuverdienst grundsätzlich anrechnungsfrei pro Jahr. Übersteigt der Hinzuverdienst im Kalenderjahr abzüglich der 6.300 Euro Freibetrag den individuellen Hinzuverdienstdeckel werden 40 Prozent des Hinzuverdienstes von der Rente abgezogen.

Für 2021 besteht pandemiebedingt ein anrechnungsfreier Hinzuverdienst bis zu 46.060 Euro. Das gilt sowohl für Rentenbezieher, deren Rentenbeginn vor 2021 liegt (sogenannte Bestandsrenter) als auch für Neurentner ab 2021. Übersteigt der Hinzuverdienst 2021 die Freigrenze von 46.060 Euro, werden 40 Prozent davon auf die Rentenleistung angerechnet. Allerdings bleibt es auch 2021 für Bezieher einer Rente wegen voller Erwerbsminderung bei der Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro ohne Anrechnung auf die Rentenleistung.

Die Sonderregelungen zum Hinzuverdienst laufen zum 31. Dezember 2021 aus und ab 2022 gilt wieder das „normale“ Rentenrecht auch für Hinzuverdienste.

Mitglieder der IG Metall können natürlich auch individuell von uns beraten und wenn erforderlich vertreten werden.

28. Januar 2021 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber legen kein Angebot vor.

Die zweite Tarifverhandlung für die rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 28. Januar virtuell stattgefunden. IG Metall und Arbeitgeber konnten kein Ergebnis erzielen und werden in den nächsten Tagen einen weiteren Verhandlungstermin vereinbaren.

Die IG Metall hat in der zweiten Tarifverhandlung gegenüber den Arbeitgebern ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Erneut forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeberfunktionäre auf, ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung in Thüringen mit der IG Metall zu führen.

12. Januar 2021 | Neue Angebote für betriebliche Interessenvertretungen

Betriebsräte Akademie Mitte gestartet

Mit Beginn des neuen Jahres nahm auch die Betriebsräte Akademie Mitte die Arbeit auf. Mit der Gründung dieser Einrichtung durch die IG Metall werden Bildungsangebote für Mitglieder im Betriebsrat, der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie der Schwerbehindertenvertretung gebündelt.

Anders als bisher erfolgt damit die Ausschreibung, Einladung, Durchführung und Abrechnung der Seminare durch die Akademie selbst. Die Übersicht zu den angebotenen Seminaren ist im Bildungsprogramm zusammen getragen. Das liegt beim Betriebsrat vor oder ist bei der IG Metall oder im Internet erhältlich.
Voraussetzung für die Teilnahme an einem Seminar ist entweder ein ordnungsgemäßer Beschluss des Betriebsrats nach § 37 Abs. 6 BetrVG oder der Schwerbehindertenvertretung gemäß § 179 Abs. 4 SGB IX. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt weiterhin über das Büro der IG Metall.

Neben den Wochenseminaren managt die Akademie auch Tagesschulungen für gewählte Personen und auch zukünftig für Mitglieder von Wahlvorständen.

30. Dezember 2020 | Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie Thüringen

Weitere 1,8 Prozent mehr Geld

Die IG Metall und der Verband der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V. vereinbarten für die Beschäftigten in den Betrieben der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie Thüringen eine Steigerung der Löhne und Gehälter in zwei Schritten: Ab 1. Januar 2020 um 2,6 Prozent und ab 1. Januar 2021 um weitere 1,8 Prozent. Die Vergütungen der Auszubildenden stiegen je nach Ausbildungsjahr überproportional zwischen 7,6 und 11 Prozent ab Januar 2020.

Die Tarifverträge sind erstmals zum 31. August 2021 kündbar.

18. Dezember 2020 | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifverhandlungen begonnen.

Die erste Tarifverhandlung für rund 20.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen hat am 18. Dezember virtuell stattgefunden. Die IG Metall Mitte hat ihre Forderung nach einem Volumen von 4 Prozent mehr Geld für Entgelt- und Beschäftigungssicherung bekräftigt. Zudem forderte die Gewerkschaft die Arbeitgeber auf, endlich ernsthafte Gespräche über die Arbeitszeitangleichung hin zur 35-Stunden-Woche in Thüringen mit der IG Metall aufzunehmen.

Die IG Metall will die bestehenden tariflichen Instrumente im Hinblick auf die Transformation weiterentwickeln. Dazu zählen die Möglichkeit der 4-Tage-Woche und Entgeltsicherung; dazu gehören Zukunftstarifverträge, die Innovations- und Standortzusagen umfassen. Die von den Arbeitgebern geforderte Nullrunde lehnt die IG Metall ab. So kann die Transformation nicht gestaltet werden; das geht nur mit den Beschäftigten zusammen.

5. Dezember 2020 | Internationaler Tag des Ehrenamtes

IG Metall sprach mit Michael Strunz

Michael Strunz, Mitglied im Stadtrat von Bad Salzungen

Am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamtes statt. Mit diesem Gedenk- und Aktionstag wird ehrenamtliches Engagement anerkannt und gefördert. Der Tag wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen und fand 1986 erstmals international statt.

Auch viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich, beispielsweise in der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, als ehrenamtliche Richter/innen oder in den Wirtschaftskammern.

Michael Strunz engagiert sich als Mitglied im Stadtrat von Bad Salzungen sowie als stellvertretender Ortsteilbürgermeister in Frauensee. Aus Anlass des Internationalen Tages des Ehrenamtes sprachen wir mit ihr über ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

30. November 2020 | JAV-Wahlen 2020 abgeschlossen

Herzlichen Glückwunsch allen gewählten JAV-Mitgliedern

Zum Abschluss der diesjährigen JAV-Wahlen lud die IG Metall Eisenach am 30. November neu gewählte JAV-Mitglieder zum Empfang nach Bad Tabarz. Neben dem 1. Bevollmächtigen, Uwe Laubach, und dem 2. Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser, nahm Toni Bernheiden, Gewerkschaftssekretär für Jugendarbeit, teil.

Anhand einiger Folien fasste Toni Bernheiden die JAV-Wahlen in der Region zusammen: Aktuell wurden in 17 Betrieben JAV-Wahlen durchgeführt. Das sind drei Betriebe mehr als 2018. Allerdings sank dennoch die Anzahl der gewählten JAV-Mitglieder auf 29 Personen im Vergleich zu 30 Personen 2018. Mit 24 Prozent junger Frauen ist der Anteil der weiblichen Interessenvertreterinnen überproportional höher als der Anteil der weiblichen Auszubildenden in diesen Betrieben mit etwa 11 Prozent. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre.

Wir gratulieren allen gewählten JAV-Mitgliedern und wünschen ihnen für ihre verantwortliche Arbeit viel Erfolg. Wir unterstützen sie jetzt auch in ihrer betrieblichen Arbeit. Wichtig ist, sich für die Interessenvertretung auch entsprechend qualifizieren zu lassen. Zugleich danken wir allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Bereitschaft. Und wir danken den betrieblichen Wahlvorständen für die ordnungsgemäße Durchführung der JAV-Wahlen.

24. November 2020 | Opel-Aktionstag

Zukunft nur mit uns - Hände weg vom Kündigungsschutz

Unklar ist die Situation bei Opel an allen Standorten, vor allem auch in Eisenach. Darauf machten Beschäftigte, Betriebsrat und IG Metall mit Unterstützung aus der Politik am 24. November aufmerksam. Nach der Frühschicht versammelten sich die Opel-Beschäftigten vor dem Werk in Eisenach zunächst zu einer Kundgebung und anschließend zu einem Autokorso. Auch Beschäftigte der Werke Rüsselsheim und Kaiserslautern demonstrierten zeitgleich.

In Eisenach fehlt Personal, um eine zweite komplette Schicht aufbauen und das Hybrid-Modell produzieren zu können. Wegen Personalüberhängen an den anderen deutschen Standorten verweigert das PSA-Management die erforderlichen Einstellungen in Eisenach. Hingegen kündigte der Arbeitgeber an, entgegen der tarifvertraglichen Beschäftigungssicherung keine betriebsbedingten Kündigungen an anderen Standorten mehr auszuschließen.

Prominente Unterstützung erhielten die Opel-Beschäftigten durch den Thüringer Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow (Die Linke) und Eisenachs Oberbürgermeisterin, Katja Wolf (Die Linke) die beide vor Ort waren.

17. November 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beschließen Forderung

Am 17. November 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen digitalen Sitzung die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde beschlossen Gefordert wird ein Volumen von 4 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Die IG Metall hat die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Betriebe in ihrer Forderung berücksichtigt. Für die Absicherung und Entwicklung von Einkommen sowie die Sicherung von Beschäftigung will die IG Metall Mitte ein Gesamtvolumen von 4 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten durchsetzen.
Die anstehende Transformation ist eine Herausforderung, der mit einer 4-Tage-Woche vorausschauend begegnet werden soll. Sie bietet notwendige Qualifikationszeit. Zudem erwartet die IG Metall deutliche Signale in Richtung einer 35-Stunden-Woche in Thüringen. Nach 30 Jahren ist es längst überfällig die Ungleichheit zwischen Ost und West zu beseitigen. 

6. November 2020 | 35 Kündigungen bei Gothaer Fahrzeugtechnik

Tarifvertrag schützt vielen Gewerkschaftern den Job

In der Gothaer Fahrzeugtechnik werden mit etwa 350 Beschäftigten hochkomplexe Rohr- und Blechkonstruktionen aus hochfesten Feinkornbaustählen für Mobilkransysteme produziert. Nach dauerhaftem Umsatzrückgang in diesem Jahr beabsichtigte der Arbeitgeber 57 Kündigungen. Dem begegnete die IG Metall mit dem Abschluss einer tarifvertraglichen Beschäftigungssicherung im August 2020 durch einen Sozialtarifvertrag.

In der ersten Überlegung des Arbeitgebers hätten 34 IG Metall-Mitglieder ihren Arbeitsplatz verloren. Nach acht Verhandlungsrunden zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat konnte die Anzahl der erforderlichen Kündigungen statt 57 Beschäftigte auf 35 Kündigungen reduziert werden. Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung zwang beide Parteien, für von Kündigung bedrohte Gewerkschaftsmitglieder andere zumutbare Arbeitsplätze im Betrieb zu finden. Der Arbeitgeber war gezwungen, Arbeitsplätze von gewerkschaftlich unorganisierten Beschäftigten frei zu kündigen, um den tarifvertraglichen Kündigungsschutz weitestgehend zu erfüllen. Für letztlich nur drei der ursprünglich 34 von Kündigung bedrohten Gewerkschaftsmitglieder war kein Ersatzarbeitsplatz möglich. Allerdings sieht der Sozialtarifvertrag für den Fall der nicht abwendbaren Kündigung eines Gewerkschaftsmitglieds die nahezu Verdoppelung der dann fälligen Abfindung vor.

Ab 1. Dezember bieten Geschäftsleitung und Betriebsrat im Rahmen des geschlossenen Sozialplans den 35 Gekündigten den Eintritt in eine Transfergesellschaft an, in welcher je nach Betriebszugehörigkeit eine Verweildauer bis zu zwölf Monaten ermöglicht wird. Während dieser Zeit tritt noch keine Arbeitslosigkeit ein, sondern wird Qualifizierung und Vermittlung aktiv begleitet und unterstützt durch die MYPEGASUS Transfer GmbH.

29. Oktober 2020 | Bilanz zum Ausbildungsjahr 2020/2021

4,31 unbesetzte Ausbildungsstellen je unversorgten Bewerber

Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2019/2020 meldeten sich in Thüringen insgesamt 8.820 Bewerber für eine Ausbildungsstelle bei den Arbeitsagenturen zur Vermittlung. Das waren über 1.100 weniger als im Jahr zuvor. Zur selben Zeit meldeten Unternehmen rund 12.200 freie Ausbildungsstellen, rund 1.650 weniger als im Ausbildungsjahr 2018/2019. Auf einen Bewerber kamen damit rein rechnerisch 1,4 Ausbildungsstellen.

Mit 410 Bewerbern, die keinen Ausbildungsplatz fanden, waren es 100 mehr als ein Jahr zuvor. Demgegenüber blieben 1.770 Ausbildungsstellen unbesetzt, gut 700 mehr als im Vorjahr. Auf jeden noch unversorgten Bewerber kommen damit rein rechnerisch gut vier unbesetzte Stellen. Gute Chancen also für diejenigen, die jetzt noch suchen. Regional ist das sehr unterschiedlich, wie nebenstehende Karte ausweist: nur 0,99 unbesetzte Stellen je unversorgten Bewerber in Jena gegenüber 51 unbesetzten Stellen je unversorgten Bewerber in Weimar.

16. Oktober 2020 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifkommissionen beraten über Forderung

Am 15. Oktober 2020 haben die Tarifkommissionen für die Metall- und Elektroindustrie in einer gemeinsamen Sitzung mit den Beratungen über mögliche Forderungen begonnen. Herausforderungen der Transformation, Beschäftigungssicherung sowie Einkommenssteigerungen standen im Mittelpunkt der Debatte.

Am 17. November beschließen die Tarifkommissionen die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde. Zum Jahresende sind die Tarifverträge kündbar.

Oktober 2020 | Azubi-Werbung bei Bosch Eisenach

Unser Ziel: Hundert Prozent !

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres sprechen wir die Azubis auf die Mitgliedschaft in der IG Metall an. Bei Bosch in Eisenach wird das unter Leitung vom Vertrauenskörperleiter, Sebastian Krems (Bild), strukturiert umgesetzt. Der Betrieb ist tarifgebunden. Damit sichern sich neue Beschäftigte, auch Azubis, Tarifansprüche durch Mitgliedschaft in der IG Metall. Aber nicht nur die in diesem Jahr neu eingestellten Azubis wurden angesprochen, sondern auch Azubis aus den anderen Ausbildungsjahren.

Dabei überzeugen die Argumente: 88 Prozent der neuen Azubis im 1. Ausbildungsjahr sind schon Mitglied der IG Metall. Aber auch in anderen Ausbildungsjahren konnte die Anzahl der IG Metall-Mitglieder deutlich gesteigert werden. "Wir bleiben dran! Unser Ziel sind 100 Prozent!" motiviert Sebastian Krems die Jugendvertreter/innen und Vertrauensleute im Betrieb. Viel Erfolg !

19. September 2020 | Wandertag der IG Metall

Ich wand're ja so gerne ...

Auf Schuster's Rappen führte uns der inzwischen traditionelle Familienwandertag der IG Metall am 19. September von Schnepfenthal zunächst zum Schloss Reinhardsbrunn, der "Wiege" Thüringens. Bereits 1.040 residierten hier die Ludowinger, das Urgeschlecht der Markgrafen von Thüringen. Vom Verein zum Erhalt des Schlosses wurden wir kompetent und unterhaltsam von Rebecca Braun durch die Anlage geführt. Von uns Wanderern wurde eine Spende in Höhe von 175 Euro an den Verein aufgebracht und übergeben.

Weiter ging es dann zur Marienglashöhle in Friedrichroda. Hier gab es auch Gelegenheit zur Einkehr und Stärkung im Gasthaus Sankt Marien.

Viele freuen sich bereits auf den nächsten Familienwandertag im kommenden September. 

5. September 2020 | Jubilarehrung der IG Metall in Eisenach

7.050 Jahre Mitgliedschaft geehrt

In diesem Jahr führen wir Corona-bedingt regionale Jubilarehrungen durch. In Eisenach konnten wir am 5. September insgesamt 141 Jubilaren für langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft danken und sie beglückwünschen. Insgesamt ehrten wir 7.050 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 57 Mitglieder seit 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft, 44 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 23 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 17 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Zwei der 70-jährigen Jubilare, Alfred Schuster und Günter Zibbe, nahmen persönlich an der Jubilarfeier teil.

Die Festansprachen erfolgten durch die Bevollmächtigten der IG Metall Eisenach. Nach einem Rückblick auf Jahrzehnte Gewerkschaftsarbeit wurden aktuelle Schwerpunkte vorgestellt. Dabei wurde besonders noch einmal auf die Erforderlichkeit von Betriebsratswahlen hingewiesen.

1. September 2020 | Antikriegstag

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Seit 1957 wird am 1. September an die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. An jedem 1. September machen auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften seitdem deutlich: Die deutschen Gewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Der DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2020 steht unter dem Motto: "Nie wieder Krieg! In die Zukunft investieren statt aufrüsten!"

5. August 2020 | Die IG Metall informiert:

Ehrenamt im Betrieb während Kurzarbeit

Vermehrt erreichen uns Nachfragen, wie mit dem Wahlamt im Betrieb während Kurzarbeit umzugehen ist. Anbei erläutern wir die aktuelle Rechtslage dazu. Aktuell gibt es dazu eine geänderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes, welche in unserer Wahrnehmung vielen Arbeitgebern und deren Beraten noch unbekannt zu sein scheint. Zudem konnte diese Entscheidung auch noch nicht Eingang in die Kommentarliteratur zum Betriebsverfassungsgesetz finden. Das wird sicher in den Neuauflagen spätestens erfolgen.

28. Juli 2020 | Frauenkonferenz der IG Metall Eisenach

Konstituiert für die kommenden 4 Jahre

Alle vier Jahre finden Organisationswahlen der IG Metall statt. Dazu zählt auch eine regionale Frauenkonferenz. Wegen der Abstands- und Hygienebestimmungen fand die Veranstaltung in diesem Jahr auf dem Hof der IG Metall Eisenach statt.

Anhand vorbereiteter und kreativ gestalteter Wandzeitungen erfolgte ein Rückblick auf die Frauenarbeit der IG Metall Eisenach in den zurückliegenden vier Jahren durch die Frauenbeauftragte Christel Mahr. Danach informierte die Geschäftsleitung über aktuelle Schwerpunkte und Herausforderungen der Gewerkschaftsarbeit in der Region und darüber hinaus. Dabei sprach der 2. Bevollmächtigte Dank an die gewerkschaftlich aktiven Frauen aus.

Abschließend konstituierte sich der Ortsfrauenausschuss (OFA) der IG Metall Eisenach neu. Als Vorsitzende wurde Astrid Fettien (JD Norman Eisenach) in der Funktion bestätigt. Zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Martina Pracht (Opel Eisenach) gewählt. Herzlichen Glückwunsch.

22. Juli 2020 | Neuer JAV-Vorsitzender bei Opel Eisenach

IG Metall sprach mit Jacob Schmitt

Jacob Schmitt

Viele Metallerinnen und Metaller engagieren sich ehrenamtlich. Dafür danken wir allen Kolleginnen und Kollegen.

Im Gespräch mit Jacob Schmitt gehen wir auch der Frage nach Ehrenamt nach, sowohl im Betrieb als auch darüber hinaus.

Jacob Schmitt ist neuer Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bei Opel in Eisenach. Und er ist engagierter Metaller. In einem Kurzporträt stellen wir ihn hier vor.

28. Juni 2020 | Klausur der Frauen-Ausschüsse

Frauenpower der IG Metall in Thüringen

Am 26. bis 28. Juni trafen sich IG Metall-Frauen aus fast allen Regionen der IG Metall Thüringens in Suhl zum Erfahrungsaustausch. Bereits seit 2009 findet einmal jährlich ein solches Treffen statt. In diesem Jahr stand es unter dem Motto: Zwischen zwei Landtagswahlen. Der Diskussion mit den Metallerinnen stellte sich die lokale Abgeordnete des Thüringer Landtages, MdL Diana Lehmann (SPD). Es moderierte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser. 

Völlig unerwartet versammelten sich parallel zum Seminar unserer Frauen alle Bundes-Spitzen-Politiker/innen der AfD im gleichen Hotel. Für Arbeitnehmer/innen und Gewerkschafter/innen schließt sich gerade in Thüringen eine Zusammenarbeit mit der AfD unter Führung des Faschisten Höcke aus. Im Wahlprogramm der AfD zur Landtagswahl 2019 ist "Gewerkschaft" nur zweimal enthalten ohne irgendeine inhaltliche Übereinstimmung mit gewerkschaftlichen Zielen und Anforderungen an Politik. Daher beteiligten sich die Metallerinnen am 27. Juni ganz spontan an einer Protest-Demonstration gegen die Versammlung der Bundes-AfD-Spitze in Suhl.

Es ist beeindruckend, wenn die Frauen aus ihrer Gewerkschaftsarbeit in den Regionen berichten. Mit viel Engagement und Verbindlichkeit werden Themen angepackt und umgesetzt. Vielen Dank unseren tollen Frauen!

7. März 2020 | Konstituierende Delegiertenversammlung

Neues "Parlament" der IG Metall Eisenach nahm Arbeit auf

Alle vier Jahre führt die IG Metall bundesweit Organisationswahlen durch. Anfang 2020 werden die Wahlfunktionen innerhalb der IG Metall neu bestätigt oder besetzt. In Westthüringen fanden im Januar und Februar 2020 zahlreiche Versammlungen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung statt. Die Delegiertenversammlung ist das „Parlament“ der IG Metall vor Ort. Viermal pro Jahr tritt das höchste beschlussfassende Gremium der IG Metall Eisenach zusammen. Insgesamt entscheiden 65 Delegierten über die strategische, inhaltliche und operative Vorgehensweise der IG Metall Eisenach.

In der konstituierenden Delegiertenversammlung am 7. März 2020 fand in Eisenach der Abschluss der Wahlhandlungen für die Wahlperiode 2020 bis 2023 statt. Es wurden die Bevollmächtigten als Geschäftsführer der IG Metall Eisenach sowie der Ortsvorstand gewählt:

Im Amt bestätigt wurden Uwe Laubach als 1. Bevollmächtigter und Kassierer sowie Thomas Steinhäuser als 2. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach.  

Weiter wurden 13 Beisitzer/innen in den Ortsvorstand der IG Metall Eisenach gewählt. Ihm gehören nun an (Foto v.l.n.r.): Stephan Lattermann (ZF Gotha), Maik Freitag (Bosch Eisenach), Stephan Hofmann (EJOT Tambach-Dietharz), Martina Pracht (Opel), Dirk Borghardt (Preh Dippach), Jens Sieder (Lear Eisenach), Christine Herrmann (Rentnerin Eisenach), Andreas Starkoff (Metaldyne Eisenach), Olaf Kämpfer (Schmitz Cargobull Gotha), Tim Reichert (Bosch Eisenach), Thomas Steinhäuser und Uwe Laubach. Zudem gehören zum Ortsvorstand (nicht im Bild): Astrid Fettien (JD Norman Eisenach), Christianne Napierski (Rebo Eisenach) und Steffen Zucker (GFT Gotha).

Verabschiedet aus dem Ortsvorstand wurden Ralf Helbig (Bosch Eisenach), Manfred Hornaff (ZF Gotha) und Bernd Lösche (Opel Eisenach)

6. Dezember 2019 | Nikolaus-Aktion der IG Metall Eisenach

Hohoho ... 35 Wochenstunden sind genug !

Seit vielen Jahren ist der Nikolaustag ein politischer Aktionstag der IG Metall-Jugend, der dezentral organisiert und ausgestaltet wird. In der Eisenacher Karlstraße wurden die IG Metall-Jugendlichen auch in diesem Jahr wieder durch Mitglieder der außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit AGA und des Ortsfrauenausschusses OFA unterstützt. Sie informierten Passantinnen und Passanten über unser Ziel, die 35-Stunden-Woche endlich tarifvertraglich durchzusetzen und umzusetzen. Dafür hatten die Beteiligten im Vorfeld Plätzchen gebacken, die als "Freizeit-Plätzchen" für weniger tarifvertragliche Arbeitszeit neben einem Flugblatt als Ansprache dienten.

In zahlreichen angeregten Gesprächen gab es sehr viel Unterstützung und Zustimmung zur Forderung der IG Metall durch Menschen aus Eisenach, der Umgebung und Touristen aus der Ferne.

8. November 2019 | Curitiba - Brasilien

Ex-Staatspräsident Lula aus Haft entlassen.

Im Rahmen einer Studienreise traf der IG Metall-Bevollmächtigte, Thomas Steinhäuser, den Metallgewerkschafter, Politiker und Staatspräsidenten Brasiliens 2003 bis 2010, Luiz Inácio Lula da Silva, in São Paulo.

Lula war einst selbst Vorsitzender einer Metallgewerkschaft in Brasilien. Politische Gegner sorgten in Kumpanei mit einer motivierten Gerichtsbarkeit dafür, dass Lula am 8. April 2018 in der südbrasilianischen Millionenstadt Curitiba inhaftiert wurde. Damit war dem aussichtsreichsten Kandidat für die Präsidentschaftswahl im September 2018 die Kandidatur versperrt. Lula lag bis dahin uneinholbar mit absoluter Stimmenmehrheit in allen Umfragen vorn.

Da die gegen ihn bisher zweifelhaft ergangenen Urteile nicht rechtskräftig sind und nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden konnten, musste Lula nun auf freien Fuß entlassen werden. Jubelnd wurde er von Anhängern in Curitiba empfangen. Landes- und weltweit ist die Freude groß.

6.-12. Oktober 2019 | 24. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg

MITEINANDER FÜR MORGEN

Zwei der 483 Delegierten des 24. Ordentlichen Gewerkschaftstages der IG Metall vertraten die IG Metall Eisenach: Heike Brell (Thüringer Präzisionsfedern) und Dirk Borghardt (Preh Car connect).

Nach einem Rückblick auf die Arbeit der zurückliegenden vier Jahre standen die Wahlen des Vorstandes der IG Metall an. Einer der 36 Vorstandsmitglieder ist aus Thüringen. Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender bei Opel in Eisenach, wurde für die nächsten vier Jahre in dieser Funktion bestätigt.

810 Anträge wurden beraten und entschieden. Dabei standen auch die sieben Anträge aus Suhl-Sonneberg zur Entscheidung an. Einer dieser sieben Anträge fand dabei keine Mehrheit.

12. August 2019 | Sommertour des DGB-Bezirksvorsitzenden Michael Rudolph

Moderne Tarifpolitik ist auch in Thüringen möglich, wie EJOT zeigt.

Foto: Andreas Wolf (EJOT)

Vom 12. bis 16. August 2019 besucht der Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, verschiedene Betriebe in Thüringen im Rahmen seiner Sommertour. Unter dem Motto „Besser mit Tarifvertrag“ informiert er sich über Positivbeispiele für Tarifbindung und auch zu den Schwierigkeiten, weshalb es in Thüringen eine im bundesweiten Vergleich bisher eher geringe Tarifbindung gibt. Am 12. August war Michael Rudolph (4.v.l. im Bild) bei EJOT in Tambach-Dietharz.

Der geschäftsführende Gesellschafter, Christian F. Kocherscheidt (2.v.r. im Bild), empfing den Gewerkschaftschef gemeinsam mit weiteren Vertreter/innen aus dem Management sowie dem Betriebsratsvorsitzenden, Stephan Hofmann (1.v.l. im Bild). Eine beeindruckende Firmengeschichte seit 1922 und ab 1993 in Tambach-Dietharz wurde vorgestellt. Besonders bemerkenswert ist der in Ostdeutschland bisher einzigartige Haustarifvertrag zur schrittweisen Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38 Stunden auf 35 Stunden mit vollem Lohnausgleich. Das beschert EJOT Bewerbungen von wertvollen Fachleuten, während andere Betriebe der Region über Fachkräftemangel klagen.

12. Juli 2019 | Internationale Gäste aus Brasilien in der Region

Zu Besuch bei Deckel Maho in Seebach

Lula livre! Freiheit für den zu Unrecht inhaftierten Metallgewerkschafter und ehemaligen Staatspräsident Brasiliens Luiz Inacio Lula da Silva!

Im Rahmen ihrer Bildungsreise kamen zwei brasilianische Metallgewerkschafter auch in die Region Eisenach. Maicon Michel Vasconcelos da Silva, Internationaler Sekretär des Dachverbandes der Metallgewerkschaften und Wellington Messias Damasceno, Vorstandsmitglied der Metallgewerkschaft Sindicato dos Metalurgicos do ABC zuständig für Industriepolitik, besuchten am 12. Juli den Maschinenbauer Deckel Maho im Wartburgkreis. Sie informierten sich darüber, wie Unternehmen und Belegschaft mit den Herausforderungen durch Digitalisierung und Transformation umgehen. Nach einer Werksführung durch die Geschäftsleitung bestand anschließend Gelegenheit, mit Vertretern des Betriebsrates ins Gespräch zu kommen.

Am Vorabend des Betriebsbesuches brannte auf dem Hof der IG Metall Eisenach der Grill zum Willkommen in Thüringen für die brasilianischen Kollegen. Staubedingt trafen die Brasilianer erst sehr verspätet aus Stuttgart kommend in Eisenach ein.

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de