Am 5. Juni 1891 wurde der Deutsche Metallarbeiter-Verband (DMV) gegründet. Schon 1919 zählte der DMV als wichtigste Vorläuferorganisation der IG Metall eine halbe Million Mitglieder und war damit die größte Industriegewerkschaft der Welt. Ebenso wie die IG Metall heute, die mit knapp 2,3 Millionen Mitgliedern weltweit die größte Einzelgewerkschaft ist.

Tarifabschluss bei GFT Gotha

Plus 3,4 Prozent ab Januar 2016

In der vierten Verhandlung zwischen der IG Metall und der Geschäftsführung der Gothaer Fahrzeugtechnik GmbH (GFT) in Gotha wurde am 8. Februar 2016 ein Verhandlungsergebnis erzielt. Ab Januar 2016 erhöhen sich die Löhne und Gehälter rückwirkend um 3,4 Prozent, für Auszubildende um 40 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2016.

Außerdem wurden die in der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen üblichen Freistellungen beispielsweise bei Hochzeit, Niederkunft, Todesfall oder Umzug tariflich übernommen. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die im Betrieb notwendigen regelmäßigen Schweißerprüfungen mit bis zu 16 Stunden pro Prüfung als Arbeitszeit anerkannt und vergütet werden.

Bereits im Tarifabschluss Ende 2014 wurde vereinbart, dass der Jahresurlaub auf 30 Arbeitstage ab dem Jahr 2016 angehoben wird. In 2015 betrug der Jahresurlaub 29 Arbeitstage.

BWG Gotha

Erstmals Tarifbindung durchgesetzt

Das Bahnweichenwerk Gotha gehört zum österreichischen voestalpine Konzern mit zwei weiteren Standorten. Außer in Butzbach (Hessen) gab es bisher keine Tarifbindung. Die IG Metall nahm Verhandlungen auf. Am 7. November 2014 fand in Gotha ein Warnstreik statt. Der gewerkschaftliche Organisationsgrad in Gotha wurde mehr als verdreifacht. Erst das machte schließlich den Erfolg der IG Metall möglich: Im Dezember 2015 wurde ein Verhandlungsergebnis für einen Haustarifvertrag für alle drei Standorte erzielt. Der Manteltarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie Hessen gilt ab 01. Juli 2016. Die Arbeitszeit in Gotha wird bis Ende 2017 in zwei Stufen auf 38 Stunden pro Woche mit vollem Lohnausgleich verringernd angepasst. Zukünftige Entgeltsteigerungen im Flächentarifvertrag gelten prozentual vollumfänglich auch für die BWG-Beschäftigten in Gotha. Urlaubsgeld und betriebliche Sonderzahlung sind ebenfalls Teil des Tarifvertrages. Zudem wird ERA an allen Standorten auf Basis Hessen eingeführt. 

Wieder ein Betriebsrat mehr

Erstmals gewählt bei Bell Equipment

von links nach rechts: Stefan Richardt, Jörg-Dieter Bonn (Betriebsratsvorsitzender), Heiko Kaiser (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender), Matthias Wunder, Andy Daue, Rayond Haße (IG Metall)

Zum ersten Mal haben die Beschäftigten der Bell Equipment Deutschland GmbH im Industriegebiet Eisenach-Kindel einen Betriebsrat gewählt. Die 77 Beschäftigten inklusive der bei der Bell Equipment Deutschland GmbH beschäftigten Leiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen wählten den fünfköpfigen Betriebsrat am 10. Dezember 2015.

Unterstützung erfuhren sie dabei von der IG Metall im Rahmen unseres Projektes BoB (Betriebe ohne Betriebsrat). Im Projekt werden Kollegen und Kolleginnen bei der Erstgründung von Betriebsräten unterstützt.

Solltet bei euch noch kein Betriebsrat bestehen, so helfen wir gern mit, das zu ändern. Ansprechpartner ist Raymond Haße, der unter Nummer 0160–5330337 oder über die Email raymond.hasse(at)igmetall.de zu erreichen ist.

7. Dezember 2015 in Eisenach

Nikolaus-Aktion der IG Metall

Passanten in der Eisenacher Karlstraße staunten schon sehr am 7. Dezember. Der Nikolaus verzichtete auf Rentiere und ließ sich lieber von Werkvertragsbeschäftigten transportieren. Das ist billig. Da gelten kaum Rechte. Das liegt im Trend bei Arbeitgebern.

Mitglieder des Ortsjugendausschusses und der Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit der IG Metall Eisenach skandalisierten anschaulich die Werkvertragspraxis. Wir fordern unbefristete, tarifvertraglich bezahlte Beschäftigung in Vollzeit. Gerade auch für junge Leute, die ihre Ausbildung erfolgreich beenden.

ae group Gerstungen

Tarifabschluss erreicht

Im Jahr 2011 gelang den IG Metall-Mitgliedern gemeinsam mit der IG Metall erstmals der Abschluss eines Haustarifvertrages. Nach zwei Verhandlungsrunden im November diesen Jahres gelang ein neuer Abschluss. Die Beschäftigten erhalten ab April 2016 eine tabellenwirksame Tariferhöhung von 4 Prozent. Zusätzlich wurde die Berechnung der Sonderzahlung geändert. Sie staffelt sich ansteigend je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit ähnlich des Tarifvertrages zur Sonderzahlung der Metall- und Elektroindustrie Thüringen. Die Sonderzahlung beträgt für Beschäftigte, deren Beschäftigungsverhältnis zum Stichtag 12 Monate bestanden hat, mindesten 680 Euro. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016. Er gilt für die Beschäftigten sowohl am Standort Gerstungen als auch am Standort Nentershausen. 

20. bis 22. November 2015

Wir für mehr - in Thüringen

Demokratie lebt von Beteiligung. Deswegen bietet die IG Metall insbesondere jungen Beschäftigten die Möglichkeit, sich mit politischen Themen auseinander zu setzen. Zum Seminar in Oberhof standen brandaktuelle Sachverhalte auf der Tagesordnung.
 Momentan wird eine Novellierung des Berufsbildungsgesetzes in Berlin vorbereitet. Daran haben aktuelle und zukünftige Auszubildende und die IG Metall Erwartungen. Intensiv wurden die Inhalte des Gesetzes sowie Ansätze zur Novellierung diskutiert. Zu Gast war der Jugendbildungsreferent des DGB Thüringen, Gregor Gallner.

Aber auch im Freistaat Thüringen gibt es Veränderungen. Ab Januar 2016 gilt erstmals ein Bildungsfreistellungsgesetz. Mit dem Inhalt des Gesetzes können insbesondere Auszubildende nicht zufrieden sein. Tausende der Auszubildenden sind wegen der Betriebsgröße ihres Ausbildungsbetriebes vom

Bildungsfreistellungsanspruch ausgeschlossen. Und die Auszubildenden, die einen Anspruch erhalten, können maximal drei Tage pro Jahr nutzen. Dazu wurde kontrovers mit dem Mitglied des Thüringer Landtages Christian Schaft diskutiert.
Schließlich wurden auch Aktivitäten im Jugendbereich geplant.

Wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten.

IG Metall in Thüringen mit Frauen-Power

Am 14. und 15. November 2015 war in Gera das bereits einmal jährlich traditionell stattfindende Seminar für Frauen in der IG Metall aus ganz Thüringen.

In diesem Jahr stand der Wandel in der Arbeitswelt durch Industrie 4.0 auf der Tagesordnung. Referent Karl-Heinz Hageni vom Vorstand der IG Metall führte in die Diskussion ein. Umfangreiche Veränderungen stehen hier in den Betrieben in diesem Zusammenhang an, um die sich vor allem auch Betriebsräte kümmern müssen.
Aber auch die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern für die gleiche Arbeit wurde diskutiert. Und, dass es zu wenige Frauen in Führungsverantwortung in vielen Betrieben auch in Thüringen gibt, war Thema des Seminars.

Es bleibt dabei: Wer die Besten will, kann auf Frauen nicht verzichten. Das gilt auch in unserer IG Metall.

24. Oktober 2015: AGA-Austausch

WOW: WOB

Früh morgens ging es los, auf nach Wolfsburg. Begrüßt wurden die 18 Mitglieder des Arbeitskreises für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) der IG Metall Eisenach bei der IG Metall in Wolfsburg mit belegten Brötchen und Getränken. Das wurde in einer Kantine zubereitet, in der ausschließlich behinderte Menschen arbeiten. Eine Kaffeetasse mit Blindenschrift konnte jeder mit nach Hause nehmen.

Seit 1998 arbeitet bei der IG Metall Wolfsburg ein Erwerbslosen-Arbeitskreis sehr aktiv: Unterstützung der Tafel, des Sozialkaufhauses und des Job-Centers; ehrenamtliche Sprechstunde für Mitglieder der IG Metall; Bürgerfrühstück einmal im Jahr; Engagement für ein Mobilticket im öffentlichen Personennahverkehr.

Aber auch in der Region Eisenach sind die AGA-Akteure aktiv, wovon sie berichteten. Die IG Metall erhält wertvolle Unterstützung bei der Durchführung von Sommerfest, Jubilarehrung oder den Veranstaltungen zum 1. Mai. Bei Warnstreiks und Tarifaktionen sind sie dabei. Zu Nikolaus gibt es in der Eisenacher Innenstadt eine gemeinsame öffentliche Aktion mit der Gewerkschaftsjugend. Und vieles mehr wurde vorgestellt.

Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in Wolfsburg inklusive des anschließenden Besuches der Autostadt von Volkswagen war ei gelungener Ausflug mit einem Blick über unsere eigenen Strukturen hinaus.

23. ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall

Gute Arbeit. Gutes Leben. IG Metall

Vom 18. bis 24. Oktober 2015 fand der 23. Ordentliche Gewerkschaftstag der IG Metall in Frankfurt am Main statt. Für die IG Metall Eisenach konnten gemäß Satzung der IG Metall zwei Delegierte teilnehmen. In der Delegiertenversammlung im Februar 2015 wurden Olaf Kämpfer, Betriebsratsvorsitzender bei Schmitz Cargobull in Gotha, und Martina Pracht, Betriebsratsmitglied bei Opel in Eisenach, als ordentliche Delegierte der IG Metall Eisenach gewählt. Sie wurden vor Ort durch die beiden Bevollmächtigten unterstützt.

Bei den Wahlen für den Vorstand der IG Metall wurde Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender von Opel in Eisenach, als Vertreter für die IG Metall in Thüringen im Amt bestätigt und wieder gewählt.

Groß-Demonstration am 10. Oktober

250.000 Menschen gegen TTIP

Ein Bündnis aus über 30 Organisationen, in welchem sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und die IG Metall beteiligen, riefen für den 10. Oktober 2015 zur Demonstration nach Berlin auf.

250.000 Menschen aus allen Teilen der Republik und auch aus dem Ausland demonstrierten für fairen Welthandel unter transparenter Beteiligung parlamentarischer Kontrolle. Auch aus der Region Eisenach und Gotha waren Kolleginnen und Kollegen mit Bussen nach Berlin gekommen und nahmen an Demonstration und Kundgebung teil.

Bundesweiter Automobil-Aktionstag gegen den Missbrauch von Werkverträgen

24. September 2015: Auch in Eisenach

Mehrere zehntausend Beschäftigte von Automobilherstellern und Zulieferern setzen beim bundesweiten Automobil-Aktionstag der IG Metall gegen den Missbrauch von Werkverträgen ein deutliches Zeichen an Arbeitgeber und Politik.

Vor dem Werktor von Opel Eisenach wurden die Beschäftigten der Früh- und Spätschicht auf dieses Problem aufmerksam gemacht. In der Praxis werden teilweise ganze Abteilungen ausgegliedert.

Insbesondere vom Gesetzgeber erwartet die IG Metall hier klarere Regeln. Beispielsweise haben Betriebsräte bisher bei solchen Entscheidungen keine Möglichkeit der Mitbestimmung oder Ausgestaltung.

19. September 2015

Wandertag der IG Metall in Goldisthal

Bereits zum sechsten Mal in Folge, führten wir am jeweils dritten Samstag im September den gemeinsamen Wandertag der IG Metall Suhl-Sonneberg und IG Metall Eisenach durch. Treffpunkt war am Informationszentrum der Deutschen Bahn in Goldisthal. Das VDE 8.1 wurde uns vorgestellt. Dabei handelt es sich um das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit, die ICE-Strecke von Berlin über Leipzig und Erfurt nach Nürnberg, München. Der Abschnitt 8.1 meint die Teilstrecke von Erfurt nach Nürnberg. Von da aus ging es hinauf zur ICE-Baustrecke.

Neben der Wanderung durch den Thüringer Wald bei tollem Wetter erfuhren wir viel über die Bauarbeiten, deren Planung sowie technische Besonderheiten. Wir konnten in einen der insgesamt 22 Bahntunnel auf der Strecke hinein sehen und besichtigten einen Rettungsgang parallel zum Bahntunnel.

Die etwa 70 Metallerinnen und Metaller aus allen Teilen Thüringens erlebten einen gelungenen Tag.

29. August 2015 in Eisenach

Sommerfest der IG Metall 2015

Das bereits traditionelle Sommerfest der IG Metall Eisenach fand in diesem Jahr auf dem Hof der Verwaltungsstelle in Eisenach statt. Bei tollem Wetter war Gelegenheit, in lockerer Runde gemütlich den Tag ausklingen zu lassen. Besonderen Zuspruch fand auch wieder die Tombola.

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die unserer Einladung gefolgt waren. Vor allem danken wir aber denen, die bei der Vorbereitung und Durchführung tatkräftig unterstützt haben.

29. August 2015 in Creuzburg

Jubilarehrung der IG Metall

Wenn Kolleginnen und Kollegen lange Jahre Mitglied der IG Metall sind, ehren wir diese Jubilare besonders. In diesem Jahr konnten wir insgesamt 309 Jubilare für langjährige Mitgliedschaft beglückwunschen. Insgesamt ehren wir 15.580 Jahre Mitgliedschaft. Davon sind 109 Mitglieder seit 40 Jahren in der Gewerkschaft, 90 Kolleginnen und Kollegen blicken auf 50 Jahre Mitgliedschaft zurück, 98 Mitglieder sind bereits seit 60 Jahren Gewerkschaftsmitglied und 12 Mitglieder erreichen in diesem Jahr 70 Jahre Mitgliedschaft. Zwei von ihnen, Kurt-Werner Frenzel und Siegfried Hartmann, waren zur Jubilarveranstaltung anwesend.

Nach den Reden des 2. Bevollmächtigten, Thomas Steinhäuser, und des 1. Bevollmächtigten, Uwe Laubach, rundete die Frauen-Tanzgruppe des Burg- und Heimatvereins die Festveranstaltung ab.

Jugendcamp vom 24. bis 26. August 2015

Willkommen für angehende Azubis

Aller Anfang ist bekanntlich schwer, gerade wenn ein neuer Lebensabschnitt mit dem Einstieg ins Berufsleben beginnt. Um sich Untereinander kennen zu lernen und erste Kontakte zu JAV, Betriebsrat und IG Metall zu knüpfen veranstaltet die IG Metall Eisenach ein Jugendcamp vor Beginn der Ausbildung. Die Auszubildenden von Schmitz Cargobull Gotha und ZF Gotha, die jetzt in die Ausbildung starten, sammelten die ersten Tipps und Tricks rund um ihre Ausbildung, die betrieblichen Interessenvertreter und den Tarifvertrag der IG Metall. Damit kann die Ausbildung starten und wir freuen uns auf die neuen Kolleginnen und Kollegen.

Jugendcamp vom 11. bis 13. August 2015

Willkommen für angehende Azubis

Aller Anfang ist bekanntlich schwer, gerade wenn ein neuer Lebensabschnitt mit dem Einstieg ins Berufsleben beginnt. Um sich Untereinander kennen zu lernen und erste Kontakte zu JAV, Betriebsrat und IG Metall zu knüpfen veranstaltet die IG Metall Eisenach ein Jugendcamp vor Beginn der Ausbildung. Die Auszubildenden von Opel Eisenach, die jetzt in die Ausbildung starten, sammelten die ersten Tipps und Tricks rund um ihre Ausbildung, die betrieblichen Interessenvertreter und den Tarifvertrag der IG Metall. Damit kann die Ausbildung starten und wir freuen uns auf die neuen Kolleginnen und Kollegen.

Erst 25 Jahre nach der deutschen Einheit

Erstes Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz

Der Thüringer Landtag hat am 8. Juli 2015 ein Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz beschlossen, welches ab 1. Januar 2016 in Kraft tritt. Damit schließt Thüringen zu bisher 13 von 16 Bundesländern mit einer solchen landesrechtlichen Regelung auf. Nur noch in den Freistaaten Bayern und Sachsen gibt es nun keine Regelung. Das Gesetz tritt am 1. Januar 2016 in Kraft. Dann haben im Grundsatz alle Beschäftigten in Betrieben mit mehr als fünf Beschäftigten Anspruch auf fünf Tage bezahlte Freistellung zur individuellen Weiterbildung pro Jahr.

Das gilt allerdings nicht für Auszubildende, weil Azubis nur drei Tage Anspruch pro Jahr erhalten. In diesem Punkt konnten wir zwar verhindern, dass Azubis komplett aus dem Geltungsbereich des Gesetzes ausgenommen wurden. Allerdings besteht aus unserer Sicht nach wie vor kein Grund, Azubis in Thüringen schlechter zu stellen als in fast allen anderen Bundesländern.

Dieses Gesetz wurde jetzt erst in der inzwischen schon 6. Wahlperiode des Thüringer Landtages verabschiedet. Ohne die jahrelangen Kampagnen und Aktivitäten, vor allem der IG Metall und der anderen Gewerkschaften dazu, wäre der Erfolg sicher nicht gelungen. Dennoch bleibt das Gesetz hinter unseren Erwartungen zurück.
Die vergleichbaren Gesetze anderer Bundesländer sind in einigen Punkten besser für Beschäftigte und Azubis. Dass ausgerechnet die erste von einer Linkspartei geführte Landesregierung im ersten von ihr auf den Weg gebrachten Gesetz hier schwaches Mittelmaß produziert, lässt Wünsche offen. Insbesondere bedauerlich ist, dass Kleinbetriebe bis fünf Beschäftigte komplett ausgenommen sind. In Kleinbetrieben bis 25 oder bis 50 Beschäftigte sind die möglichen Inanspruchnahmen für die Beschäftigten deutlich limitiert. Und in Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten müssen Arbeitgeber nur bis zu 20 Prozent der Belegschaft den Anspruch pro Jahr gewähren. Bei aller Freude über das neue Gesetz, gibt es noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Wir müssen dran bleiben.

Dennoch geht es nun zunächst darum, den neuen Anspruch aus diesem Gesetz auch zu nutzen. Dafür bietet die IG Metall im kommenden Jahr zahlreiche Seminare an. Wir haben uns bei der Planung und Budgetierung der Bildungsarbeit 2016 bereits auf den neuen Anspruch in Thüringen eingestellt.

4. Juli: 25 Jahre Wintersportverein Scheibe-Alsbach e.V.

4.000 Euro private Spende übergeben

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Suhl-Sonneberg, Thomas Steinhäuser, ist alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland und zugleich Mitglied der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung. Für diese ehrenamtlichen Funktionen erhielt er im Jahr 2014 insgesamt 3.369 Euro Aufwandsentschädigungen. Seit Übernahme der ehrenamtlichen Funktionen im Jahr 2010 hat er die dafür erhaltenen Aufwandsentschädigungen nicht in der privaten Haushaltskasse verplant. Einmal im Jahr spendet er diese Gelder an Vereine oder Akteure der Kinder- oder Jugendarbeit in unserer Region. Aus Anlass der Festveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Wintersportvereins Scheibe-Alsbach e.V. (Landkreis Sonneberg) am 4. Juli 2015 übergab Thomas Steinhäuser (rechts im Bild) seine Spende an den Vereinsvorsitzenden, Siegfried Weigelt (links im Bild), dieses traditionsreichen und erfolgreichen Verein. Zwar sind die 3.369 Euro noch zu versteuern, doch hat er den Spendenbetrag auf glatte 4.000 Euro aufgerundet.

Eine Woche konzentriert gearbeitet

AGA-Seminar in Saalfeld

IG Metall-Mitglieder, die nicht oder nicht mehr im Betrieb beschäftigt sind, engagieren sich im Arbeitskreis AGA – Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit. Auf die AGA-Leute ist stets Verlass. Bei vielfältigen Aktionen der IG Metall unterstützen sie unsere Gewerkschaftsarbeit zuverlässig. Aber auch eigene Aktivitäten werden geplant und umgesetzt. Dafür trafen sich die AGA-Aktiven für eine Woche zur Weiterbildung und Arbeitsplanung im Juni 2015 in Saalfeld, gemeinsam mit der AGA-Truppe aus Eisenach.

20 Kolleginnen und Kollegen befassten sich mit dem Koalitionsvertrag der Thüringer Landesregierung, mit dem anstehenden Gewerkschaftstag der IG Metall 2015 sowie der eigenen Arbeit.

Kfz-Handwerk Thüringen

5,8 Prozent mehr Geld

Die tarifgebundenen Beschäftigten im Kfz-Handwerk Thüringen bekommen ab 1. Juli 2015 mehr Geld. Das Tarifergebnis sieht eine schrittweise Entgeltsteigerung von 5,8 Prozent vor. In der ersten Stufe erhalten die Beschäftigten ab 1. Juli 2015 drei Prozent. Damit beträgt der monatliche Grundlohn für Facharbeiter 2.219 Euro. Ab 1. Oktober 2016 gibt es weitere 2,8 Prozent.

Die Ausbildungsvergütungen werden für des erste Ausbildungsjahr um 35 Euro und für das zweite bis vierte Ausbildungsjahr um 30 Euro ab Juli 2015 erhöht.  In 2016 steigen die  Ausbildungsvergütungen um weitere 20 Euro.

Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben erhalten deutlich mehr Geld. Gute Tarifverträge sind ein Garant für gute Löhne. Leider sind noch zu viele Kfz-Betriebe nicht vom Tarifvertrag erfasst. Das liegt überwiegend daran, dass die Beschäftigten bisher keine Tarifbindung im jeweiligen Betrieb durchgesetzt haben.

Treffen zur außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit

12. Mai 2015 in Nordhausen

Es ist bereits eine schöne Tradition, dass sich Aktive aus allen sechs IG Metall-Verwaltungsstellen in Thüringen einmal jährlich zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit treffen. In diesem jahr folgten wir der Einladung für dieses Treffen nach Nordhausen am 12. Mai.

In den Berichten aus den verschiedenen Regionen Thüringens wurde deutlich, dass parallel zu Tarif- und Betriebspolitik sehr viel Gewerkschaftsarbeit für und mit beispielsweise Erwerbslosen und Rentnerinnen und Rentnern erfolgt. Da gibt es viele Gemeinsamkeiten aber auch Besonderheiten. Verabredet wurde, noch enger innerhalb Thüringens zusammen zu arbeiten und regelmäßig Informationen auszutauschen.

Nach der intensiven Sitzung bestand die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Führung in der Nordhäuser Traditionsbrennerei. Zum nächsten Treffen, dann 2016, spricht die IG Metall Suhl-Sonneberg eine Einladung aus. Ein konkreter Termin steht jedoch noch nicht fest.

Die Arbeit der Zukunft gestalten wir !

1. Mai 2015

Der DGB rief gemeinsam mit der IG Metall und den anderen Gewerkschaften zur Teilnahme an den Kundgebungen am 1. Mai auf. Veranstaltungen gab es in Eisenach und Gotha. Uwe Laubach, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Eisenach, sprach in Gotha.

70. Jahrestag der Befreiung Buchenwalds

Nie wieder Faschismus !

Am 19. April 1945 schworen die befreiten 21.000 Häftlinge auf dem ehemaligen Appellplatz des Konzentrationslagers Buchenwald: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.“ (Auszug) Viele Überlebende setzten sich zeitlebens für die Verwirklichung dieser Ziele ein. Zu den Überlebenden in Buchenwald zählte auch der Metaller Willi Bleicher, der später von 1959 bis 1972 Leiter des IG Metall-Bezirkes Baden-Württemberg war.
Aus Anlass der 70. Wiederkehr des Befreiungstages kamen um den 11. April noch einmal rund einhundert ehemalige Häftlinge aus aller Welt und ihre ehemaligen Befreier in Weimar und Buchenwald zusammen. An der Gedenkveranstaltung am 12. April 2015 auf dem ehemaligen Appellplatz Buchenwalds nahmen auch Jugendliche des DGB in Thüringen teil. Unter ihnen zahlreiche Metallerinnen und Metaller. Es ist Aufgabe und Verpflichtung, die Erinnerung an die Greueltaten des Nationalsozialismus wach zu halten und uns für unsere Gegenwart und Zukunft mahnen zu lassen. Nie wieder Faschismus!

Besuch aus Afghanistan

Solidarität kennt keine Grenzen.

Am 11. März waren Kolleginnen und Kollegen einer Afghanischen Gewerkschaftsdelegation in den Räumen der IG Metall Eisenach zu Gast. Der Vorstand der IG Metall hatte die Gewerkschafter/innen zu einer Tour durch Deutschland eingeladen. Im Rahmen des Programmes wurden Gewerkschaftsstrukturen und Gewerkschaftsarbeitarbeit in Deutschland vorgestellt. Zudem stand der Austausch über die Situation der Gewerkschaften in Afghanistan und Deutschland im Mittelpunkt. Einen genauen Eindruck von den Aufgaben und Aktivitäten einer IG Metall Verwaltungsstelle wollten die 10 Kolleg/innen in Eisenach bekommen. Und sie wollten mit Betriebsräten und ehrenamtlich Aktiven ins Gespräch kommen. Die Gewerkschaften in Afghanistan befinden sich noch im Neuaufbau. An einigen Stellen orientieren sie sich dabei nach deutschem Vorbild. Es gab viel Gesprächsstoff. Geblieben ist auch die Hoffnung auf ein Wiedersehen, vielleicht dann in Afghanistan?

8. März: Internationaler Frauentag

Historie und Feierlichkeit in Meiningen

Etwa 40 Frauen, aber auch Männer der IG Metall aus den Landkreisen Sonneberg, Hildburghausen, Gotha, Wartburgkreis, Schmalkalden-Meiningen sowie aus den kreisfreien Städten Eisenach und Suhl trafen sich heute aus Anlass des Internationalen Frauentages zur zentralen Veranstaltung der IG Metall Suhl-Sonneberg in Kooperation mit der IG Metall Eisenach.

Zunächst informierten sich die Teilnehmenden im Meininger Frauenarchiv LILA über das Leben und Wirken von Dr. Anita Augspurg, eine Vorkämpferin des Frauenwahlrechts, die zwei Jahre in Meiningen lebte. Nur wenige wussten vorher, dass das Frauenwahlrecht als erstes 1869 in Wyoming in einem Staat eingeführt wurde. Aber auch in beispielsweise Finnland, Norwegen, Dänemark, Australien und selbst Aserbaidshan war das Frauenwahlrecht längst erlaubt, als es erst 1918 in Deutschland eingeführt wurde.

Nach der historischen Rückschau luden wir die Teilnehmenden zu Kaffee und Kuchen ins Traditionslokal Henneberger Haus ein. Besonders erfreut waren wir, dass der Meininger Bürgermeister, Fabian Giesder (SPD), unserer Einladung gefolgt war und unsere Kolleginnen und Kollegen in Meiningen offiziell begrüßte. Er lud dazu ein, in Meiningen zu verweilen und wieder zu kommen.

Besuch aus Venezuela zu Gast in Eisenach

Bem Vind@s Amig@s !

Im Rahmen ihres mehrwöchigen Aufenthaltes in Deutschland waren David Jose Contreras Mudarras, Yasmin Chauran Aray und Albert Yvan Cardozo Alarcon am 12. bis 14. Oktober 2014 zu Gast bei der IG Metall in Eisenach. Die Gewerkschafter aus Venezuela lernen an unterschiedlichen Orten Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland und Europa kennen.

In Eisenach standen das Berufsbildungssystem der Bundesrepublik sowie das System der Sozialversicherungen auf dem Programm. Dazu besuchten unsere Gäste das Bosch-Werk in Eisenach und erfuhren dort, wie duale Berufsausbildung funktioniert. Zu den Sozialversicherungen referierte der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Eisenach, Thomas Steinhäuser, der ehrenamtlich alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland ist.

Am 13. Oktober 2014 berichteten unsere Gäste über ihre gewerkschaftliche Situation in Venezuela sowie aktuelle Entwicklungen in ihrem Land.

Ein Besuch auf der Wartburg war aus unserer Sicht auch unverzichtbar, wenn Kollegen aus der Ferne bei uns zu Gast sind.

Verlinkungen zum zentralen Internetangebot

www.igmetall.de