10. Mai | Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Im Rahmen der Aktionswoche der IG Metall begleitend zu den zentralen Gesprächen für alle ostdeutschen Tarifgebiete mit den Arbeitgeberverbänden der neuen Bundesländer informierte die IG Metall bei einer Schichtwechselaktion die Beschäftigten der Bosch Fahrzeugelektrik in Eisenach am 10. Mai über den Stand der Dinge.

Drei Jahrzehnte nach der Deutschen Einheit ist es längst überfällig, den Tarifstandard zur Wochenarbeitszeit bundesweit einheitlich zu regeln. Die Arbeitgeber tragen hierfür auch in Thüringen Mit-Verantwortung. Dafür unterschrieben viele Beschäftigte auf den Transparenten für die Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich. Unterstützt wurde die Aktion durch Vertrauensleute von Opel Eisenach.

9. Mai | BMW Fahrzeugtechnik Eisenach

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Im Rahmen der Aktionswoche der IG Metall begleitend zu den zentralen Gesprächen für alle ostdeutschen Tarifgebiete mit den Arbeitgeberverbänden der neuen Bundesländer informierte die IG Metall bei einer Schichtwechselaktion die Beschäftigten der BMW Fahrzeugtechnik in Eisenach am 9. Mai über den Stand der Dinge.

Viele Beschäftigte bekräftigten die Forderung für die Einführung der 35-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich durch ihre Unterschrift auf großen Transparenten. Wenig Verständnis haben auch hier die Beschäftigten für die Position der Arbeitgeber bisher.

8. Mai | ZF Friedrichshafen AG Werk Gotha

35 Stunden Arbeit pro Woche reicht aus !

Für Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen konnte die IG Metall bereits die gleichen Entgelte wie für Beschäftigte beispielsweise in Hessen tarifvertraglich in den letzten Jahren durchsetzen. Allerdings gibt es einen deutlichen Unterschied in der Dauer der dafür erforderlichen Arbeitszeit. Während die Beschäftigten in Thüringen 38 Stunden pro Woche arbeiten müssen, erhalten die hessischen Metallerinnen und Metaller das gleiche Entgelt für lediglich 35 Stunden Arbeitszeit pro Woche.

Dazu findet begleitend zu den zentralen Gesprächen für alle ostdeutschen Tarifgebiete mit den Arbeitgeberverbänden der neuen Bundesländer eine Aktionswoche statt. Hier informiert die IG Metall die Beschäftigten über den Stand der Dinge. Zugleich rufen wir die Beschäftigten zur Unterschrift auf großen Transparenten auf. Zur Betriebsversammlung bei ZF in Gotha war das am 8. Mai präsentes Thema.

25. März | DMG Mori Global Service Milling Seebach

Gute Beteiligung bei erstem Warnstreik

Für die IG Metall Mitglieder der Global Service Milling GmbH in Seebach besteht aufgrund eines Verschmelzungsvertrages mit der Service GmbH in Pfronten (Allgäu) eine Tarifbindung auf Basis des Bayerischen Flächentarifvertrages für die Metall- und Elektroindustrie. Die Arbeitgeberseite hat diesen Vertrag im September vergangenen Jahres gekündigt und gleichzeitig signalisiert, Neuverhandlungen mit gleichlautenden Regelungen nur für den Standort in Bayern führen zu wollen. Die IG Metall hat den Arbeitgeber aufgefordert, Verhandlungen für beide Standorte zu führen und hat entsprechende Terminvorschläge gemacht.

Diese wurden von der Arbeitgeberseite abgelehnt. Grund genug für die Kolleginnen und Kollegen, mit einem Warnstreik am 25. März ihren berechtigten Forderungen Nachdruck zu verleihen. Zeitgleich fanden am Vormittag in Pfronten und Seebach Betriebsversammlungen und im unmittelbaren Anschluss die Aktionen vor den Werkstoren statt.

Die Botschaft war klar: Schnellstmögliche Aufnahme von Verhandlungen für beide Standorte für einen einheitlichen Tarifvertrag!

21. März | Tarifrunde Textilindustrie Ost

Das Angebot der Arbeitgeber ist eine Mogelpackung !

Mit vier Kernforderungen hat die IG Metall die Arbeitgeber der ostdeutschen Textilindustrie zu Tarifverhandlungen aufgefordert: Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent, Erhöhung des Urlaubsgeldes, Verbesserung des Tarifvertrages zur Altersteilzeit und die Reduzierung der Wochenarbeitszeit mit Lohnausgleich.

Darauf haben die Arbeitgeber am 20. März mit einem sogenannten Angebot geantwortet. Dieses Angebot verdient nur schwerlich diese Benennung. Es ist eine Mogelpackung und bleibt deutlich hinter unseren Forderungen zurück.

Die Friedenspflicht endet in diesem Bereich am 30. April 2019.

2. Februar | Gothaer Fahrzeugtechnik

Arbeitszeitverkürzung plus Lohnsteigerungen und Freistellung

GFT-Geschäftsführer, Thomas Gessert (links), und Thomas Steinhäuser für die IG Metall (rechts) unterschreiben das Tarifergebnis

In der dritten Tarifverhandlung am 24. Januar 2019 konnte ein Tarifergebnis unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die IG Metall-Mitglieder im Betrieb erreicht werden. In der Mitgliederversammlung am 2. Februar stimmten die Metallerinnen und Metaller einstimmig zu. 

Mit der Abrechnung für März 2019 erhalten alle Vollzeitbeschäftigten zusätzlich 300 Euro Einmalzahlung, Auszubildende 150 Euro. Ab Juni 2019 erhöhen sich die betrieblichen Entgelte um 2,0 Prozent. Um weitere 2,0 Prozent erhöhen sich die Entgelte ab Juni 2020. Die tarifvertraglich geschuldete Arbeitszeit von heute 40 Wochenstunden reduziert sich ab September 2019 auf 39 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. In einer zweiten Stufe reduziert sich die Arbeitszeit auf 38 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich ab September 2020. Ab 2020 wird am 24. Dezember und am 31. Dezember jeweils ein halber Tag bezahlt frei gewährt. Die Laufzeit ist bis Ende 2020.

1. Januar | Arbeitnehmerüberlassung

Dreimal mehr Geld in 2019

Aus dem Tarifabschluss von November 2016 werden die Grundentgelte Ost in drei Stufen plus zwei Anpassungsstufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) erhöht. Von 8,50 Euro je Stunde Ende 2016 in der Entgeltgruppen 1 gilt ab Oktober 2019 ein Stundenentgelt von 9,66 Euro.

Jetzt erfolgt ab Januar 2019 eine Erhöhung der Stundenentgelte im Osten in den Entgeltgruppen 1 und 2 um 22 beziehungsweise 36 Cent. Ab 1. April werden die Tarifentgelte um 3,0 Prozent in West und um 3,5 Prozent in Ost erhöht. Ab Oktober 2019 werden die Stundenentgelte der Entgeltgruppen 1 und 2 in Ost und West um jeweils weitere 17 Cent erhöht.

 Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden. Damit konnte eine lange Forderung der Gewerkschaften jetzt endlich tarifvertraglich normiert werden.

20. November | Deckel Maho Seebach

Tarifbindung angestrebt - gute Beteiligung am Warnstreik

Deckel Maho ist ein Maschinenbau-Betrieb in Seebach im Wartburgkreis mit etwa 700 Beschäftigten. In den laufenden Tarifverhandlungen zum Abschluss eines erstmaligen Haustarifvertrages blockiert der Arbeitgeber massiv. Deswegen rief die IG Metall am 20. November zum ersten Warnstreik vor dem Betrieb auf.

Insbesondere für die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 40 auf 38 Stunden, für eine Begrenzung von Überstunden und für die Angleichung der Tarifentgelte folgten viele Beschäftigte trotz widriger Wetterbedingungen dem Aufruf der IG Metall zur Arbeitsniederlegung. Unterstützt wurden die Beschäftigten in Seebach von Gewerkschafter/innen aus den tarifgebundenen Schwesterwerken im bayerischen Pfronten und westfälischen Bielefeld.

17. September | Gemeinsame Erklärung von IG Metall und VMET e.V. Thüringen

Gegen Rassismus und Gewalt, für Menschenwürde und Solidarität in Betrieben und Gesellschaft

Arbeitgeber und Gewerkschaft der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen rassistische Hetze und rechtsextreme Gewalt aus. Sie setzen sich für Solidarität und Menschlichkeit in Betrieben und Gesellschaft ein.

Die gemeinsame Erklärung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen VMET e.V. und der IG Metall im Bezirk Mitte kann hier im kompletten Wortlaut eingesehen werden:

22. August | Feintool System Parts Ohrdruf

Übernahme des Tarifergebnisses Metallindustrie

Der im Januar 2018 ausgelaufene Tarifvertrag wurde durch die IG Metall mit der Arbeitgeberseite neu verhandelt. Dabei sind die wesentlichen Bestandteile des Tarifergebnisses der Metall- und Elektroindustrie eingeflossen.

So erhalten alle Beschäftigten 4,3 Prozent höhere Grundentgelte und Ausbildungsvergütungen rückwirkend ab Mai 2018. Für den Zeitraum Februar bis April 2018 wird eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro brutto geleistet. Übernommen werden auch die Regelungen zum tariflichen Zusatzgeld mit der Möglichkeit der individuellen Umwandlung von Entgelt in bezahlte Freizeit sowie die Möglichkeit der verkürzten Vollzeit.

Das betriebliche Bonussystem wird modifiziert. Zur Entlastung der Kollegen in besonderen Schichtmodellen wurde eine zusätzliche bezahlte Freischicht vereinbart um längere zusammenhängende Freizeitblöcke an Wochenenden zu gewährleisten.

Zur stufenweisen Einführung des Flächentarifs werden bis zum Jahresende ERA-Schatteneingruppierungen ermittelt. Diese gelten als Grundlage für die nächsten Verhandlungen. Das Verhandlungsergebnis hat eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2019.

1. Juni | Gothaer Fahrzeugtechnik

5,3 Prozent mehr Geld

Erst in der fünften Verhandlung am 20. Februar 2017 gelang der Durchbruch für einen neuen Haustarifvertrag. Zuvor folgten die Beschäftigten allen drei Aufrufen der IG Metall zu massiven Warnstreiks. Nach der ersten Tariferhöhung ab Februar 2017 um 2,7 Prozent, folgte ab September 2017 die zweite Stufe der Tariferhöhung um weitere 2,4 Prozent.

Für 2018 wurde die Übernahme der Erhöhungsbetrages aus der Metall- und Elektroindustrie Thüringens, zeitversetzt zum 1. Juni vereinbart. Die Erhöhung in der Metall- und Elektroindustrie um 4,3 Prozent entspricht einem Bruttobetrag von 119 Euro im Monat. Berechnet auf die Löhne in der Gothaer Fahrzeugtechnik entsprechen die 119 Euro mehr einer Erhöhung um 5,3 Prozent. Die Laufzeit endet Ende Dezember 2018. 

1. April | Nächste Stufe aus Tarifabschluss 2016 wird wirksam

Plus 4,0 Prozent ab 1. April in der Arbeitnehmerüberlassung

Zum 1. April erfolgt die nächste Erhöhung um 2,8 Prozent in West und um 4,0 Prozent in Ost. Damit erreicht das Grundentgelt (Entgeltgruppe 1) nun 9,27 Euro brutto je Stunde in Ostdeutschland. Im Jahr 2019 erfolgen zum 1. Januar, zum 1. April und zum 1. Oktober drei weitere Erhöhungen der Ost-Tabellen. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 Ost erreicht.

Hinzu kommen in Metallbetrieben die Branchenzuschläge ab der sechsten Woche im Einsatz. Diese Branchenzuschläge gelten in allen Metallbetrieben, so auch in denen, in denen für die Stammbeschäftigten kein Tarifvertrag Anwendung findet. Allerdings wurden viele Beschäftigte der Arbeitnehmerüberlassung in den Einsatzbetrieben inzwischen auch fest übernommen. Und durch die Erhöhungen der Metalltarife auch ab 1. April um 4,3 Prozent schaffen wir deutlich mehr Kaufkraft in der Region. Zugleich erhöhen steigende Bruttoeinkommen auch die Einnahmen der Sozialversicherungen. Das schafft finanziellen Spielraum für zukünftige Rentensteigerungen oder Leistungsverbesserungen.

1. März | Tariferhöhung Textile Dienste Ost

Weitere 1,8 Prozent mehr Entgelt

Neben den Metallbranchen sowie im Bereich Holz und Kunststoff ist die IG Metall auch die Tarifvertragspartei in den textilen Bereichen. Dazu zählen auch die Textilen Dienste. Hierbei handelt es sich um Dienstleistungsunternehmen einschließlich verbundener Unternehmen und Betriebe, die kundeneigene und/oder Leasing-Textilien zur Verfügung stellen und wieder aufbereiten. Vor allem sind das Wäschereien im Objektkundengeschäft, was das Beschaffen, Liefern, Reinigen oder Austauschen von insbesondere Hotel-, Klinik- oder Gastronomiewäsche oder Berufsbekleidung betrifft. Tarifverträge werden in diesem Bereich entweder für die alten oder die neuen Bundesländer abgeschlossen. Thüringen zählt zum Tarifgebiet der neuen Bundesländer.

Nach vier Einmalzahlung in Höhe von zusammen 216 Euro brutto, für Auszubildende 92 Euro brutto, plus eine Steigerung der Monatsentgelte um 2,4 Prozent ab März 2017 erfolgt nun die letzte Stufe der Tarifanpassung aus dem Tarifergebnis für die Textilen Dienste in den neuen Bundesländern vom 1. Juli 2016. Ab 1. März 2018 steigen die Tariflöhne und –gehälter um 1,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab März 2018 um jeweils 18 Euro brutto je Ausbildungsjahr. Weiter erhöht sich das zusätzliche Urlaubsgeld im Jahr 2018 auf 288 Euro brutto. Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt 38 Stunden. Es besteht Anspruch auf 30 Arbeitstage Urlaub im Jahr ab dem zweiten Beschäftigungsjahr.

14. Februar | Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Tarifabschluss in 4. Verhandlung gelungen

In der vierten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen wurde heute Übernahme des aus Baden-Württemberg vorgelegten Tarifergebnisses intensiv verhandelt und schließlich vereinbart. Das bedeutet eine Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto im März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen.

6. Februar | Tarifabschluss für Baden-Württemberg

Tarifangleichung in Thüringen angehen

In der sechsten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg wurde heute die Steigerung der Tariftabellen ab April 2018 um 4,3 Prozent vereinbart. Weiter gibt es zwei Einmalzahlungen von 100 Euro brutto für Januar bis März 2018 und 400 Euro brutto im Juli 2019. Darüber hinaus wird ab 2019 einmal im Jahr ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent einer Bruttomonatsvergütung gewährt. Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schichten arbeiten, können wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage in Anspruch nehmen wollen. Zwei dieser Tage würden dann als Arbeitgeberzuschuss gewährt.

Die Beschäftigten der Branche haben doppelt für den starken Tarifabschluss gesorgt: Einmal durch ihre tägliche qualifizierte und motivierte Arbeit, die den Spielraum für angemessene Tarifverbesserungen schafft. Und dann auch durch die selbstbewusste Beteiligung an den Aktionen und Warnstreiks der IG Metall. Diese beiden Begründungen gelten uneingeschränkt auch für die Beschäftigten in Thüringen. Wir erwarten die Übernahme des Tarifergebnisses aus Baden-Württemberg. Zusätzlich braucht es endlich eine belastbare Vereinbarung zur weiteren Angleichung der Tarifbedingungen in Thüringen an die Standards in den westlichen Tarifgebieten.

31. Januar | Gesipa Thal

1. Warnstreik in Betriebsgeschichte

Bisher gibt es bei Gesipa in Thal (Wartburgkreis) keine Tarifbindung und keine transparenten Entgeltstrukturen. Das wollen die Beschäftigten eines der größten Nietenherstellers in Europa zusammen mit der IG Metall ändern. Nachdem es bereits im letzten Jahr mehre Gespräche und Verhandlungen gegeben hat, teilte die Geschäftsführung der Gesipa der IG Metall Eisenach mit, keine weiteren Verhandlungen führen zu wollen. Ein Tarifvertrag wurde abgelehnt. Er passe nicht in die Unternehmenskultur des Betriebes mit Hauptsitz in der Schweiz.

Die Beschäftigten bei Gesipa folgten einem Aufruf zu einem ersten Warnstreik am 31. Januar 2018 fast vollständig und zeigten dem Arbeitgeber, was sie von dieser Verweigerungshaltung halten. Die IG Metall wird die Geschäftsführung in Kürze zu weiteren Verhandlungen auffordern. Kommt es nicht zum Abschluss einer Tarifvereinbarung, werden die Arbeitskampfmaßnahmen ausgeweitet.

31. Januar | Tarifabschluss in der Holz-und kunststoffverarbeitenden Industrie

4 Prozent mehr Entgelt

Mit Druck und Warnstreiks zum Tariferfolg: In der zweiten Verhandlungsrunde konnte die IG Metall in Thüringen ein Ergebnis für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie erzielen. Die Löhne und Gehälter steigen ab 1. Mai 2018 um 4 Prozent. Für Januar bis Mai gibt es zweimal eine Einmalzahlung von 150 Euro.

Vor allem die Auszubildenden können sich auf ein dickes Plus freuen. Ihre Vergütungen erhöhen sich um monatlich 50 Euro in allen vier Ausbildungsjahren. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. September 2019.

24. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Zentrale Kundgebung in Eisenach

Mehrere hunderte Beschäftigte von Bosch Eisenach, Benteler Eisenach und ZF in Gotha folgten dem erneuten Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Mit Bussen kamen die Beschäftigten in das Eisenacher Bürgerhaus zur zentralen Kundgebung. Nach aktuellen Informationen zum Stand der Tarifverhandlungen in Thüringen durch den 1. Bevollmächtigten, Uwe Laubach, gab es Live-Musik von "Kalter Kaffee" aus Erfurt.

19. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

3. Tarifverhandlung in Erfurt

Etwa 70 Beschäftigte der Frühschicht von Hako in Waltershausen folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Nach einer kurzen Kundgebung ging es dann mit dem Bus nach Erfurt zur Unterstützung der Tarifaktion der IG Metall zur 3. Verhandlung. An der Kundgebung in Erfurt nahmen auch der Erfurter Oberbürgermeister, Andreas Bausewein (SPD), der Thüringer Wirtschaftsminister, Wolfgang Tiefensee (SPD), die Fraktionsvorsitzende von Die Linke im Thüringer Landtag, Susanne Henning-Wellsow, sowie der DGB-Landesvorsitzende für Thüringen, Sandro Witt, teil.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

ZF Achsgetriebe Gotha

Etwa 135 Beschäftigte der Spätschicht von ZF in Gotha folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 20 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

12. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

ZF Achsgetriebe Gotha

Etwa 180 Beschäftigte der Frühschicht von ZF in Gotha folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 12 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

11. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Benteler Automobiltechnik Eisenach

Etwa 90 Beschäftigte der Frühschicht von Benteler in Eisenach folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 12 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

10. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

BMW Fahrzeugtechnik Eisenach

Etwa 85 Beschäftigte der Frühschicht von BMW in Eisenach folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 13 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

8. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach

Etwa 260 Beschäftigte der Spätschicht von Bosch in Eisenach folgten dem Aufruf der IG Metall zum  Warnstreik. Vor dem Betrieb wurden die Warnstreikenden ab 20 Uhr zum Stand der Verhandlungen informiert. Der Warnstreik dauerte zwei Stunden.

8. Januar | Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie Thüringen

Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach

In den Tarifverhandlungen für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie konnte bisher kein Ergebnis erreicht werden. Daher ruft die IG Metall zu Warnstreiks in den Betrieben zur Unterstützung der Tarifforderungen auf. Den Auftakt in unserer Region machten heute die Beschäftigten bei Bosch in Eisenach.

Die IG Metall fordert 6 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung für 12 Monate sowie den Anspruch auf individuelle Verringerung der Wochenarbeitszeit mit Teilentgeltausgleich bei belasteten Arbeitszeiten oder für Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen.

15. Dezember | 2. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Arbeitgeber riskieren "Getriebe-Schaden" in Tarifverhandlungen

In der zweiten Tarifverhandlung für die Thüringer Metall- und Elektroindustrie am 15. Dezember in Eisenach wollten die Arbeitgeber den tarifvertraglichen "Rückwärtsgang" einlegen. Sie wollen die Regelarbeitszeit ausweiten, dafür keine Zuschläge für Mehrarbeit mehr vergüten, eine vollumfängliche Verfügbarkeit der Beschäftigten erwarten und nehmen damit Mehrbelastungen und zunehmende Erkrankungen leichtfertig in Kauf.

Da die IG Metall mit der Reduzierung der Arbeitszeit und mehr Einfluss der Beschäftigten auf die individuelle Arbeitszeit im kompletten "Vorwärtsgang" für die Tarifbedingungen in Thüringen ist, riskieren die Arbeitgeber einen "Getriebe-Schaden" in den Tarifverhandlungen.

200 Euro pauschal für drei Monate plus 2 Prozent mehr Entgelt für weitere 12 Monate steht im totalen Widerspruch zu Konjunktur und Gewinnen. Auch den Arbeitgebern muss klar sein, dass das als "Angebot" völlig unzureichend ist.

2. Dezember | Blockade der Arbeitgeber entrüstet unsere Vertrauensleute

2. Tarifverhandlung am 15. Dezember in Eisenach

Im Rahmen der Tarifbewegung für die Metall- und Elektroindustrie 2017/2018 luden die IG Metall Eisenach gemeinsam mit der IG Metall Suhl-Sonneberg die Vertrauensleute der tarifgebundenen Betriebe zur Vertrauensleutekonferenz am 2. Dezember nach Bad Tabarz ein. Nach der Berichterstattung aus der ersten Verhandlungsrunde am 22. November 2017 in Arnstadt waren die Metallerinnen und Metaller überaus entrüstet.

Die nächste Tarifverhandlung wird am 15. Dezember, 11 Uhr, in Eisenach stattfinden. Dazu rufen wir die Beschäftigten aus den Metallbetrieben in Thüringen zur Unterstützung einer verhandlungsbegleitenden Aktion auf. Zwar können wegen der bis 31. Dezember geltenden Friedenspflicht noch keine Streikmaßnahmen für diesen Tag aufgerufen werden, doch erwarten wir eine gute Beteiligung unserer Kolleginnen und Kollegen.

22. November | 1. Tarifverhandlung Metall-/Elektroindustrie Thüringen

Komplette Blockade der Arbeitgeberseite

"...lehnen wir grundsätzlich ab ..." oder "... lehnen wir absolut ab ..." oder "... unterschreiben wir auf keinen Fall ..." waren Erwiderungen der Arbeitgeber auf die Forderungen der IG Metall in der ersten Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie Thüringen in Arnstadt.

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für 12 Monate sowie individuelle Rechtsansprüche für die Arbeitnehmer, die Wochenarbeitszeiten temporär auf bis 28 Stunden verkürzen zu können. Dafür fordert sie auch einen Teilentgeltausgleich für Beschäftigte in besonders belastenden Arbeitszeitsystemen sowie bei Kindererziehung und Pflege in der Familie. Daneben will die IG Metall in diesem Jahr auch die Frage der Angleichung der Tarifverträge an die westlichen Tarife angehen, sie will dafür eine »belastbare Verhandlungsverpflichtung« mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Thüringen abschließen.

1. September | Tariferhöhung in Thüringen

Mehr Geld für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe

Zum 1. September 2017 erfolgt eine Tariferhöhung um 2,9 Prozent. In einer zweiten Stufe zum 1. Oktober 2018 steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um weitere 2,9 Prozent. Damit steigen die Entgelttabellen um insgesamt 5,8 Prozent.

Leider gilt der Tarifvertrag in vielen Autohäusern in Südthüringen noch nicht. Das können wir nur gemeinsam ändern.

1. März | Mehr Geld nach Tarifvertrag

Plus 13,6 Prozent bis Ende 2019

Am 29. und 30. November 2016 einigten sich die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit mit den Arbeitgeberverbänden iGZ und BAP in der dritten Verhandlungsrunde zu einem Tarifergebnis bis Ende 2019. Insgesamt werden die Grundentgelte Ost in drei Stufen plus zwei Anpassungsstufen um 13,6 Prozent (Entgeltgruppe 1) erhöht. Von 8,50 Euro je Stunde Ende 2016 wurde bereits zum 1. Januar 2017 die erste Anpassungsstufe nur in den beiden unteren Entgeltgruppen 1 und 2 wirksam. Ab Oktober 2019 werden dann 9,66 Euro je Stunde in der Entgeltgruppe 1 erreicht.

Parallel zu den Entgeltsteigerungen Ost und West wurde vereinbart, dass (spätestens) ab April 2021 die Tariftabellen West bundesweit einheitlich angewendet werden. Damit konnte eine lange Forderung der Gewerkschaften jetzt endlich tarifvertraglich normiert werden.